Vom Sensor zum Server

Zukünftige Berufsschullehrende forschten auf dem Hof der Zinnwerke in ihren Fachbereichen Elektro-, Informations- und Medientechnik

Am 16. Juli 2027 präsentierten Studierende des Instituts für Technische Bildung und Hochschuldidaktik (ITBH) der TU Hamburg die Ergebnisse ihrer Forschungen des Sommersemesters. Wie Dozentin Nicole Müller betonte, wurden nicht nur Daten gesammelt, sondern die Ergebnisse böten einen gezielten Mehrwert. Zum Beispiel für die Internetseite der Zinnwerke. Für die Studierenden hat das Projekt zwei Vorteile: Sie erwerben zum einen Kenntnisse über technische Komponenten und lernen auch, wie sie ihren Schüler*innen Themen praxisnah vermitteln können.

Daten sammeln auch ohne WLAN

Ein Mann in schwarzem T-Shirt, Jeans und Käppi steht vor einer hölzernen Infowand.
Axel Dürkop erläutert den Weg der Daten.
Fotos M. Groß

Projektleiter und Hochschullehrer Axel Dürkop nannte unterschiedliche Bereiche, in denen es wichtig ist, viele Daten zu sammeln. Inzwischen wird die Technologie eingesetzt, um Pegelstände zu überwachen oder Waldbrände vorherzusagen. Es gibt nicht überall WLAN und lange Kabel sind nicht zu rechtfertigen. Auch auf dem Hof der Zinnwerke reicht das Internet nicht bis in die hinteren Winkel. Was also tun? Das wurde von der Forschergruppe jeden Freitag an einem überdachten, großen Tisch im Freien mit den Zinnwerker*innen Annette, Beate und Marco besprochen. Axel Dürkop bedankte sich sehr für diese Möglichkeit.

Das Ergebnis waren Sensoren, die ihre Daten mit einer Frequenz von 868 Megaherz auch über lange Strecken übertragen können. Axel Dürkop zeigte den kleinen Computer und das kleine Modul. Dort werden die Daten verarbeitet und anschließend auf einen Server im Internet hochgeladen. In einer Zeitreihen-Datenbank werden die Werte gespeichert und können so ausgewertet werden. Eine weitere Software ermöglicht die Visualisierung der Messergebnisse.

Vielfältige Forschungsprojekte

Rechts neben einem Busch steht eine hohe Stange. Am oberen Ende ist die Wetterstation. Im Hintergrund ein Gebäude.
Die Wetterstation.

Anschließend stellten die Studierenden ihre Projekte vor. Elisa hat die Temperaturen in dem Trommelkompost auf dem Hof mit denen eines herkömmlichen Komposters verglichen. Noch waren diese niedriger, was sich vermutlich durch die bisher geringe Füllmenge erklären läßt. Alex wollte die Feinstaubbelastung messen, aber der Sensor war in einem Vogelhaus so gut geschützt, dass die Werte verfälscht waren. Sie arbeitet an Verbesserungen des Versuchsaufbaus. Eine Wetterstation lieferte Werte über Windgeschwindigkeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Mit der App „BirdNet“ sammelte Jonas Daten über die Vogelwelt auf dem Gelände und fand heraus, dass dort in sieben Tagen 359 Vögel zu hören waren, insbesondere Zaunkönige und Elstern. Nicole untersuchte die Fledermauspopulation. Die Sensoren meldeten unter anderem Zwergfledermaus und Braunes Langohr, aber ohne Gewähr.

Beim anschließenden Rundgang zu den einzelnen Stationen beantworteten die Studierenden engagiert die Fragen der Besucher*innen.

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Marianne Groß

... ist Gründungsmitglied des Wilhelmsburger InselRundblicks e. V. Sie berichtet – soweit möglich – über alles, was sie selbst interessiert und hofft, damit die Leser*innen nicht zu langweilen. Dazu gehören die Veränderungen im Stadtteil, Ökologie und Kultur. Zusammen mit ihrem Mann kümmert sie sich um den großen Garten und liebt es, Buchsbäume zu schneiden.

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