Das Verdüsungswerk des ehemaligen Wasserwerks hat wieder einen neuen Betreiber, dieser unterscheidet sich aber fundamental von seinen Vorgängern

Wer im Inselpark etwas trinken oder essen möchte, hat nicht viele Möglichkeiten. Da ist das ehemalige Wasserwerk eine große Ausnahme. Genauer gesagt das Verdüsungswerk des ehemaligen Wasserwerks. Einige Betreiber haben beides erfolglos betrieben. Nach dem Konkurs der Bunthaus Brauerei gingen auch in dem ehemaligen Schankraum die Lichter aus. Jetzt hat sich die Nachbarschaft zusammengetan und die Düse gegründet. Donnerstag- und Freitagabend sind die festen Öffnungszeiten der Bar. Es soll in naher Zukunft aber auch Kurse, Veranstaltungen und weitere Angebote geben.
Mit der Wiedereröffnung der Düse entsteht ein neuer gemeinnütziger, offener Treffpunkt für die Nachbarschaft und ein Ort für gemeinsame Ideen – getragen vom ehrenamtlichem Engagement der Mitglieder des gemeinnützigen Vereins. Das Programm richtet sich an alle Generationen und Bewohner*innen des Stadtteils und lebt von der Mitarbeit der Nachbarschaft. Die Finanzierung soll über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring sowie über Einnahmen aus Gastronomie und Veranstaltungen erfolgen.

Schlüsselübergabe bei strahlendem Sonnenschein
Am Freitag, 25. September 2026, fand die offizielle Schlüsselübergabe an die neuen Betreiber*innen statt. Hierfür kam Finanzsenator Andreas Dressel mit Sprinkenhof-Geschäftsführer Martin Sowinski in den Inselpark. Sie überreichten den symbolischen Schlüssel. Bei herrlichem Wetter zeigte sich Andreas Dressel begeistert von der Arbeit des Nachbarschaftsvereins, und lobte ausdrücklich die Geschwindigkeit, mit der ein neuer Betreiber für das Gebäude gefunden wurde. Alle Beteiligten sind optimistisch, was die Zukunft angeht. Und die zahlreichen Besucher*innen sind sehr neugierig auf die Pläne des Vereins. Nach einem Jahr Leerstand spürt man wieder Leben im ehemaligen Schankraum. Wie viele regelmäßige Kurse, Workshops und andere Aktivitäten es im Gebäude in den nächsten Monaten geben wird, ist noch offen. Am Engagement der Nachbarn*innen, soll es allerdings nicht scheitern.
Miriam Natur, Fraktionsvorsitzende der SPD Hamburg-Mitte, meinte: „Der Schankraum hat in Wilhelmsburg einfach dazugehört – als Ort, an dem man auf einen Kaffee, ein Bier oder einfach zum Schnacken vorbeikommen konnte. Es wäre schade gewesen, wenn dieser Ort nach so vielen Jahren einfach verschwunden wäre. Umso schöner ist es, dass Menschen aus der Nachbarschaft selbst das Heft in die Hand nehmen und etwas Neues daraus machen. Wir helfen gerne dabei, dass der Betrieb starten kann, und sind gespannt darauf, was die Wilhelmsburgerinnen und Wilhelmsburger daraus machen.“
Oder wie meinte Finanzsenator Dressel bei der Besichtigung des Schrankraums: „Erstaunlich, wer hier alles wohnt!“



