Das war 2026 ein neuer Teilnahmerekord
Pressemitteilung. Bereits am Vortag übersprang die Zahl der Meldungen knapp die 5.000er-Marke. Damit war der Internationale Wilhelmsburger Insellauf in seiner 45. Auflage nicht nur einer der ältesten, sondern auch einer der größten Hamburger Volksläufe. So groß, dass die Läufer*innen nicht mehr alle gleichzeitig auf die Strecke passten.

Allein für den Halbmarathon waren 1.900 Aktive gemeldet – und einige ländlich-dörfliche Abschnitte der Strecke sind schmal und kurvenreich. Also bekamen die Halbmarathonis, wie schon 2025, erneut bis zum Zielschluss die Strecke für sich allein. Start war um 8.50 Uhr – nichts für Langschläfer. Sechs Minuten (!) dauerte es, bis das Feld vor der Elbinselschule den Startbogen vollständig durchquert hatte.
Am Sonntag herrschte lauffreundlich kühles, aber sonniges Wetter, dazu klare Luft nach einem zuvor durchgezogenen Regengebiet und wenig Wind. Nicht ganz so lauffreundlich sind Baustellen. Auch Wilhelmsburg bleibt davon nicht verschont – und die Streckenführung ebenso wenig. So gab es bei KM 4 Bagger statt Schafe auf dem Deich. Schön und vielfältig ist die Strecke trotzdem nach wie vor. Und auf längeren Abschnitten auch durchaus schnell (größtenteils asphaltiert und mit nur einem kurzen, leicht bremsenden Pflastersteinabschnitt).
Am schnellsten unterwegs: Monier Rauter (Laufteam Hamburg). Sich von seinen Verfolgern abzusetzen, ist besonders dann kräftezehrend, wenn man auf den langen Geraden am Deich noch aus einem halben Kilometer Entfernung von hinten genau beobachtet werden kann. Rauter tat es trotzdem. Etwa eine Minute lag er an der Wasserstelle bei KM 16 vorne und hatte das Führungsfahrrad ganz für sich. „Verstecken“ geht beim Halbmarathon erst wieder ab KM 17 am Obergeorgswerder Deich, wo die Strecke kurviger und unübersichtlicher wird.
Immer wieder unvermittelt hinter einer Kurve: Anfeuernde Zuschauergruppen – mehr als bei manch einer Veranstaltung in der Hamburger Innenstadt! Mit noch deutlicherem Vorsprung und weit außerhalb der Sichtweite ihrer Verfolgerin lief die führende Frau, Lili Schau, aus Neustadt (Holstein). Rauter wie Schau ließen sich nicht mehr einholen und gewannen ungefährdet in 1:15:08 bzw. 1:22:31. Keine Streckenrekorde, aber starke Leistungen.
Die Zieleinläufe erfolgten bei Sonnenschein. Bei Livemusik, Kuchenbüfettund Wurstbudenbetrieb war auch der Schulcampus am Zieleinlauf inzwischen zum Leben erwacht. Ein solides Zuschauerspalier sorgte für Stimmung auf den letzten 200 m – ebenso bei der Siegerehrung und den nachfolgenden Starts des Inselzehners (10 km) und des Haspa Mühlenlaufs (5 km). Diese waren aufgrund der auf 1.400 bzw. 690 angewachsenen Teilnehmerfelder ebenfalls leicht umorganisiert worden. Auch die 5-km-Läufer*innen durften sich über eine Nettozeitnahme freuen.
Drei Männer blieben über 10 km unter 35 Minuten. Als Sieger setzten sich Flavius Meinecke (Jahrgang 2003, fast noch Nachwuchs und erst zwei Wochen zuvor in Neugraben mit 33:51 unterwegs) und Paula Frederike Böttcher (TSV Großenkneten) in 40:36 durch. Über 5 km gewannen Leon Allers vom Hamburger Laufladen e. V. in 16:07 (statistisch wohl die leistungsstärkste Zeit des Tages) und Jane Endrulat aus Steinkirchen in 19:34.
Ergebnisse (Bruttozeiten)
Elbinsel-Halbmarathon
Männer
- Monier Rauter, Laufteam Hamburg, 1:15:08
- Paul Borrmann, SV Turbine Neubrandenburg, 1:15:46
- Markus Kraft, Team Triathlon Hamburger Hochschulen e. V., 1:15:58
Frauen
- Lili Schau, Neustadt in Holstein, 1:22:31
- Sarah Klass, 1:29:11
- Margaret Madison, MTV Ashausen, 1:31:21
Inselzehner (10 km)
Männer
- Flavius Meinecke, Hamburg, 34:30
- Lukas Dieckmann, Laufwerk Hamburg e. V., 34:39
- Jean Surmont, Hamburg, 34:53
Frauen
- Paula Frederike Böttcher, TSV Großenkneten, 40:36
- Hannah Papmeier, FC St Pauli Marathon, 41:10
- Elisa Müller, Kaifu Tri Team, 42:39
Haspa Mühlenlauf (5 km)
Männer
- Leon Allers, Hamburger Laufladen e. V., 16:07
- Luis Ellner, Hamburg, 16:40
- Lennart Jacobs, Hamburg, 17:01
Frauen
- Jane Endrulat, Steinkirchen, 19:34
- Lara Staker, Hamburg, 20:37
- Charlotte Paultyn, TuS Quickborn, 20:49
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