In ganz Hamburg haben 49 Storchenpaare 129 Junge großgezogen

Dass es im Wilhelmsburger Osten Störche gibt, haben wir wohl Harald Köpke (†) zu verdanken, der lange Jahre Vorsitzender des BUND Hamburg war. Mitte der 90er Jahre stellte er in der Nähe seines Hauses in Moorwerder einen Pfahl als Nisthilfe auf. Einige Jahre später zeigte sich der Erfolg. Im Mai 2004 organisierte Ulla Falke (†), Mitbegründerin des Wilhelmsburger InselRundblicks, für die ersten Wilhelmsburger Störche eine Willkommensparty im Hotel Le Meridien (WIR 8/2015, S.3). Seitdem brütet mit kleinen Unterbrechungen jedes Jahr ein Storchenpaar auf dem Horst in Moorwerder. 2015 wurden hier sogar drei Jungstörche großgezogen.
Jürgen Pelch, der ehrenamtliche Storchenbetreuer beim NABU Hamburg, freut sich sehr über die 129 Jungtiere in ganz Hamburg. Zu dem Wilhelmsburger Storchenpaar schreibt er uns: „Das Storchennest in Wilhelmsburg ist bei Familie Köpke. Harald, der sehr aktive Naturschutzkollege, der das Nest bei sich am Deich aufgestellt hat, ist leider viel zu früh verstorben. Seine Störche haben dieses Jahr erfolgreich zwei Junge aufgezogen. Die Jungstörche verlassen sieben Wochen nach dem Schlüpfen das Nest. Noch circa zwei Wochen lang wird ihnen dann von den Altvögeln die selbständige Futtersuche beigebracht. Bei den Störchen, die früh gebrütet haben, sind die Jungstörche jetzt schon ganz alleine auf dem Weg in die Überwinterungsgebiete. Mit etwas Glück kann man aktuell noch, wenn ein Bauer mäht, größere Trupps von Störchen sehen. Südlich der Elbe, im Landkreis Harburg, gibt es noch vier weitere Storchennester.“
Der WIR schrieb im August 2015: „Tschüs und kommt nächstes Jahr wieder …“. Das gilt auch nach über zehn Jahren noch.

