Zukunftsbild Georgswerder 2025 ist immer noch die Grundlage. Was wurde 2026 davon bereits verwirklicht? Das konnten die Anwesenden beim Projektdialog am 3. September 2026 erfahren und diskutieren
Nach der Begrüßung durch Kay Gätgens, Geschäftsführer der IBA Hamburg, berichtete der Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitte, Ralf Neubauer, über die Schwierigkeiten bei der Planung der Radroute 23 (ehemals Veloroute 10). Die 3,1 Kilometer lange Route durch Georgswerder auf den begrenzten Verkehrsflächen unterzubringen, ist sehr schwierig. Der Bau soll im Mai oder Juni 2027 an der Kirchdorfer Straße beginnen. Es soll keinen weiteren Zeitverzug geben.

Foto: M. Groß
Ralf Neubauer berichtete von der Ortsbegehung per Fahrrad am 5. August 2026. Es wurden verschiedene Varianten für sichere Kita- und Schulwege geprüft.
Die Sanierung der Sportanlage von Vorwärts 93 Ost beginnt am 1. Oktober 2026. Der Spatenstich ist um 10.30 Uhr. Interessierte können gern zuschauen. Der Sportplatz bekommt für 1,2 Millionen Euro einen Kunstrasen. Die Maßnahme soll im zweiten Quartal 2027 fertig werden. Anschließend können die Sportler*innen aus ihrem Übergangsquartier in Hamm-Süd wieder nach Georgswerder zurückkehren und auf ihrer neuen Anlage trainieren.
Die Absage des HVV, am S-Bahnhof Veddel einen Mobility Hub einzurichten, findet der Bezirksamtsleiter sehr ärgerlich. Bei den Planungen sollte auch mit einem Nahversorger, also einem (kleinen) Supermarkt eine Verbesserung für die Veddel und Georgswerder erreicht werden. Nun plant die Baubehörde auf der Veddel ein Nahversorgungszentrum. Die Baubehörde sucht dafür derzeit Investoren. Zwei Firmen zeigen Interesse. Das soll auch die Situation für Georgswerder verbessern.
Fiskalische Straße und Kichenwiese – Gewerbeansiedlung und Wohnungsbau

Danach präsentierte Ronny Warnke von der IBA ein Luftbild vom Gesamtgebiet und erläuterte den aktuellen Planungsstand. Die wesentliche Grundlage für die Entwicklung des Stadtteils ist das Zukunftsbild Georgswerder 2025. An der Fiskalischen Straße geht es um die repräsentative Gestaltung des Stadtteileingangs. Die zukünftige gewerbliche Nutzung muss im Hinblick auf die Bebauung am Niedergeorgswerder Deich wohnverträglich sein.
Im Quartier Kirchenwiese sind acht Bauvorhaben mit über 80 Wohnungen fertig gestellt worden und bereits bewohnt. Weitere Häuser sind im Bau bzw. die Bauanträge sind genehmigt. Ein*e Betreiber* für die Kita wird gesucht. Weltwissen Kitas haben abgesagt. Es läuft eine Interessenbekundung. Eine Vergabe ist für Ende 2026 geplant. Der Neubau der Elbinselschule in der Rahmwerder Straße ist fertiggestellt. Der vorgesehene Besichtigungstermin, 1. Oktober 2026, wurde jedoch abgesagt. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Am Niedergeorgswerder Deich gibt es noch zwei Baulücken, eine davon ist für ein Mehrfamilienhaus vorgesehen. Die Grundstücke sollen noch in diesem Jahr vergeben werden.
Seit Mai dieses Jahres sind drei E-Autos von Dorfstromer, ein Carsharing System auf Vereinsbasis, verfügbar. Und auf dem Niedergeorgswerder Deich vor dem Quartiersplatz ist seit Juli 2026 eine StadtRAD-Station.
Viele Fragen aus der Nachbarschaft
Die Anwesenden hatten zahlreiche Fragen und Anliegen. So wurde gefragt, wann das neue Schulgebäude besichtigt werden kann. Ein neuer Termin steht dafür noch nicht fest. Auf die Frage, wann der Bus wieder häufiger fahren werde, antwortete Ralf Neubauer: „Das wünschen wir uns alle. Aber der HVV hat ein Defizit von einer halben Milliarde. Eine engere Taktung ist nicht vorgesehen.“
Weiter wurde beklagt, dass vor der Sportanlage viel Müll abgelagert wird. Es soll geprüft werden, ob dort eine Schranke installiert werden kann.
Obwohl die Mieter*innen in den SAGA-Häusern bei der Anmietung unterschreiben, dass sie kein Auto besitzen, halten sich offenbar viele nicht daran. Das verschärft das Parkplatzproblem. Alles wird zugeparkt und oft kommt die Müllabfuhr nicht durch.
Parkplatzsituation und Zustand der Wege
Auch nach der Wartung der Wege und der Wettern wurde ebenfalls gefragt. Hier soll geprüft werden, wer zuständig ist. 30er-Schilder wurden während der Bauarbeiten abgebaut. Sie sollen wieder aufgestellt werden. Eine Veränderung der 30er-Zone ist nicht vorgesehen.
Bei dem geplanten Stadtteilladen startet jetzt der Innenausbau. Für den Start ist erst einmal ein Café vorgesehen. Das Angebot soll dann nach und nach ausgebaut werden, je nachdem welche Bedarfe es gibt, z. B. Nähkurse, Frühstück am Wochenende, gutes Angebot für Ältere o. ä.
Nachbarschaftsdinner statt ausgefallenem Stadtteilfest

Von dem Stadtteilfest, dass im Sommer wegen Hitze ausgefallen war, hat eine Baugemeinschaft noch den ganzen Waffelteig übrig. Daraus entstand die Idee für ein Nachbarschaftsdinner am 23. September 2026 um 17.00 Uhr am Sportplatz. Bei Regen findet die Veranstaltung im Vereinsheim statt.

