Die Einrichtung einer Stadtteilklinik rückt in weite Ferne. 60.000 Menschen auf einer Insel ohne ausreichende ärztliche Versorgung

Transparent: Aktion Rettung Pflegeschule
Nun ist es so weit, auch der verbliebene Rest des Wilhelmsburger Krankenhauses Groß-Sand wurde gestern, am 30.6.2026, geschlossen. Und was wurde aus den Versprechungen der Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer vor einem Jahr, am 24. Juni 2025 im AWO-Seniorentreff, Rotenhäuser Wettern (WIR 27.6.25)?
Die Stadtteilklinik eine Fata Morgana?
Alle Argumente der Wilhelmsburger*innen, die besondere Situation von demnächst 80.000 Menschen auf einer Insel mit maroden Brücken, einer S-Bahn, die dauernd ausfällt und langen Autostaus, mit Störfall-, Industrie- und Hafenbetrieben in unmittelbarer Nähe führten nicht zum Erhalt des Krankenhauses. Alle Sorgen der Menschen um die fehlende Notaufnahme brachten keine Änderung der Pläne. Der versprochene dürftige Ersatz, eine Stadtteilklinik, ist in weiter Ferne.
Der Kauf des Klinikgeländes scheint gescheitert. Ein neuer Standort ist nicht bekannt. Die Senatorin versprach eine Eröffnung der Stadtteilklinik 2027. Da muss sie sich nun aber mal beeilen.
Einen ausführlichen Bericht über die Geschichte von Groß-Sand und die Entwicklung, die zur Schließung des Krankenhauses geführt haben und die ernüchternden, sich hinziehenden Planungen der Stadt finden Sie auf der Webseite von Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e. V.

