Ein Beitrag zum Hochwasserschutz: Schafe auf dem Deich

Die Schafbeweidung als wichtiger Bestandteil des Küstenschutzes konnte durch den LSBG für die nächsten vier Jahre gesichert werden

Auf dem grünen Deich eine Familien mit Hunden und rechts hiner dem Deich viele Schafe.
Schäferfamilie Quinn mit ihren Schutzhunden und einigen ihrer Schafe. Fotos: LSBG
Sieben Menschen stehen um ein Deichmodell. Rechts in blau die Elbe und links die Deichverteidigungsstraße mit Autos.
André Pöbel zeigt den Aufbau eines Deiches am Modell.

Am Sonnabend, 13. Juni 2026, informierten Mitarbeiter*innen des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer Hamburg (LSBG) auf dem Moorwerder Hauptdeich über ihre Aufgaben und stellten dabei eine besondere Möglichkeit für die Aufrechterhaltung der Sicherheit eines Deiches vor: die Schafbeweidung. Etwa 42 Hektar Rasenfläche auf Hamburger Deichen, das entspricht 60 Fußballfeldern,  sind für Schafbeweidung geeignet und vorgesehen (Obergeorgswerder Hauptdeich, Kreetsander Hauptdeich, Moorwerder Hauptdeich, Stillhorner Hauptdeich, Finkenrieker Hauptdeich zwischen Deichkilometer 5,16 und 17,55).

Schafe pflegen die Deiche

Die Schafbeweidung ist dabei ökologisch und technisch eine erprobte Methode zur Deichpflege. Die Tiere schaffen eine dichte, geschlossene und widerstandsfähige Grasnarbe, die dem Küsten- und Hochwasserschutz dient. Schafe beißen das Gras sehr kurz und bis an den Pflanzengrund ab. Dadurch wächst das Gras dichter nach, was den Wurzelbereich im Erdreich massiv verstärkt. Durch das stetige Begehen treten die Hufe der Schafe kleine Hohlräume (etwa von Wühlmäusen) zu und verdichten die oberste Erdschicht, ohne den Boden tiefgründig zu beschädigen. Der Dung der Tiere sorgt für eine gleichmäßige Nährstoffversorgung, Die Schafbeweidung als wichtiger Bestandteil des Küstenschutzes konnte durch den LSBG für die nächsten vier Jahre gesichert werden.

Viele Fragen wurden beantwortet

Links ein Mann in schwarzem Anorak, rechts daneben eine Frau mit roten Haaren im türkisfarbenen Regenanzug und hinten in der Mitte ein Mann mit Glatze, dunklem Bart in weißem Hemd. Davor eine Landkarte von Wilhelmsburg.
Dr. Gabriele Gönnert und Dr. Höfinghoff schildern die vielfältigen Aufgaben des Hochwasserschutzes.

Dr. Gabriele Gönnert, stellvertretende LSBG-Geschäftsbereichsleiterin Gewässer- und Hochwasserschutz, Dr. Martin Höfinghoff, LSBG Fachbereichsleiter Sturmflutsicherheit, und André Pöbel, LSBG Unterhaltung Hochwasserschutzanlagen, stellten sich den Fragen. Auch Susann Harden, bürgernahe Beamtin vom Polizeikommissariat 44 in Wilhelmsburg, und Benedikt Domin, Ranger im Auftrag der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), beantworteten gern Fragen.

Auch Schäferin Nadine Quinn und ihre Familie (Hamburg Journal 3.6.26, 15.31 Uhr) waren vor Ort. Vor wenigen Monaten ist Nadine Quinn mit ihren Schafen nach Wilhelmsburg gezogen. Im dortigen Schafstall sind auch die ersten Lämmer geboren. Nun ist die Herde in die Weidesaison gestartet und vor Ort besser sichtbar.

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