„ Daumen drücken“ hat sich gelohnt

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg gewinnt einen der renommierten Deutschen Schulpreise 2026

Die Abordung der Stadtteilschule Wilhelmsburg: Schüler*innen und Lehrkräfte, im Vordergrund hält Schulleiterin Katja Schlünzen die Statuette.
Abordnung der Stadtteilschule Wilhelmsburg in Berlin. © Robert Bosch Stiftung GmbH / Max Lautenschlaeger

Die Stadtteilschule ist am 29. September 2026 in Berlin mit dem erstmals vergebenen Sonderpreis für gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert. Damit ist sie bereits die dritte Wilhelmsburger Schule in Folge, die einen der Deutschen Schulpreise erhält. Im Jahr 2024 war die Berufliche Schule ITECH die Preisträgerin, im vergangenen Jahr erhielt Die Schule an der Burgweide sogar zwei Preise.

2026 hatten sich 100 Schulen aus ganz Deutschland beworben. 15 schafften es in die Endauswahl. Der Deutsche Schulpreis gilt als die anspruchsvollste Auszeichnung für gute Schulen in Deutschland.

Wilhelmsburg hat gute Schulen

Die Zeiten sind hoffentlich endgültig vorbei, als Eltern, deren Kinder schulpflichtig wurden, aus Wilhelmsburg weggezogen sind.

„Ihre Schule“ beschreibt Katja Schlünzen, Schulleiterin der Stadtteilschule Wilhelmsburg, so: „An unserer Schule wird Zusammenhalt gelebt. Wir sind eine Sozialindex 1-Schule, eine bunte Schule in einem bunten Stadtteil – in einer Hafenstadt mit hoher Zuwanderung ist das die Regel. Vielfalt sehen wir als Chance. Besondere Angebote sind bei uns Angebote in den Herkunftssprachen der Kinder, mit denen man einen „Academic Language Level“ erwerben kann. Schülerdemokratie und Partizipation sind bei uns ganz wichtige Bausteine in der Entwicklung. Das heißt, alle Gremien, auch die Schülerinnen und Schüler sind daran beteiligt, Unterricht und Unterrichtsstrukturen zu entwickeln.“

Ein weiterer Schwerpunkt der Stadtteilschule Wilhelmsburg sind die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Die Schule ist Teil des Maritimen Zentrums Elbinseln (MZE). Die Insellage Wilhelmsburgs bietet den Schüler*innen die Möglichkeit, die wirtschaftlichen, ökologischen und Kulturellen maritimen Einflüsse ihrer unmittelbaren Lebensumwelt zu erforschen. Dieser maritime Gedanke zieht sich als roter Faden von der 1. maritimen Klasse bis hin zu dem Oberstufenprofil „Maritime Räume entdecken und erforschen“.

Auch Bildungssenatorin Ksenija Bekeris gratulierte der Schule sehr herzlich und sieht gespannt auf den weiteren Weg, den diese Schule gehen wird. Sie betont, dass die Deutschen Schulpreise für Hamburgs Schulen inzwischen eine gute Tradition haben. In den letzten Jahren wurden jetzt insgesamt bereits acht Hamburger Schulen prämiert, weitere 14 hätten es in die Top-15 von Deutschlands besten Schulen geschafft.

Alle haben Mitspracherecht

Die Jury hat sich für die Wilhelmsburger Stadtteilschule entschieden, weil dort der gesellschaftliche Zusammenhalt täglich gelebt wird. Die Schule zeige, dass Gemeinschaft ganz stark wird, wenn alle angenommen sind und mitgestalten könnten. (…) Sie sei ein besonders gelungenes Beispiel dafür, wie es gelingen könne, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern am Schulleben und am Lernen zu beteiligen.

WIR gratulieren der Stadtteilschule Wilhelmsburg sehr herzlich zu dem verdienten Preis.

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Marianne Groß

... ist Gründungsmitglied des Wilhelmsburger InselRundblicks e. V. Sie berichtet – soweit möglich – über alles, was sie selbst interessiert und hofft, damit die Leser*innen nicht zu langweilen. Dazu gehören die Veränderungen im Stadtteil, Ökologie und Kultur. Zusammen mit ihrem Mann kümmert sie sich um den großen Garten und liebt es, Buchsbäume zu schneiden.

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