Es geht vorwärts für den SV Vorwärts 93 Ost in Georgswerder

Mit einem symbolischen Spatenstich hat Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer gemeinsam mit den Projektbeteiligten und Vertretern des SV Vorwärts 93 Ost den Startschuss für die Modernisierung des Sportplatzes gegeben

Im Hintergrund Paletten mit grauen Pflastersteinen. In der Mitte drei Männer. Der Mittlere hält ein Vereinshemd in den Händen.
Calle Stentzler, Giovanni Weiss und Ralf Neubauer (v. l.) auf dem Tennenplatz (Schotterplatz). Foto M. Groß

„In der Stadt und im Bezirk Hamburg-Mitte haben wir uns vorgenommen, hier in Wilhelmsburg einen Schwerpunkt bei der Modernisierung der Sportinfrastruktur zu setzen,“ erklärte Ralf Neubauer beim Spatenstich am 1. Oktober 2026. Der Sportplatz am Ende der Rahmwerder Straße liegt idyllisch nahe der Dove Elbe. Die Wegeverbindung zum Wasser wurde in den vergangenen Jahren auch neu gestaltet. Der Platz wird von großen, alten Bäumen umsäumt.

Zu der Veranstaltung war auch Giovanni Weiss gekommen. Der erfolgreiche Jazzgitarrist stammt aus der großen Sinti-Familie am Georgswerder Ring und ist dem Sportverein freundschaftlich verbunden. Er erzählt: „Wir sind ja eine große Gruppe hier in Georgswerder und auch tief verwurzelt im Verein. Wir waren immer dabei. Das ist ja nicht nur ein Sportverein. Das ist auch eine Community und eine Begegnungsstätte für uns hier. Auch wenn man keinen Fußball spielt, kann man hier zusammen kommen.“

Am 10. Oktober 2026 geben Giovanni Weiss Family and Friends ein Konzert im Vereinshaus.

Die Bauarbeiten sollen noch im Oktober beginnen.

Vor einer weißen Plastikplane stehen fünf Menschen auf einem Tennenplatz
Calle Stentzler (Mitte) mit Vereinsmitgliedern. Foto: M. Groß

Die Ausführung übernehmen Wiese und Suhr, Garten- und Landschaftsbau GmbH, Hamburg, die auch den Kunstrasenplatz von FC Türkiye an der Fährstraße bauen. Der Vorteil eines Kunstrasenplatzes liegt in der langen Lebensdauer von mindestens 15 Jahren. Danach muss lediglich der Kunstrasen erneuert werden und soll dann weitere 15 Jahre halten. Er ist strapazierfähiger als eine Grasfläche. Spätestens im zweiten Quartal 2027 soll der Platz fertig sein und die Spieler und vielleicht dann auch Spielerinnen und Kinder können auf ihrem Platz trainieren.

Zweites Leben für Pflastersteine

Zum Thema Nachhaltigkeit erklärte Christian Burghard vom bezirklichen Sportstättenbau, dass auch hier, analog zur Fährstraße Baustoff-Recycling erfolgt. Die grauen Pflastersteine, die verbaut werden, wurden bei einer Baustelle in der Innenstadt ausgebaut. Sie sind bereits vor Ort.

Umstellung auf Leuchtdioden (LED) noch nicht gesichert

Einen „Wermutstropfen“ gibt es aber: Die Flutlichtanlage ist nicht Teil der Maßnahme, die von dem bezirklichen Sportstättenbau finanziert wird. Calle Stentzler, Vorsitzender von SV Vorwärts 93 Ost, erklärte, dass der Verein schon 70 Prozent der Kosten für die Umstellung auf LED eingesammelt habe. Es wäre sinnvoll, wenn die Prüfung der Masten und der Einbau der Leuchtdioden vor der Sanierung des Platzes stattfände, damit die Baufahrzeuge nicht über den neuen Kunstrasen fahren müssten.

Ralf Neubauer appellierte an die anwesenden Bezirkspolitiker: „… da auch ein bisschen zu unterstützen.“

In Hintergrund ein Bagger und Paletten mit Pflastersteinen. Im Vordergrund ein Mann und rechts davon ein Ball
Gut gezielt, Herr Bezirksamtsleiter, nur leider zu schnell für die Kamera und deshalb unscharf. Foto: M. Groß

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Marianne Groß

... ist Gründungsmitglied des Wilhelmsburger InselRundblicks e. V. Sie berichtet – soweit möglich – über alles, was sie selbst interessiert und hofft, damit die Leser*innen nicht zu langweilen. Dazu gehören die Veränderungen im Stadtteil, Ökologie und Kultur. Zusammen mit ihrem Mann kümmert sie sich um den großen Garten und liebt es, Buchsbäume zu schneiden.

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