Eine Herde Heidschnucken pflegt ehemaliges Ackerland in Kirchdorf, das dem BUND seit 12 Jahren gehört. Gegenüber, am und um das BUND-Trafohaus am Siedenfelder Weg gibt es ein kleines Stück Artenvielfalt. Vögel, Insekten und Heidschnucken profitieren dabei voneinander
Früher war Volker Derbisz als Schäfer für die Deichschafe auf der Insel zuständig, heute kümmert er sich um die 50köpfige Heidschnuckenherde, die auf den Wiesen am Siedenfelder Weg, nahe der Autobahn im Osten Wilhelmsburgs grasen.

Vor 12 Jahren wurde die die heute beweidete Fläche von der BUND-Stiftung Ausgleich Altenwerder erworben. Mit dem Ziel, aus Ackerfläche ein artenreiches Grünland entstehen zu lassen. Die Heidschnuckenherde sorgt für Artenvielfalt, denn extensive Beweidung fördert die biologische Diversität. „Auch die Schwalben, Mauersegler und Feldsperlinge, die am nahegelegenen Trafohaus brüten, profitieren davon“, sagt die Vertreterin der BUND-Stiftung Ausgleich Altenwerder, Gisela Bertram.

Alle profitieren von den Heidschnucken
Neu: „Dass aus einer ehemaligen Ackerfläche heute ein buntes Grünland entstanden ist, zeigt, wie erfolgreich sich solche Flächen mit Geduld und der richtigen Pflege entwickeln können“, sagt Gisela Betram weiter.
Um die Grundlage für den jetzigen Erfolg zu legen, wurde die ehemalige Ackerfläche 2016 mit einer regionalen Saatgutmischung eingesät. Davon profitieren seltene Wildbienenarten und so interessante Tiere wie Dung- und Mistkäfer. Je mehr unterschiedliche Insekten es gibt, desto mehr Nahrung finden die Vögel aus der Umgebung für die Auzucht ihrer Jungen.

