Heidschnucken pflegen buntes Grünland in Wilhelmsburg

Eine Herde Heidschnucken pflegt ehemaliges Ackerland in Kirchdorf, das dem BUND seit 12 Jahren gehört. Gegenüber, am und um das BUND-Trafohaus am Siedenfelder Weg gibt es ein kleines Stück Artenvielfalt. Vögel, Insekten und Heidschnucken profitieren dabei voneinander

Früher war Volker Derbisz als Schäfer für die Deichschafe auf der Insel zuständig, heute kümmert er sich um die 50köpfige Heidschnuckenherde, die auf den Wiesen am Siedenfelder Weg, nahe der Autobahn im Osten Wilhelmsburgs grasen.

Begrenzt von einem dünnen Elektrozaun sieht man im Vordergrund eine ca. 30köpfige Heidschnuckenherde, sie sind grau und haben schwarze Köpfe. Dahinter ein Streifen Schilf und dahinter ein Maisfeld. Am Horizont der grüne Schafsstall und Bäume unter blauem Himmel mit Wolken. Foto: Chris Meyer
Die Heidschnucken. Foto: Chris Meyer

Vor 12 Jahren wurde die die heute beweidete Fläche von der BUND-Stiftung Ausgleich Altenwerder erworben. Mit dem Ziel, aus Ackerfläche ein artenreiches Grünland entstehen zu lassen. Die Heidschnuckenherde sorgt für Artenvielfalt, denn extensive Beweidung fördert die biologische Diversität. „Auch die Schwalben, Mauersegler und Feldsperlinge, die am nahegelegenen Trafohaus brüten, profitieren davon“, sagt die Vertreterin der BUND-Stiftung Ausgleich Altenwerder, Gisela Bertram.

An einer Backsteinwand (Trafohaus) hängt eine Infotafel zu Schwalben. Headline Haralds Wilder Osten, Natur entdecken in Wilhelmsburg.
Foto: Chris Meyer

Alle profitieren von den Heidschnucken

Neu: „Dass aus einer ehemaligen Ackerfläche heute ein buntes Grünland entstanden ist, zeigt, wie erfolgreich sich solche Flächen mit Geduld und der richtigen Pflege entwickeln können“, sagt Gisela Betram weiter.

Um die Grundlage für den jetzigen Erfolg zu legen, wurde die ehemalige Ackerfläche 2016 mit einer regionalen Saatgutmischung eingesät. Davon profitieren seltene Wildbienenarten und so interessante Tiere wie Dung- und Mistkäfer. Je mehr unterschiedliche Insekten es gibt, desto mehr Nahrung finden die Vögel aus der Umgebung für die Auzucht ihrer Jungen.

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Chris Meyer

Wenn er sich nicht gerade um seine zwei Kinder kümmert, dann ist er auch für den WIR unterwegs auf der Suche nach spannenden Artikeln und Interviews.

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