Neue Köhlbrandbrücke – Siegerentwurf steht fest

Mit ihrer filigranen, modernen Gestaltung wird die neue Köhlbrandbrücke im Hafen deutlich sichtbar sein

Eine Brücke mit zwei Pylonen und Schrägseilen vor einem dunklen Hintergrund.


2024 hat die Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg entschieden, dass über den Köhlbrand eine neue Brücke gebaut wird. Die jahrelangen Planungen eines Tunnels wurden als zu teuer verworfen. Jetzt wurde der Siegerentwurf vorgestellt, den eine Jury mit ausgewiesenen Experten und Beteiligung der Bürgerschaftsfraktionen einstimmig ausgewählt hat. Die Visualisierung des neuen Wahrzeichens mit zwei Pylonen und Schrägseilen zeigt eine große Ähnlichkeit mit der alten Brücke. „Die neue Köhlbrandbrücke erhebt sich wieder über den Horizont, wird sichtbarer. Es ist die Wiederherstellung jenes Zustands kurz nach der Fertigstellung 1974 der heutigen Brücke, als sie ihre Umgebung überragte,“ ist auf der Webseite des Ingenieurbüros Grassl zu lesen. Das Ingenieurbüro hat zusammen mit Schlaich Bergermann Partner (sbp) und WTM Engineers sowie gmp Architekten und PPL Gesellschaft für Hochbau, Städtebau und Forschung mbH, alle Hamburg, den Siegerentwurf eingereicht.

Höher bedeutet auch länger

WTM Engineers betonen: „Der neue fünf Kilometer lange Brückenzug wird die bestehende Brücke aus dem Jahr 1974 ersetzen und zentraler Bestandteil der Haupthafenroute sein. Mit einer Hauptspannweite von 400 Metern, einer Durchfahrtshöhe von rund 73 Metern sowie ihrer filigranen, modernen Gestaltung wird die neue Köhlbrandbrücke im Hafen deutlich sichtbar sein. Im Fokus der Planung stehen eine wartungsarme Konstruktion, nachhaltige Lösungen sowie die Sicherstellung eines möglichst reibungslosen Hafenbetriebs während der Bauphase.“

Kosten und Zeitplan

Am 10. Juni 2026 stellte Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard, den Siegerentwurf offiziell vor. Es wird davon ausgegangen, dass die geschätzten Gesamtkosten von 5,3 Milliarden Euro (Drucksache 22/14809, 4.9.24) eingehalten werden. Wie WIR am 17. April 2024 berichteten, hofft Hamburg, dass die Kosten zur Hälfte vom Bund bezahlt werden. Laut der Senatorin wird dieses Schlüsselprojekt konsequent vorangetrieben. Im Jahr 2030 soll das Planfeststellungsverfahren beginnen und Ende der 30er-Jahre soll die Brücke eröffnet werden.

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Marianne Groß

... ist Gründungsmitglied des Wilhelmsburger InselRundblicks e. V. Sie berichtet – soweit möglich – über alles, was sie selbst interessiert und hofft, damit die Leser*innen nicht zu langweilen. Dazu gehören die Veränderungen im Stadtteil, Ökologie und Kultur. Zusammen mit ihrem Mann kümmert sie sich um den großen Garten und liebt es, Buchsbäume zu schneiden.

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