Sturmflut, Starkregen, Hitze – die Klimakrise betrifft auch Wilhelmsburg

Maßnahmen zum Schutz und zur Vorbereitung auf die Folgen sollten daher schnellst möglichst umgesetzt werden.

Franziska Prossel. Doch was, wenn Klimamaßnahmen zu Aufwertung, Verdrängung oder Ausgrenzung führen? Dieses Zusammenspiel nennt man Klimagentrifizierung.

Um eine solche Entwicklung zu verhindern, ist die Beteiligung und Erfahrung von Bewohner*innen eines Viertels essenziell. Wir wollen miteinander hinschauen.

In einem kollektiven „Gegenkartierungsworkshop“, soll gesammelt werden, inwieweit Klimamaßnahmen möglicherweise zu Gentrifizierung in Wilhelmsburg beitragen oder bisher beigetragen haben. Wie steht es hier z.B. um die Fährstraße 115 oder um die IBA?

Gegenkartierung ist einfach das gemeinsame Erstellen/Basteln von Karten. Ziel ist es, Raum für Austauschzu schaffen und Menschen aus dem Viertel die Möglichkeit zu geben, gemeinsam ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen zu teilen.  

Dabei geht es um

  • die Sichtbarmachung nachbarschaftlicher Veränderungen aufgrund von Klimamaßnahmen
  • Sammlung von lokalem Wissen
  • Einblicke in das Thema Klimagentrifizierung
  • gemeinsames Lernen von kollektiver Gegenkartierung als politischer Praxis (sowohl der Teilnehmenden als auch der Übungsleitenden)
  • Förderung von Diskussion, Austausch und Vernetzung in der Nachbarschaft

Im Fokus sollen deine Stimme, dein Wissen und deine Gestaltungskraft liegen – gemeinsam für eine sichere, gerechtere und nachhaltigere Entwicklung des Viertels.

Komm am Sonnabend, den 14. März 2026, um 13.30 Uhr, ins M1! 

Teile deine Erfahrungen und deine Perspektive.

Das Wissen wird zusammen erarbeitet und muss nicht unbedingt schon vorher bestehen!

Anmeldung über diesen Link (zu Übersicht sehr hilfreich): https://forms.gle/3qG6NisUaxXwZ1oj9

Falls vorhanden könne gerne Bilder, Zeitungsartikel, etc. … mitgebracht werden.

(Das Treffen ist Teil einer Abschlussarbeit. Der Fokus liegt aber auf dem Zusammenkommen & Austausch von Menschen aus dem Viertel!)

Version Leichtere Sprache

Der Klimawandel betrifft auch Wilhelmsburg. 
Der Stadtteil braucht Schutz vor z.B. Regen und Flut. 
Darum sind Maßnahmen wichtig. Sie schützen uns und bereiten uns auf die Folgen vor. 
Sie sollen unser Leben besser machen. 
Zum Beispiel durch mehr Grün. Durch bessere Luft oder kühlere Orte im Sommer. 
Aber manche Maßnahmen bringen auch Nachteile. 
Mieten können steigen. 
Manche Menschen fühlen sich ausgeschlossen. 
Manche müssen wegziehen. 

Passiert das auch in Wilhelmsburg? 
Hilft der Klimaschutz allen – oder nur manchen? 

Wir schauen gemeinsam hin. 
Wir arbeiten mit Karten. 
Wir zeigen, was uns auffällt. 
Wissen wird gemeinsam erarbeitet. 

Beitragsbild von Kevin Snyman auf Pixabay

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert