Liebe Nachbar*innen, liebe Natur- und Klimaschützer*innen aus Wilhelmsburg und darüber hinaus,

in drei Tagen ist es so weit: Am 3. Februar kommt bei einer öffentlichen Anhörung im Bezirksamt erneut die Frage auf den Tisch, ob einer der letzten echten Wälder mitten in unserer Stadt für ein Neubaugebiet geopfert werden soll.

Sicher habt ihr schon eines unserer Plakate oder einen unserer Flyer zu der Anhörung gesehen oder den Artikel im WIR vom 21.1.26 gelesen. Nun rückt der Termin immer näher – gleichzeitig wird eure Anwesenheit dort immer wichtiger. Denn plötzlich haben die Regierungsparteien SPD und Grüne weit nach dem offiziellen Anmeldeschluss noch mehrere Expert*innen, die für die Waldrodung und Bebauung argumentieren sollen, benannt!

Die Befürworter*innen des „Spreehafenviertels“ unter den Expert*innen sind jetzt deutlich in der Überzahl. Das bedeutet: 1. Sie werden einen größeren Anteil an der Gesamt-Redezeit beanspruchen, also mehr ihrer Argumente unterbringen können. 2. Die Redezeit für jede*n einzelne*n Expert*in wird sich verkürzen, so dass Diejenigen, die fairerweise bis zum 15. Januar benannt wurden, ihre vorbereiteten Statements kürzen müssen und weniger ihrer Argumente unterbringen können.

Das betrifft genau jene Fachleute, die als Fürsprecher*innen des Walderhalts benannt wurden! Die Expert*innen auf unserer Seite, aufseiten des Waldes, die sich mit Natur- und Klimaschutz in der Stadt und einem gesunden, erholsamen Lebensumfeld für ihre Bewohner*innen auskennen.

Das, was ihnen an Rede- und Argumentationszeit genommen wurde, müssen jetzt wir als Publikum uns nehmen! Deshalb ist es noch wichtiger geworden, an der Anhörung teilzunehmen, Präsenz zu zeigen und die vielen guten Argumente für den Erhalt des WiWa als Bürger*in selbst einzubringen, oder, genauso wichtig, die Befürworter*innen der Naturzerstörung mit kritischen Fragen zu löchern.

Wenn ihr also helfen wollt, den WiWa zu retten, dann macht euch am 3. Februar auf ins Bezirksamt!

Versprechen können wir übrigens nichts – aber wenn wir überhaupt etwas bewegen können, dann nur gemeinsam und indem wir es versuchen!

Euer
Bündnis WiWa bleibt!

Anhörung
Dienstag, 3. Februar 2026
17.30 Uhr
Bezirksamt Hamburg-Mitte
Sitzungssaal, 11. Etage
Caffamacherreihe 1 – 3, 20355 Hamburg

Mehr Infos über WiWa:
Waldretter*innen Wilhelmsburg
Wilder Wald Bleibt!

Ein Gedanke zu „Liebe Nachbar*innen, liebe Natur- und Klimaschützer*innen aus Wilhelmsburg und darüber hinaus,

  1. Die Veranstaltung war mit rund 150 Teilnehmer*innen so gut besucht, dass man sagen kann, so viele Menschen haben sich noch nie für Lokalpolitik in diesem Raum interessiert. Bei mir ist durch die Aussagen aus der Stadtentwicklungsbehörde, der Verwaltung und der IBA, der Eindruck entstanden, wenn am Spreehafen nicht gebaut wird, kommt der Wohnungsbau in Hamburg zum Erliegen.
    Dazu muss man wissen, dass alleine im Stadtteil Wilhelmsburg sich 22 Wohnungsbauprojekte, unterschiedlicher Größe, in Planung befinden. (Vgl. Wohnungsbauprogramm Hamburg-Mitte). In der Verwaltung in Mitte weiß man seit ca. 2012, dass es im Bezirk keine Ausgleichsflächen gibt (Danke, Herr Mathe, für die Bestätigung).
    Wenn also Grünflächen, in diesem Fall ein im wahrsten Wortsinn Wilder Wald, platt gemacht werden soll, ist ein Ausgleich dringend nötig. Die Antwort „Pinneberg“ hat mich dann doch sehr erschüttert. Dies insbesondere, da sich Hamburg ja anscheinend krampfhaft bemüht, Hektar für Hektar, Wald zu entwickeln. Hier in Wilhelmsburg gibt es ca. 10 ha Wald sozusagen umsonst, und der soll abgeholzt werden? Es gibt vor Ort Sportanlagen, die verlegt werden sollen, dafür muss der Wald weichen. Es wäre sicher kostengünstiger und schneller, diese zu sanieren. Vor dem Hintergrund verstehe ich nicht, wie es passieren konnte, dass gerade dieses Baufeld überhaupt ausgewählt wurde und so eifrig weiterverfolgt wurde und wird.
    Unter Klimaschutzaspekten ist das unverständlich und auch für eine an den Bedürfnissen der Bewohner*innen orientierte Stadtentwicklung, ist es fragwürdig. Das Spreehafenviertel kann nicht die Probleme einer verfehlten Wohnungsbaupolitik retten. Außerdem gehört für mich auch das Thema Verkehrsentwicklung dazu, leider fühlte sich die IBA bei Fragen zu dem Thema nicht angesprochen. Muss man heute noch betonen, dass jede*e Planer*in gern mal über den Tellerrand schauen darf?

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