Keine soziale Verantwortung

Der Vermieter Gerken und Blunck setzt eine junge Mutter mit Kleinkind auf die Straße. Sie ist Untermieterin der Wohnung und würde diese gerne nach Auszug der Hauptmieterin übernehmen

Almut Korf. Die junge Frau lebt zwar von Grundsicherung, hat aber keine Mietschulden und die Miete wurde, soweit wir wissen, immer pünktlich bezahlt. Darüber hinaus bekommt die junge Mutter Unterstützung von Wilhelmsburg solidarisch. Die monatlichen Kosten für die Wohnung werden von den zuständigen Behörden übernommen. 

Am Morgen des 23. Oktober 2026 haben sich daher viele Veddeler*innen vor dem Wohnblock getroffen und sich gemeinsam dafür eingesetzt, dass die junge Mutter und ihr Kind weiterhin in der Wohnung bleiben dürfen und nicht auf die Straße gesetzt werden. Der Vermieter hat sich nicht blicken lassen.

Gerkens und Blunck ist offenbar nicht bereit, soziale Verantwortung zu übernehmen. Die Firma mag im Recht sein, aber es gibt doch auch eine moralische Verantwortung. Die wirtschaftlichen Interessen stehen offensichtlich bei der Immobilienfirma an erster Stelle.

Viele Menschen mit einem Transparent vor einem typischen Veddeler Backstein-Wohnblock.
Insgesamt rund 100 solidarische Menschen. Foto: Almut Korf

Bis Redaktionsschluss haben wir auch keine Reaktion der Immobilienfirma vernommen (uns aber auch nicht aktiv darum bemüht). Wir drücken Mutter und Kind die Daumen.

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