Fußball verbindet – Benefizturnier für Gemeinschaft und Solidarität

Trotz regnerischen Wetters kamen am 4. Juli 2026 rund 200 Jugendliche aus ganz Norddeutschland zum IJB CUP 2026 zusammen. Im Mittelpunkt für die Teilnehmer standen Gemeinschaft, Fairness und soziales Engagement

Gökhan Beki. Veranstaltet wurde das Benefiz-Fußballturnier vom Islamischen Jugendbund e. V. (IJB), der Jugendorganisation des Bündnisses Islamischer Gemeinden in Norddeutschland e. V. (BIG). Auf der Sportanlage des ESV Einigkeit Wilhelmsburg traten 13 Mannschaften aus den 25 angeschlossenen Gemeinden gegeneinander an. Jugendliche aus Stadtteilen und Städten wie Wilhelmsburg, Veddel, Harburg, Altona, Neugraben, Lübeck, Kiel und Rendsburg nutzten den Tag, um sich sportlich zu messen und neue Kontakte zu knüpfen.

Im Vordergrund stand dabei nicht allein der sportliche Wettbewerb. Ziel des Turniers war es, Begegnungen zwischen jungen Menschen zu fördern, den Zusammenhalt über Gemeinde- und Stadtgrenzen hinweg zu stärken sowie Werte wie Respekt, Fair Play und gegenseitige Unterstützung erlebbar zu machen.

Zwei Männer stehen auf der roten Laufbahn des Turnierplatzes. Einer spricht in ein Micro. Dahinter 2 Pavillons mit einigen Männern, die aussehen als würden sie zuhören und warten. Foto: Necmettin Bozkurt
Foto: Necmettin Bozkurt

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem sozialen Engagement: Sämtliche Erlöse der Veranstaltung werden an die Stiftung „Knack den Krebs“ gespendet, die Familien mit krebskranken Kindern unterstützt. Neben den Pokalen für die drei bestplatzierten Mannschaften wurde deshalb auch ein Fair-Play-Preis verliehen, um vorbildliches und respektvolles Verhalten auf und neben dem Spielfeld auszuzeichnen.

Den Turniersieg sicherte sich die Mannschaft des Wilhelmsburger Bildungs- und Begegnungszentrums (W.E.M. Jugend). Den zweiten Platz belegte die Ayasofya Emin Jugend aus Wilhelmsburg, den dritten Platz die Ensar Jugend von der Veddel.

Der Vorsitzende des Islamischen Jugendbundes, Mustafa Yılmaz, betonte die Bedeutung solcher Veranstaltungen: „Fußball ist für uns kein Selbstzweck. Er ist ein Mittel, junge Menschen zusammenzubringen, Freundschaften entstehen zu lassen und Gemeinschaft zu stärken. Gleichzeitig möchten wir als muslimische Jugend Verantwortung für unsere Gesellschaft übernehmen und mit konkreten Projekten einen positiven Beitrag leisten.“

Der Islamische Jugendbund koordiniert die Jugendarbeit von 25 islamischen Gemeinden in Norddeutschland. Neben religiösen Bildungsangeboten organisiert der Verband regelmäßig Jugendcamps, Seminare, soziale Projekte, Maßnahmen zur Extremismus- und Radikalisierungsprävention sowie Hilfsaktionen im In- und Ausland. Auch an mehreren Hochschulstandorten in Norddeutschland engagiert sich der Jugendbund mit Bildungs- und Dialogangeboten.

Auf einem Sportplatz mit rotem Untergrund sitzen, liegen stehen alle Beteiligten des Cups in einem großen Halbkreis vor zwei Bannern auf denen der Name des Turniers und das Logo des IJB abgebildet sind. Foto: Mustafa Kocak
Foto: Mustafa Kocak

Mit dem IJB CUP möchte der Verband nicht nur junge Menschen miteinander vernetzen, sondern auch ein Zeichen dafür setzen, dass gesellschaftliches Engagement, Solidarität und gegenseitiger Respekt gemeinsame Werte sind, die Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religionen verbinden.

Die Veranstalter kündigten an, das Benefizturnier auch in den kommenden Jahren fortzuführen und weiter auszubauen.

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