In der ersten Sitzung 2026 des Beirats für Stadtteilentwicklung wurde ein neuer Vorstand gewählt, die neue Revierleiterin des Polizeikommissariats 44 stellte sich vor, und die Themen für die zukünftige Arbeit des Beirats wurden vorgeschlagen

Nach der Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit stellten sich die Beiratsmitglieder vor. Sie vertreten 14 Quartiere und werden für drei Jahre gewählt. Philip Holler, Vorsitzender, dankte den Unterstützer*innen, den Norddeutschen Ölwerken und der Aurubis AG, die zusammen jährlich 6.000 Euro für Projekte zur Verfügung stellen.
Vorstellung der neuen Revierleiterin PK44
Christine Höxtermann (41), neue Revierleiterin des Polizeikommissariats 44 (Wilhelmsburg), ist Mutter von zwei Kindern (12 und 15 Jahre alt). Zu Veranstaltungen kommt die in Schleswig-Holstein Wohnende meistens in Begleitung eines*r Bürgernahen Beamten*in. Christine Höxtermann freut sich darauf, die Bürger*innen auf Wilhelmsburg kennenzulernen und ist offen für Austausch. Bisher hatte sie schon Kontakt zu Jugendlichen aus dem Stadtteil. Themen gibt es viele: zum Beispiel Verkehrskontrollen in Georgswerder, Treffpunkte für Jugendliche, abgemeldete Fahrzeuge und Drogen/Alkoholkonsum im öffentlichen Raum. Übrigens: Für kaputte Straßen ist der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer Hamburg (LSBG) zuständig. Aber die Polizei kann die Beschwerden auch annehmen und weiterleiten. Ginge es nach der Revierleiterin, so würde sie gern viele Jahre im Stadtteil bleiben.
Vorstandswahlen
In dieser Sitzung standen Vorstandswahlen an und der bisherige Vorssitzende Philip Holler erklärte das Abstimmungsverfahren und die Motivation der Vorstandsmitglieder: „Leidenschaft für den Beirat, Offenheit gegenüber den Menschen im Quartier und die Fähigkeit, mit Menschen in Gespräch zu kommen.“ Er erläuterte, dass der Beirat seine Arbeit auf Marktständen, mit Flyern und auf der Webseite vorstelle.
Folgende Mitglieder wurden anschließend in den Vorstand gewählt:
Vorsitzender: Muhammed-Emre Kaya, Quartier Veringstraße.
Dazu zwei stellvertretende Vorsitzende: Philip Holler, Quartier Schwentnerring, und Ahmet Kuyuco, Quartier Kirchdorf-Süd.
Sidelya Celik, Quartier Zeidlerstraße/Stenzelring, und Julia Niemann, Quartier Georgswerder, wurden als Beisitzer*innen gewählt.
Die Beiratsmitglieder wünschten sich für die Zukunft mehr touristische Angebote auf den Elbinseln. Zum Beispiel sollte der Energiebunker bekannter werden. Im Hamburger Abendblatt komme Wilhelmsburg kaum vor. Gedruckte Stadtpläne endeten oft an der Norderelbe. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ans Hamburger Zentrum müsse besser werden. Dazu gab es einen konkreten Vorschlag: Verlängerung der Buslinie 154 bis zur Station Elbbrücken. Trotz der aktuell herrschenden Kälte dachte ein Mitglied schon an den Sommer und forderte neben einem Hitzeaktionplan, Schattenplätze und mehr Wasserspender. Als weitere Punkte wurden genannt: fehlende Räume für Jugendliche und die Zwischennutzung von Leerstand. Andere offene Fragen sind der Wilde Wald und der Kulturkanal.
Der Beirat hat sich vorgenommen, mehr Präsenz im Stadtteil zeigen.
Berichte und Forderungen
Es wurde berichtet, dass sich ein Verein gegründet habe, der das Verdüsungsgebäude beim Wasserwerk im Inselpark als Nachbarschaftstreff in eigener Regie übernehmen wolle. Der Beirat empfiehlt der Eigentümerin Sprinkenhof GmbH, das Wasserwerk und das Verdüsungsgebäude getrennt zu verpachten und dem neuen Verein bei der Pacht entgegen zu kommen.
Im Anschluss wurde noch auf die Aktion Hamburg räumt auf (WIR 21.1.26) bei den Zinnwerken am 28. Februar 2026 um 11 Uhr hingewiesen.
Zuletzt wies Dirk Holm von den Engagierten Wilhelmsburgern auf die jahrzehntelangen Belastungen hin, die auf die Wilhelmsburger*innen durch den Bau der Bahnbrücken Süderelbe zukommen würden. Es solle ein Forderungskatalog an die Bahn gesandt werden, welcher schon vom Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg unterstützt werde.
Der Beirat unterstützte den Forderungskatalog aus Bürger*innensicht und wird die Forderungen auch selbst der DB übermitteln.
Den Antrag auf Fördermittel aus dem Verfügungsfonds finden Sie hier:
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