WILHELMSBURGER INSELRUNDBLICK

Die Stadtteilzeitung von Vielen für Alle
 

AUF DIESER SEITE: 

Klassentreffen nach 70 Jahren - 20.08.2020

Srebrenica auf dem Wilhelmsburger Weg - 20.08.2020

Sommerwerkstatt - 20.08.2020

kulturnah wohnen - 20.08.2020

Platte Reifen - kein Problem - 20.08.2020

Neues Waschhaus eingeweiht - 20.08.2020

Vom Pony zum Wurm - Natur und Theater - 20.08.2020

Goldene Köpfe mit Hörnern - 20.08.2020

Sie helfen, wenn Menschen in Not sind - 20.08.2020

Neuer Krimi aus Hamburg - 20.08.2020

HPA grüßt Radfahrer*innen - 20.08.2020

Neue Hüpfburg für das Haus der Jugend - 20.08.2020

Inselparklauf: Mit Abstand und bei 30 Grad - 20.08.2020

Das etwas andere Bücherregal - 20.08.2020

Neue Online-Plattform für Initiativen, Vereine, Selbstständige etc. für Wilhelmsburg/Veddel - 21.4.2020



. . . . . . . . . . . . . . .

Klassentreffen nach 70 Jahren: Kennst Du den noch? Und die ...?

1950 haben sie gemeinsam ihren Schulabschluss in Georgswerder gemacht, jetzt haben sie sich wieder getroffen - und konnten sich an alle Namen erinnern ...

Im Kupferkrug feierten sie den Schulabschluss von vor 70 Jahren an der Schule Rahmwerder Straße: Peter Backhausen (eifriger Rater von Willis Rätsel), Lothar Langbehn, Vera Leuters, Gerda Reisberger, Günther Rupnow und Manfred Kranel (v.li. nach re.) Foto: MG

MG. 1950 wurden 28 Schüler*innen nach neun Jahren aus der Hauptschule Rahmwerder Straße in Georgswerder entlassen. Sie machten alle ihren Weg. Nun feierten sie nach 70 Jahren die Schulentlassung. Zu der Jubliläumsfeier im Kupferkrug wurden noch 12 Ehemalige eingeladen, von denen leider nur vier Herren und zwei Damen gekommen waren. Aber dennoch war es ein fröhliches Erinnern an die Schulzeit. z. B. das mehrere auf dem Plumpsklo bei der Algebra-Arbeit von Peter Backhausen abgeschrieben hatten. Lothar Langbehn, der die Aufgabe danach an der Tafel forsch vortrug, konnte aber dann auf Nachfrage nicht erklären, wie er zu dem Ergebnis gekommen war. Lehrer Helmut Brumm konnte nicht hinters Licht geführt werden und drohte mit einer Sechs für alle. Er war dann doch nicht so streng. Sie kamen noch einmal mit dem blauen Auge davon, aber mit der Drohung vor den Folgen einer Wiederholung. Lehrer Helmut Brumm sei zwar ein Haudegen gewesen, aber sie hätten viel bei ihm gelernt. Günter Rupnow erinnerte sich daran, dass ihm die Ohrläppchen umgedreht wurden und es gab auch Ohrfeigen.
Dann die Erinnerung an die schönen Ausflüge zur Schiffsbegrüßungsanlage in Schulau, zum Planetarium, aber auch zum Kartoffelkäfer-Sammeln, die gemeinsame Impfung gegen Pocken und Kinderlähmung, als Werner Heeder vor Angst ausgebüxt war.
Peter Backhausen hatte sein Poesiealbum mit, in dem alle Klassenkamerad*innen und alle Lehrer*innen ihm gute Ratschläge für sein Leben mit auf den Weg gegeben hatten. Er ist wohl der Fitteste von allen. Bis zum vorigen Jahr ist er mit seiner Frau Maria Alice bei Volksläufen und Marathons mitgelaufen. Lothar Langbehn, der die jährlichen Treffen organisiert, mag sich auch noch nicht zur Ruhe setzen. Er ist noch in der Prüfungskommission für Stukkateure. Seinen Handwerksbetrieb hat er aber schon seinem Sohn übergeben. Vera Leuters trug Anekdoten und Erinnerungen in Versform vor. Sie hatte auch eine Liste der Geschäfte mit, die es damals alle am Niedergeorgswerder Deich gab, u. a. zwei Frisörläden, eine Apotheke, Bäckereien, sogar ein Weingeschäft, Heißmangel, eine Ärztin usw. Außer der Gaststätte und Hotel Riege (Kupferkrug) und den Veddelhosen (Schneiderei Paulsen) alles nicht mehr da.
Die meisten haben 1962 die Sturmflutkatastrophe erlebt. Auch daran wurde erinnert, wie sie von Helfern vom Dach gerettet wurden, wie damals die Warnung zu spät kam. Danach sind einige ins Hamburger Umland gezogen, aber zum Klassentreffen reisten sie an.
Erst 1980 nach 30 Jahren fand das erste Klassentreffen statt. Im Jahre 2000 feierten sie dann Goldene Konfirmation. Zum 66. Jubiläum 2016 berichtete der WIR schon einmal.
Bei allem Erzählen und Erinnern kam aber auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Dafür wird im Kupferkrug ja auch bestens gesorgt.  
WIR wünschen den Jubilaren, dass sie sich noch viele Jahre treffen können.

Hefte gab es nach dem Krieg noch nicht. Peter Backhausen schrieb z. B. auf Bögen aus dem Hydrographischen Institut, wo sein Vater arbeitete.

 

. . . . . . . . . . . . . . .

Srebrenica auf dem Wilhelmsburger Weg

Vor 25 Jahren wurden 8732 Menschen in Bosnien und Herzegowina ermordet

Erinnern in der Bahnhofspassage. Foto: Darijana Hahn

Darijana Hahn. Viele Male muss ich von Srebrenica gehört, gelesen und gesehen haben. Doch nie hat es mich so unmittelbar ins Herz getroffen wie bei dem Gedenken auf dem Weg in Wilhelmsburg. Unmittelbar am Fuße der Brücke von der S-Bahn Wilhelmsburg in Richtung Berta-Kröger-Platz befand sich am Tag des Geschehens ein schlichtes, aber sehr ergreifendes Gedenken. In Kreide geschrieben stand da: „11. 07. 1995 (25 Jahre) Genozid Srebrencia Eine Linie in Gedenken an jedes der 8732 Opfer“. Und dann ging die Strichliste los. Wie viele es wohl waren? Ob es an die Zahl von 8732 heran kam?
Wer hat hier Striche gemalt? Und wer hat dies wohl in die Wege geleitet? War es ein Mensch, der von außen an diesen Völkermord erinnern wollte? Oder ein Mensch, der diesen Alptraum unmittelbar erlebte?
Sofort fange ich an, mich mit dem grauenvollen Ereignis zu beschäftigen. Zum ersten Mal vollziehe ich diesen Horror bewusst nach. Ich frage mich, wie es den Menschen, die dies erleben mussten, heute ergehen mag. Wie kann ein Mensch in der Lage sein, diese Geschehnisse jemals zu verarbeiten? Vielleicht hat ja jener Mensch, der dieses Gedenken sprichwörtlich auf den Weg brachte, Interesse, darüber zu erzählen? Im WIR oder auch in einer Gesprächsrunde in Wilhelmsburg?


. . . . . . . . . . . . . . .

Sommerwerkstatt

Ein Ferienprojekt in Kirchdorf-Süd

hk. Dreizehn Mädchen und Jungen stehen um die großen buntbemalten Papierbögen herum und erzählen, was ihnen zu den Bildern einfällt. Es ist einen Tag vor Schulbeginn die letzte von drei dreitägigen Sommerwerkstätten im Kinder-, Jugend- und Familienzentrum in Kirchdorf Süd. Das Werkstättenprogramm hatten sich Theaterfrau Colombina und ihre Mitstreiterinnen ausgedacht und organisiert. Dreizehn Kinder im Grundschulalter durften unter Corona-Bedingungen mitmachen. An den Tagen davor gab es viele Bewegungsspiele. Die Kinder probierten, was sie schon können – „kann ich eine Rolle rückwärts?“ – und machten Vorschläge für neue Bewegungsübungen. Ein weiterer Programmteil war die Beschäftigung mit Farben. Die großen Bilder wurden gemalt und die Kleinen suchten Wörter zu den Farben: Ist rot „wild und gefährlich“ und blau „mild und traurig“? Am Ende erhielten alle schöne Urkunden. Die Sommerwerkstatt ist eine Idee vom Fonds Hamburger Spielräume, den sieben Stiftungen zur Förderung außerschulischer Projekte in der Coronakrise aufgelegt hatten. verikom hat die Idee aufgriffen und Gelder aus dem Fonds eingeworben und die Werkstatt zusammen mit dem Cafesl (Elternschule Kirchdorf und Jugendzentrum Kirchdorf-Süd) durchgeführt.


. . . . . . . . . . . . . . .

kulturnah wohnen

Wohnprojekt sucht Interessenten

PM. Kulturnah und in guter Nachbarschaft“ ist das Leitmotiv unserer Wohnprojektgruppe, die sich Mitte nächsten Jahres für ein Grundstück des IBA Bauprojektes im Rat-hausviertel bewerben wird. Für die Realisierung unserer Wohnträume freuen wir uns über weiteren Zuwachs von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln und Interessen, die das selbe Ziel haben wie wir: gemeinschaftlich und in guter Nachbarschaft zu leben. Mit einem eigenen Gemeinschaftsraum wollen wir die Türen für kulturelle Veranstaltungen öffnen.
Sie möchten uns gern kennenlernen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme: info@kulturnahwohnen.de; unsere Webseite: www.kulturnahwohnen.de


. . . . . . . . . . . . . . .  

Platte Reifen - kein Problem

Die mobile Fahrradselbsthilfe in Kirchdorf Süd hatte viel Kundschaft.

hk. Die Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt von verikom  gibt es schon länger. Im wöchentlichen Wechsel ist sie normalerweise in Kirchdorf-Süd und auf dem Bauspielplatz am Galgenbrack. In den Sommerferien war sie sechs Wochen jeden Donnerstag-nachmittag  auf dem Marktplatz in Kirchdorf-Süd. „Der Andrang war immer sehr groß,“ sagt Hassan Erkan von verikom. Oft seien mehr als 20 Leute – Junge und Alte – dagewesen, um sich ihren „Drahtesel“ reparieren zu lassen. Vom platten Reifen, defekten Lampen und Bremsen, bis zu abgesprungenen Ketten – fast allen konnte geholfen werden. Im Werkstatt-Team war auch ein gelernter Fahrradmechaniker. „Die Kids hatten zum Teil wohl in der Corona-Langeweile ihr Fahrrad wieder entdeckt“, meint Hassan Erkan. „Und viele Erwachsene brauchen jetzt ihr wenig genutztes Rad, um den öffentlichen Nahverkehr zu meiden.“


. . . . . . . . . . . . . . .

Neues Waschhaus eingeweiht

Ende Juli wurde auf dem Friedhof Finkenriek nach einjähriger Bauzeit das neue Gebets- und Waschhaus eingeweiht. Die geplante Trasse der A26 Ost würde mitten durch das muslimische Gräberfeld auf dem Friedhof gehen. Die dafür notwendige Verlegung war in der muslimischen Gemeinde lange umstritten. Jetzt einigte man sich auf die komplette Verlegung des Gräberfeldes. Und als Ausgleich wurde das Gebets- und Waschhaus gebaut, das es vorher auf dem Friedhof Finkenriek nicht gab.

Foto: hk



. . . . . . . . . . . . . . .          

Vom Pony zum Wurm

Natur und Theater auf dem Kinderbauernhof

Sonja Ewald.  Der Kinderbauernhof Kirchdorf bekommt neue Bewohner: Kompostwürmer, eine ganze Kiste voll! Nun werden Kinder dort neben niedlichen Streicheltieren und lustigem Federvieh auch Würmer und deren grundlegende Bedeutung für die Natur und für uns Menschen kennenlernen. 'Vom Pony zum Wurm' heißt das Projekt, mit dem Gerd Horn, Leiter des 'Kibahos', auf die Stars unter den Bodenlebewesen aufmerksam machen möchte. In Zusammenarbeit mit Sonja Ewald von 'Mimekry - Theater & Natur', werden in den kommenden Wochen zahlreiche Aktionen für Familien und Kinder stattfinden um Interesse und im besten Falle Begeisterung zu wecken. Schließlich erhält der Wurm, im Gegensatz zu anderen Nützlingen wie beispielsweise der Biene, derzeit im Allgemeinen noch wenig Beachtung und hat auch noch ein Ekel-Image-Problem...  
Bei weiteren sonntäglichen Aufführungen der Vorstellung 'Das große Gewusel – unter Deinen Füßen' wird der Regenwurm eine Hauptrolle spielen und das Thema gesunder humusreicher Boden für Groß und Klein mit viel Spaß erfahrbar (u.a. am 13. September). In nachmittäglichen Workshops für Kinder wird Naturlernen mit Theaterspielen verbunden. Mehr Informationen auf den Internetseiten des Kibaho und von Mimekry.

'Wurm-Übungen' beim Probedurchlauf von

'Das große Gewusel' auf dem Kibaho. Foto: Sönke Stender



. . . . . . . . . . . . . . .          

Goldene Köpfe mit Hörnern

Zwischen Dratelnstraße und dem Bürgerhaus wurden sie entdeckt. Aber wer ist die/der Künstler*in

MG. WIR erhielten vor einiger Zeit eine Anfrage von einer Leserin, die im Juni 2020 bei Rudertouren goldene Köpfe in Lebensgröße entdeckt hat. Auf der Tour zwischen der Dratelnstraße und dem Bürgerhaus standen auf den Postamenten ca. acht goldene Köpfe mit Hörnern. Sie schreibt: „Ich freute mich über den Mut der/desjenigen,  dort einfach klasse Kunst mal eben hinzustellen! Aber ein Kopf lag leider schon demoliert auf dem Boden ...“. Ein paar Tage später schwammen die Goldköpfe auf dem See beim Bürgerhaus. Sie brachte die beschädigten dort auf den Bootssteg. Drei unversehrte setzte sie bei einem der Wasserhäuser auf einen Privatsteg. Sie hoffte, dass sie den Weg zurück zu der Künstlerin oder dem Künstler finden würden …
Vielleicht weiß eine unserer Leserinnen oder einer unserer Leser etwas über diese Kunstaktion?
Leider gibt es kein Foto von den Köpfen.

So sollen die kunstvollen Köpfe ungefähr aussehen. Eine WIR-Leserin hat es gezeichnet. Foto: han




. . . . . . . . . . . . . . .

Sie helfen, wenn Menschen in Not sind

Rettungshundestaffel Hambur/Harburg: Wenn Vermisste oder Verschüttete gesucht werden müssen, sind sie da

 Die Rettungshundestaffel Hamburg und Harburg feiert Jubiläum. Foto: MG

PM/MG. Die BRH-Rettungshundestaffel Hamburg und Harburg e.V. feiert im September ihr 25-jähriges Jubiläum. Vor 25 Jahren kam eine junge ausgebildete Rettungshundeführerin nach Hamburg. Auch hier wollte sie ihr Hobby weiter ausüben und weiterhin Menschenleben retten. Sie fand  13 Mitstreiter*innen und am 11. September 1995 wurde im Schützenhof Marmsdorf die Rettungshundestaffel gegründet.
Heute hat die Staffel rund 50 ehrenamtliche Helfer*innen und knapp 20 Rettungshunde und -hündinnen. In diesem Jahr wurde die Staffel bereits über 135 mal zur Menschensuche alarmiert. Die Mitglieder sind 365 Tage rund um die Uhr hauptsächlich im Harburger Raum einsatzbereit. Aber auch Auslands-einsätze für  ISAR Germany, der einzigen nichtstaatlichen deutschen Hilfsorganisation, die bei Großschadenlagen im Ausland humanitäre Hilfe bringt, gehören dazu. In diesem Juli halfen die Ehrenamtlichen im Auftrag der WHO bei der Coronapandemie in Armenien.
Apropos „ehrenamtlich“, das zeigt, wie die Rettungshundeführer*innen für ihr Hobby brennen; denn der Verein wird ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Die Vereinsmitglieder tragen alle Kosten für die Ausrüstung und den Hund selbst. Und wenn der Hund nach über zehn Jahren, nach mehreren hundert Einsätzen und der Rettung von vielen Menschenleben in Rente geht – dann muss der Hundeführer/die Hundefüh-
rerin nochmal in die Tasche greifen, denn plötzlich ist der Hund wieder hundesteuerpflichtig. Das ist eine Missachtung für den Rettungshund und eine Belastung für die Hundeführer*innen, die dann meist schon einen Junghund in Ausbildung oder einsatzbereit haben.
Das Programm für die Jubiläumsfeier am 11./12. September finden Sie unter WANN in der gedruckten Ausgabe.


. . . . . . . . . . . . . . .     

Neuer Krimi aus Hamburg

Im Rahmen der 7. Langen Nacht der Literatur liest Regine Seemann am Sonnabend, 5. September aus ihrem neuen Kriminalroman „Alsterschwan“ in der Bücherhalle Kirchdorf

PM.  Der seit Wochen vermisste Fynn erscheint überraschend auf einer Party und bricht dort kurz darauf tot zusammen. Seine letzten Worte geben Rätsel auf.
Sind sie ein Hinweis auf Fenja und Yannick, die ebenfalls spurlos verschwunden sind? Jegliche Ermittlungsansätze scheinen die Hamburger Kommissarinnen Stella Brandes und Banu Kurtoğlu von der Lösung des Falls eher wegzuführen.
Doch ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit, um die beiden Jugendlichen zu finden …
Wo: Bücherhalle Kirchdorf, Wilhelm-Strauß-Weg 2
Wann: 5. September, 18h
Eintritt:
8 EUR / ermäßigt 5 EUR.
Auf Grund der aktuellen Situation sind die Karten nur im Vorverkauf ab 15. August in der Bücherhalle erhältlich (keine Abendkasse)


. . . . . . . . . . . . . . .        

HPA grüßt Radfahrer*innen

Eine Kabelbrücke hilft Fahrradfahrer*innen wenig - Wann kommt der Radweg?

Seit rund zwei Jahren verspricht die HPA, dass ein Radweg folgen wird - noch ist nichts passiert.                                     Foto: Michael Rothschuh

Michael Rothschuh. "Liebe Radfahrer. Ich bin eine Kabelbrücke. Der Radweg folgt. HPA" So grüßt die Hafenverwaltung HPA seit mehr als zwei Jahren die Radfahrer*innen an der Straßen- und Hafenbahnbrücke über den Veddelkanal. Tatsächlich wurde eine provisorische Brücke für den Weg zu Fuß und mit dem Rad gebaut. Nur auf sie kommen kann mensch noch nicht.
Der Abriss der Veddelkanalbrücken und ein Neubau war für 2018/2019 geplant. Am 4.August 2020 teilte die Hafenbehörde auf Anfrage für den WIR mit:
"Der Neubau der Veddelkanalbrücken wird frühestens 2021 beginnen. Wegen vergaberechtlicher Fragen steht ein genauer Baubeginn derzeit nicht fest. Mit dem Beginn der Bauarbeiten, der durch die HPA rechtzeitig bekanntgegeben wird, ist eine Querung der Brücken durch Autos und Züge nicht mehr möglich. Für die Autofahrer wird eine Umleitung ausgeschildert, die Buslinie 156 wird unterbrochen und verkehrt in zwei Abschnitten von/bis zu den Veddelkanalbrücken. Für Fußgänger und Radfahrer wurde bereits eine Behelfsbrücke aufgebaut, so dass diese die Querung weiterhin nutzen können." Der Gruß an die Radfahrenden verwittert unterdes langsam weiter.


. . . . . . . . . . . . . . .         

Neue Hüpfburg für das Haus der Jugend

Freude bei Wilhelmsburger Kindern und Jugendlichen

Diese Hüpfburg steht bald im Haus der Jugend in Wilhelmsburg und kann von allen genutzt werden. Foto: ein

Uli Gomolzig. Das Hamburger Spendenparlament hat in seiner 75. Sitzung am 28. Juli 2020 dem Verein zur Förderung der Integration in Hamburg Wilhelmsburg e.V. insgesamt 7.308,00 Euro für die Anschaffung einer Hüpfburg bewilligt.
Der Verein, der seit 15 Jahren im Wilhelmsburger Haus der Jugend tätig ist, bietet sportliche Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien an.
Darüber hinaus betreibt er im Haus der Jugend einen Fitnessbereich und ein kleines Tonstudio.
Auch die Trampolin -, Gokart - und Kochangebote erfreuen sich bei den jungen Menschen allergrößter Beliebtheit.
Der Verein erreicht mit seinen Angeboten regelmäßig ca. 1000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Die vereinseigene Hüpfburg ist 12 Jahre lang intensiv genutzt worden. Trotz allergrößter Pflege ist das dringend benötigte Sportgerät inzwischen abgängig, eine Reparatur ist wirtschaftlich nicht mehr vertretbar gewesen.
Insofern ist die Freude groß, dass eine neue Hüpfburg angeschafft werden kann.
Damit kann ein wichtiges Bewegungsangebot für Kinder- und Jugendliche - nach der allmählichen Lockerung der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie - aufrechterhalten werden. Was auch zu einer erheblichen Entlastung der Familien beitragen wird, die oft in engen Wohnverhältnissen leben.
Für den Verein zur Förderung der Integration in Hamburg Wilhelmsburg e.V. ist es sehr erfreulich, dass das Hamburger Spendenparlament (HSP) seine Arbeit wertschätzt.

Das HSP hat in den letzten Jahren den Verein bereits drei Mal finanziell unterstützt. Eindeutige Nutznießer sind die Kinder und Jugendlichen, denen bald attraktive Hüpfburg-Angebote gemacht werden können.


. . . . . . . . . . . . . . .          

Inselparklauf: Mit Abstand und bei 30 Grad

Weder die Hitze noch die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben den Läufern den Spaß verdorben

Erschöpft, glücklich und erfolgreich: Marcel Schlag (HNT Hamburg) gewann in 44:41 die vier Runden klar. Foto: Michael Strokosch

PM. Der Wilhelmsburger Inselpark gehörte am Mittwochabend den Läufern – so war es die sieben Jahre Inselparklauf zuvor gewesen. Weder Corona-Einschränkungen noch Hitzewelle änderten daran etwas grundsätzlich. Gelaufen wurde auf der bekannten 2,93 km Parkrunde. Allerdings mit offenem Start und Wertung rein nach Nettozeitnahme. Einem Verfahren, das dem einen oder anderen vielleicht aus der Winterlaufserie am selben Ort bekannt sein dürfte. Wettkampfgefühl gab es trotz dieser und weiterer Vorsichtsmaßnahmen dennoch und trotz der nicht leistungssteigernden Hitze und des dieses Jahr abgesagten Elitelaufs. Es gab Tempo! Die Wertung über eine Runde ging an Sebastian Grabs (LG Südkärnten), der mit 9:35 Min. die zweitschnellste Siegerzeit über eine Runde in acht Jahren Inselpark Volkslauf lief. Nur 5 Sekunden langsamer, aber aufgrund verschiedener Startzeiten ebenfalls in „Höllentempo“ (teilweise 3er Schnitt) einsam an der Spitze: Dennis Dodt (Herbalife). Ein alter Bekannter: Er findet sich in den Inselpark Annalen mehrfach auf Treppchenplätzen wieder.
Ebenfalls ein guter Bekannter aus dem Leistungsbereich: Marcel Schlag (HNT Hamburg), der in 44:41 die vier Runden klar gewann. Schnellste Frau über vier Runden: Jennifer Andresen (TriHasis) mit 1:04:15. Sie war am selben Ort bei der Winterlaufserie im März 2019 und bei etlichen Grad weniger schon einmal auf dem Treppchen, und zwar durch Zufall ebenfalls zusammen mit besagtem Marcel Schlag. Ein physisch vorhandenes Treppchen (samt Siegerehrung) für eine Wiederholung der doppelten Ehrung musste beim diesjährigen Inselparklauf aufgrund der Umstände allerdings entfallen.
Also: Wettkampftempo gab es trotz der knapp 30°, die noch um 19 Uhr herrschten. Für Abkühlung sorgte eine „Läuferdusche“ kurz vor dem Ziel. Für einen ganz kurzen Augenblick fühlte man sich an einen großen internationalen Stadtmarathon erinnert.
Ansonsten war der Inselparklauf das, was er immer war: Ein lauschiger Sommerabend in einer angenehmen Parkumgebung (die nach der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße noch ein bisschen lauschiger geworden ist). Man muss die 2,93 km also durchaus nicht im Maximaltempo durchlaufen – es gibt links und rechts der Laufstrecke genug Ablenkungen.
Beim Elbinselcup (dieses Jahr leider nur mit männlichen Teilnehmern) führt derzeit Oliver Levien (SC Urania Hamburg), aufgrund des Corona-bedingten speziellen Austragungsmodus beim ersten Cup-Wertungslauf im Spreehafen nur mit seiner Inselpark Zeit von 51:12; zweiter ist derzeit Christian Mennrich aus Hamburg (57:29).

Der Abschluss des Elbinselcups wird, wenn alles wie geplant verläuft, am 18. September beim 9. Lichterlauf stattfinden.

Gute Laune trotz Hitze und Corona beim Inselparklauf auf Wilhelmsburg.
           Foto: Thomas Sobczak

 

. . . . . . . . . . . . . . .          

Das etwas andere Bücherregal 

Die Bücherhalle Wilhelmsburg sagt: „Danke, vhw!“

PM/MG. Graffiti und Streetart gehören zu Wilhelmsburg wie Schafe und Deich. Im gesamten Reiherstiegviertel zieren kleinere und größere Kunstwerke die Häuserfronten. Dieses Graffiti ist etwas besonderes. Es macht Spaß und ist ein wirklicher Hingucker auf die Bücherhalle im Vogelhüttendeich. Seit Juni ziert ein meterhohes „Bücherregal“ - liebevoll gesprayt und gestaltet von zwei Graffiti-Künstlern – den Eingangsbereich des Vogelhüttendeichs 45. Die Idee, die Säule, die das Haus trägt, zu verschönern, hatte die Vermieterin vhw Hamburg Vereinigte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft), die die Bücherhalle gern unterstützen wollte.
Gerade für das interkulturelle Reiherstiegviertel ist die Bücherhalle mit 15.000 Medien ein Integrationsangebot. Es gibt Medien in vielen Sprachen, einen großen Spielfilmbestand, Bücher für alle Altersgruppen usw. Daneben ist die Bücherhalle aber auch ein Treffpunkt für viele Menschen. Unter anderem wird Hausaufgabenhilfe und Einzeltraining für leseschwache Kinder angeboten, es gibt ein Internetangebot und Sprachkurse.
In dem kostenlosen Vorbereitungskurs für die B1 Prüfung sind am Dienstagnachmittag von 14 bis 16 Uhr noch Plätze frei.
Am 24. August und 31. August, 16 Uhr, gibt es auch wieder Bilderbuchkino. Bitte unbedingt anmelden.Wegen der Abstandsregelung können momentan nur max. 5 Familien teilnehmen und die Bücherhalle  möchte keine enttäuschten Kinder wieder wegschicken.
Telefon: 040 75 72 68
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 10 bis 13 Uhr und nachmittags von Dienstag bis Freitag 14 bis 18 Uhr

Gebühren unter https://www.buecherhallen.de/gebuehren.html


. . . . . . . . . . . . . . .          

Neue digitale Plattform "elblocal" für lokale Ökonomie und Soforthilfe für Wilhelmsburg und die Veddel  

Ostern ist die neue Plattform "elblocal" gestartet. Dort werden lokale Geschäfte, Dienstleistungen, Produkte, Kultur und nachbarschaftliche Initiativen der Elbinseln fündig – mehr noch: Sie können sich selbst und ihre Angebote vorstellen und werden sichtbar

Agathe Bogacz. Wie unterstützen wir uns in dieser Zeit gegenseitig auf den Elbinseln? Wie lernen wir die verfügbaren Angebote der Menschen um uns herum kennen? Wie und wo können wir derzeit in lokalen Betrieben einkaufen? Und wie behalten wir den Überblick?

Um die bestehenden lokalen Strukturen zu stärken, haben einige Wilhelmsburger Bewohner*innen und Aktive die Seite elblocal.de für die Stadtteile Veddel und Wilhelmsburg jetzt in einer ersten Version ausgestaltet: Seit dem Osterwochenende können alle Interessent*innen ihre Angebote in einem "Steckbrief" unkompliziert und kostenfrei eintragen und somit für alle Bewohner*innen sichtbar machen. Die Plattform ist offen für viele Angebote: von der Nachbarschaftshilfe über Beratungshotlines bis hin zu Spezialangeboten lokaler Unternehmen und von Kreativen.

Mitgründerin Beate Kapfenberger ruft alle Wilhelmsburger und Veddeler Akteur*innen zur aktiven Teilhabe auf elblocal.de auf: "Elblocal ist für alle da! Meldet euch gern bei uns, denn jetzt ist der richtige Zeitpunkt für gemeinsames Handeln. elblocal.de soll als digitale Plattform weit über die Corona-Krise hinaus die Angebote der Elbinseln sichtbar machen, um bereits über Jahre gewachsene Strukturen nachhaltig zu stärken."
Elblocal lädt Unternehmen, Initiativen sowie soziale und kulturelle Einrichtungen dazu ein, Partner*in zu werden und die Zukunft der
Plattform mitzugestalten. Die Homepage wurde ehrenamtlich von Bewohner*innen und Aktiven aus Wilhelmsburg aufgebaut und wird von der Quartiersinitiative Q8 der Evangelischen Stiftung Alsterdorf unterstützt.

www.elblocal.de; Instagram: @elblocal

Kontakt: Initiative elblocal, c/o Agathe Bogacz, Tel. 0173 41 69 525, Mail: hallo@elblocal.de

Elblocal ist für alle da – sei dabei!

Elblocal is for everyone – be part of it!

Elblocal hepimiz için – sende katıl!