„Hamburg hat mehr Brücken als Venedig, London und Amsterdam zusammen“, dieser Spruch wird gerne von Touristenführern gebracht, um den Leuten zu zeigen, wieviele Brücken unsere Stadt hat.
Doch viele Brücken sind marode, sie sind teilweise über 100 Jahre alt, und es braucht noch mehr neue Brücken für die wachsende Infrastruktur. Gerade Wilhelmsburg ist dabei als Flussinsel besonders betroffen. Die Norderelbbrücken, die Süderelbbrücken, die Köhlbrandbrücken, die Freihafenelbbrücke und weitere Brücken im Hafen müssen in den nächsten Jahren nicht nur saniert, sondern neu gebaut werden.

Drei neue Eisenbahnbrücken über die Norderelbe
Derzeit führen vier Gleise auf 300 Metern über die Norderelbe. Rund 660 Züge des Nah-, Fern-, und Güterverkehrs fahren täglich über die beiden Brücken, die seit 2021 unter Denkmalschutz stehen und 2025 zuletzt ertüchtigt wurden. Der bauliche Grundzustand der Brücken macht nach rund 100 Jahren Nutzungsdauer eine Erneuerung erforderlich.
Die bestehenden beiden Eisenbahnüberführungen sollen ersetzt werden. Zudem wird eine weitere, dritte Brücke geplant. Nach derzeitigem Stand wird von einem Baustart gegen Ende der 2020er Jahre ausgegangen. (Quelle: Deutsche Bahn)
Neue Eisenbahnbrücken über die Süderelbe
Im Süden von Wilhelmsburg ist ebenfalls der Neubau der Süderelbbrücken für die Eisenbahn geplant. Das heutige Bauwerk aus den 1970er Jahren erstreckt sich über eine Länge von fast 350 Metern. Zunehmender Güterverkehr im Seehafenhinterland macht eine weitere Brücke erforderlich. Das in den 1970er Jahren errichtete Bauwerk erreicht bereits heute das Ende seiner Lebensdauer: Die damals gewählte Bauform kann den heutigen und zukünftigen Belastungen aus dem Eisenbahnverkehr nicht mehr gerecht werden und ein Neubau ist erforderlich.
Nach Jahren der umfangreichen Planung soll 2028 die Bauphase der Süderelbbrücken beginnen. Ein Projekt dieser Größenordnung bringt eine lange Bauzeit mit sich. Die Inbetriebnahme ist voraussichtlich 2038. (Quelle: Deutsche Bahn)
Neue Freihafenelbbrücke
Die Freihafenelbbrücke, die seit einer Schiffshavarie im Oktober 2025 gesperrt ist, ist irreparabel beschädigt und soll teilweise abgerissen werden. (WIR 4.2.26)
Nach eingehenden Prüfungen hat sich gezeigt, dass tragende Bauteile so stark in Mitleidenschaft gezogen worden sind, dass die Statik der Brücke nicht mehr sicher ist und sogar Einsturzgefahr bestehe.
Neue Köhlbrandbrücke
Der Neubau des Hamburger Wahrzeichens ist beschlossen (WIR 17.4.2024) und soll laut Planung bis 2040 abgeschlossen sein. Die aktuelle Köhlbrandbrücke wird bis dahin mehrmals im Jahr gesperrt werden, um notwendige Sanierungen möglich zu machen und die weitere Benutzung zu gewährleisten.

Sperrungen:
- Freitag, 15. Mai 2026, 22:00 Uhr, bis Montag, 18. Mai 2026, 5:00 Uhr
- Freitag, 22. Mai 2026, 22:00 Uhr, bis Montag, 25. Mai 2026, 5:00 Uhr
- Freitag, 12. Juni 2026, 22:00 Uhr, bis Montag, 15. Juni 2026, 5:00 Uhr
- Freitag, 11. September 2026, 22:00 Uhr, bis Montag, 14. September 2026, 5:00 Uhr
- Freitag, 18. September 2026, 22:00 Uhr, bis Montag, 21. September 2026, 5:00 Uhr
- Freitag, 16. Oktober 2026, 22:00 Uhr, bis Montag, 19. Oktober 2026, 5:00 Uhr
Weitere Sperrungen
Außerdem führt die HPA auch 2026 zahlreiche Erhaltungs-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an Straßen, Brücken und wasserbaulichen Anlagen im Hamburger Hafen durch.
Retheklappbrücke
Erste Sperrung: Montag, 20. April 2026, 6:00 Uhr, bis Mittwoch, 29. April 2026, 17:00 Uhr
Grund: Planmäßige Instandhaltungsarbeiten an der Maschinentechnik der Klappbrücke
Zweite Sperrung: Montag, 15. Juni 2026, 6:00 Uhr, bis Sonntag, 5. Juli 2026, 17:00 Uhr
Grund: Planmäßige Erneuerung des Fahrbahn-Dünnbelages auf der Klappbrücke
Neue Bahnbrücke Kattwyk
Sperrung: Samstag, 11. Juli 2026, 8:00 Uhr, bis Mittwoch, 30. September 2026, 17:00 Uhr
Grund: Planmäßige Instandsetzungs- und Optimierungsarbeiten an der Maschinentechnik der Hubbrücke sowie begleitende Arbeiten im Gleisbereich der Südbahn.
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