Der „Stadt-Umland-Atlas Hamburg“ als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines neuen räumlichen Leitbildes 2050 der Stadtentwicklung

Zur Begrüßung erzählte Oberbaudirektor Franz-Josef Höing, wie es ihm geht, wenn er einen Atlas in die Hände bekommt. Man suche ein bestimmtes Land und verliere sich dann in vielen weiteren Seiten. Es stellte sich heraus, dass viele der Besucher*innen der Ausstellungseröffnung am 11. November 2025 in der BallinStadt auf der Veddel auch noch ihren „Diercke-“ oder „Westermannatlas“ zu Hause haben. Nun gibt es einen neuen Atlas, den „ Hamburg-Umland-Atlas“, in dem zu Stöbern sich lohnt. Franz-Josef Höing freute sich, dass schon viele Exemplare verkauft seien. Auch Doris Kleinlein, Verlagsleiterin des „JOVIS Architekturverlages“, Berlin, zeigte sich überrascht über die Resonanz und erzählte, dass schon nachgedruckt werde.
Ohne das Umland geht es nicht
Der Atlas enthält 250 Datensätze und mehr als 200 Karten, ergänzt um zahlreiche Abbildungen. Das enge Umland wurde ebenfalls mit einbezogen. Franz-Josef Höing lobte die gute Zusammenarbeit mit Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Das hätte Hamburg nicht immer mit der nötigen Leidenschaft versucht. Der „Stadt-Umland-Atlas“ lege erstmals fundierte Zahlen, Daten und Fakten vor, die anschaulich machten, wie eng Hamburg und das Umland miteinander verflochten seien. Die Schumacherpläne (Fritz Schumacher, 1909 bis 1933 Oberbaudirektor in Hamburg) gelte es zu projizieren und fortzuschreiben.

Gäste aus München, Brüssel und aus der Region Köln/Bonn zeigten sich zum Teil neidisch auf das umfangreiche Werk und berichteten aus ihren Städten, ihrer Region. Allen ist gemeinsam, dass in Zukunft Netzwerke mit dem Umland Bedeutung haben.
Auch Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, lobt den Atlas: „Zehn Jahre nach dem Konzept von 2014 ,Grüne, gerechte und wachsende Stadt am Wasser‘ bildet der Atlas die Grundlage für die Entwicklung eines neuen räumlichen Leitbildes der Stadtentwicklung, um die großen Herausforderungen unserer Zeit – wie Klimaschutz, Mobilitätswende, Bevölkerungswachstum und bezahlbaren Wohnraum – räumlich klug, verantwortungsvoll und vorausschauend zu gestalten.“
Bilder aus Hamburg ergänzen die Karten

Außer den Karten und Abbildungen aus dem Atlas, hängen in der Ausstellung auch viele Bilder aus Hamburg, die der Züricher Fotografen Philip Heckhausen aufgenommen hat. Ein Begleitheft zur Ausstellung mit circa 150 Seiten liegt aus. Es erklärt die Inhalte der Karten und gibt weiterführende Hintergrundinformationen. Die Ausstellung ist in 17 Themenbereiche gegliedert, von „01, Wie dicht sind Stadt und Umland bebaut?“ bis „17, Wie sieht die Region in den Köpfen aus“. Es gibt u. a. Kapitel zu den „Kultur- und Erlebnisräumen“, „Wo wohnen die HSV- oder St. Pauli-Fans“ oder auch „Wie erreichbar sind Zentren und Angebote des Alltags“.
Schauen Sie sich die interessante Ausstellung an und schreiben Sie uns, falls ein Thema, das Ihnen besonders wichtig ist, nicht behandelt wird.
Der „Stadt-Umland-Atlas“ ist im Buchhandel für 44 Euro und kostenlos als PDF erhältlich.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. November.
Die Finissage mit Filmvorführung findet am 28. November um 18 Uhr statt.
Öffnungszeiten und Führungen unter: https://ballinstadt.de/2025/10/27/sonderausstellung-schau-hamburg-in-die-karten/
Der Eintritt zur Sonderausstellung ist kostenlos.
Dieser Artikel hat Dir gefallen?
Dann unterstütze gerne unsere Arbeit mit einem Beitrag auf unser Konto. Stichwort:
„WIR unterstützen“, IBAN DE 85 2005 0550 1263 1263 91, Hamburger Sparkasse

