Manchmal sind es die kleinen Begegnungen, die Verbundenheit schaffen. Verbundenheit mit fremden Menschen und Verbundenheit mit dem Stadtteil. Unsere Leserin Roswitha Haug hat im Juni 2025 diese kleine Geschichte erlebt und notiert
Ich fuhr mit dem 13er Bus bis zum Stübenplatz. Ich wollte zur Bank und zu Eisen-Jens. Dort kann man noch Nägel einzeln kaufen. Herrlich, der Laden ist zu gut, wie vor 50 Jahren!
Schon auf dem Hinweg hatte ich einen netten Bekannten zum Klönen getroffen.
Auf dem Rückweg saß mir ein jüngerer Mann gegenüber. Er summte so schön vor sich hin und blickte dabei aufs Handy. Seit einigen Jahren spreche ich bei Lust die Leute an. Ich sagte zu ihm, dass er schön summe.
Er stellte sich als Leon H. (genannt Jimmy) aus Kolumbien vor. Na, da entwickelte sich ein dolles Gespräch auf Deutsch/Spanisch. So erfuhr ich, dass er Sänger für Bach/Brahms ist und im Juli 2025 zwei Auftritte in München absolviert. Jetzt wolle er zur Kreuzkirche. Dort probe er mit dem Chor (Soloauftritt?) für ein Konzert. Im Rucksack suchte er nach einer Visitenkarte, zauberte aber nur einen dicken Holz-Rosenkranz hervor. Deshalb gab ich ihm meine Visitenkarte. Mal sehen, ob er mich einlädt, wie versprochen.
Vor der Probe wollte er noch zu Penny. Beide stiegen wir an der Endstation in Kirchdorf-Süd aus und hatten das gleiche Ziel. Herr H. erwähnte, dass er auch deutsche Schlager kenne, was er sofort unter Beweis stellte. So kam es, dass wir auf dem Weg zu Penny sangen: „Ich brauche keine Millionen, mir fehlt kein Pfennig zum Glück“. Köstlich! Jeder kaufte seinen Kram ein, und dann beeilte sich der Sänger, schnell zur Probe zu kommen.
Habt ihr, liebe Leser*innen auch so schöne Alltagsgeschichten erlebt? Dann schickt sie uns per E-Mail! Wir veröffentlichen sie dann für euch.
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