Papst Leo in Groß-Sand gesichtet

Der Pontifex mischt sich ein: „Groß-Sand bleibt – das ist kein Wunsch, das ist ein Auftrag!“

Wilhelmsburg steht Kopf: Augenzeugen wollen gestern Papst Leo XIV. persönlich auf dem Gelände des demnächst komplett geschlossenen Krankenhauses Groß-Sand gesehen haben. Er soll mit einem goldverzierten E-Roller über den Parkplatz gefahren sein, begleitet von einer Schar schweigender Nonnen in neonpinken Warnwesten. „Er hat gerufen: ‚Hier wird nicht geschlossen, hier wird geheilt!‘ – und dann ein Selfie mit der Putzfrau gemacht“, berichtet ein sichtlich gerührter Pfleger, der sich nur als „Gabriel“ vorstellen wollte. Besonders skurril: Der Papst soll ein Schild mit der Aufschrift „Groß-Sand bleibt – oder ich exkommuniziere die ganze Gesundheitsreform!“ hochgehalten haben.

Der Papst auf goldenem E-Scooter mit Nonnen. Quelle: Chat-GPT/Marianne Groß. Composing: Meret Büchner
Einer Leserin, die gerade mit ihrem Hund spazieren ging, gelang dieser sensationelle Schnappschuss! Foto: anonym, der Redaktion bekannt.

Laut unbestätigten, aber hartnäckigen Gerüchten aus dem Vatikan habe der Papst von der Schließung durch einen Brief einer Wilhelmsburger Bürgerinitiative erfahren. „Das kann nicht sein, dass auf einer Insel mit über 50.000 Menschen kein Krankenhaus mehr ist!“, soll er empört beim Sozialen Netzwerk Mastodon gepostet haben, bevor er sich kurzerhand in den nächsten ICE nach Hamburg setzte. Vor Ort habe er dann nicht nur den gläsernen Eingang zur geschlossenen Notaufnahme gesegnet, sondern auch versprochen, persönlich die Verhandlungen mit der Stadt zu übernehmen. „Wenn die Politik nicht kann, dann macht’s halt der Papst!“, rief er angeblich, während er mit einem Hammer symbolisch den ersten Nagel für eine neue Notfallstation einschlug – leider in die Tür des Glasbaus.

Kommt der Papst zum Leichenschmaus?

Die Reaktionen sind gespalten: Während der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg jubelt und bereits eine Petition für einen „Papst-Leo-Platz“ vor dem Krankenhaus gestartet hat, zeigt sich das Erzbistum Hamburg „überrascht und leicht verärgert“. „Wir haben den Papst nicht eingeladen“, so eine Sprecherin, „und sind irritiert von seiner neuen Devise ‚Krankenhäuser retten statt Rosenkränze beten‘.“ Auch die Stadt Hamburg gibt sich zurückhaltend: „Wenn der Papst die Liegenschaft kaufen will, soll er ein Angebot machen – aber bitte mit notarieller Beglaubigung.“ Besonders pikant: Papst Leo soll angekündigt haben, am 10. April zur geplanten „Leichenschmaus“-Demo zu erscheinen – „mit einer Überraschung, die selbst die A26-Ost-Gegner sprachlos machen wird.“

Meret Büchner

… fährt meistens mit dem Fahrrad in die Redaktion. Sie liest ca. 100 Bücher im Jahr. Außerdem kocht, backt und (balkon-)gärtnert sie gern.

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