Am 18. November 2025 tagte der Quartiersbeirat Reiherstiegviertel in der Honigfabrik

Neue Pläne für den Spreehafen – Empfehlungen für den Stübenplatz – Verfügungsfonds

Anlegemöglichkeit für Barkassen und Ruderboote im Spreehafen. Wasserverkehr fördern zwischen den Kulturorten

Im Hintergrund Kräne und Gebäude, davor Wasser und davor zwei blaue Havenlieger. Im Vordergrund vor einer kleinen Brücke ein Erklärungsschild.
Der Spreehafen 2013. Foto: M. Groß

Christine Röthig und Jan Peters von der Stiftung SeHHafen stellten den Planungsstand ihres Projektes „PIER 12 – Kultur-Anleger“ vor. Die Beiden beschäftigen sich seit über 30 Jahren mit historischen Gebäuden im Hafen. Zur Zeit liegen im Spreehafen fünf historische Objekte. Um diese für die Öffentlichkeit zu öffnen, werden zwei Brücken geplant, eine schmale Fußgängerbrücke und eine breitere als Rettungsweg. Die jetzt dort vorhandenen Objekte sollen weiter in die Hafenmitte an die Fahrrinne verlegt werden. Dort wird ein Ponton als Anlegestelle, insbesondere für Barkassen, geplant. Auch die Fähre 73 kann dann dort anlegen. Für den Anleger der Fähre 73 an der Ernst-August-Schleuse hatten Christine Röthig und Jan Peters mit anderen 2012 erfolgreich gekämpft. Nun hoffen sie auch noch auf einen Fährbetrieb an sieben Tagen „7/24“. Außerdem soll es einen 30-Meter-Schwimmsteg zum Anlegen der Ruderboote geben. Die Planer*innen würden sich freuen, wenn sich ein*e Betreiber*in für einen kleinen Imbiss auf dem zentralen Ponton fände. Der Antrag bei der Hamburg Port Authority (HPA) auf die Wasserrechtliche Genehmigung einer Öffentlichen Landeanlage läuft.

Der erste Lieger, der von Jan Peters restauriert wurde, Caesar, ist seit 2010 im Hamburger Traditionsschiffhafen, in Sichtweite der Elbphilharmonie, zu besichtigen. Seit einigen Jahren hat er dort seinen festen Liegeplatz. Steve Förster verwöhnt in dem historischen Umfeld auch gern Gäste mit saisonalen und regionalen Gerichten.

Als zweites Denkmal wird nun Lieger Klütjenfelde mit Landes- und Bundesmitteln restauriert. Es wird versucht, soviel Bestand wie möglich zu retten. Aber zum Beispiel sind viele Fenster in keinem guten Zustand. Und das Geld ist knapp. „Aber irgendwas hat immer geklappt“, meint Christine Röthig und Jan Peters ergänzt: „Zum Beispiel konnten wir bei einem Werftaufenthalt sparen, als wir hinter der Schaarhörn mit in die Werft geschlüpft sind“. Mitglieder der Stiftung SeHHafen können sich viele Nutzungen des Liegers vorstellen, schon jetzt ist die ganze Anlage im Spreehafen offen für Publikum. Anfragen unter: stiftung@sehhafen.de.

Empfehlungen

Wochenmarkt auf dem Stübenplatz unter dem gewellten Dach. Im Hintergrund die Häuser.
Markt auf dem Stübenplatz. Foto: H. Wernicke 2012

Die Mitglieder des Beirats entschieden über zwei Empfehlungsvorlagen zur Zukunft des Stübenplatzes. Die Anwohner*innen beklagen die Suchtproblematik dort. Es wird eine aufsuchende Sozialarbeit gefordert, die Hilfen vermittelt. Es müssen Lösungen für das Problem gefunden werden. Auch sollte der Platz auch außerhalb der beiden Wochenmärkte mehr genutzt werden.

Anträge

Es lagen zwei Anträge auf Mitteln aus dem Verfügungsfonds vor, die beide einstimmig angenommen wurden.
WIR hatten einen Antrag auf Finanzierung eines neuen Computers gestellt, weil der jetzige nicht auf Windows 11 umgestellt werden kann. Auch der Stadtteilbeirat Wilhelmsburg hatte uns bereits unterstützt bei der Beschaffung von einem Computer und einem Drucker. Nun sind WIR technisch auf dem neuesten Stand und können unsere ehrenamtliche Online-Stadtteilzeitung weiter herausgeben. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den bei den Beiräten.

Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsburg hatte einen Antrag auf Finanzierung von Sitzerhöhungen für die neue Mini-Feuerwehr gestellt. Am 20. 9. 2025 wurde der Förderverein (WIR 21.5.25) gegründet. In der Mini-Feuerwehr lernen Kinder zwischen fünf und 12 Jahren frühkindliche Brandschutzerziehung und wie sie einen Notruf absetzen. Im nächsten Jahr soll die Leutstelle Feuerwehr besucht werden und vielleicht auch andere Ausflüge stattfinden können. Für die Ausfahrten werden Sitzerhöhungen für die Kinder benötigt. Zur Zeit sind 21 Kinder dabei, davon 9 Mädchen, in allen Altersstufen. 28 Kinder stehen auf der Warteliste. Die Herstellerfirma der Sitze hat dem Förderverein ein Sonderangebot gemacht, so dass die 350 Euro für 21 Sitze reichen.

Auf der nächsten Sitzung des Quartiersbeirates Reiherstiegviertel müssen der 1. und der 2. Vorsitzende gewählt werden. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

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Marianne Groß

... ist Gründungsmitglied des Wilhelmsburger InselRundblicks e. V. Sie berichtet – soweit möglich – über alles, was sie selbst interessiert und hofft, damit die Leser*innen nicht zu langweilen. Dazu gehören die Veränderungen im Stadtteil, Ökologie und Kultur. Zusammen mit ihrem Mann kümmert sie sich um den großen Garten und liebt es, Buchsbäume zu schneiden.

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