A26-Ost ist (noch) nicht verhindert!

An Engagierte Wilhelmsburger, Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e. V. und weitere Interessierte zur Info und Erinnerung

Logo No A26 Ost

Dirk Holm. Liebe Leute! Wie ihr wisst, gab es Anfang Oktober 2025 ein Urteil zur A26-Ost, Abschnitt 6a, Moorburg. Die Autobahn in Gänze ist dadurch aber nicht verhindert. Der Planungsprozess geht weiter. Schaut euch zur Erinnerung und zum aktuellen Stand der Dinge gerne die entsprechende Projektseite der DEGES an.

Zitat Website DEGES: „Die Urteilsbegründung wird in 2026 erwartet, diese wird von der DEGES sorgfältig geprüft werden. Anschließend werden weitere Schritte abgestimmt und veranlasst. Ziel wird es sein, die festgestellten Fehler schnellstmöglich zu beheben.“ Der Ausdruck „schnellstmöglich“ ist natürlich Prosa. Die Planer werden ihre Nacharbeiten gründlich erledigen müssen. Das kostet Zeit. Falls der überarbeitete Plan erneut gerichtlich angegriffen würde und es gäbe ein weiteres negatives Urteil, wäre das für die Planer*innen an Peinlichkeit kaum mehr zu überbieten. Im dem Fall wäre das Projekt vermutlich endgültig gestorben. 

Für den Abschnitt 6b – Moorburg bis Hohe Schaar – erwartet die DEGES noch in diesem Jahr eine Erörterung der Planung. Das erscheint mir nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts fraglich. Denn die Planungskapazitäten der DEGES sind beschränkt. Die müssen sich vorrangig mit der Prüfung der Linienbestimmung in Moorburg beschäftigen, wie es das Gericht verlangt hat. Auf den Webseiten sowohl der DEGES, als auch der Autobahn Nord GmbH, werden Ingenieure im Dutzend gesucht.

Was den Abschnitt 6c – Wilhelmsburg – betrifft, hofft die DEGES auf einen ersten Erörterungstermin in 2027. Aber das ergibt nur dann Sinn, wenn das Problem mit Abschnitt 6a (siehe oben) gelöst ist.

Und schließlich gilt es die politischen Rahmenbedingungen zu beachten. Trotz „Sondervermögen“ ist das Geld knapp. Die Bundesregierung wird nicht umhin kommen, Prioritäten zu setzen. Der Hamburger Senat und die Hamburger Wirtschaft erklären unaufhörlich, wie essentiell der Bau der A26-Ost sei. Dabei ist es kaum jemanden verständlich zu machen, weshalb weiterhin Autobahnneubauten angestrebt werden, wenn gleichzeitig die vorhandene Infrastruktur beschleunigt vor sich hin bröckelt.

Dazu passt die gerade veröffentlichte Stellungnahme des BUND zum „Infrastruktur-Zukunftsgesetz“. Damit soll  das Verbandsklagerecht der Umweltschutzverbände massiv eingeschränkt werden. Autobahnbau auf Kosten von Rechtsstaat und Umwelt.

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