Förderung für „HASTAM – Just because I AM“

Dreizehn interkulturelle Projekte werden 2026 im Förderprogramm des Senats finanziell unterstützt. Eins davon ist das Musikfestival „HASTAM – Just because I AM“ im Bürgerhaus

Ankündigung des Festivals 2024. Banner.
„HASTAM – Just because I AM“ – Festivalplakat 2024

Die Behörde für Kultur und Medien (BKM) unterstützt auch 2026 wieder interkulturelle Projekte. In diesem Jahr mit insgesamt 100.000 Euro. Kultursenator Carsten Brosda sagte bei der Bekanntgabe der Fördersumme: „Hamburg ist eine vielfältige Stadt. Diese auch kulturelle Vielfalt wollen wir sichtbar machen und den Austausch fördern. Mit der Förderung bringen wir Teams mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen und machen den großen Wert vielfältiger Perspektiven in der Kunst sichtbar.“ Aus den eingereichten Förderanträgen wurden von einer Fachjury 13 Projekte ausgewählt. Sie decken ein breites Spektrum ab, von Musik und Theater bis zu Filmprojekten und Workshops.

„HASTAM – Just because I AM“

Das Bürgerhaus Wilhelmsburg erhielt für das geplante Musikfestival „HASTAM – Just because I AM“ eine Fördersumme von 10.000 Euro.
Judy Engelhard und Alena Kruse vom Bürgerhaus freuen sich über die Förderung. Sie organisieren die Veranstaltung. „HASTAM – Just because I AM“ ist die zweite, erweiterte Auflage des gleichnamigen Festivals vom Sommer 2024. Das damalige dreitägige Festival war der Höhepunkt und Abschluss einer einjährige Zusammenarbeit der iranischen Multiinstrumentalistin und Komponistin Atena Eshtiaghi mit dem Bürgerhaus, Teil des des Förderprogramms „INTRO“ der BKM. Das Programm richtet sich an Kulturschaffende, die ins Exil gegangen sind, weil sie aus unterschiedlichen Gründen von Verfolgung oder Repression bedroht sind und ihre künstlerische Tätigkeit in ihrem Land nicht fortsetzen können.

Musik, die nach Freiheit schmeckt

Atena Eshtiaghi auf der Bühne vor grünem Vorhang spielt auf einem akustischen Cello. Neben ihr steht noch ein elektrisches Cello
Atena Eshtiaghi. Foto: Traudl Hopfenmüller

Drei Tage lang konnten die Zuschauer*innen am letzten Augustwochenende 2024 ein Programm mit iranischen und europäischen Künstler*innen erleben, das Atena Eshtiaghi in einem Jahr zusammengestellt hatte: Konzerte mit Singer-Songwriterinnen, elektronische Experimente, persische Musik mit westlichen Jazzharmonien. „Musik, die nach Freiheit schmeckt und den Sittenwächtern in Teheran deshalb ein Gräuel ist“, hieß es im WIR (WIR 2.10.24).
Für diese „Feier der Kunst des Widerstandes“ erhielt „HASTAM – Just because I AM“ den „HELGA! Festival Award“ in der Kategorie „unerschrockenste Haltung“ als „das mutigste Festival in ganz Deutschland“

Der neue Termin steht schon fest

Vor diesem Hintergrund soll das Fest der „Musik, die nach Freiheit schmeckt“ wieder aufgelegt werden. Es soll wieder ein breit gefächertes Programm geben, sagen Judy Engelhard und Alena Kruse, mit Konzerten, Filmen, Diskussionspanels und anderem mehr. Kuratiert wird Hastam because I AM 2026 wieder von Atena Eshtiaghi, die zur Zeit dabei ist, Exilkünstler*innen zu kontaktieren und für das Festival zu engagieren. Das Programm soll in diesem Jahr noch um Künstler*ìnnen aus Afghanistan erweitert werden .

Der Termin für das Festival steht schon fest, es wird der 3. bis 5. September 2026 sein. „Über die 10.000 Euro Fördersumme freuen wir uns,“ sagt Alena Kruse. Aber das Geld reiche für die Finanzierung des Festivals bei weitem nicht aus. Ein wichtiger Teil ihrer Vorbereitungsarbeit werde in den nächsten Monaten das Einwerben weiterer Mittel von Sponsoren und öffentlichen Stellen sein. Bis zum Frühsommer, hoffen sie, werde alles – Programm und Finanzierung – in trockenen Tüchern sein.

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Hermann Kahle

Hermann Kahle schreibt über Kultur, Schule und für den Kaffeepott

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