Selbstorganisierter migrantischer Widerstand in Hamburg – gestern, heute und morgen

Gespräch und Diskussion mit den Aktivist:innen Zumreta Sejdovic, Gürsel Yıldırım und Hédi Bouden

Als Reaktion auf das Massaker in Hanau vom 19. Februar 2020 ist heute eine neue Generation von antirassistischen Aktivist:innen dabei, sich „gegen die vielfältigen Rassismen und den neuen Faschismus der Gegenwart zu formieren“, so der Hamburger Soziologe und Aktivist Gürsel Yıldırım. Mit einer Ausstellung in Form einer Wandzeitung und dieser Veranstaltung möchten er und das Netzwerk gegen Rechts Wilhelmsburg gemeinsam mit Aktivist:innen „einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass der selbstorganisierte Widerstand gegen die völkische Bewegung noch stärker wird und dieser mit anderen emanzipatorischen Bewegungen zu einer gerechten und solidarischen Gesellschaft führt“, so Yıldırım weiter. „Wir laden alle Interessierten zu diesem spannenden Abend ein, besonders auch Zeitzeug:innen, die sich aktiv gegen Rassismus in den 80er/90er Jahren engagierten und wir freuen uns auf die neue Generationen, die ihre eigene Erfahrungen mit Rassismus und Antirassismus mit uns teilen und von ihren Formen und Aktionen des Widerstandes berichten.“

Das Gespräch mit Zumreta Sejdovic vom Romani Kafava, Hédi Bouden, Theatermacher und Lehrer am Helmut-Schmidt-Gymnasium, und Ausstellungsmacher Gürsel Yıldırım wird moderiert von Omeima Garci. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.

Gürsel Yıldırım und seine Ausstellung über selbstorganisierten Widerstand von Migranten. Foto: Gaston Kirsche

Im Foyer des Bürgerhauses Wilhelmsburg wird die Ausstellung „Migrantischer Widerstand im Hamburg der 90er Jahre“ gezeigt. Sie ist seit Anfang März auch an der Bücherhalle Kirchdorf zu sehen (vgl. den ausführlichen Bericht „Unsere Kämpfe …“).
Auf zwölf großen Tafeln dokumentiert die Wandzeitung antifaschistischen und antirassistischen selbstorganisierten Widerstand von Migrant:innen und Geflüchteten in den 90er Jahren. Die Wandzeitung wurde von dem Hamburger Soziologen und Aktivisten Gürsel Yıldırım kuratiert und stützt sich auf sein umfangreiches Archiv zu migrantischem Widerstand, das er seit Anfang der 1990er Jahre aufgebaut hat. Sie ist in Kooperation mit der Internationalen Kunstfabrik Kampnagel entstanden und wurde von der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Initiative STADT MIT COURAGE gefördert.
Gürsel Yıldırım wird vor Ort sein und die Besucher:innen durch die Ausstellung führen.

Veranstaltung Migrantischer Widerstand in Hamburg
24. März 2022, 18 bis 21 Uhr
Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20
18 Uhr: Eröffnung der Ausstellung im Foyer des Bürgerhauses Wilhelmsburg
19 Uhr: Gespräch und Diskussion
Da wir einen Ausschank anbieten, handelt es sich um eine 3G-Veranstaltung!
Informationen zur Wandzeitung
Weitere Informationen zur Veranstaltung
Informationen zum Netzwerk gegen Rechts Wilhelmsburg

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