Zum 15. Mal wurden im Januar Hamburger Clubs und Veranstaltende für mit dem „clubaward“ ausgezeichnet. Das „Turtur“ am Veringkanal war eine*r der Preisträger*innen

Zum 15. Mal wurde der „clubaward“, der Preis des „Clubkombinats Hamburg“ verliehen. Zur Preisgala am 22. Januar in der Fabrik in Altona waren Vertreter*innen aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Medien gekommen. Kultursenator Carsten Brosda sagte in seinem Grußwort: „Hamburgs einzigartige Clubkultur steht für ganz viel Leidenschaft für Musik, aber auch für eine starke gesellschaftliche Haltung – für Vielfalt und gegen Diskriminierung. Mit den „clubawards“ sagen wir Danke für dieses wichtige Engagement für die Kulturstadt Hamburg und für das gesellschaftliche Miteinander und wollen die Clubszene gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiter unterstützen.“
Das alte und neue „Turtur“
Der „clubaward“ wird in verschiedenen Kategorien vergeben. Das „Turtur“ wurde als „bester neuer Club 2025“ ausgezeichnet. Neu ist das „Turtur“ eigentlich nicht. 10 Jahre lang hatte Mona Michels das urige Restaurant am Veringkanal geführt, zuletzt als Pizzeria. Im Oktober 2024 hat sie es an die jetzigen Betreiber Sebastian Ploog und Moritz Nevermann übergeben. (WIR 29.10.24). Die beiden haben das Konzept des „Turtur“ aufgefrischt und sind 2025 mit neuem Programm als Club an den Start gegangen.
Das Clubkombinat
Das Clubkombinat versteht sich als „Interessenverband der Clubbetreiber:innen, Veranstalter:innen, Booker:innen & Agenturen aus Hamburg“. Mit Stand vom Oktober 2024 waren im Clubkombinat 107 Musikspielstätten, 56 Veranstalter*innen, 5 Festivals, 19 Fördermitglieder und eine Einzelperson organisiert.
Anna Lafrentz, 1. Vorsitzende des Clubkombinats, sprach auf der Preisgala von den Erfolgen und auch von den Sorgen der Clubs. Wie hoch die gesellschaftliche Wertschätzung in Hamburg für insbesondere kleinere Spielstätten mit vielfältigem Programm und hohem Engagement für Nachwuchsförderung sei, verdeutlichten die diesjährigen Preisträger*innen. Gleichzeitig stehe die Clubszene weiterhin vor existenziellen Herausforderungen. Die Stadt habe die Förderung zwar verdreifacht. Für den einzelnen Club bedeute das aber im Schnitt nur 200 Euro pro Konzert. Damit könne man nicht einmal die Technik bezahlen.

