Wie ein Sommertag am See – Spreehafenlauf Veddel

Am ersten Sonntag im Juli fand zum 9. Mal der Spreehafenlauf rund um das Hafenbecken statt – noch mit Masken und Desinfektionsspray aber fast schon wie vor der Pandemie

Auch in Hamburg laufen sie jetzt wieder. Am ersten Sonntag im Juli war schließlich der Moment gekommen, wo eine Laufveranstaltung für alle Teilnehmer:innen stattfand. Als pünktlich um 10.00 Uhr der erste Startschuss zum 5-km-Lauf fiel, wurde damit zeitgleich auch die Hamburger Laufsaison eingeläutet. 153 Läufer:innen nutzten die Gelegenheit, um wieder Wettkampfatmosphäre zu schnuppern und gemeinsam dieselbe Strecke unter die Füße zu nehmen. Tatort: Der Spreehafen in Hamburg-Veddel. Bereits zum 9. Mal fand hier der Lauf um das Hafenbecken statt. Zur Auswahl standen ein 5-km- und der etwas unorthodoxe 13,3-km-Wettbewerb. Im Zwei-Minuten-Rhythmus durften Gruppen von jeweils 30 Teilnehmenden auf die Strecke gehen.

Auf dem Foto startet eine Läufergruppe unter dem Start-Ziel-Bogen auf dem Deich.
Start des 13,3-km-Laufs. Foto: ein

Start in 30er Clustern

War im vergangenen Jahr nur eine gemeinsame Ziellinie möglich, so konnte dieses Mal aus dem Vollen geschöpft werden. Eigentlich war es ein Lauf wie vor der Pandemie – nur mit mehr Masken und Desinfektionsspendern. Okay, an das Startprozedere muss man sich vielleicht auch erst noch gewöhnen. Dies hatte sich in den letzten 15 Monaten einige Male geändert. Sonntag kamen 30er Cluster zum Einsatz. Das Gefühl eines Massenstarts konnte so pandemiekonform reanimiert werden. Die fehlende Sicherheit: Bin ich wirklich Erster, weil ich als erstes die Ziellinie kreuze?“, wird uns dennoch weiterhin außerhalb von Meisterschaften begleiten.

Sommerliche Temperaturen

Für gemischte Gefühle sorgte das Wetter. Für die einen sommerlich-prachtvoll, für die anderen zu warm, gingen die Meinungen vor Ort zu den 24 °C auseinander. In Kombination mit einem vielleicht etwas rückständigen Trainingszustand, den man dieser Tage ruhig haben kann, waren ohnehin nicht die besten Voraussetzungen für eine neue Bestzeit. Etwas Gas geben wollten manche dennoch. So stechen vor allem die 17:38 Minuten von Toni Röwer (TH Eilbeck) und die 59:19 Minuten von Marie Jeanne Mangold (Eintracht Münster) über 13,3 km hervor. Es war nicht der Tag der spannenden Duelle, aber ein wichtiger Schritt für die hiesige Laufsportszene – das größtenteils auseinandergezogene Teilnehmer:innenfeld schlug sich auch in den Ergebnissen nieder. Viele Teilnehmer:innen werden über die etwas langsamere Zeit hinwegsehen können – es geht wieder los und das ist das Wichtigste. Der Start kann als geglückt gelten. Die vollständigen Ergebnislisten können unter www.spreehafenlauf-veddel.de eingesehen werden.

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