350 Jahre Wilhelmsburg – das muss gefeiert werden! Wer macht mit?

Im Jahre 1672 verkaufte das Adelsgeschlecht der Groten die Inseln Stillhorn, Rotehaus und Georgswerder an Herzog Georg Wilhelm zu Braunschweig-Lüneburg. Am 4. September 1672 wurde der Vertrag unterzeichnet. Der Herzog vereinigte dann die Inseln mit seiner Insel Reiherstieg zur „Herrschaft Wilhelmsburg“. Drei Monate später, am 4. Dezember des Jahres, hat Kaiser Leopold den Vertrag ratifiziert. Seitdem gibt es Wilhelmsburg offiziell!

Wer die richtige Perspektive findet, sieht auf Wilhelmsburg Vergangenheit und Gegenwart dicht beieinander. Ein Bild aus den frühen 80er-Jahren,
als Kirchdorf-Süd noch neu war. Foto: privat/WIR

Das ist in diesem Jahr genau 350 Jahre her: Grund genug, dieses Jubiläum gebührend zu feiern! Ein Organisationsteam aus engagierten Wilhelmsburger:innen hat sich zusammengefunden, um die Feierlichkeiten von Wilhelmsburger:innen für Wilhelmsburger:innen zu koordinieren. „Jetzt, nach 350 Jahren, wollen wir die Wochen zwischen dem 4. September und dem 4. Dezember dazu nutzen, an die Geschichte der Elbinseln zu erinnern, die Gegenwart zu feiern oder in die Zukunft zu blicken”, so das Orga-Team.

Das Museum Elbinsel Wilhelmsburg (MEW) startet am Sonnabend, 3. September, mit einem Eröffnungsabend im Bürgerhaus Wilhelmsburg. Es werden Exponate aus der Sammlung und Bilder gezeigt und Frauen aus dem Museumsverein werden in der Wilhelmsburger Tracht erscheinen; auch Musik und Grußworte sind in Planung. Der Wilhelmsburger InselRundblick (WIR) wird die Jubiläumswochen am Sonntag, 4. Dezember, in der Honigfabrik beenden. An diesem Datum wird die 350-Jahres-Festschrift präsentiert, zu der Wilhelmsburger:innen, lokale Institutionen und Vereine Beiträge liefern.

Um 1910: Freier Blick auf die Reiherstiegkirche, das Pastorat und das Gemeindehaus. 1896 wurde die damalige Reiherstiegkirche eingeweiht. Im 2. Weltkrieg stark zerbombt, wurde sie 1954 als Emmauskirche wiedererrichtet. Foto: MEW

Dazwischen sollen viele kleine, mittlere und größere Veranstaltungen unter dem Motto „350 Jahre Wilhelmsburg” das lebendige und vielfältige Wilhelmsburg widerspiegeln. „Das kann von einem Nachbarschaftsfest, einem Konzert, einer riesengroßen Frühstückstafel bis zur Lesung alles sein, vom Kleingartenverein über Baugemeinschaften bis zu einem Solosänger oder einer Solosängerin. Das Gestern, Heute oder Morgen – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wir alle zusammen sind Wilhelmsburg und prägen gemeinsam diesen Stadtteil”, erklärt Mit-Organisatorin Marianne Groß vom Wilhelmsburger InselRundblick. So beleuchtet zum Beispiel der Verein Stadtkultur Hafen einen Teil Wilhelmsburger Vergangenheit am Sonntag, 11. September, von 12 bis 20 Uhr am Reiherstiegknie „The Rise and fall and rise of Stüben’scher Volksgarten & 350 Jahre Stadtwerdung Wilhelmsburg mit Elbinsel All stars DJs & viel ‚Sport‘”.

„Weckt der 350. Geburtstag auch Ihr Interesse? Planen Sie auch Veranstaltungen in dem Jubiläumszeitraum, die Sie unter das Motto „350 Jahre Wilhelmsburg“ stellen können? Dann melden Sie sich bei uns”, freut sich das Orga-Team auf viele bunte und interessante Jubiläumsfeiern! Interessierte melden sich bitte mit einer Kurzbeschreibung ihrer Idee und Kontaktdaten unter 350JahreWilhelmsburg@web.de.

Unser Beitragsbild für diesen Artikel zeiht die Herren von der Gemeindeverwaltung vor dem Wilhelmsburger Rathaus im Jahr 1927. Auch dieses Foto stammt aus dem Fundus des MEW.

Ein Gedanke zu “350 Jahre Wilhelmsburg – das muss gefeiert werden! Wer macht mit?

  1. Hallo liebe Wilhelmsburger,
    ich freue mich sehr auf die 350-Jahr-Feier. Meine Mutter, Großmutter und Urgrosseltern, geb. Gräser, sind Wilhelmsburger, so auch ich.
    Ich wohne leider nicht mehr dort, lebe aber jedesmal auf in Wilhelmsburg! Ich stamme aus dem Reiherstiegviertel. Ich war sehr gern bei von Thaden die Wilhelmsburger Zeitung austragen.
    Viel Freude bei den Vorbereitungen für die 350-Jahr-Feiern!
    Ich hoffe, ich kann ein wenig dabei sein!
    Hannelore Frigge

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Marianne Groß

... ist Gründungsmitglied des Wilhelmsburger InselRundblicks e. V. Sie berichtet – soweit möglich – über alles, was sie selbst interessiert und hofft, damit die Leser*innen nicht zu langweilen. Dazu gehören die Veränderungen im Stadtteil, Ökologie und Kultur. Zusammen mit ihrem Mann kümmert sie sich um den großen Garten und liebt es, Buchsbäume zu schneiden.

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