Lesetipps für die Sommerferien

Liebe Leser:innen, da WIR gerade sehr in die Vorbereitungen für die Festschrift zu 350 Jahre Wilhelmsburg verwickelt sind, sind einige Kolleg:innen noch nicht ganz mit dem Lesen für Sie fertig – deshalb: Freuen Sie sich auf weitere Lesetipps in den kommenden Tagen!

Die Macht der Apps

Eine Gruppe von Schüler:innen will im Rahmen eines Wettbewerbs umweltbewusster leben – mit Hilfe einer App. Das Experiment gerät aber außer Kontrolle

Hermann Kahle. Das 2021 erschienene Jugendbuch „Fair Play” ist der erste Roman der Autorin Kerstin Gulden.
Vier Berliner Gymnasiast:innen – Leonard, Vera, Max und Eloide – beteiligen sich an einem Schüler:innen-Wettbewerb des Senats mit dem Thema „Dürresommer und Mikroplastik – sind wir noch zu retten?!”
Vera und Computernerd Leonard entwickeln dafür die App „Fair Play”. Alle Nutzer:innen von„Fair Play” bekommen ein Klimakonto und erhalten über ihr Handy in Echtzeit Auskunft, ob sie selbst und die ganze Gruppe mit ihrer Lebensweise noch im grünen Bereich sind, oder das Limit überziehen und auf „rot” rutschen. Wobei schummeln schwierig ist, denn das Handy nimmt über Mikro und Sensoren wahr, ob man gerade Bahn statt Fahrrad fährt, Musik hört (Stromverbrauch) oder einen Mehrwegbecher gekauft hat (Abbuchung). Alle Einzelergebnisse gehen in ein gemeinsames Konto ein. Ziel ist, am Ende des dreimonatigen Wettbewerbs im grünen Bereich geblieben zu sein.
Die umweltbewussten Schüler:innen sind von der Idee begeistert und laden nach und nach fast alle die App auf ihr Handy. Aber dann führt „Fair Play” zu vielen Turbulenzen in der Schule. Die Nutzer:innen merken, dass es nicht leicht ist, im Sinne der App umweltbewusst zu leben. Die einzelnen Konten sind für alle einsehbar. Schüler:innen mit ständig „rotem” Konto werden bald als Verräter:innen gemobbt, weil sie dem Experiment schaden. Es bilden sich verfeindete Cliquen. Außerdem können einige die App hacken und ihr eigenes Konto auf „dauergrün” manipulieren – Misstrauen macht sich breit.
Und dann sind da natürlich noch die normalen Teenagerprobleme, erste Liebe, Eifersucht, Konflikte mit Geschwistern und Eltern. Als schließlich auch noch die zweifelhaften Motive des Senats immer deutlicher werden, wird das Ganze am Ende zum Thriller mit dramatischem Ausgang. „Fair Play” erhielt 2021 den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis. Das spannende Buch über ein sehr aktuelles Thema ist aber auch empfehlenswert für Ältere über 20 oder 50 Jahre.

Kerstin Gulden, Fair Play, rowohlt rotfuchs, 333 Seiten, 18 Euro

So tun, als ob es regnet

Eine Geschichte über vier Generationen in vier Ländern im 20. Jahrhundert

Marianne Groß. „Iris Wolff findet starke Bilder für ihren, die historische Erfahrung eines ganzen Jahrhunderts umspannenden, Roman”, schreibt der Literaturagent und Übersetzer Denis Scheck.

Wenn man den Klappentext nicht genau gelesen hat, ist es nicht sofort einleuchtend, wie die vier Erzählungen zusammen gehören. Es beginnt mit Jacob, einem jungen österreichischen Soldaten, und seinen Erlebnissen während eines Truppentransportes im Ungarisch-Rumänischen Krieg. Die Kriegserlebnisse werden geschildert. Jacob ist bei einer sächsischen Bauernfamilie in einem Karpatendorf untergebracht. In seiner letzten Nacht dort besucht ihn Alma, die Bauersfrau.

Im zweiten Teil begegnen wir Henriette, Tochter Almas, und ihren Schwestern Luise, Lilli und Anna, die wir aus der ersten Erzählung schon kennen. Sie sind im heiratsfähigen Alter und „Alma hatte überlegt, ein Schild am Hoftor anzubringen, das heiratswilligen Männern den Zutritt verbot: Den Grünschnäbeln, Witwern, eingebildeten Märchenprinzen … ”. Henriette fällt auf durch ihre Lebendigkeit, die Konzentration und die Wachheit ihrer Augen. In dieser Erzählung tauscht sie Lebensmittel gegen einen Ring, der uns später in der vierten Erzählung wieder begegnet.

Die dritte Erzählung spielt zur Zeit der ersten Mondlandung im Jahre 1969. Wir erfahren etwas über die dritte Generation: Vicco und Liane. Den Schluss des Romans bildet die Geschichte von Hedda, der Urenkelin Almas.

Über vier Generationen des 20. Jahrhunderts und vier Ländergrenzen hinweg erzählt Iris Wolff beglückend poetisch von Jacob, Henriette, Vicco und Hedda. Sie alle erfahren, wie fragil ihre Lebensentwürfe vor dem Hintergrund der Geschichte sind und dass das Zusammenspiel aus Freiheit und Anpassung, Zufall und freiem Willen stets in Bewegung ist.

Es ist spannend, diese Familiengeschichte zu verfolgen.

Iris Wolff, So tun, als ob es regnet, Klett-Cotta, ISBN 978-3-608-98491-0, 169 Seiten, 12 Euro

Hast du uns endlich gefunden

In seiner Erzählung macht der Autor Edgar Selge seine Erinnerungen zu Literatur

Sigrun Clausen. „Och nee”, dachte ich zuerst, als ich das Buch geschenkt bekam, „wieder so ein deutscher Großschauspieler, der unbedingt ein autobiografisches Buch schreiben muss …”.
Reingeguckt hab ich dann trotzdem. Zum Glück! Denn das Buch hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen und einen tiefen Eindruck hinterlassen. Sprache und Inhalt sind gleichermaßen komplex und verwickelt, dabei aber immer zugänglich.

Die Geschichte beginnt mit der Schilderung der Vorbereitungen für ein großes Hauskonzert, das der Vater des Ich-Erzählers geben wird. Der Einstieg ist gut, mit untergründigem Humor erzählt, aber doch ganz konventionell – allerdings nur bis Seite vier. Ab da ist es mit dem konventionellen Erzählen und der bildungsbürgerlichen Ach-was-waren-wir-skurril-Familiengeschichten-Anmutung vorbei. Schnell und unmerklich hat sich die Geschichte bereits gedreht. Der Erzählton ist plötzlich ganz eigen und zieht die Leserin auf subtile Art in die Untiefen der Familie, aus der Edgar Selge berichtet, hinein.

Und diese Familie, die praktisch tagtäglich mit den Mitteln der Musik, der Literatur und humanistischen Bildung um das Gute, Wahre und Schöne ringt, hat furchtbare Schattenseiten. Sie entblättert der Autor nach und nach, bis auch der Leser selbst nur noch auf schwankendem Boden steht, den Blickwinkel des erzählenden Kindes und Heranwachsenden eingenommen hat. Diese Perspektive ist aber nicht einfach anklagend oder abrechnend, sie bleibt bis zuletzt beobachtend und fragend. Denn natürlich blickt hier der erwachsene Ich-Erzähler auf das Geschehen und gestaltet es. Diese Doppelperspektive gelingt Edgar Selge sehr gut, da ist kein falscher Ton, und nie müssen wir unangenehme Selbstbespiegelung lesen.

Die Geschichte dieser Nachkriegs-Familie ist geprägt von den im Nationalsozialismus sozialisierten Eltern, ihrem Kriegs- und Fluchterleben und ihren Versuchen, sich dieser Vergangenheit zu entledigen. Hinzu kommt bei der nächsten Generation, Edgar und seinen Brüdern, das Unbehagen an der restaurativen Enge Nachkriegsdeutschlands. Deshalb hat die Erzählung von Edgar Selge, bei aller Individualität und Originalität, etwas Universelles. Wir bekommen hier keine Kindheitserinnerungen präsentiert, sondern Selge hat seine Erinnerungen in Literatur verwandelt. Ihm ist etwas ganz Besonderes gelungen, das ihn tatsächlich zum Schriftsteller macht (und nicht zum schriftstellernden Schauspieler).

Edgar Selge, Hast du uns endlich gefunden, Rowohlt, 302 Seiten, 24 Euro

Einspruch im Namen der Arbeit

Der Arbeitsrechtler Rolf Geffgen berichtet aus seiner mehr als 40 Jahre dauernden Tätigkeit als Anwalt für Arbeitnehmer:innen

Sigrun Clausen. „An den Schmarren von der Gerechtigkeit im Recht hatte ich nie geglaubt. Im Recht spiegelten sich für mich gesellschaftliche Interessen wieder. Jeder einzelne Fall – und sei er noch so abstrakt – ist eine Kollision von Interessen. Diese Interessen gilt es im Blick zu haben, wenn es an die Lösung eines Falls geht. Auch unabhängig von der juristischen Logik”, schreibt der Rechtsanwalt Rolf Geffken im einleitenden Kapitel „Wie alles anfing – Vom Studium zum Beruf” seines Buches.
Als an Marx geschulter „1968er” (Selbstbezeichnung) hat der Anwalt für Arbeitsrecht stets die Interessen der Arbeitenden im Blick. Solidarität mit ihnen und der demokratische Widerstand gegen Willkür und Machtmissbrauch im Arbeitsleben sind seine Themen als Jurist seit 1977.

Geffken hat für Arbeitnehmer:innen in den unterschiedlichsten Arbeitsverhältnissen prozessiert; sei es für Angestellte im öffentlichen Dienst, Arbeiter:innen im produzierenden Gewerbe, Hafenarbeiter:innen und Seeleute (Seerecht) oder Angestellte im Dienstleistungsbereich. In seinem Buch beschreibt er 30 Fälle, die die ganze Bandbreite seines Engagements zeigen: Da geht es zum Beispiel um Auseinandersetzungen im Arbeitskampf und Streik, unzulässige Kündigungen und Diskriminierung von Arbeitnehmer:innen mit Behinderung, es geht um vielfältige Probleme der Entlohnung (Tarife, Abfindungen, Gehälter usw.) und die Ungleichbehandlung von Arbeitnehmer:innen in ein und derselben Firma (aufgrund von Werkverträgen oder Befristungen).

Glamourös wie in den coolen Anwaltsserien im Fernsehen ist das nicht. Eher ein mühseliges Suchen nach passenden Paragrafen und Verordnungen und der Versuch, menschliches Handeln juristisch zu fassen. Eindeutig recht bekommen Geffken und seine Klient:innen eher selten, den „Sieg” mit Pauken und Trompeten gibt es kaum. Dennoch sind es auch Geschichten der Ermutigung und Ermächtigung, die Geffken erzählt.

Neben der Schilderung der Fälle aus seiner Anwaltspraxis setzt sich Geffken auch mit grundlegenden Themen der Arbeitnehmer:innen-Vertretung, beispielsweise der Rolle von Betriebsräten, Personalräten und Behindertenbeauftragten auseinander. Auch analysiert er die Grundlagen und Folgen moderner Instrumente wie „Zielvereinbarungen”, „flache Hierarchien”, „Mitarbeitergespräche” usw.

Zu Beginn des Buches beschreibt der streitbare Jurist seine eigene politisch-gesellschaftlich-juristische Sozialisation als Student Ende der 1960er Jahre und wie diese ihn in seiner Arbeit bis heute beeinflusst. Am Ende des Buches stellt er in seinem Fazit dar, dass sich seiner Ansicht nach trotz allem der Einsatz für die arbeitenden Menschen und ihre Rechte lohnt. Er zählt hier ganz konkrete Entwicklungen und Erfolge, etwa zum Thema „Mobbing” oder auch „Whistleblowing” auf.

Ein großer Stilist ist Rolf Geffken nicht, und leider hat das Lektorat leicht zu behebende Grammatik- und Rechtschreibfehler übersehen – dennoch liest sich das Buch gut, und es lohnt sich: Der/die Leser:in erhält lehrreiche und spannende Einblicke in die Geschichte von Arbeit, Arbeitsrecht und Arbeitskampf in der Bundesrepublik in den vergangenen 45 Jahren.

Rolf Geffken, Einspruch im Namen der Arbeit, THK Verlag, 378 Seiten, 19,90 Euro


Opus 77

Musik nicht nur für die Ohren sondern auch für die Augen. Ein Roman des Autors Alexis Ragougneau, der die Liebe zwischen Literatur und Klangwelten vereint und nebenbei eine Familientragödie aufrollt.

Liza-Shirin Colak. Rothaarig, virtuos, dramatisch: Ariane Claessens, eine gefeierte Konzertpianistin. Am Sterbebett ihres Vaters, dem Stardirigenten Claessens durchlebt Ariane ihre Geschichte, rechnet ab mit ihrer Liebe zum Bruder und dem Wunderkind David und versucht gleichzeitig die immerzu abwesende Mutter zu verstehen.

Komplex und spannend, wie eine Komposition, verwebt der Autor die Lebensstränge der Familie Claessens, gibt tiefe Einblicke in das schwierige Geschäft der Musik und das Leben musischer Wunderkinder. Denn Zeit seines Lebens war Vater Claessens ein gefeierter Pianist, später Dirigent. Seine Tochter Ariane wählte den selben Weg und spielt ebenso leidenschaftlich und kompromisslos ohne Noten – doch voller Dramatik. Nur David, ihr Bruder und eremitisches Wunderkind wählte unglücklicherweise die Violine. Als unscheinbarer Künstler zerbrach er schweigsam am eigenen Talent. Zerbrach hierbei auch der Schein der glücklichen und erfolgreichen Musikerfamilie? Ariane spielt und erzählt: Opus 77. Ein letztes Lied mit dem Tod und eine Abrechnung mit dem Leben.

Der Autor Alexis Ragougneau lässt die Leserschaft tief in die Welt der Musik blicken, lässt Wörter zu Melodien erklingen und verzaubert durch musische Inszenierungen. Es ist ein Roman, für Musikliebhaber:innen, die mit Begriffen wie Partitur, Sonaten und Sopran etwas anfangen können und Schubert, Schumann und Schostakowitsch nicht nur als Namen kennen, sondern in den Ohren hören. Das Stück Opus 77 von Schostakowitsch durchzieht dabei die Geschichtsfäden, Seite für Seite. Als Tipp: Nach der Lesung, mit geschlossenen Augen das Stück anhören und den Roman Revue passieren lassen und sich den Klängen hingeben. Es ließt sich fesselnd, besonders durch die Ich-Perspektive der Protagonistin Ariane, die jedoch als klischeehafter Männertraum einer exzentrischen und unnahbaren Künstlerin durch den Autor in eine Rolle gedrückt wurde, die den Leseeinstieg erschwerte. Dennoch ein Roman, der Lust bereitet mal wieder ein Konzert zu besuchen und sich ganz den Klängen eines Violinen- oder Pianosolo hinzugeben.

Alexis Ragougneau, Opus 77, Unionsverlag, 218 Seiten, 22 Euro

Was es braucht in der Nacht

Klaus Müller. Ein Vater, zwei Söhne, die unter gleichen Bedingungen aufwachsen. Die Söhne nehmen dennoch verschiedene Entwicklungen. Wie darauf reagieren? Wie groß ist der Einfluss des Vaters oder der Familie? Wie gehe ich mit Gewalt um und was kann ich dagegen tun?

Die Schilderung des sich entwickelnden Konfliktes ist intensiv und packend. Für mich ist es eines der Bücher, die ich erst aus der Hand lege, wenn ich sie durchgelesen habe. In diesem Falle war für mich auch sehr interessant zu erfahren, wie anders als bei uns, wenn auch nur in Nuancen, die Lebensumstände in Frankreich sind. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung, auch für Menschen, für die das Thema Kindererziehung nicht mehr aktuell ist.

Laurent Petitmangin, Was es braucht in der Nacht, dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München, 157 Seiten, 20 Euro, ISBN 978-3-423-29012-8

In den Wäldern der Biber

Klaus Müller. Eines vorweg: Die Biber sind nur Nebensache. Das Buch setzt sich mit Lebensbrüchen auseinander. Da ist die Erzählerin, die aktuell sowohl mit ihrem Beruf als auch mit ihrem Lebensgefährten und der Wohnsituation in der Stadt in Konflikt liegt. Das nimmt sie zum Anlass sich bei ihrem Großvater auf dem Lande einzuquartieren. Der ist nun zumindest überrascht, weil der Kontakt zwischen Enkeltochter und Großvater bisher eher dürftig war.

Bei dem Versuch das eigene bisherige Leben zu sortieren und die alten und neuen Lebensumstände des Großvaters zu verstehen, kommt es zu teils grundlegenden Einsichten. Auf jeden Fall aber zu neuen Ansichten und Lebensplanungen.

Das Buch empfehle ich jedem, der sich hin und wieder einmal selbst zurücklehnt, um über seine eigene Lebenssituation nachzudenken. Diese Schilderung ist flüssig und gut lesbar geschrieben und lässt Vergleiche zu eigenen Vorstellungen zu.

In den Wäldern der Biber, Franziska Fischer, DuMont Buchverlag Köln, 318 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-3-8321-6592-5

Die Wiederkommer

Klaus Müller. Claus-Peter Lieckfeld nimmt sich beispielhaft Rabe, Wolf, Luchs, Biber und Bär als die Tiere, die sich wieder unserer zivilisierten Welt annähern. Im ersten Teil schildert er aus Sicht der genannten Tiere deren Versuch sich in dieser für sie neuen Umwelt zurechtzufinden. Im zweiten Teil beschreibt er in einer „Bestandsaufnahme“ die reale Situation der wieder zunehmenden Populationen dieser Tiere in unserer Umwelt.

Die Schilderungen aus Sicht der Tiere sind anrührend. In der vom Menschen beherrschten Welt einen Lebensraum zu finden ist für kein anderes Lebewesen einfach, zum Teil sogar unmöglich. Diese Schilderungen sind bildhaft und durchaus nachvollziehbar. Die anschließende „Bestandsaufnahme“, aus menschlicher Sicht, ermöglicht dem Leser eine Gewichtung der möglichen Probleme!

Das Buch habe ich mit viel Interesse gelesen und kann es allen empfehlen, die noch ein wenig Mitgefühl für die anderen Lebewesen auf diesem Planeten haben.

Die Wiederkommer, Claus-Peter Lieckfeld, Karl Jarchow Media Buchverlag GmbH & Co. KG, Hamburg, 140 Seiten, 16 Euro,
ISBN 978-3-96194-114-8

Buch-Empfehlungen aus der Bücherhalle Wilhelmsburg

Ausgesucht von Lena Damman aus der Bücherhalle

Romane

Knausgård, Karl Ove: Der Morgenstern
ISBN 9783630875163
In diesen Roman erzählt Knausgård die Geschichten von neun Menschen in einer Welt, in der die Natur und die Menschen aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Khider, Abbas: Der Erinnerungsfälscher
ISBN 9783446272743
Während der Reise zu seiner in Bagdad verbliebenen Familie spürt in diesem Roman der Protagonist seinen Erinnerungen an das Ankommen in Deutschland, der Flucht und der Kindheit im Irak nach.

Kim, Hye jin: Die Tochter
ISBN 9783446272323
Eine kurze und intensive Mutter-Tochter-Geschichte über gesellschaftliche Erwartungen in Südkorea, familiäre Konflikte und Homosexualität.

Adler, Katharina: Iglhaut
ISBN 9783498002565
Ein Roman über eine Heldin nach Art alter Götter, die mit ihrer Münchner Hinterhofs-Werkstatt zum Zentrum des nachbarschaftlichen Miteinander wird.

Fricke, Lucy: Die Diplomatin
ISBN 9783546100052
Ein leicht zugänglicher, aber dennoch anspruchsvoller Roman über die diplomatischen Herausforderungen, denen sich die ehrgeizige deutsche Konsulin Fred gegenübersieht.

Sachbuch

Apraku, Josefine: Wie erkläre ich Kindern Rassismus? Rassismussensible Begleitung und Empowerment von klein auf
ISBN 9783982368108
Dieses Buch bietet Eltern, Pädagog*innen und Interessierten eine Basis, um Kinder antirassistisch zu begleiten.

Sohr, Stefanie: 52 kleine & große Feierabend-Eskapaden in Hamburg: für jedes Wetter
ISBN 9783616111025
Für alle, die den Sommer in Hamburg verbringen und ihre Stadt mit offenen Augen erkunden wollen.

Raich, Tanja (Hg.): Das Paradies ist weiblich: 20 Einladungen in eine Welt, in der Frauen das Sagen haben
ISBN 9783036958705
Eine Reise durch eine Welt, in der Frauen an der Macht sind. Mit Texten von u. a. Mithu Sanyal, Kübra Gümüşay und Emilia Roig.

Pride!: Eine kurze Geschichte der LGBTIQ+-Bewegung
ISBN 9783791388830
Eine Chronologie der bedeutsamsten Ereignisse, Meilensteine und Akteur*innen der LGBTIQ+-Bewegung mit Infografiken und Kurzportraits in farbenfrohen Illustrationen.

Kinderbücher

Scrivan, Maria: Nicht genug
ISBN 9783743210455
Ein Comic über Freundschaft, mangelndes Selbstwert und den Schulalltag der 6-Klässlerin Natalie, der Mut macht und am Ende vermittelt: Alle sind genug! Ab 8 Jahre.

Brandis, Katja: Die Jaguargöttin
ISBN 9783401605852
Ein neues Gestaltwandler-Abenteuer für die Fans von „Woodwalkers“ und „Seawalkers“, das im von Abholzung bedrohten Regenwald spielt. Ab 12 Jahre


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