Aus unserer Serie: Verdammt lang her – oder?

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Aus der Ausgabe der Wilhelmsburger Zeitung vom 11. 5 1973 (originale Rechtschreibung, gekürzt)


Verkehrschaos blieb aus

Das allgemein befürchtete Verkehrschaos infolge der halbseitigen Sperrung der Bundesautobahn zwischen der südlichen Umgehung und der Veddel ist bisher ausgeblieben

Die Hauptlast des Verkehrs aus Richtung Süden nach Hamburg hat zur Zeit die Wilhelmsburger Reichsstraße zu tragen. Denn die Autobahn selbst ist in Richtung Hamburg gänzlich gesperrt. Nur über die Abfahrten Moorfleet, Billstedt und Öjendorf kann man das Hamburger Stadtgebiet erreichen. Aus diesem Grunde wählen viele Autofahrer die Wilhelmsburger Reichsstraße, wenn sie nach Hamburg wollen. Das führt in den Spitzenzeiten zu Fahrzeugstaus, die gelegentlich von der Veddel bis zum Wilhelmsburger Rathaus an der Mengestraße reichen. Die starke Belastung der Wilhelmsburger Reichsstraße wirkt sich natürlich besonders auf den Verkehr am Kreisel Harburger Chaussee aus. Da dem Nord-Süd-Verkehr Vorrang eingeräumt wird, kommt es besonders auf der Harburger Chaussee zu langen Schlangen. Betroffen sind hier in erster Linie Wilhelmsburger Kraftfahrer und auch die öffentlichen Verkehrsmittel, die von und nach Wilhelmsburg fahren. Allgemeine Anerkennung wird den verkehrslenkenden Maßnahmen gezollt. Begrüßt wird, daß an vielen Ampelanlagen Polizisten tätig sind, um den Verkehr flüssig zu halten. Ständig ist in den Frühstunden auch ein Hubschrauber im Einsatz. Auf der Brücke über die Autobahn am Siedenfelder Weg ist ein Funkwagen für die Verkehrslenkung eingesetzt. Wenn es trotz dieser guten polizeilichen Maßnahmen gelegentlich doch zu Verkehrsbehinderungen kommt, so liegt es eben an dem starken Verkehr. Die Ausbauarbeiten kommen zügig voran. Es wird „rund um die Uhr“ gearbeitet, d.h. ohne Unterbrechung, also auch an Sonntagen.

Hermann Kahle

Hermann Kahle schreibt über Kultur, Schule und für den Kaffeepott

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