RIA – ein feministisches Kulturzentrum für Wilhelmsburg

Am Sonntag, 5. September 2021, lud RIA ganz spontan zum Tag der offenen Tür ein. Also haben WIR mal vorbeigeschaut

Bei Kaffee, Kuchen und Sonnenschein öffnete das Kulturzentrum die Türen für alle Interessierten aus dem Stadtteil. Geplant war es eigentlich als Safe Space im Rahmen des „48h Wilhelmsburg“-Musikfestivals, doch dann wurde kurzerhand ein Tag der offenen Tür daraus. Endlich!

Aber RIA?! Was ist denn das?

Das feministische Kulturzentrum befindet sich heute dort, wo früher das Rialto Kino einquartiert war. (Daher auch der Name.) 2019 begann die Initiative, die unteren Räumen des Rialto-Wohnprojektes zu nutzen. Schnell kam die Idee auf, dass es ein feministisches Bildungs- und Kulturzentrum sein soll. Vor allem gerichtet an alle FLINT*s (Personen die sich Frauen, Lesben, NonBinary, Trans- und/oder Interpersonen zugehörig fühlen). Es sollte ein Ort der Vernetzung, Bildung und freien Entfaltung, der Solidarität und des Empowerments untereinander entstehen. So war die Idee.

Innenraum mit Holzboden, weiße Sofarücklehne in der Bildmitte, dahinter ein Korbsessel. Rechts ein weißes Regal. Ein geöffnetes Fenster im Hintergrund.
Der Innenraum des feministischen Kulturzentrums RIA.
Foto: Liza-Shirin Colak

Doch dann kam die Coronapandemie. Die Bekanntmachung des Projekts im Viertel, der Start und die Umsetzung verliefen anders als geplant. Auch hier fanden die Treffen und Meetings dann erstmal online statt.

Doch jetzt hat RIA wirklich geöffnet! Jetzt können die Ideen und Aktionen endlich umgesetzt werden! Der Raum ist barrierefrei und somit offen für Alle und bietet Platz für unterschiedliche Projekte. So sind beispielsweise ein Bilderbuchkino in Kooperation mit der Bücherhalle geplant, ein Tanzworkshop oder auch Sprachcafés.

Gesucht werden noch Teilnehmer:innen, außerdem Interessierte, die Lust und Zeit haben, bei RIA ihre Ideen umzusetzen, und auch Fördermitglieder:innen. Denn das Projekt gehört zwar zu dem Trägerverein Inter-Act e.V., wird jedoch nur von ca. 20 ehrenamtlichen Helfer:innen organisiert, geleitet und geplant. Es fehlt an finanzieller Grundsicherung, um auch in Zukunft kreativ und handlungsfähig zu sein.
Wer nun Interesse hat zu helfen, spenden, fördern oder selbst aktiv mitzumachen findet hier alle weiteren Infos:
https://www.ria-fem.de/mitgliedschaft/
Alle Infos gibt es übrigens in 10 verschiedenen Sprachen!

Liza-Shirin Colak

Liza-Shirin Colak schreibt als jüngstes WIR-Mitglied besonders über Stadtteilentwicklung, Nachhaltigkeit und lokale Insel-Insider.

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