25. Jahrgang,
Ausgabe 2

Feb. / Mär.
2019
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Wilhelmsburg bleibt sturmflutgefährdet - Da war doch was ...
Unser Last-Minute-Tipp ...
Liebe Leserinnen und Leser!
Nur eine winzige Atempause
Spendenaufruf - WIR - Beitrittserklärung
Erscheinungstermine des Wilhelmsburger InselRundblicks 2019

 

Wilhelmsburg bleibt sturmflutgefährdet
Am 16. Februar wird der Toten der Sturmflut 1962 bei einer Feier in der Kirchdorfer Straße gedacht

Die Woge

„Den Opfern der Sturmflut“. „Die Woge“ erinnert an die Flut 1962. Zur Zeit steht die
Skulptur am Rande des Reiherstiegviertels, umtost von Verkehr, vergessen und verloren.
Bilder: MG/han

MG. Neben dem Gedenken an die vielen Menschen, die der verheerenden Sturmflut vom 16. auf den 17. Februar 1962 zum Opfer fielen, ist es auch wichtig, das Bewusstsein der Bewohner*innen dafür wach zu halten, dass Wilhelmsburg sturmflutgefährdet ist. Auch wenn die Deiche zur Zeit sicher sind und seit 1962 bereits höheren Fluten Stand gehalten haben, ist es doch wichtig, dass seit 2016 mit weiteren Deicherhöhungen auf acht Meter begonnen wurde. Bis alle Deiche den neuen Gegebenheiten angepasst sind, wird es noch viele Jahre dauern.
Am Jahrestag der Sturmflut treffen sich am Deichdenkmal wieder Vertreter*innen des Deichverbandes, des Wasserverbandes, der Deichwacht, der Katastrophenschutzeinheiten und Wilhelmsburger*innen, von denen einige sich noch an die schrecklichen Tage erinnern können, zum Gedenken. Michael Weinreich (MdHBü, SPD) wird an die Flut erinnern, die Flamme entzünden und den ehrenamtlichen und hauptberuflichen Helfer*innen danken.
Die Opfer dürfen nicht vergessen werden und damit die Wachsamkeit gegenüber den Naturgewalten.
Zum fünfzigsten Jahrestag der Flut wurde 2012 eine kleine Gedenkstätte in der Schule Rahmwerder Straße eingerichtet. Zur Zeit plant nun auch das Museum Elbinsel Wilhelmsburg eine ständige Flutausstellung in den neuen Räumen im Obergeschoss des Amtshauses in der Kirchdorfer Straße.
Flutgedenken am 16. Februar 2019 um 18 Uhr am Deichdenkmal, Kirchdorfer Straße/Am Deichdenkmal

 

Da war doch was ...
Das Flutmahnmal „Die Woge“

Plakette

Die Plakette an der mittleren Welle.

sic. Seit Anfang vergangenen Jahres ist mit der Debatte um das Baugebiet „Spreehafenviertel“ das Flut-Mahnmal, das seit 18 Jahren vernachlässigt zwischen Reiherstieg-Hauptdeich, Vogelhüttendeich und Hafenrandstraße auf einer Art Verkehrsinsel steht, wieder ein wenig ins Bewusstsein gerückt. Einig sind sich alle, dass die „Woge“ einen würdigeren Aufstellungsplatz verdient hat und vollständig wiederhergestellt werden sollte. Über das Wo und Wie gehen die Meinungen aber auseinander.
Die aus Edelstahl gefertigte Skulptur von Franz Soethe, damals Mitarbeiter der Harburger Gartenbauabteilung, zeigt drei unterschiedlich große Wellen. Auf der mittleren, größten Welle ist eine Plakette angebracht „Den Opfern der Sturmflut“. Ursprünglich war die ganze Skulptur ein Brunnen. Sie wurde 1983 auf dem Stübenplatz aufgestellt. 1998 wurde sie im Zuge der Neugestaltung des Platzes entfernt und schließlich im Jahr 2000 - aus Kostengründen ohne den Brunnen - am jetzigen Standort aufgestellt.
1962 sind die meisten Menschen bei den Deichbrüchen an der Harburger Chaussee/ Hafenrandstraße umgekommen. Deshalb
wäre nach Ansicht vieler Wilhelmsburger* innen dort der geeignete Standort für das Denkmal. Die Frage ist nur: In welchem Rahmen?
Nun hat die CDU-Fraktion im Regionalausschusses einen Antrag verfasst, in dem sie fordert, das Denkmal „in die weiteren städtebaulichen und freiraumplanerischen Planungen des Spreehafenviertels“ einzubeziehen und es schlussendlich „auf den zentral liegenden öffentlichen Quartiersplatz im Viertel“ zu stellen. Außerdem solle es dann „wieder mit einem Wasserspiel versehen“ werden.

 

 

 

 

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Unser Last-Minute-Tipp ...

Freitag 15.2.,
21 h, Honigfabrik (Saal):
Special Session NOTAUFNAHME.
Musiker*innen aller Stile und Instrumente sind herzlich willkommen. Eintritt frei.


Sonnabend 16.2.,
19.30 h Windmühle Johanna:
Akkordeonkunst auf Wilhelmsburg.
Kleine Kunst auf Wilhelmsburg präsentiert DaJu.
Eintritt 15 Euro/10 Euro (erm.).
Karten unter luetgert@kleine-kunst.com oder telefonisch bei Monika Lütgert 040 7544014 und an der Abendkasse.

16 h, Minitopia, Georg-Wilhelm-Str. 322:
Informationsveranstaltung zum Thema Food Koop (Food Kooperation).
Was ist eine Foodcoop? Warum macht sie Sinn? Ist das was für mich? Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam zum Thema „Lebensmittelgemeinschaften“ beantworten. Wir haben einen „alten Hasen“ der FoodKoop St.Pauli eingeladen, der mit uns sein Wissen teilen wird. Meldet euch bei Interesse gerne kurz an unter Charly@minitopia.de, damit wir ungefähr wissen wie viele wir werden. Spontanbesuch ist trotzdem erlaubt!

20 h, Honigfabrik:
Poetry Slam Wilhelmsburg.
Auch im neuen Jahr messen sich Amateure und Profis beim großen Kampf der Künste, dem Wilhemsburger
Poetry Slam.
VVK: 6 Euro + Geb. / AK: 6 Euro.



 

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Liebe Leserinnen und Leser!

Die Titelseite ist der Blickfang einer Zeitung. Die Schlagzeile und vor allem das Titelfoto sollen schon von weitem und auf den ersten Blick möglichst effektvoll auf den Hauptartikel hinweisen. Das ist auch beim WIR so, klappt aber nicht immer. In unserer Januar-Ausgabe hatten wir keine richtige Titelgeschichte – das kleine Winterloch nach den Feiertagen.
Wir hatten als Schlagzeile nur den Hinweis auf die zahlreichen Jubiläen 2019 und als Titelfoto eher eine Verlegenheitslösung: Ein Schaf auf der Weide am Ernst-August-Deich. Der WIR 1/19 erschien und siehe da: Das Schaf war der Renner! Mehrere Austräger*innen erzählten von den „Oh-wie-süß!“-Reaktionen der WIR-Leser*innen beim Anblick des Titelfotos. Eigentlich hätten wir uns das aber auch denken können. Bekanntlich erhalten z.B. Katzenfotos mit die meisten Klicks im Netz. Wir werden also wohl schon mal eine kleine Sammlung von Tierfotos anlegen für alle Fälle. In der vorliegenden Ausgabe gibt es aber wieder eine Titelgeschichte. Am 16. Februar ist der Jahrestag der Flutkatastrophe 1962. In diesem Jahr verbunden mit der Diskussion um einen würdigen Platz für „die Woge“, das in Vergessenheit geratene Flutdenkmal. Der Artikel ist auf Seite 3 und die Woge ist unser Titelfoto.

Ihre Redaktion


 

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Nur eine winzige Atempause

Sgrun

sic
.
Wie in jedem Jahr, findet auch diesmal wieder am 16./17. Februar auf Wilhelmsburg die Flutgedenkfeier am Deichdenkmal in der Kirchdorfer Straße statt. Wie jedes Jahr wird die Flamme entzündet, der Opfer gedacht und Dank an die haupt- und ehrenamtlichen Helfer*innen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Deichwacht ausgesprochen.
Ist das nicht, mittlerweile, ein arg ritualisierter Vorgang, kaum mehr als Erinnerungsroutine, unterlegt mit ein wenig technischer Selbstvergewisserung? Nein! Zum einen brauchen Menschen Orte und Rituale des Trauerns und gemeinsamen Gedenkens an solche kollektiven Traumata. Zum anderen: In Zeiten des Klimawandels und des Anstiegs der Meeresspiegel ist das Flutgedenken mehr denn je auch eine Mahnung für die Gegenwart.
Wir können uns gar nicht oft genug bewusst machen, dass wir auf einer flutgefährdeten Insel leben. Seit der Flutkatastrophe haben wir mehrfach Wasserstände gehabt, die deutlich höher waren als 1962. Die neuen Deiche haben gehalten. Sie sind sicher. Seit 2016 werden sie schon wieder erhöht, auf acht Meter. Das ist gut so. Aber im Gesamtzusammenhang der ökologischen Krise verschafft uns die Erhöhung der Deiche nichts weiter als eine winzige Atempause.
Wir alle wissen, dass in Wahrheit nur ein Stopp der Erderwärmung die langfristige Bewohnbarkeit unserer Flussinsel sichern kann. Wissenschaftler*innen des UN-Klimarats befürchten, dass schon bei einer globalen Erwärmung um 2 Grad die großen Eismassen auf Grönland und in der Antarktis zu schmelzen beginnen. Unweigerlich würden die Meeresspiegel ansteigen. Die Auswirkungen wären entsetzlich, denn bei jedem Anstieg des Wasserspiegels nimmt die Zerstörungskraft von Sturmfluten überproportional zu.
Klimaschutz jetzt!, lautet also die Mahnung, die im Gedenken an die 1962er-Flut steckt. Da mutet es besonders widersinnig
an, dass ausgerechnet auf Wilhelmsburg im großen Stil Grün vernichtet wird. Denn wachsendes Grün bindet das klimaschädliche Gas Kohlendioxid. Es legt es in Form von Biomasse an. Damit wird der Klimawandel unmittelbar gebremst. Wer einen Wald abholzt, erzielt über kurz oder lang den gleichen Effekt wie beim Verbrennen von Kohle: Er setzt mit der Zerstörung des Holzes das CO2 wieder frei und befördert damit den Treibhauseffekt. Geradezu unheimlich ist es, dass nun ausgerechnet jene insgesamt 20 Hektar Grün- und Waldflächen zwischen Hafenrandstraße und Ernst-August-Kanal vernichtet werden sollen, die nach der Flut 1962 - welche an dieser Stelle besonders verheerend gewirkt hat - emporgewachsen sind. Dieser lebendige, baumbestandene Grünzug soll der Versiegelung durch Bebauung („Spreehafenviertel“) zum Opfer fallen. Statt aktiven Klimaschutz zu betreiben, befeuert die Stadt Hamburg mit ihrer Baupolitik den Treibhauseffekt.
Wie vielen Bewohner-Generationen das neue Viertel wohl noch Obdach bieten wird, bevor es in den Fluten versinkt?

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Erscheinungsdaten des Wilhelmsburger InselRundblicks im Jahr 2019
(Änderungen vorbehalten)

Ausgabe
Redaktionsschluß
Erscheinungstag
1
4. Januar
17. Januar
2
1. Februar
14. Februar
3
1. März
14. März
4
5. April
18. April
5
3. Mai
16. Mai
6
1. Juni
13. Juni
7
1. Juli
11. Juli
8
5. August
22. August
9
2. September
19. September
10
. Oktober
. Oktober
11
. November
. November
12
. Dezember
. Dezember


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