25. Jahrgang,
Ausgabe 76

Juli / Aug.
2019
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Mitten in den Sommerferien: Die " Öffentliche Plandiskussion" zum " nördlichen Elbinselquartier"
Unser Last-Minute-Tipp ...
Liebe Leserinnen und Leser!
Sommer macht es nicht bess er
Spendenaufruf - WIR - Beitrittserklärung
Erscheinungstermine des Wilhelmsburger InselRundblicks 2019

 

Mitten in den Sommerferien:
Die " Öffentliche Plandiskussion" zum " nördlichen Elbinselquartier"
Trotzdem hingehen! Am 15. Juli 2019 soll der Bebauungsplan 100 vorgestellt werden.
WIR erklären, welche wichtige Fragen und Themen dort diskutiert werden
.

Lageplan

Amtliche Darstellung der Bebauungsgebiete
Wilhelmsburg 100 - Nördliches Elbinselquartier
(alles Dunkelgraue oberhalb der gestrichelten Linie) und
Wilhelmsburg 99 - Südliches Elbinselquartier
(unterhalb der gestrichelten Linie).
Abb.: Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung, Bezirk HH-Mitte

 

WIR/Michael Rothschuh. In Ausgabe 50 des Amtlichen Anzeigers vom 28. Juni 2019 war es plötzlich zu lesen: Die Öffentliche Plandiskussion zum Bebauungsplan Wilhelmsburg 100 ("Nördliches Elbinselquartier") soll am Montag, 15. Juli 2019, um 19.30 im Haus der Jugend Kirchdorf stattfinden. Anfang Juli tauchten dann die ersten Info-Plakate des Bezirks im Stadtteil auf. Der Termin wurde also erst offiziell angekündigt, als die Sommerferien schon begonnen hatten - und er liegt auch mitten in den Ferien. Dabei hatte der Stadtentwicklungsausschuss Süd-West in seiner Sitzung am 4. April 2019 zur Frage des Zeitpunkts der öffentlichen Plandiskussion des Bebauungsplans 100 beschlossen: "Der finale Termin soll in jedem Fall vor Beginn der Hamburger Schulferien stattfinden." (Drucksache 21-5185 des Bezirks Mitte.) Daran hält sich der Bezirk nun nicht.
Das Bebauungsgebiet Wilhelmsburg 100 besteht aus der nördlichen Fläche zwischen Jaffe-Davids-Kanal und Assmannkanal, einer Fläche westlich am Assmannkanal und einer Fläche nordöstlich am Ernst-August-Kanal, insgesamt rund 36 Hektar. Im Großen und Ganzen zieht es sich ungefähr entlang der ehemaligen Reichsstraßen-Trasse. Im Norden geht es vor allem um die Ab- und Auffahrten der verlegten Reichsstrasse (B4/75), die als Stadtautobahn ausgebaut wird.
Für das Gebiet war ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.
Mit den Gewinnerentwürfen als Grundlage wurde ein Funktionsplan ausgearbeitet. Dieser wiederum bildete die Grundlage für den Entwurf des Bebauungsplans, der am 15. Juli diskutiert werden soll.

Dies sind die diskussionswürdigen Inhalte und Fragen, über die dann auch entschieden wird (!):
• Welche Art Wohnungen, für wen und wie viele werden gebaut? (Z. B. wie viele für Wilhelmsburger*innen bezahlbare Wohnungen?)
• Wie kann eine Beteiligung der bereits ansässigen Bildungsexperten (Eltern, Pädagog*innen, Gremien wie das FBW, Schulen, Kitas, Jugendhäuser) an der Planung der neu entstehenden "KombiSchule" gesichert werden?
• Was genau geschieht mit den Kleingärten, den großen Bäumen an der alten Trasse, den Grünflächen am Kanal und den Sportplätzen?
• Wie kann verhindert werden, dass durch das neue Wohngebiet zusätzlicher PKW-Verkehr entsteht? (Z. B. U-Bahn-Anschluss, BusAnschlüsse, autofreies Wohnen.)
• Wie wird der Zubringerverkehr zur verlegten Reichsautobahn gelenkt? (Über den Vogelhüttendeich oder über die Rotenhäuser Straße?)
• Außerdem wird entschieden, ob die alte Reichsstraßen-Brücke über die Mengestraße, wie es eigentlich geplant war, zur Fahrradbrücke wird oder doch abgerissen. Zudem geht es darum, ob die alte Reichsstraßen-Trasse für eine künftige Hochbahn (U4) gesichert werden kann.

Öffentliche Diskussion zum Bebauungsplan-Entwurf Wilhelmsburg 100 und zu den entsprechenden Änderungen des Flächennutzungsplanes und des Landschaftsprogramms mit öffentlicher Unterrichtung und Erörterung gemäß § 3 des Baugesetzbuchs (BauGB):

Montag, 15.7.2019, 19.30 Uhr, Haus der Jugend Kirchdorf, Krieterstraße 11, I. Obergeschoss.
Das Anschauungsmaterial kann am Veranstaltungsort ab 19 Uhr eingesehen werden.

 

 


 

 

 

 

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Unser Last-Minute-Tipp ...

Freitag, 12.7.
12 h, DAS ARCHIPEL, Veringkanal Wilhelmsburg, Hinterhof Honigfabrik, Industriestraße 125:
Performance: COLLECTIVE INACTIONS. Auch am Sonnabend um 12 h.

Sonntag, 14.7.
15 h, Wiese vor dem Wasserwerk:
Konzert. Colourful Dinner;
musikalisch begleitet von der Weltkapelle Wilhelmsburg. Im Anschluss an das Konzert open stage für alle.

15 h, Museum Elbinsel Wilhelmsburg: Inselschnack mit Gundula Niegot.
Willkommen sind alle Interessierten - Alteingesessene und NeubürgerInnen, wer hat, bringt alte Fotos u.ä. mit.

17 h, Kreuzkirche Kirchdorf: Blockflötenkonzert.
Das Ensemble Flauto Vivo präsentiert eine Reihe bunt gemischter, besinnlicher, kraftvoller, exotischer, experimenteller und folkloristischer Kompositionen. Dabei kommt die gesamte Blockflötenfamilie von der winzigen Sopranino bis zum mannshohen Subbass zum Einsatz.

18 h, DAS ARCHIPEL, Veringkanal, Hinterhof Honigfabrik, Industriestraße 125: Salon-Kostümfest (Performance, Party)




 

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Liebe Leserinnen und Leser!

nun konnten wir schon schöne Sommertage und lauschige Abende genießen. Es dürfte aber mehr regnen, am bestens nachts. Da diese Ausgabe komplett in die Sommerferien fällt, haben wir die Druckauflage etwas reduziert, weil alle Schulen geschlossen sind. Dabei geht es in dieser Ausgabe viel um Bildung sowie tolle Projekte von Schülerinnen und Schülern. Aber die Ausgabe kann ja jederzeit auf unserer Internetseite nachgelesen werden. Das WANN ist dieses Mal besonders umfangreich, weil der Wilhelmsburger InselRundblick im August eine Woche später erscheint. Nutzen Sie die tollen Angebote.
WIR bangen jeden Monat, ob unser Computer durchhält, da er doch schon für die großen Datenmengen, die anfallen, ziemlich alt ist. Aber nun können wir aufatmen. Erfreulicherweise haben fast alle Mitglieder des Stadtteilbeirates Wilhelmsburg der Finanzierung eines neuen Computers zugestimmt. Dabei wurde besonders die umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit der Redaktionsmitglieder, AusträgerInnen und der weiteren HelferInnen gewürdigt. Unser herzlicher Dank geht an Lutz Cassel und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter. WIR möchten auch unseren Anzeigenkundinnen und Anzeigenkunden dafür danken, dass sie immer dafür sorgen, dass wir die Druckkosten zusammen bekommen. Aber - um nicht immer am Limit zu agieren - wäre es schön, wenn sich jemand melden würde, der Lust und Zeit hat, potenzielle Anzeigenkundinnen und -kunden zu werben.
Aber WIR sind guten Mutes: WIR haben dieses Jahr 25-jähriges Jubiläum und WIR wollen auch noch weitere Jubiläen als älteste Stadtteilzeitung Hamburgs feiern!
WIR wünschen unseren Leserinnen und Lesern schöne Ferienwochen.

 

Ihre Redaktion


 

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Sommer macht es nicht besser

Sgrun

sic
.
Ist es Euch, ist es Ihnen auch aufgefallen? Wir haben mehr Obdachlose denn je in unserem Stadtteil.
Sie sind nicht zu übersehen. Vor Kälte verkrampfte Gestalten, die morgens aus dem Schatten der Büsche, Bäume und Brücken kriechen und sich in die ersten Sonnenflecken auf dem Rasen legen. Verzweifelt Betrunkene, die einem nachts vors Fahrrad taumeln. Rauhe Stimmen, die am Abend lamentieren und in der Nacht den Mond anheulen.
Und die kraftlos Gewordenen, die zusammengesunken und kaum noch ansprechbar auf irgendeiner Bank sitzen. Die Zeit verstreicht, ohne sie.
Im Reiherstiegviertel begegnen wir im Moment auf Schritt und Tritt den spezifischen Formen der Obdachlosigkeit und Verwahrlosung der Arbeitsmigrant*innen aus Osteuropa. Die Menschen sind hier. Und sind doch nicht hier, denn sie dürfen nicht ankommen. Sie sind unsichtbare Nachbarn, die wir Tag für Tag sehen.
Viele von denen seien doch gar keine " richtigen" Obdachlosen, heißt es gern: Weil sie sich morgens zu einer Was-auchimmer-Fronarbeit abholen lassen und einen gemieteten Wie-auch-immer-Schlafplatz haben. Eine dolle Sache, so ein " Schlafplatz", mit fünf Männern in einer Dachkammer oder einem Kellerraum, zu zweit im Kombi oder zu viert im Lieferwagen. Für teures Geld. Wer würde da nicht das Weite suchen, sobald die Temperaturen es zulassen?
Immer wieder wurde in den vergangenen drei, vier Jahren die Situation der Armuts-Einwanderer aus Bulgarien und Rumänien thematisiert. Den politisch Veranwortlichen dieser Stadt fiel nichts Besseres ein, als Maßnahmen zu ihrer Vertreibung zu ergreifen, die darin gipfelten, die Betroffenen nicht mehr ins Winternot-Programm aufzunehmen. Es war zu Jahresbeginn 2019, als die Ausländerbehörde eingestehen musste, dass sie seit neun Monaten niemanden der dafür in Frage Kommenden mehr abgeschoben hatte - weil die durch die staatliche Aushungerungspolitik auf die Straße getriebenen Menschen zu krank und zu verwahrlost waren, um in ein Flugzeug gen " Heimat" gesetzt werden zu können (s. Durchhalten 1/2019).
Zu einem Umdenken in der Behörde, hin zu einer humanen und menschenfreundlichen Strategie im Umgang mit den Arbeitsmigrant*innen, haben aber Krankheit, Verwahrlosung und selbst der Tod Betroffener nicht geführt. Hamburg setzt weiterhin auf Beendigung der Situation durch Abschieben der bereits hier Lebenden und Abschreckung potenziell Nachfolgender.
Nichts an dieser Politik ist gut! Nichts funktioniert. Der kleine Strom neuer Hoffnungsvoller, die aus verarmten Dörfern und Städtchen hier anreisen, reißt nicht ab. Das sehen wir in diesen Tagen direkt vor unserer Haustür. Und wir sehen auch die Folgen der unmenschlichen Politik: die Verelendung der Menschen, ihre Entzivilisierung und eine schleichende Verstetigung von Obdachlosigkeit.

 

 

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Erscheinungsdaten des Wilhelmsburger InselRundblicks im Jahr 2019
(Änderungen vorbehalten)

Ausgabe
Redaktionsschluß
Erscheinungstag
1
4. Januar
17. Januar
2
1. Februar
14. Februar
3
1. März
14. März
4
5. April
18. April
5
3. Mai
16. Mai
6
1. Juni
13. Juni
7
1. Juli
11. Juli
8
5. August
22. August
9
2. September
19. September
10
1. Oktober
17. Oktober
11
6. November
21. November
12
2. Dezember
12. Dezember


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