23. Jahrgang,
Ausgabe 10

Okt. / Nov.
2017
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Chancen im Fluss
Unser Last-Minute-Tipp ...
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Erscheinungstermine des Wilhelmsburger InselRundblicks 2017

 

Chancen im Fluss

Sigrun

sic. Mit den „Neuen Chancen“, die wir ab jetzt in der Zeitung haben werden, gehen einige Änderungen einher. Die „alten“ CHANCEN sind erstmal rausgeflogen. Die Kolumne „Durchhalten“ bleibt. Sie finden sie ab jetzt immer an dieser Stelle im Heft. Da meine Kommentare sich mit den Jahren sowieso immer mehr von den CHANCEN-Themen gelöst haben, fanden wir, sie könnten auch einfach im aktuellen Teil unserer Zeitung erscheinen.
Mit den „Neuen Chancen“ knüpfen wir dennoch ganz bewusst an die „alten“ CHANCEN an. Wieso, mag sich jetzt so manche/r denken, was haben denn Armuts- und Bildungsfragen hier Ansässiger mit Gefl üchteten und Integration zu tun?
Wir meinen: eine ganze Menge. Beides sind im wesentlichen Fragen der Sozialpolitik. Es geht um die gesellschaftliche Teilhabe. Bei der Frage, wie ein Mensch unabhängig von seiner sozialen Herkunft eine gute Ausbildung erhalten kann ebenso wie bei der Frage, was es braucht, damit jemand neu Hinzugekommenes sich in die Gesellschaft integrieren kann. Immer geht es darum, wie Menschen befähigt werden, eigenverantwortlich und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Und immer geht es dabei auch um die Frage, was Politik und Gesellschaft dafür tun können und müssen - und was der/die Einzelne. Teilhabe und Integration, das sind eben keine Einbahnstraßen.

Als wir 2003 die „alten“ CHANCEN gründeten, wollten wir nach Wegen und Möglichkeiten suchen, wo und wie man der Armut und der damit einhergehenden Bildungs- und Ausbildungskatastrophe etwas entgegensetzen könnte. Wir haben über Schul- und Qualifizierungsprojekte, über Beratungs- und Hilfsangebote berichtet. Wir haben aber auch Zusammenhänge und Hintergründe dargestellt: Wie entsteht Armut in einem so reichen Land wie Deutschland? Warum hat Bildungs(Miss)erfolg so viel mit der sozialen Herkunft zu tun? Wie wird mit Menschen umgegangen, die nicht in der Lage sind, den geltenden Ansprüchen an Leistungsfähigkeit und Flexibilität zu genügen?
Genauso wollen wir es jetzt auch in den „Neuen Chancen“ machen: Wir fragen nach den Möglichkeiten, die unsere Gesellschaft neu Hinzugekommenen bietet, selbstbewusst und aktiv ihren Platz in der Gemeinschaft einzunehmen. Und wir suchen und benennen die Gründe und Hemmnisse, wo genau dies nicht gelingt.

 

 

 

 

 

 

 

 


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Unser Last-Minute-Tipp ...

Sonnabend, 21.10.

17 h, St. Raphael Kirche: Herbstliches Chorkonzert.
Der Inselchor unter der Leitung von Liliya Mazur lädt zum Herbstkonzert ein. Es werden maritime und Herbstlieder dargeboten. Der Eintritt ist frei. Wer im Inselchor gern mitsingen möchte, kann montags um 18.30 Uhr jederzeit hinzukommen. Es wird im Gemeindehaus Jungnickelstraße geprobt.

19.30 h, Kreuzkirche Kirchdorf:
Telemann-Konzert.
Ein Konzert zu Ehren von Georg Philipp Telemann zum 250. Todestag. Die hervorragenden MusikerInnen und SpezialistInnen für Alte Musik Johanna Bartz – Traversfl öte, Bethany Webster- Parmentier – Barockvioline, Susanne Horn - Violen da Gamba, Thomas Rink – Barockfagott, Gero Parmentier – Erzlaute, Philipp Weltzsch – Cembalo, spielen ein exquisites Programm mit Quartett-Kompositionen des Meisters, die die Bedeutung des zu seinen Lebzeiten berühmtesten und beliebtesten deutschen Komponisten hervorheben. Die Zuhörer erwartet ein Fest der ungewöhnlichen Klangfarben und Besetzungen, unter anderem mit Ausschnitten aus den Pariser Quartetten und zwei Werken für Querfl öte, Viola da Gamba, Fagott und Basso continuo. Die Instrumente sind in dieser Zusammenstellung nur von Telemann verwendet worden!
Die Schauspielerin Maria Steurich liest aus der Autobiographie des Komponisten.
Eintritt frei! Eine Spende wird erbeten.

20 h, Honigfabrik:
Poetry Slam Wilhelmsburg.
Der Live-Dichterwettstreit, bei dem Poet*innen mit selbstverfassten Texten gegeneinander antreten.
VVK: 6 Euro + Geb./AK: 6 Euro.

 

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Liebe Leserinnen und Leser!

Mit dieser Ausgabe beginnt eine neue Rubrik im WIR. In Kooperation mit dem Verein Die Insel Hilft starten wir „Neue Chancen“.
Zwei Seiten in der Heftmitte, die sich mit den Themen Zuwanderung, Zusammenleben und Integration beschäftigen. Das Projekt ist erst einmal angelegt auf zwei Jahre. Ein Weilchen haben wir überlegt, ob wir die Seiten „Neue Chancen für alle“ nennen sollen. Denn wir möchten die neue Rubrik nicht nur als „unsere Seiten für Geflüchtete“ oder „Rat und Hilfe für Neuankömmlinge“ verstanden wissen. Uns geht es auch um das Zusammenfinden, das Sich-Zusammen-Raufen all der unterschiedlichen Menschen, die hier seit langer, kürzerer oder kürzester Zeit leben. Es geht um neue Nachbarschaften und Veränderungen im Miteinander. Integration ist keine Einbahnstraße. Beweglichkeit und Einfallsreichtum sind von uns allen gefragt. Ein festes, endgültiges Konzept für das Zusammenleben nach dem aktuellen Einwanderungsschub gibt es nicht. Wer behauptet, er wüsste genau, wie das zu laufen hat, der hat nicht genug nachgedacht.
Wilhelmsburg als Einwanderungsstadtteil schlechthin ist jedoch auch ein Ort, an dem schon seit rund 150 Jahren Integration und Sich-Zusammen-Raufen geübt werden. Wir haben damit Erfahrung, gute und schlechte, und besitzen durchaus Strukturen, auf denen wir aufbauen können.

Die „Neuen Chancen“ werden von interessanten und engagierten Menschen berichten, von neuen Nachbarn und ihren Geschichten. Wir werden Projekte vorstellen, die das Kennenlernen und Zusammenleben im Stadtteil fördern. Und, ja, wir werden auch Hilfs- und Beratungsangebote für Zugewanderte vorstellen und über Bildungs- und Berufs--einstiegsmöglichkeiten berichten. Diana Ennet von Die Insel Hilft wird vor allem Geschichten und Geschehnisse aus dem Alltag einer Hilfsorganisation erzählen, mit Empathie und ganz nah am Menschen.
Grundsätzlich möchten wir den Blick auf das Konstruktive, eben auf die Chancen richten. Wir fragen: Wo gelingt etwas? Wie kann etwas gelingen? Schönreden werden wir aber nichts. Natürlich sehen wir auch dorthin, wo es nicht läuft. Wenn man etwas verändern will, muss man Fehler klar erkennen und benennen.

Der Inselrundblick und Die Insel Hilft stemmen die Finanzierung der neuen Seiten gemeinsam, unterstützt werden wir dabei vom Stadtteilbeirat Wilhelmsburg. Für dessen unbürokratische Hilfe und das Mutmachen bedanken wir uns herzlich!

Ihre/Eure Redaktion

 



 

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Neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen
Im Deichvorland in Obergeorgswerder gibt es bald Priele statt massiver Steinschüttungen und Spülfelder

Spatenstich

Der erste „Spatenstich“ für den zweiten Priel im Deichvorland
an der Norderelbe in Georgswerder.
Foto: MG

MG. Eigentlich sollte der neue Lebensraum für den Schierlings-Wasserfenchel schon fertig sein, doch dann fand man eine Bombe im Deichvorland Obergeorgswerder. Sie musste in sieben Metern Tiefe von Tauchern entschärft und geborgen werden. Dafür wurden extra ein Schacht und eine Baustraße nötig.
Vor der Bombenentschärfung war der südliche Priel schon fertig. Am 8. September folgte nun der der erste Spatenstich für den nördlichen Priel.
Seit 2010 gehören die Vordeichflächen auf Wilhelmsburg entlang der Norderelbe zum Naturschutzgebiet „Auenlandschaft Norderelbe“. WIR berichteten des öfteren über die schon fortgeschrittene Deichrückverlegung Kreetsand und die geplante naturräumliche Entwicklung des Altspülfeldes Ellerholz.
Harald Köpke vom BUND hatte die Idee, im Deichvorland Obergeorgswerder ein Kleingewässer anzulegen. Er stieß bei der Stiftung Lebensraum Elbe, die 2010 durch Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft gegründet wurde, auf offene Ohren. Doch Gerwin Obst von der Stiftung war begeistert und sah darüber hinaus die Möglichkeit, mit einem Priel das Gewässer an die Elbe anzubinden und noch einen zweiten Priel zu bauen. Der südliche Priel ist bereits fertig und läuft zweimal am Tag mit Elbwasser voll. Bei höheren Sturmfluten im Winter wird das Deichvorland bis an den Deich überschwemmt.

Südl. Priel

Südlicher Priel

Frau Dr. Elisabeth Klocke, Vorstand der Stiftung Lebensraum Elbe: „Mit der Neugestaltung stellen wir die für Tideflüsse typischen dynamischen Uferbereiche wieder her, die als Lebensraum für Tiere und Pflanzen so wichtig sind.“ Unter anderem wird damit ein weiterer Standort für den vom Aussterben bedrohten Schierlings-Wasserfenchel geschaffen. Und das sichert auch den Standort der wertvollen alten Silberweiden, denn der Schierlings-Wasserfenchel benötigt Schatten zum Gedeihen. Auch die Lebensräume vieler Elbfische sowie des in der Nähe ansässigen Seefrosches werden durch die Maßnahme erweitert.

Die Renaturierung soll Mitte Oktober abgeschlossen sein. Dann werden alles Baugerät und die Baustraße verschwinden und das Schilf erobert sich seinen Lebensraum zurück.

Weitere Informationen: http://www.stiftung-lebensraum-elbe.de/massnahmen/obergeorgswerder.html



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Erscheinungsdaten des Wilhelmsburger InselRundblicks im Jahr 2017
(Änderungen vorbehalten)

Ausgabe
Redaktionsschluß
Erscheinungstag
1
16. Januar
19. Januar
2
13. Februar
16. Februar
3
13. März
16. März
4
8. April
12. April
5
8. Mai
11. Mai
6
12. Juni
15. Juni
7
10. Juli
13. Juli
8
14. August
17. August
9
11. September
14. September
10
16. Oktober
19. Oktober
11
13. November
16. November
12
11. Dezember
14. Dezember


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