24. Jahrgang,
Ausgabe 11
Nov. / Dez.
2018
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Wann... in Wilhelmsburg ?

Wo... in Wilhelmsburg ?

 

Kultur

Ein ganz besonderes Konzert
Ein Stadtlied für Hamburg
Bewährte Sessions und neue Workshops mit der Weltkapelle Wilhelmsburg
Ausstellung über Ersten Weltkrieg: „Remember 1914-1918“
„Zwischen Chor und Chorleitung muss es stimmen“
Brauchen Sie noch ein individuelles Weihnachtsgeschenk?
Welt aus Draht
Neues von 48h Wilhelmsburg
Winter- / Sommerlektüre

 

Kirchdorfer Kantorei:
Ein ganz besonderes Konzert

Kantorei

Die Kirchdorfer Kantorei mit Monika Lütgert.
Foto: Anna Baus

PM. Am Sonnabend, 24. November, also einen Tag vor Totensonntag, gibt es ein besonderes Konzert um 18.30 Uhr in der Kirchdorfer Kirche in Wilhelmsburg.
Die Kirchdorfer Kantorei, das Harburger Kammerorchester „Concertino“ mit Gästen und die Solisten Sophie-Magdalena Reuter, Sopran, Stephanie Klein, Alt, David Fankhauser, Tenor, und Peter Veit, Bass, werden den „Wiener Totentanz“ von Rainer Theodor Schmitz und das „Requiem“ von Wolfgang Amadeus Mozart zu Gehör bringen.
Der Wiener Totentanz verwendet nicht nur die außergewöhnliche Orchesterbesetzung des Requiems, sondern bezieht sich auch inhaltlich darauf. Er entstand ausdrücklich als Programmergänzung und wird vom Komponisten selbst dirigiert. Das Requiem dirigiert Monika Lütgert.
Wir werden also bei zwei sehr verschiedenen Musikstücken auch zwei unterschiedlichen DirigentInnen erleben.
Für Monika Lütgert bedeutet dieses Konzert zugleich den Abschied von der Chorarbeit mit der Kirchdorfer Kantorei. Für Rainer Schmitz es der erste große öffentliche Auftritt als Inselkantor für Wilhelmsburg.
Der Eintritt beträgt 15 Euro bzw. 10 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Stadtlied für Hamburg
Wilhelmsburg macht mit bei einem stadtweiten Kooperationsprojekt der Elbphilharmonie


Welches Lied hat Eure Stadt? Welche Geschichten und Klänge Hamburgs bewegen Euch? Das Kooperationsprojekt der Elbphilharmonie wird angeleitet von der Komponistin und Musikerin Cathy Milliken und den beiden Hamburger Künstlern Jürgen Kok (Musik) und Harald Schiller (Text).
In vier verschiedenen Workshops über die Stadt verteilt wird ein buntes Klang- und Textbild der Stadt entwickelt, in dessen Zentrum eine große Gemeinschaftskomposition steht: das Stadtlied, das im Mai 2019 im großen Saal der Elbphilharmonie (u.a. von der Weltkapelle Wilhelmsburg) uraufgeführt wird.

Das „Netzwerk Musik von den Elbinseln“ wird einen der Musikworkshops in Wilhelmsburg durchführen, und zwar am
22./23. Februar und 7. April 2019 im Bürgerhaus.
Mitmachen kann voraussetzungslos jede/r, gern auch bereits bestehende Gruppen und Ensembles.
Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Infos gibt es bei einer kurzen Projektvorstellung am 26. November um 19 h im Musikatelier auf dem Hof der Honigfabrik, Industriestr. 125 - 131 oder telefonisch unter unter 040/75201714.

Eine Anmeldung bis zum 16. Dezember ist nötig,
per Mail an: anmeldung@musikvondenelbinseln.de

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 



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Bewährte Sessions und neue Workshops mit der Weltkapelle Wilhelmsburg

Weltkapelle

Foto: Jan Linnemann

Die Weltkapelle Wilhelmsburg lädt ab sofort wieder zur Session: An neuem Ort, nämlich im
Musikatelier in der Industriestraße 125 - 131, auf dem Hof der Honigfabrik, von 19.30 h bis 21.30 h.
Dort machen wir wieder gemeinsam Musik, singen gemeinsam und tanzen. Hier kommen geflüchtete und nicht- geflüchtete Musiker*innen zusammen, um an konkreten Stücken zu proben.
Unter Leitung von Mounir Brinsi werden mitgebrachte Lieder gemeinsam erarbeitet und durch eigene Stile der Musiker*innen verfeinert.
Termine der nächsten Sessions: 26.11. und 10.12.2018

Neu sind die Workshops der Weltkapelle, die uns tieferen Einblick in die verschiedenen Musikwelten geben.
Am 12.11. von 19.30 bis 21.30 h gibt es für Rhythmusliebhaber*innen einen Einblick in persische/afghanische Musik und Rhythmik. Erfahrt mehr über den Aufbau der Rhythmen und Zählweisen dieser Region, lauscht der Musik und lernt mit eigenen Instrumenten einzusteigen. Der Tabla-Spieler Aziz Kochi bringt das Afghanistan National Institut of Music aus Kabul nach Hamburg.
Der Weltkapellenmusiker Rafi Barekzai unterstützt ihn am Saiteninstrument Robab.

 

 


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Museum Elbinsel Wilhelmsburg:

Amtshaus

 

Ausstellung über Ersten Weltkrieg: „Remember 1914-1918“
Das Museum Elbinsel Wilhelmsburg präsentiert ab Sonntag, 11. November eine Ausstellung
zum Ende des Ersten Weltkrieges. Unter anderem werden Kinderzeichnungen aus der Zeit
zu sehen sein

Seekrieg

Kinder der damaligen Schule III (Fährstraße) malten und zeichneten den Ersten Weltkrieg im Kunstunterricht. Hier ein Bild zum Thema „Seekrieg“.
Abb.: MEW

PM. Peter Beenck, Archivar des Museums Elbinsel Wilhelmsburg fand vor mehreren Jahren bei Aufräumarbeiten auf dem
Dachboden des alten Amtshauses ca. 300 Kinderzeichnungen aus dieser Zeit. Diese Zeichnungen stammen von Schülern aus der damaligen Schule III (heute Ganztagsschule) in der Wilhelmsburger Fährstraße. Thematisch beschäftigten sich die Kinder mit dem Luft-, See- und dem Landkrieg.
Einen geradezu beängstigenden Eindruck machen diese Kinderzeichnungen: blutüberströmte Soldaten, feuernde Kanonen und brennende Städte, untergehende Schiffe u.a. Darunter aber auch Zeichnungen, die die Situation und das Leiden der Verwundeten eindrucksvoll darstellen.
Das Museum präsentiert von diesen inzwischen international beachteten Bildern eine ausdrucksstarke Auswahl. Zu den Bildern werden inzwischen Bücher, Master- und Promotionsarbeiten verfasst und von Prof. Carolyn Kay aus Kanada, die darüber forscht, auch Vorträge gehalten. Das Museum Elbinsel nimmt damit an dem UNESCO Weltdokumentenerbe-
Antrag teil. Auch wurden die Kriegs-Kinderzeichnungen 2017 im „Musée au Fil du Papier im lothringischen Pontà- Mousson gezeigt. Leihgaben werden auch ab November in Erfurt zu sehen sein.

Ferner werden mehrere großformatige, umfangreiche Bände mit den Verlustlisten von deutschen Soldaten gezeigt. Ebenso kann man sich einen Einblick in die damalige Berichterstattung der ehemaligen „Wilhelmsburger Zeitung“ verschaffen. Auch werden vom Museum neuere Funde, wie z. B. Sammelalben gezeigt. In der Ausstellung werden die Anzahl der Kriege seit 1914 und Zeitzeugendokumente in Form von Tagebüchern und Briefen aus beiden großen Weltkriegen gezeigt. Des Weiteren beschäftigten sich die Kuratoren u.a. mit der Darstellung von Krieg in der Kunst. Hierzu haben sich Studentinnen und Studenten der Universität Paderborn, Osnabrück und der Fachhochschule Kiel sowie Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Frankreich und Belgien (aller Altersstufen) im Gedenken an den Ersten Weltkrieg intensiv und vielfältig mit Themen dieses Krieges seit 2013 auseinandergesetzt.
Ihre Malereien, Zeichnungen, Collagen, Literaturzitate oder Mixed Media Gestaltungen auf Briefumschlägen werden zu narrativen Wandbildern zusammengefügt und laden zum Dialog ein. Hunderte von kreativen Erinnerungskommentaren zum Ersten Weltkrieg werden auf Versandtaschen präsentiert.

Weiterhin nehmen die Letter-ART-Werke Bezug auf die im UNESCO Weltdokumentenerbe bewahrten Briefe von Kriegsgefangenen, auf die Feldpostkarten wie Einzugs- oder Todesbenachrichtigungen im Ersten Weltkrieg. Die Letter-ART-Werke formulieren im Kontext des Friedensgedankens der UNESCO einen Beitrag zum Gedenken. Museumskoffer zum Weltkrieg und zu historischen Kinderzeichnungen ergänzen die Ausstellung.
„Remember 1914-1918“ steht unter der Schirmherrschaft des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e. V. und dem UNESCO Memory of the World Programme. Die „Remember 1914-1918“-Ausstellung war bereits während der vergangenen Jahre zu Gast in den UNESCO Welterbestätten Zeche Zollverein, Essen; dem Erzbergwerk Rammelsberg, Goslar; im Besucherzentrum Wattenmeer, Wilhelmshaven; in der Kirche St. Marien, Bonn; im Friedenspark von Rshew, Russland; im UNESCO-Welterbe Corvey und in dem französischen Gedenk- und Wallfahrtsort Sainte Anne d´Auray (Bretagne). Initiiert wurde das Projekt von Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender, Fach Kunst der Universität Paderborn.
Professorin Jutta Ströter-Bender wird bei der Ausstellungseröffnung anwesend sein und auch wie Dr. Jürgen Drygas vom Museum Elbinsel Wilhelmsburg u.a. zu den Besuchern sprechen. Das Künstler-Duo HERZARTiST, Sabine Maria Reiß und Krzysztof Gediga, begleiten die Eröffnung musikalisch mit bewegenden Kinderliedern aus dieser Zeit. Die Ausstellung wird am 11. November um 14 Uhr eröffnet. Der Ausstellungsblock „Remember 1914–1918“ der Universität Paderborn ist bis Ende Januar und die Exponate des Museums bis Ende Mai 2019 auch in den Wintermonaten zu sehen (bitte Sonderöffnungszeiten beachten oder erfragen).
Der Eintritt ist frei.

Sonder-Öffnungszeiten im Museum ab 11. November
bis Ende 2018


11. November: 14 bis 17 Uhr (Ausstellungseröffnung)
18. November: 14 bis 17 Uhr (Weihnachts-Werkstatt)
25. November: 11 bis 17 Uhr (Adventsmarkt)
2. Dezember: 14 bis 17 Uhr
9. Dezember: 14 bis 16 Uhr (16 Uhr Gitarrenkonzert)
16. Dezember: 14 bis 17 Uhr
30. Dezember: 14 bis 17 Uhr

 

 

 

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„Zwischen Chor und Chorleitung muss es stimmen“
Darin sind sich die Vorgängerin Monika Lütgert und ihr Nachfolger in der Kirchdorfer Kantorei, Rainer Schmitz, einig

Kantoren

Monika Lütgert und Rainer Schmitz beim
Interview in der Inselrundblick-Redaktion
.
Foto: sic

pv. Es gibt gute Gründe, das Mozart-Requiem zu besuchen, das am Vorabend (24. November) des Totensonntags um 18.30 Uhr in der Kreuzkirche in Kirchdorf aufgeführt wird.
Zum einen ist es natürlich musikalisch und programmatisch interessant, wie man es von der Kirchdorfer Kantorei und ihrer Chorleiterin Monika Lütgert mittlerweile gewohnt ist. Zum anderen ist dieses Konzert gleichzeitig das letzte große Konzert der Kantorin. Sie wird die Kirchdorfer Kantorei nach zehn Jahren an Rainer Schmitz, den neuen Inselkantor, der seit Mai 2018 auf der Elbinsel arbeitet, übergeben.
In den zehn Jahren als Kantorin der Kirchengemeinde Kirchdorf hat Monika Lütgert vieles verändert, bewegt und auf den Weg gebracht. Menschen für und mit Musik zu begeistern, das war immer ihre erste Intention in der musikalischen Arbeit.
Die Chorarbeit existiert in der Gemeinde in unterschiedlichen Ausprägungen seit Mitte der 70er-Jahre. Monika Lütgert hat sie zur heutigen Kirchdorfer Kantorei mit derzeit 30 Sänger*innen aus Wilhelmsburg zu einem Ensemble für anspruchsvolle Kirchenmusik aufgebaut und viele Konzerte geleitet. Sie hat Impulse gegeben, inspiriert, war Kollegin und Freundin, Kantorin und Musikerin aus ganzem Herzen. Beständigkeit, Traditionsbewusstsein, aber auch neue Initiativen prägen ihre Arbeit. Nun nimmt sie Abschied von der Kantorei.
Monika Lütgert verabschiedet sich mit einem weinenden und einem lachendem Auge: Zum einen ist ihr die Kantorei sehr ans Herz gewachsen, zum anderen freut sie sich auf ihren Nachfolger Rainer Schmitz, von dem sie weiß, dass die Kantorei bei ihm in guten Händen ist.

Seit 6 Jahren haben die beiden bereits zusammengearbeitet. Viele gemeinsame Projekte hätten sie auf den Weg gebracht und sie habe vieles dazugelernt, so Lütgert. Der Zeitpunkt, um die Kantorei Rainer Schmitz zu übergeben, fühle sich jetzt richtig gut an. Ein Zeitpunkt, den Monika Lütgert gewählt hat, als sie beruhigt sein konnte, dass die Arbeit in der Kantorei von der neu zu besetzten Kirchenmusikerstelle der Reiherstieg-Kirchengemeinde übernommen würde und somit fortgesetzt werden konnte. Und als klar war, dass die Reiherstieg-Gemeinde die Kirchenmusikerstelle mit Rainer Schmitz besetzen würde.
Rainer Schmitz sind für die Chorarbeit vor allem ein kollegiales Miteinander und Engagement für die musikalische Gestaltung wichtig. Er wünscht sich, dass er als neuer Leiter der Kantorei seinen Platz findet. Die grundsätzliche Ausrichtung der Kantorei bleibe bestehen, so Schmitz. Auch werde er weiterhin jährlich ein großes Werk auf der Elbinsel aufführen.
Rainer Schmitz möchte in der Zukunft vielfältigere Auftrittsorte wahrnehmen und abwechslunsgreiche Konzerte bieten. Er wünscht sich eine offene Kantorei, von der Menschen aus ganz Wilhelmsburg sich angesprochen fühlen, darin mitzusingen.
Das Konzert am 24. November werden Rainer Schmitz und Monika Lütgert gemeinsam gestalten. An diesem besonderen Abend dirigiert Monika Lütgert das Mozart-Requiem, das ihr sehr am Herzen liegt - Rainer Schmitz wird den von ihm selbst komponierten „Wiener Totentanz“ zur Aufführung bringen.
Monika Lütgert wird es, wenn sie die Kantorei übergeben hat, ganz bestimmt nicht langweilig. Musik werde sie weiter begleiten. Sie werde eine begeisterte und auch kritische Zuhörerin der Kantorei bleiben. Viel Zeit wird sie sich für Reisen und für ihre Familie nehmen.
Der Stadtteil dankt Monika Lütgert für ihre musikalische Arbeit, für ihre humanistische Aufgeschlossenheit und ihre zahlreichen Initiativen.
WIR wünschen Monika Lütgert alles Gute für ihren weiteren Lebens- und Schaffensweg!

Eintrittskarten für das Abschlusskonzert gibt es bei Monika Lütgert,
in der Buchhandlung Lüdemann, im Kirchenbüro und an der Abendkasse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

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Brauchen Sie noch ein individuelles Weihnachtsgeschenk?
Ausflugstipp: „Kunst und Punsch“ in Moorburg

Plakat

MG. Wie wäre es mit einem Portrait? Der Kunstmaler Alexander Roppelt portraitiert Besucher der Moorburger Veranstaltung „Kunst und Punsch“ direkt vor Ort. Auch sonst gibt es dort vieles zu sehen, zu probieren und zu kaufen. Zirka 20 Künstler und Kunsthandwerker präsentieren echte Kunst und edles Handwerk aus Keramik, Holz und Eisen. Die „Moorburger Art“ bietet außerdem Skulpturen, Malerei und Schmuck.
Wer wieder mal Briefe schreiben möchte, kann dafür Naturpapier kaufen.
Für das leibliche Wohl gibt es Süßes, Apfelsaft und Punsch und leckere Marmeladen werden ebenfalls angeboten.

Kunst und Punsch
14. und 25. November 2018,
11 bis 18 h, Moorburger Elbdeich 263

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Welt aus Draht
Die Künstlerin Roswitha Stein stellt ihre eigenwilligen Drahtobjekte im Café Pause in der Honigfabrik aus

Einladung

PM. Unter dem Motto „Der Ast auf dem wir sitzen“ zeigt die Wilhelmsburger Grafikerin, Illustratorin und Künstlerin Roswitha Stein Drahtskulpturen aus den vergangenen fünf Jahren. Fabelhaftes und Fantastisches aus Fundstücken, Draht und Tand erwartet die Besucher*innen ab 6. Dezember 2018 im Café Pause in der Honigfabrik.

Welt aus Draht • Café Pause • Industriestraße 125 • 21107 Hamburg •
Ausstellungseröffnung: 6.12.2018, 18.30 h

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 

 

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Neues von 48h Wilhelmsburg

Termin 2019: Im kommenden Jahr findet 48h Wilhelmsburg zum 10. Mal statt! Und zwar vom 14. bis 16. Juni.

Bewerben: Musikmachende und Orte können sich vom 15. Dezember 2018 bis zum 4. Februar 2019 bewerben.

Mitmachen im Programmkomitee: Du möchtest Teil der Programmplanungen von 48h 2019 sein?
Du hast Lust und Zeit, dich intensiv mit der Musik für 48h 2019 auseinanderzusetzen, die Bewerbungen der Orte und Bands zu sichten, Empfehlungen abzugeben und gemeinsam mit anderen Mitgliedern Ideen für das Programm zu entwickeln? Dann Komm ins 48h-Programmkomitee!
Bewerbungen bitte bis 1. Dezember an: kai@musikvondenelbinseln.de oder unter Tel. 75201720.
(Bitte folgende Termine freihalten:
Erstes Treffen am 10. Dezember, Ortetour am 10. Februar, am 16. Februar intensive Planungsrunde. Von Januar bis Mitte Februar werden außerdem die eingereichten Musiken gesichtet.)

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

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Winter- / Sommerlektüre

Lesetipps für den Sommer
Zusammengestellt von den Mitarbeiterinnen der Bücherhalle Wilhelmsburg


􀉊 „Ein Sommer in Somme
rby“ von Kirsten Boie

„Der Zopf von Laetitia Colombani

„Der große Plan von Wolfgang Schorlau

„Wandern, Radeln, Paddeln“ von Christine Thürmer

„111 Orte für Kinder in Hamburg, die man gesehen haben muss“ von Daniela Clément


Alle Bücher können in der Bücherhalle am Vogelhüttendeich - und in allen anderen Bücherhallen Hamburgs - ausgeliehen werden.

 

Mein Weg in die Freiheit
Ein Buch über einen jungen Mann, der aus Eritrea flüchtet

Buchcover

hk. Der 18jährige Eritreer Merhawi Fsehaye lebt seit zwei Jahren als geduldeter Flüchtling in einer Unterkunft in Hamburg. Eines Tages bringt die Lehrerin in der Berufsschule kleine Bücher mit in den Unterricht, in denen junge Migranten über ihre Geschichte und ihr neues Leben berichteten.
Das bringt ihn auf die Idee, auch ein Buch über seine Flucht aus Eritrea zu schreiben. Seine Deutschkenntnisse sind schon recht gut, aber mit dem Schreiben kommt er nicht voran. Es fällt ihm auch schwer, seine Gedanken zu sortieren. Er bittet schließlich Ulla Grün, die er als Vormund eines Mitbewohners kennt, ihm zu helfen. Sie treffen sich dann einmal in der Woche. Merhawi erzählt, Ulla Grün fragt nach, sortiert und schreibt auf. So entsteht das Buch „Mein Weg in die Freiheit“. Es ist die inzwischen fast alltägliche Geschichte von der Flucht junger Menschen vor Krieg, Unterdrückung und schwierigen Lebensbedingungen in ihrer afrikanischen Heimat. Merhawi schlägt sich mit wechselnden Weggefährten nach Libyen an die Mittelmeerküste durch. Sie sind ständig in Angst vor Entdeckung. Kurz vor Tripolis werden sie von Soldaten angehalten und landen für Wochen im Gefängnis.
Mehrfach warten sie in verborgenen Hallen mit mehr als 1000 Menschen zusammengepfercht auf die nächste Schlepperetappe, um dann unter einer Ladung versteckt auf überladenen LKWs weitertransportiert zu werden. Brutal geschlagen, beleidigt und bespuckt zu werden, ist für Flüchtende alltäglich. Und sie sind gewohnt niemandem zu vertrauen, auch ihren Brüdern nicht. Ein freundlicher Helfer kann sie schon am nächsten Tag um ihr Geld betrügen, sie an die Miliz verraten oder als Zwangsarbeiter vermitteln.
Im Schlusskapitel über die Entstehung des Buches sagt Merhawi Fsehaye über seine „Schreiberin“ Ulla Grün: „Manche Dinge, die für mich selbstverständlich waren, konnte sie sich nicht vorstellen.“ „Mein Weg in die Freiheit“ mag ein wenig dazu beitragen, Fluchtgeschichten zu verstehen.

Merhawi Fsehaye, Ulla Grün, Mein Weg in die Freiheit,
smm Leichte Sprache Verlag, 174 Seiten, 8 Euro

 

 

Falkenberg

Falkenberg

hk. Wie es sich für einen guten Krimi gehört, gibt es am Anfang erstmal eine Leiche. Eine Schulklasse macht einen Ausflug auf den – Titel gebenden – Falkenberg in den Harburger Bergen. Die Kinder wollen nach Störtebekers Schatz buddeln, der der Legende nach dort vergraben sein soll – und finden einen Toten. Mit 147 Messerstichen und einem auf dem Rücken eingeritzten Hakenk reuz übel zugerichtet. Die Kommissarinnen der Mordbereitschaft 5, Stella Brandes und Banu Kurtoglu, finden heraus, es handelt sich bei dem Toten um den 87 Jahre alten Dr. Manteuffel aus der nahen feinen Seniorenwohnanlage „Residenz Waldfrieden“. Er war ein sympathischer Zeitgenosse gewesen, hatte im Heim einen Freundeskreis und war sogar mit einer Bewohnerin verlobt. Wer sollte ein Motiv gehabt haben, den netten alten Herrn umzubringen? Das Hakenkreuz lässt die Kommissarinnen einen rechtsradikalen Tathintergrund vermuten. Die Ermittlungen in der Harburger Naziszene laufen ins Leere.
Und dann ist da noch das Schwarzweißfoto einer ominösen Josephine, angeblich seine erste große Liebe. Zwischenkapitel auf einer anderen Zeitebene mit Tagebucheintragungen eines Mädchens aus den 30er und 40er Jahren lassen die LeserInnen ahnen, dass der Mord eine Vorgeschichte hat. Stella und Banu kommen nur langsam voran und müssen dann entdecken: Ein Schüler einer nahen Privatschule, der in seinem Zeitzeugenprojekt viele Gespräche mit Dr. Manteuffel geführt hatte, ist ihnen bei der Klärung des Falls immer um eine Nasenlänge voraus. Mit seiner Hilfe kommen die Ermittlerinnen schließlich grausamen Verbrechen aus der Nazizeit und dem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, das einige Bewohner-Innen der Residenz Waldfrieden miteinander verband.
„Falkenberg“ ist ein spannend erzählter und ausgeklügelt aufgebauter Roman, der an die populären skandinavischen Vorbilder erinnert. Dass die Autorin Regine Seemann im Hauptberuf Wilhelmsburger Lehrerin ist, lässt sie nur in ein paar kleinen Exkursen merken, in denen es unvermittelt ganz konkret um guten Unterricht und das Hamburger Bildungswesen geht.- Der zweite Fall für die Kommissarinnen Stella Brandes und Banu Kurtoglu ist schon in Arbeit. Man darf gespannt sein.
Regine Seemann, Falkenberg,
Gmeiner-Verlag, 382 Seiten,
12 Euro

 

Heiland – Tod im Hafenbecken

Heiland-Cover

MG. Felix Huby, bürgerlich Eberhard Hungerbühler, 1938 im schwäbischen Dottenhausen geboren, lebt seit über 25 Jahren in Berlin. Beide Destinationen verarbeitet er in seinem neuen Roman „Tod im Hafenbecken“. Den Großvater von Kommissar Peter Heiland lässt er schwäbeln und in dem Mordfall um Sven Lubinger, im Milieu allgemein bekannt als Malik, verarbeitet Huby beste Ortskenntnisse aus Berlin. Der Tote wird am Grund des Berliner Westhafens gefunden, an den Beinen gefesselt und mit einem Betonklotz versehen. Es kommt alles vor: Prostitution, Rauschgift, Jugendbanden, Mord. Typisch für Kommissar Heiland sind manchmal unkonventionelle Methoden, die oft zum Ziel führen. Auf 250 Seiten wird der Fall von allen Seiten beleuchtet. Oft denkt man, das ist der Mörder oder die Mörderin. Aber der Schluss ist dann doch unerwartet.
Felix Huby schrieb 1976 seinen ersten K riminalroman. Es folgten 19 weitere Romane um Kommissar Bienzle, viele Tatorte und Hörspiele. „Tod im Hafenbecken“ ist der zweite Fall von Kommissar Peter Heiland. Man darf gespannt auf weitere Fälle sein ...
Felix Huby, Heiland,
Gmeiner-Verlag GmbH, Meßkirch,
18 Euro

 

Die Tyrannei des Schmetterlings

Tyrannei-Cover

hk. Das neue Buch von Frank Schätzing „Die Tyrannei des Schmetterlings“ ist ein hoch spannender Thriller, in dem die Rettung der Erde, wie in seinem Bestseller „Der Schwarm“, nur möglich ist, wenn die Menschen verschwinden. „KI“, die künstliche Intelligenz des lernfähigen Superrechners „Ares“, der schon lange selbständig seine Program me entwickelt, gerät seinen Entwicklern außer Kontrolle und verfolgt einen mörderischen Plan. Der Roman beginnt als Provinzkrimi. Sheriff Luther Opoku und seine Kollegin Ruth Underwood, die es sonst mit Einbrüchen, häuslicher Gewalt und kleineren Drogendelikten zu tun haben finden eine Tote, die offenbar einen Felsen herabgestürzt ist. Sie finden heraus, dass es sich bei der Toten um eine Mitarbeiterin des IT-Unternehmens „Nordvisk“ handelt, in dem der Supercomputer „Ares“ entwickelt wird. Sie fahren dorthin.
Und bei der Verfolgung eines Verdächtigen auf dem Nordvisk-Gelände durch mysteriöse Server-Hallen findet Opoku sich – auf Seite 164 – plötzlich in einer Parallelwelt wieder – um mehrere Stunden zeitversetzt. Und nun beginnt der Science-Fiction-Thriller mit menschlichen Bösewichten, Sexrobotern, Mörderlibellen und Cyborg-Heuschrecken als lebende Datenspeicher – alles Ausgeburten des Rechners Ares, um die Erde von den Menschen zu befreien.
Frank Schätzing, Die Tyrannei des Schmetterlings,
Kiepenheuer& Witsch, 762 Seiten,
26 Euro

 

Willipedia. Ein Elbinselführer

Willipedia Cover

sic. Mehr als 500 Kinder aus Wilhelmsburg und von der Veddel haben nun schon zum zweiten Mal über die wirklich wichtigen Orte auf den beiden Elbinseln geschrieben. Die Reise geht von A wie „Abend in Wilhelmsburg“ bis Z wie „Zirkus Willibald“.
Die Kinder beschreiben ihr Wilhelmsburg und ihre Veddel wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, aus herrlich subjektiver Perspektive und mit Blick für die wesentlichen Dinge: Von wem bekommt man Bonbons geschenkt, wo kann man gut spielen und wo ist der Himmel besonders bunt?
Eine kleine Kostprobe: „Harburger Chaussee - Ich habe hier viele Freundinnen. Die Elbe ist ein schöner Ort. Es ist so schön am Deich. Ich kann mich hinsetzen und die Elbe ansehen.
Chiara“.
Maren Töbermann/Forum Bildung Wilhelmsburg (Hg.),
180 Seiten,
9,90 Euro

 

QualityLand

Leon Stein. QualityLand ist eine Welt, der unseren sehr ähnlich – nur weitergedacht. Es wurde umbenannt, weil eine Umfrage ergab, dass der einstige Name nur noch ewig gestrige Nationalisten inspirieren würde. Da Quality-Land das inzwischen wichtigste Land der Welt ist (im Gegensatz zu den anderen Ländern, QuantityLand 1-9) darf über QualityLand nur im Superlativ geredet werden. Die Kinder tragen als Nachnamen jeweils den Beruf ihrer Eltern, z.B. Peter Arbeitsloser. Aus der Welt der Algorythmen, selbstfahrenden Mietautos und den größten Gigakonzernen überhaupt erzählt Marc-Uwe Kling mit jeder Menge Sarkasmus, Humor, Gesellschaftskritik und hervorragend funktionierenden Running Gags.
Marc-Uwe Kling, QualityLand,
Ullstein-Verlag,
384 Seiten, 18 Euro

 

Lesetipps aus der Bücherhalle Wilhelmsburg


Belletristik für Erwachsene:


„Die drei Sonnen“ von Cixin Liu (Science Fiction)
„Die Jahrhundert-Triologie“ von Carmen Korn (Geschichte, Frauen)
„Der Winter Kaiser“ von Katherine Addison (Fantasy)
„Der Schwimmer“ von Joakim Zander (Thriller)
„Die Flüsse von London“-Reihe von Ben Aaronovich (Mystery)


Kinderbücher:

„Gregs Tagebuch“ Bd.12 von Jeff Kinney
„Asterix in Italien“
„Das Sams feiert Weihnachten“ von Paul Maar

 

 

Ein spannendes Familiendrama

Buchcover

MG. „Das Baby ist tot. Wenige Sekunden haben genügt. Der Arzt hat versichert, dass es nicht leiden musste. Man hat es in eine graue Hülle gelegt und den Reißverschluss über dem verrenkten Körper zugezogen, der inmitten der Spielzeuge trieb. Die Kleine dagegen war noch am Leben, als die Sanitäter kamen. Sie hatte sich gewehrt wie eine Wilde.“ Auch sie überlebt das grausame Verbrechen der Kinderfrau Louise nicht. Louise hat den Selbstmordversuch überlebt, liegt aber fortan im Koma.
Nach diesem düsteren Ende erfahren die LeserInnen die Geschichte der Massés, die in Paris im 10. Arrondissement leben. Paul ist Musikproduzent mit wachsendem Erfolg und Myriam möchte nach dem zweiten Kind wieder in ihren Beruf zurück. Also muss eine Nanny her. Die Wahl fällt auf Louise, Anfang 40, Witwe. Zu Stéphanie, ihrer erwachsenen Tochter hat sie keinen Kontakt. Louise wird zu der von den Kindern innigst geliebten Nounou, die sich für die ganze Familie unentbehrlich macht, aber die LeserInnen spüren die Schranke, die zwischen den beiden Lebenswelten besteht. Louise bleibt in ihrem privaten Leben mit ihrer Einsamkeit, Schulden und Verlust ihrer Wohnung allein. In Louise wächst die Angst, mit zunehmendem Alter der Kinder überflüssig zu werden. Als ihre Hoffnung, für die Familie unentbehrlich zu werden, wenn Myriam noch ein drittes Kind bekommen würde, sich nicht erfüllt, zerbricht für Louise eine Welt. Leïla Slimani zeichnet die beteiligten Personen genau, so dass die LeserInnen – auch wenn es kein Krimi ist – gebannt verfolgen, wie sich das Drama entwickelt.
Die französisch-marokkanische Schriftstellerin Leïla Slimani lebt in Paris. Es ist ihr zweiter Roman.

Leïla Slimani, Dann schlaf auch du,
Luchterhand, 2017, 224 Seiten, 20 Euro

 

Reich und Arm

Buchcover

kdm. In dem Buch machen sich die Freundinnen Rachel und Allison auf eine Reise in das fremde, irreale Herz Großbritanniens. Irreal, befremdlich - genauso wird diese Reise auch! Die Frauen erleben auf ihren Lebenswegen sowohl die gut gestellten, versorgten Kreise als auch die erfolglose, abhängige Bevölkerung. Der Roman blickt so auf die beiden Enden der Gesellschaft: Der Hybris der Reichen stehen die Kümmernisse der Armen gegenüber. Menschen in Extrempositionen an beiden Enden werden beschrieben.
Die Geschichte spielt in Großbritannien, ist aber in jedes westlich wohlversorgte Land übertragbar. Das Buch ist eine gute Empfehlung für all jene, die eine Beschreibung extremer Alltagssituationen aushalten können.

Nummer 11,
Jonathan Coe
Folio Verlag 2017, 24 Euro

 

Von der Haustür in den hohen Norden

Buchcover

hk. Die Journalistin Svenja Beller und ihr Freund, der Fotograf Roman Pawlowski hatten eine einfache aber nicht alltägliche Idee für ein Reisebuch: Sie wollten von ihrer Hamburger Wohnung aus zwei Monate zu Fuß „nach Norden“ gehen. Ohne festes Ziel und festgelegte Route. Bepackt nur mit Rucksack und einem Zelt. Auch öffentliche Verkehrsmittel, Hotels und Campingplätze wollten sie meiden. Herausgekommen ist ein Buch über Landschaften und vor allem über Begegnungen mit Menschen. Die einzelnen Etappen ihrer Reise werden bestimmt durch Autofahrer (und Schiffer), die sie ein Stück mitnehmen und durch Menschen, die sie auf ihrem Grundstück zelten lassen oder ihnen gleich bei sich zu Hause ein Bett anbieten: Da ist der Student Micha, in dessen Flensburger Wohngemeinschaft sie unterkommen, und der in einer Wikingerparallelwelt lebt, Björn, der sie in Norwegen zu seiner Tante mitnimmt, oder der Eismann Fred, der sie auf der Inselgruppe der Versteraalen ganz im Norden in seinem Eiswagen mit auf die Verkaufstour nimmt und sie gerade noch rechtzeitig an der Fähre abliefert. Lauter kleine Reportage-Perlen, anschaulich und mit Witz geschrieben, illustriert mit schönen Fotos. Man möchte nach der Lektüre eigentlich gleich selbst den Rucksack packen. Einstweilen ist es in der kalten Jahreszeit aber auch ein gutes Vorlesebuch.

Svenja Beller, Roman Pawlowski, Einfach loslaufen, Dumont, 2017, 22,90 Euro

 

Dat hebbt wi geern

Buchcover

sic. Ein Hamburg-Buch? Ja. Ein Wörterbuch? Irgendwie schon. Ein Bilderbuch? Unbedingt.
Das Büchlein „so un annersrüm – das kleine Hamburg-Buch der Gegensätze“ ist durch und durch bildlich gestaltet. Mit gezeichneten Hamburgensien werden Gegensatzpaare plattdeutscher Vokabeln illustriert. So sehen wir zu den Worten „groot“ und „lütt“ einen hochbeladenen Containerriesen und daneben den kleinen Schlepper. Wir sehen lange HVV-Gelenkbusse und kurze Wasserstoffbusse (lang/kort), die Laeisz-Halle und die Elfi (na, raten Sie mal!). Grafik und Bilder stehen immer in einem augenzwinkernden Zusammenhang mit dem Inhalt. Es macht Spaß, das an zugucken. Die Zeichnungen sind ein wenig kindlich, wie es derzeit Mode ist, besitzen aber durchaus doppelbödige Details. Klang und Emotionalität des Niederdeutschen werden durch die Auswahl der einzelnen Wörter spürbar. Eine hübsche Aufmerksamkeit zu Weihnachten für liebe Menschen.

Tanja Esch, so un annersrüm,
Junius-Verlag, 2017, 12 Euro

 

Erkenntnisgewinn garantiert

Buchcover

sic. Das Hamburger Architektur-Jahrbuch 2017/18, wie immer herausgegeben von der Hamburgischen Architektenkammer und erschienen im Hamburger Junius-Verlag, ist ein gewichtiger, großformatiger Band mit vielen Abbildungen. Wer mit offenen Augen durch Hamburg geht und die Neubauten der vergangenen Jahre betrachtet, wird nicht umhin kommen festzustellen, dass die ästhetische Gestaltung des Buches seinen Gegenstand in so manchem Fall
überflügelt.
Wie immer man zur Hamburger Architektur und Stadtplanung stehen mag, das Jahrbuch bietet unzweifelhaft wichtige Einblicke. Es geht darin nicht nur um die Erläuterung aktueller Bau-Ideen von 2017/18. In interessanten Aufsätzen nehmen sich Fachleute auch bestimmter Themen an, zum Beispiel dem Moschee-Bau und seiner Bedeutung, der Schularchitektur oder der aktuellen Kontroverse um das serielle Bauen. Gerade die thematischen Beiträge bieten in ihrer Zusammenschau neue Perspektiven auf Hamburgs Baukultur.

Architektur in Hamburg, Jahrbuch 2017/18,
Hg. Hamburgische Architektenkammer,
Junius-Verlag, 2017, 39,90 Euro

 

„Ökoroutine“

Ökoroutine

hk. Der Titel „Ökoroutine“ lässt erstmal ein dröges Sachbuch vermuten. Der Autor, Michael Kopatz, ist Wissenschaftler am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie.
Er war 2008 Mitverfasser der Studie „Zukunftsfähiges Hamburg“. Thema des Buches ist die Nachhaltigkeit: Was müssen wir tun oder lassen, um Umweltzerstörung, Ressourcenverschwendung, globale Erwärmung zu stoppen. Was er schreibt ist alles nicht neu, wie der Autor selber sagt. Das Besondere ist, dass nicht Appelle für individuelle Verhaltensänderung im Mittelpunkt stehen. Kopatz beschreibt vielmehr die nötigen strukturellen Maßnahmen und – auch unbequeme – Gesetzesvorgaben als Voraussetzung dafür, dass nachhaltiges Leben zum selbstverständlichen Alltag werden könnte – zur Ökoroutine.
Schon im ersten Kapitel wird klar, dies ist kein dröges Sachbuch. Kopatz wirbt engagiert, mit vielen anschaulichen Beispielen und mit Witz für die Sache. In elf Kapiteln u.a. zu den Themen Essen, Wohnen, Verkehr, Wirtschaft macht er konkrete Vorschläge, wie schon mit vergleichsweise kleinen Fördermaßnahmen und Gesetzesänderungen Schritte zur „Ökoroutine“ gemacht werden könnten. In jedem Abschnitt führt er Beispiele für positive Schritte an, die bei uns oder im Ausland in dieser Richtung schon gemacht wurden. Und er lässt auch keinen Zweifel daran, dass dafür oft gekämpft werden musste und ein langer Atem notwendig war. Man muss nicht alle Vorschläge teilen, die Kopatz macht, ein wichtiger Ansatz ist das Konzept Ökoroutine allemal.
Für die Wilhelmsburger, die nach den Plänen des Senats demnächst die A26 vor ihrer Haustür haben sollen, ist im Besonderen natürlich das Kapitel über den Verkehr interessant. Die Argumente des Bündnisses Verkehrswende gegen die Autobahn finden sich hier wieder, weitere interessante Punkte kommen hinzu: Von der Streichung des Dienstwagenprivilegs, das den Verkauf der meisten Oberklassewagen begünstigt über die Förderung von Carsharing, die Stärkung der Nahversorgung zur Vermeidung unsinniger Ferntransporte bis zum „Gott-sei-bei-uns“ von HVV und Verkehrssenator: dem kostenlosen Bürgerticket. Das Ticket war auch schon der Aufreger in der Studie von 2008.

Ökoroutine, Michael Kopitz, oekom-Verlag, Wuppertal-Institut,
München 2016, 24,95 Euro

 

Rückkehr nach Reims von Didier Eribon

Klaus-D Müller. In Frankreich stehen die Präsidentschaftswahlen an und Marine Le Pen könnte Präsidentin werden. Als Europäer interessiere ich mich für den mir nicht sehr bekannten Nachbarn Frankreich. Ausgiebige Informationen bietet dazu die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb). Bei dem Versuch die Besonderheiten zu verstehen wird auf
einen Roman verwiesen. Die bpb bietet das Buch auch direkt zum Kauf an.
Der Soziologe Didier Eribon verließ seine Heimat in der Champagne als sehr junger Mann. Der Sohn einer Arbeiterfamilie wurde in Paris zum bekannten Intellektuellen und grenzte sich bewusst von seinem Herkunftsmilieu ab - verleugnete es im Bemühen um soziale Anerkennung sogar. Jahrzehnte später kehrt er in seine Heimatstadt Reims zurück. Dies nimmt er zum Anlass für eine autobiografische Aufarbeitung seiner Lebensgeschichte, die er mit einer soziologischen Analyse seines Herk unftsmilieus verknüpft.
Eine seiner dringlichsten Fragen: War um wenden sich Schichten, die traditionell Wähler linker Parteien und Unterstützer linker Politik waren, nun in großer Anzahl rechtsextremen Kräften wie dem „Front National“ zu? Zwar waren, wie Eribon auch an seiner eigenen Biografie veranschaulicht, Homophobie, Fremdenhass und verfestigte Einstellungen in der Arbeiterschicht und darüber hinaus immer schon latent vorhanden, doch sie dr ückten sich bisher nicht in starkem Zuspruch zu rechtsextremen Kräften aus. Eribon erklärt diesen Umschwung unter anderem mit Klassenunterschieden, veränderten ökonomischen Bedingungen und Versäumnissen linker Politik.
So erlangt seine Gesellschaftsanalyse auch weit über die Grenzen Frankreichs hinaus Gültigkeit. Und richtig: man bekommt eine Vorstellung vom System der schulischen Bildung und warum es nur theoretisch „allen freien Bürgern“ die bestmöglichen Bildungschancen bietet. Also empfohlen für das Bildungssystem und die Klassenunterschiede in Frankreich. Wir erinnern uns an die Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

Lizenzausgabe der Bundeszentrale für politische Bildung
ISBN 978-3-7425-0005-2, 4,50€

www.bpb.de

 

 

Wörter an die Macht

Buch

hk. Vor fünf Jahren erschien schon einmal ein kleines Buch „Wörter an die Macht“. Damals war es das Endprodukt eines Geschichtenseminars mit SchülerInnen von den Elbinseln.
Initiiert vom „Förder werk Elbinseln e.V.“. Das neue Projekt „Wörter an die Macht 2014“ wandte sich an Menschen unterschiedlichen Alters. „Die jüngste Teilnehmerin war 16, der älteste 75 Jahre alt,“ schreiben die Projektleiter Jörg Ehrnsberger und Thorsten Stegemann im Vorwort des Buches. Es gab SchreibanfängerInnen und Profis, geborene und zugezogene WilhelmsburgerInnen. Eine Asylbewerberin musste nach der Hälfte des Projekts ausreisen. Herausgekommen ist eine Sammlung ganz unterschiedlicher Texte vom nüchter nen Bericht über den Nachteinsatz eines Deichwarts bis zur feinen Kurzstory über ein Mädchen, das nicht nein sagen konnte. Es gibt Lustiges: eine Frau von der Bauaufsicht fällt in der Soul-Kitchen-Halle von der Leiter; auf einem Hinterhof spielen die Kinder Zirkus Krone.

Und es gibt Anrührendes: Eine alte Türkin, die so sehr den Garten in ihrem Dorf vermisst, findet per Zufall den interkulturellen Garten. Es gibt Geschichten über Konflikte mit und ohne Happyend, und natürlich gehört eine (Fast-) Kneipenschägerei auch dazu. Die Herausgeber laden die Leser von außerhalb dazu ein, mit dem Buch einen neuen Blick auf die – exotischen – Elbinseln zu entwickeln. Man kann „Wörter an die Macht“ aber auch einfach als gute Geschichten aus dem ganz normalen Leben lesen.

Wörter an die Macht, Hg. Edmund Siemers und Michael Seufert,
Förderwerk Elbinseln e.V.
148 Seiten, 13,50 Euro

 

Neues Buch über Wilhelmsburger Straßen
Überblick, Geschichte und viele Bilder auf 60 Seiten

Reichsstrasse

Die Wilhelmsburger Reichsstraße im Jahr 1952.
Foto: ein

PM. Jugendstilgiebel, stuckverzierte Fassaden, in den Eingängen farbige Kacheln mit maritimen Motiven: Das ist die Fährstraße im Wilhelmsburger Nordwesten - plötzlich durchschnitten von einem Deich. Wie kam das? Geschichte liegt auf der Straße! Man muss sie nur aufheben. Auf den Elbinseln Wilhelmsburg und der Veddel sind es ungeheuer viele Geschichten. Das unterscheidet sie von fast allen Hamburger Stadtteilen.

Das Kuriose: Kaum zu glauben, Passierzettel soll eine Straße sein? Aber es stimmt. Dahinter steht eine fast vergessene Geschichte das Hamburger Hafens: Passierzettel heißt eine kleine Straße auf der Veddel - ein Hinweis auf die direkte Nachbarschaft zum Freihafen, den man nur mit dem besagten Papier betreten durfte.

Das Geläufige: Überall findet man Straßen, die an bedeutende Persönlichkeiten erinnern. Gängig als Namensgeber sind die Vorbesitzer des Geländes, die mit Land- und Grundbesitz Geschichte schrieben. Wie zum Beispiel Georg Wilhelm, Herzog von Braunschweig-Lüneburg, dem nicht nur die Insel, sondern auch eine der Hauptstraßen ihren Namen verdankt.

Das Neue: Wilhelmsburg verändert sich, neue Straßen erzählen neue Geschichten. Etwa die von Dursun Akçam: Nach ihm ist seit 2015 ein Uferweg am Veringkanal benannt. Der türkische Schriftsteller wirkte in Wilhelmsburg lange für das Verständnis zwischen Einheimischen und Migranten.

Geschichte der Inseln erkunden:
Ungewöhnlich viele Straßennamen hier erzählen über frühere Landschaftsformen im
Grenzgebiet zwischen Fluss und Land: Der Name Pollhornbogen zum Beispiel im südwestlichen Gewerbegebiet Wilhelmsburgs geht zurück auf ‚Pullhorn‘: früheres Außengelände vor dem grünen Deich. Horn: Winkel, Ecke. Pull bedeutet Spitze. Pullhorn ist also vielleicht die spitze Ecke einer früheren Insel oder Halbinsel gewesen.

Das Alte: verschwindet. Die Wilhelmsburger Reichsstraße wird würdig verabschiedet…

Auf 60 Seiten bietet das kleine Buch einen aktuellen Überblick über alle Straßen Wilhelmsburgs und der Veddel und ihre Geschichte, reich bebildert mit 100 Fotos aus über 100 Jahren Stadtteilgeschichte. Herausgegeben von der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen, 60 Seiten, 6 Euro.

Erhältlich in der Buchhandlung Lüdemann, im Museum Elbinsel Wilhelmsburg und natürlich in der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg, HONIGFABRIK, Industriestr. 125-131, Tel. 040 42 10 39 15,
www.geschichtswerkstatt-wilhelmsburg.de. Mail: markertm@honigfabrik. de

Buch

 

 

 

 

 

 

 

Käsebier erobert den Kurfürstendamm


sic. Dieses Buch hören Sie beim Lesen. Großstadtlärm, Stille in den Seitenstraßen, den schwungvoll-ungehobelten Gesang des Varietésängers Käsebier, Schritte, Schreibmaschinen, Stimmen ... Und Sie sehen sie vor sich, die unterschiedlichen Menschen: die unglücklich verliebte Redaktionssekretärin, den Untermieter, den Baulöwen, den Bankier und seine Gattin. Sie sehen auch Schreibtische mit mehr oder weniger wichtigen Männern dahinter, den Setzer in seiner Setzerei, armselige Zimmer und prächtige Wohnungen, das billige Varieté und das noble.
Die wiederentdeckte Geschichte vom medial hochgejubelten Sänger Käsebier und allen, die an diesem zweifelhaften Ruhm partizipieren möchten, spielt im Berlin am Ende der Weimarer Zeit. Die Themen der rasanten Geschichte sind aktueller denn je: Es geht um die Definition von „Kunst“, um Prominenz, Stars und Sternchen und um einen mittelmäßigen Unterhalter, der zum Künstler hochgehypt wird. Es geht um den Verlust von Qualitätsjournalismus zugunsten von Wirtschaf tlichkeit, um Wohnungsnot und Wohnungsbau, Abstiegsängste, Verarmung und abgehobene Superreiche.
Das Ganze ist höchst witzig und intelligent erzählt. Die Autorin Gabriele Tergit war Journalistin in Berlin und Deutschlands erste Gerichtsreporterin. Sie schreibt im Reportageton, schnell, farbig, direkt, erweckt mit wenigen Worten ganze Szenerien und Milieus zum Leben. Zwischendrin findet sie fast lyrische Bilder, erinnert darin an ihre Zeitgenossin Mascha Kaléko. Den Grundton bildet eine feine, ironische Distanz.
Grandios sind auch die Dialoge. Über weite Strecken benötigt die Autorin überhaupt keine näheren Beschreibungen des Sprechens, es heißt einfach nur „sagte Margot“ oder „fragte Oberndorfer“, oft noch nicht einmal das. Denn die wörtliche Rede hat bei Gabriele Tergit alles schon in sich, sie charakterisiert die Personen, lebendig und individuell, und den Ton ihrer Unterhaltung.
Allein wegen der wundervollen Sprache, macht es Riesenspaß, dieses Buch zu lesen. Doch auch alle, die einfach nur gute Geschichten wollen, kommen auf ihre Kosten. Denn man wird mitgerissen wie die Figuren selbst, wander durch die unterschiedlichen Großstadtmilieus und bekommt en passant auch eine ganze Menge mit über das Ende der Weimarer Republik.
Als der Roman 1931 herauskam, war er ein großer Erfolg. Gabriele Tergit emigrierte 1933 nach Palästina, zog 1983 nach London, wo sie bis zu ihrem Tod 1982 lebte.

Käsebier erobert den Kurfürstendamm,
Gabriele Tergit,
Schöffling & Co., 398 Seiten, 24,95 Euro

 

 

 

 

 

Club der Töchter*

Buch


pv. Natasha Fennells Mutter kommt schwer erkrankt ins Krankenhaus. Natasha fragt sich, ob sie ihr wohl eine gute Tochter ist. Was möchte sie noch mit ihr unternehmen, ihr sagen oder sie fragen? Ihre Gedanken for muliert sie in einer Kolumne, auf die sie zahlreiche Resonanzen unterschiedlichster Frauen bekommt.
Gemeinsam mit Róisín Ingle gründet Fennells mit neun Frauen den Club der Töchter. Aus diesen Gesprächen entsteht ein Buch, in dem die Frauen über von ihren persönlichen Geschichten und Beziehungen zu ihren Müttern erzählen. Dabei wird schnell klar: Jede von ihnen möchte etwas verbessern, der Mutter Zeit oder Aufmerksamkeit schenken oder Dankbarkeit aussprechen.
Dieses Buch erhält durch die persönlichen Geschichten und Kommentare der Autorinnen einen Sachbuchcharakter. Doch es ist kein Ratgeber mit konkreten Vorschlägen, sondern ein eher individuelles Stimmungsbild jeder der Frauen und ihres Mutter-Tochter-Verhältnisses.
Man liest die Berichte und ist zum Teil erfreut, erschrocken, traurig und tief berührt. „Club der Töchter“ behandelt ein Thema, über das sich vielleicht die meisten Frauen wenig Gedanken machen, das aber fast jede Frau früher oder später beschäftigen wird: War/bin ich meiner Mutter eine gute Tochter? Oder im schlimmsten Fall: Wieso denke ich erst jetzt darüber nach, wo sie tot ist? Ein bewegendes Buch mit unterschiedlichen Aspekten, die man selbst so nicht erlebt haben muss, die aber nachdenken lassen über das eigene Verhältnis zur Mutter.

Natasha Fennell, Róisín Ingle: Club der Töchter,
240 Seiten, Ki-Wi-Verlag, 2016 ,9.99 Euro, ISBN 978-3-462-04873-5

 

Coolman

Coolman und ich. Ab in die Schule!*

sic. Da hat die Jury des Preuschhofpreises tatsächlich ein super Buch auf den 1. Platz gewählt! Die Thematik „Einschulung“ wird hier einfach als Grundlage für eine lustige, anarchische Geschichte über Kinder und Schule genutzt.
Der Ich-Erzähler Kai betritt die neue Institution an der Seite seiner besorgt-aufgeregten Eltern und seines unsichtbaren Kumpels Coolman. Coolman will immer nur Aufmerksamkeit, Spaß und die Bonbons aus Kais Schultüte haben. Die schulischen Abläufe demontiert er nach Herzenslust.
Das macht soviel Spaß, dass auch ErstleserInnen, die ihre Einschulung schon hinter sich haben, das Buch mit Freude lesen können. Auch prima: Sprachlich traut es den ErstleserInnen Einiges zu. Die Sprache ist schlicht und dennoch niveauvoll und niemals gekünstelt kindlich. Auch die Illustrationen sind gelungen. Frech und lebendig, genau hingesehen. Kleine Comic-Elemente sorgen für Bewegung, die Bilder sind bunt, ohne grell zu sein. Die Kombination von Text und Bild ist locker und angenehm anzuschauen.

Rüdiger Bertram/Heribert Schulmeyer: Coolman und ich. Ab in die Schule! Oetinger,
39 Seiten, 7,99 Euro

 

Friedensträume

Traum von Frieden*

pv. Der Junge, der vom Frieden träumte, ist ein Roman, der das Schicksal des jungen Palästinensers Achmed erzählt. Nachdem seine zweijährige Schwester auf einem Minenfeld stirbt und sein Vater unverschuldet inhaftiert wird, kämpft Achmed mit 12 Jahren um das Überleben seiner inzwischen total verarmten Familie. Hochbegabt gewinnt er ein begehrtes Stipendium an einer renommierten jüdischen Universität, studiert, arbeitet unter härtesten Bedingungen und erhält den Nobelpreis für Physik.
Das Schicksal des Protagonisten beginnt ab der ersten Seite und steigert sich bis zur letzten Seite ins Emotionalste. Wie Achmed sein Leben lebt und wie er damit umgeht, ist faszinierend, erschreckend und berührend zugleich. Michelle Cohen Corasanti, Jüdin, Anwältin für Menschen rechte, besuchte die Hebrew University of Jerusalem, wo sie ihren Master in Nahostwissenschaften machte.

Michelle Cohen Corasanti: Der Junge der vom Frieden träumte,
Fischer Verlag 2016, 400 Seiten,
9.99 Euro

 

 


 

 

 

 

 

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