23. Jahrgang,
Ausgabe 12
Dez. / Jan.
2017 / 2018
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Kinder, Jugend, Bildung, Sport

-
Hier forschen schon die Krabbelkinder
Prämiert: Schule an der Burgweide ist Zweitbeste Ganztagsschule der Hansestadt
BiBuKino - Bilderbuchkino
Theaterprojekt gewinnt Bildungspreis
Lesewoche: Den Fortbestand sichern
Weihnachtliche Überraschung für den Zirkus Willibald
„Stadtmodell Wilhelmsburg“ prämiert
Acht Kinder und ein Boot
VorleserInnen gesucht!

 

Hier forschen schon die Krabbelkinder
Kita Kirchdorfer Straße als Haus der Kleinen Forscher ausgezeichnet.

Forscherkinder

Vier ausgezeichnete ForscherInnen: Luise Zipfel, Ceyda Karakus,
Constantin Schulze-Ringebrauck und ihre Erzieherin
. Foto: hk

hk. Das ist einzig in Hamburg. Zum 4. Mal hintereinander wurde die Kita in der Kirchdorfer Straße als Haus der kleinen Forscher ausgezeichnet. In einer Feierstunde mit Kaffee, Kuchen und Musik überreichte die Hamburger Netzwerkkoordinatorin Bettina Schmidt drei MiniforscherInnen die Urkunde.
Das Zertifikat wird von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ in Berlin vergeben. Es geht an Kitas für ihre gute naturwissenschaftliche Arbeit schon mit den ganz Kleinen bis zum Vorschulalter. Einrichtungen können sich für die Zertifizierung mit ihrer alltäglichen Arbeit auf diesem Gebiet und jeweils einem aktuellen Projekt bewerben. Vor zwei Jahren wurde die Kita Kirchdorfer Straße für ihr Projekt „Versuch macht klug“ ausgezeichnet .
Diesmal ging es um die Bienen. „Eines Mittags flog beim Essen plötzlich eine Biene im Raum“, sagt Angela Mauritz, die Leiterin der Vorschulgruppe. Und das war der Anfang vom Projekt „Die Biene Summel“. Bienen wurden gemalt und gebastelt, ein Imker war da mit einem Bienenkorb, die Kleinen haben Honig geschleudert und erfahren, dass die Bienen für die Bestäubung der Pflanzen wichtig sind.
Die Stiftung „Haus der Kleinen Forscher“ bietet naturwissenschaftliche Fortbildungen für PädagogInnen an und fördert den Aufbau lokaler Netzwerke. In Wilhelmsburg hat diese Arbeit mit den Forscherwochen und Forscherwerkstätten schon eine Tradition und auch das Hamburger Netzwerk gibt es schon länger. Trotzdem gehört die Wilhelmsburger Kita zu den Pionieren auf diesem Gebiet. „Bundesweit bewerben sich bisher nur ca. 20 Kitas für dieses Zertifi kat,“ sagt Bettina Schmidt.


 

 

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Prämiert: Schule an der Burgweide ist Zweitbeste Ganztagsschule der Hansestadt

hk. Seit einigen Jahren zeichnet die Handelskammer die besten Ganztagsschulen Hamburgs aus. In der Begründung betont die Kammer, wie wichtig es ist „den schulischen Erfolg stärker vom sozialen Hintergrund und vom persönlichen Engagement der Eltern zu entkoppeln.“ Sie setzt sich deshalb mittel- und langfristig für ein flächendeckendes Angebot von echten Ganztagsschulen in Hamburg ein. „In unserer Schule sind Unterricht und Kurse miteinander verzahnt,“ sagt die stellvertretende Schulleiterin Maria Jedding-Gesterling, „beides findet am Vormittag und am Nachmittag statt.“
Außerdem hat die Schule zahlreiche Kooperationspartner im Stadtteil. So bieten auch der Bauspielplatz, die Dollen Deerns, das Cafésl und das Inselatelier Kurse an. Und die Hamburg Towers bauen hier eine Basketballmannschaft auf. Die Kinder werden aktiv in Planung und Organisation einbezogen. Sie informieren am Infopoint, arbeiten als Streitschlichter und planen neue Angebote in der Kinderkonferenz.
Nun hat die Jury der Handelskammer die Arbeit der Schule mit dem 2. Preis im Wettbewerb „Beste Ganztagsschule“ belohnt.
Der WIR gratuliert.

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BiBuKino - Bilderbuchkino

... immer freitags um 10.30 Uhr.
Eintritt frei – Gruppen bitte anmelden!
Bücherhalle Wilhelmsburg: Tel. 757268;
Bücherhalle Kirchdorf: Tel. 7542358

 

22.12.2017: Bücherhalle Kirchdorf: „Die Weihnachtsüberraschung“. Ab 3 J.
Es hat geschneit: Reh und Eichhörnchen spielen im Wald. Dabei finden sie ein Geschenkpäckchen und Spuren im Schnee. Wohin die wohl führen?!

22.12.2017: Bücherhalle Wilhelmsburg: „Der kleine Hase im Weihnachtswald“. Ab 4 J.
Der kleine Schneehase Flöckchen hat zu Weihnachten nur einen Wunsch: Einen Freund. Er macht sich auf den Weg, seinen Weihnachtswunschbrief persönlich zum Weihnachtsmann zu bringen.

05.01.2018: Bücherhalle Kirchdorf: „Das Schneemannkind“. Ab 4 J.
Ein Schneemannkind wird von einem Eismann gerettet und erlebt zusammen mit ihm Sommer und Winter.

05.01.2018: Bücherhalle Wilhelmsburg: entfällt

 

12.01.2018: Bücherhalle Kirchdorf: „Wir zwei gehören zusammen“. Ab 3 J.
An einem warmen Frühlingsmorgen entdeckt der Hase den Igel. So etwas Stacheliges hat er noch nie gesehen. Ihm gefällt der Igel. Und dem Igel gefällt das weiche Fell des Hasen. Von nun an treffen sich die beiden jeden Morgen auf der Lichtung am Bach. Eine berührende Freundschaftsgeschichte im Wandel der Jahreszeiten.

12.01.2018: Bücherhalle Wilhelmsburg: entfällt


19.01.2018: Bücherhalle Kirchdorf: „Der kleine Bär und die sechs weißen Mäuse“. Ab 3 J.
Eines Abends macht der kleine Bär einen Spaziergang. Da hört er plötzlich ein ängstliches Quieken. Dennoch geht der Bär mutig in den unheimlichen Wald und findet sechs weiße Mäuse, die sich verlaufen haben. Sie haben Angst, gefressen zu werden – aber der Bär kann helfen und denkt sich eine List aus …

19.01.2018: Bücherhalle Wilhelmsburg: entfällt

 

 


 

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Theaterprojekt gewinnt Bildungspreis
Hédi Bouden wurde für seine Arbeit am Helmut-Schmidt-Gymnasium erneut ausgezeichnet

Bildungspreis

Abdulehad Kilictas, Hédi Bouden, Oktay Kazancilar
und Ilayda Tasci bei der Preisverleihung.
Foto: han

han. Das Theaterstück „Krieg: Wohin würdest Du fliehen“, das Hédi Bouden mit SchülerInnen des Helmut-Schmidt-Gymnasiums im vergangenen Jahr inszeniert hat, wurde bereits mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet.
In diesem Jahr hat Bouden das Stück „Kein deutscher Land“ auf die Bühne gebracht, das sich der Frage „Was ist Deutsch?“ widmet. Boudens Großprojekt „VTUU – Viel Theater um uns! – Theater als Ausgangspunkt für gesellschaftliche und politische Partizipation“, zu dem beide Theaterstücke gehören, wurde nun mit dem mit 10.000 Euro dotierten Hamburger Bildungspreis, der jährlich von der Haspa und dem Hamburger Abendblatt vergeben wird, ausgezeichnet. „Das ist wirklich toll“, sagt Bouden. „Es ist eine große Anerkennung für die Arbeit von mir und meinen SchülerInnen.“
Professor Reiner Lehberger von der Universität Hamburg würdigte in seiner Laudatio den fächer- und jahrgangsübergreifenden Ansatz des Projektes und betonte die Anerkennung, die die Theaterprojekte „Krieg – wohin würdest du fliehen?“ und „Kein deutscher Land“ deutschlandweit bereits zuteil wurde. Er lobte zudem die Gesamtkonzeption des Helmut-Schmidt-Gymnasiums und schloss mit den Worten: „Lieber Herr Bouden, ihr Projekt hätte dem Altkanzler gefallen!“
Ende November wurde der Hamburger Bildungspreis feierlich im Theater Kehrwieder verliehen. Die Moderatorin des Abends kündigte Boudens Projekt mit den Worten an, dass man „in Wilhelmsburg bei der Bildungsarbeit größere Bohrer benötigen würde, um dickere Bretter zu bohren“. Bouden widerspricht dieser Darstellung: „Das ist nicht richtig. Ich möchte mit dem Projekt auch zeigen, dass man Schüler für Politik begeistern kann – egal, wo sie zur Schule gehen.“

Mit dem Preisgeld wollen sich die Theaterkünstler professionalisieren. Eine neue Kamera, ein Notebook, „damit wir auch im Internet aktiver werden und noch mehr Leute erreichen können“. Außerdem hat Bouden schon wieder einige Projektideen für das kommende Jahr im Kopf, darunter ein neues Thema für ein Theaterstück und ein Bildungsfest, das nach den Sommerferien stattfinden soll. „Es soll ein Wochenende mit Referenten, Workshops, einer Podiumsdiskussion mit Experten aus der Politik, zwei weitere Aufführungen, eine Lesung und eine Poetry Night werden. Dabei versuchen wir, Wilhelmsburger Sehenswürdigkeiten bzw. kulturelle Anlaufstellen wie etwa den Energiebunker, das Wasserwerk, das Museum Ballin-Stadt oder die Windmühle Johanna in die Projekte einzubauen.“

 

 

 

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Lesewoche: Den Fortbestand sichern
Nach Rückzug der Schulbehörde soll ein Bildungsfonds aufgelegt werden

Leser

Lesewoche an der Sprachheilschule, 2009. Wilhelmsburger Lesewoche
- das sind nicht nur Großereignisse und Wetbewerbe,
das sind auch individuelle Begegnungen mit Büchern.

Foto: Angela Dietz für FBW

hk. Zum 14. Mal hieß es im November wieder: „Die Insel liest! Mit Wettbewerben, Autorenlesungen, Workshops und Mitmachveranstaltungen. Seit 14 Jahren tragen die Veranstaltungen rund um die Lesewoche dazu bei, die Lesemotivation der GrundschülerInnen auf den Elbinseln zu fördern. Eine große Zahl guter Kinderbücher kommen im Rahmen der Woche an die Kitas und Schulen, Kinder produzieren selbst kleine Bücher wie „Die Insel ist ein Fisch“. Nicht zuletzt durch die Lesewochen ist der Stellenwert des Lesens an den Wilhelmsburger Grundschulen gestiegen.

In der gerade veröffentlichen „internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) kommen die deutschen SchülerInnen schlecht weg. Besonders betont wird wieder die überdurchschnittliche Abhängigkeit der Leseleistungen von der sozialen Lage der Kinder, die eigentlich in der Schule gemindert werden sollte. Hamburg wird hingegen für seinen fächerübergreifenden Förderunterricht gelobt, mit dem es gelungen sei, die Leseleistungen deutlich zu verbessern. In einem Bericht wird als ein Fazit von IGLU resümiert: Auch das zeigt die Studie: Die Lust aufs Lesen ist ein wichtiger Faktor beim Lesetraining ... Kinder, die gern viel lesen, haben ein deutlich geringeres Risiko, am Ende der vierten Klasse an den Anforderungen zu scheitern. Das war auch die Grundidee von Wilhelm Kelber-Bretz vom Forum Bildung Bildung Wilhelmsburg (FBW) und den PädagogInnen, die 2004 im Rahmen des FBW das Projekt „Lesewoche“ ins Leben riefen.
„Die Insel liest“ ist über Wilhelmsburg hinaus bekannt und anerkannt. SenatorInnen und namhafte AutorInnen haben die Lesewoche unterstützt. Mit dem Preuschhof-Preis vergibt das FBW und die Lesewoche sozusagen einen eigenen bundesweit ausgeschriebenen Literaturpreis.
Im Grußwort zum zehnjährigen Jubiläum schrieb die damalige Kultursenatorin Barbara Kisseler: „Die Wilhelmsburger Lesewoche setzt somit einen wichtigen Impuls, der auch gesamtstädtisch wahrgenommen wird.“ Umso unverständlicher ist , dass die zuständige Bildungsbehörde sich seit einigen Jahren nach und nach komplett aus der Unterstützung der Wochen verabschiedet hat. Die einzelnen Vorhaben in Rahmen der Lesewochen in Kitas, Schulen und Bücherhallen gehören mit zur regulären Arbeit der PädagogInnen. Aber die umfangreiche Arbeit drumherum, die Organisation von Autorenlesungen, Beschaffung von Büchern, Zusammenstellung und Weiterentwicklung des Programms und immer wieder das Einwerben von Spenden, gehören nicht dazu und sind nicht „in der Dienstzeit“ zu machen. Für diese Tätigkeit hatte Wilhelm Kelber-Bretz ursprünglich von der Bildungsbehörde ein Kontingent an Arbeitsstunden erhalten.
Seit einigen Jahren arbeitet die freie Autorin Maren Töbermann auf Honorarbasis in der Projektleitung mit. Seit dem Rückzug der Behörde ist „Die Insel liest“ infrage gestellt. Dabei steht einiges auf dem Programm. So sollten im nächsten Jahr das Lesen in der Kita ein Schwerpunkt sein und die Ausweitung von der Grundschule in die Klassen fünf und sechs in Angriff genommen werden. Seit kurzem gibt es einen Lichtblick. Ein Sponsor der Lesewochen hat vorgeschlagen, einen Bildungsfonds zu gründen. Er soll aus drei Trägern bestehen: Dem Sponsor und den beiden FBW-Kooperationspartnern, dem Bürgerhaus Wilhelmsburg, das die Fondsverwaltung übernehmen soll, und der Stadtteilschule Wilhelmsburg, die über die Bildungsbehörde ein Stundenkontingent an Arbeitsstunden einbringen soll.

Im Falle des Zustandekommens stattet der Sponsor den Fonds mit einem fünfstelligen Eurobetrag aus. Die ersten Papiere sind geschrieben und die Verhandlungen laufen. Man kann gespannt sein, ob die Bildungsbehörde in den Fonds die Unterstützung einbringt, die sie gerade zurückgezogen hat. Vielleicht hilft ja der sanfte Druck der Wirtschaft. Wenn alles klappt, soll der Fonds im Frühjahr offiziell gegründet werden. Und dann könnte es weitergehen mit „Die Insel liest.“

 

 

 

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Weihnachtliche Überraschung für den Zirkus Willibald
Atelierhaus 23 spendet 1600 Euro für das Zirkusprojekt

Seit vier Jahren veranstaltet das Atelierhaus23 im Rahmen seines Adventsmarktes eine Tombola. „Zu Anfang kamen die Spenden dafür aus dem Atelierhaus selbst und von den Teilnehmern, die auf dem Markt einen Stand hatten. Aber inzwischen gibt es Sachspenden und Gutscheine von Gastronomen und anderen Gewerbetreibenden aus ganz Wilhelmsburg“, freut sich Anna Baus, die zusammen mit Bettina Graf die Tombola organisiert. Der Erlös geht immer an ein stadtteilbezogenes Projekt. So haben das westend, die Folgeunterkunft am Veringhof und die Wohnunterkunft in der Schlenzigstraße in den vergangenen Jahren größere Beträge erhalten. In diesem Jahr kann sich der Zirkus Willibald über eine Spende von gut 1600 Euro freuen.
Eine schöne Weihnachtsüberraschung.

 

 

 

 


 

 

 



 

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„Stadtmodell Wilhelmsburg“ prämiert
Preis der BUDNIANER HILFE geht an das Kinderprojekt

Preis

Kurz vor der Preisverleihung herrschte im Hamburger Rathaus Aufregung.
Foto: ein

PM. Bunter Garten, Fluchtort, Ankerpunkt und Familienersatz für viele Kinder aus der Nachbarschaft, so beschreibt Kathrin Milan ihr Kinder-Kunst-Projekt „Stadtmodell Wilhelmsburg“. Gerade an den Wochenenden ist es zu sehen, was für ein lebendiges Biotop für kleine und große Wilhelmsburger dieser „Kreativgarten“ ist. Das Kinder-Kunst-Projekt bietet seit zehn Jahren Raum und Mittel zum Gärtnern, Basteln, Malen, Kochen oder anders kreativ sein. Manche genießen andererseits einfach die Natur und das vertraute Zusammensein.
Am zweiten November fand das Projekt Anerkennung durch den Preis der BUDNIANER HILFE.

Aufgeregt fuhren Kinder, Eltern und Ehrenamtliche des Projekts ins Hamburger Rathaus um ihn im Festsaal entgegenzunehmen. In der Laudatio wurde das persönliche Engagement der Ehrenamtlichen gelobt.
Die Kinder hatten auch ihren Spaß. Sie stopften sich die Taschen mit Naschereien voll, sammelten Luftballons und die ausgelegten Gratisbücher. Spätabends ging es für die Kinder von der S-Bahn mit dem Rad nach Hause. Das war aufregend. Die Kinder aus dem Projekt fanden dieses Jahr die abenteuerlichen Ausflüge mit Rad und Zelt besonders toll. Deswegen haben wir dafür auch ein Teil des Preisgeldes verwendet.

Das Projekt benötigt dringend mehr helfende Hände aus dem Stadtteil. Wer sich vorstellen kann in der offenen Werkstatt, beim Kochen, im Garten oder bei der Reparatur der Räder mitzuhelfen, melde sich bitte bei:
Kathrin Milan 017621190991.

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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Acht Kinder und ein Boot
Ferienworkshop in der Honigfabrik

Bootsbauer

Justus (v.l.n.r.), Erik, Alva und Marlon verleimen die Spanten
des Holzbootes „Priwall Skiff“
. Foto: Brigitte Schulz

hk. Es klingt ein bisschen wie eine Abenteuergeschichte aus einem Kinderbuch:
Acht Kinder bauen sich in den Herbstferien ein Boot, lernen dabei eine Frau aus Griechenland kennen und am Ende wird ein Film gedreht. Aber so war es tatsächlich. Die Idee hatte der Berufsschullehrer Matthias Krueger. Er unterrichtet in Lübeck eine Bootsbauerklasse: Mit seine Schülern hatte er vor einiger Zeit in der Bootshalle der Honigfabrik ein altes Boot restauriert und mit seiner Tochter eine kleine Jolle gebaut. Zusammen mit den Auszubildenden hat er das knapp vier Meter lange „Priwall Skiff“ entwickelt. Ein Holzboot, das einfach und schnell zu bauen ist, das nicht viel kostet und das gerudert und gesegelt werden kann. So ein Boot dann als Ferienprojekt in der Hofa zu bauen lag nahe. „Die Segelei hat bei uns ja eine lange Tradition,“ sagt Brigitte Schulz von der Hofa. „Die Nachfrage nach unseren Sommerfahrten mit dem Kutter „Alte Dame“ auf der Ostsee ist immer groß. Und etliche Kinder und Jugendliche sind schon über mehrere Jahre auch bei den Winterarbeiten in der Bootshalle mit dabei. Und so waren die acht Mädchen und Jungen von acht bis elf Jahren, die mit Matthias Krueger das Priwall Skiff bauten, auch schon alte Hasen. In den ersten Tagen mussten sie nach Vorlagen maßstabgerechte kleine Modelle aus Papier und dann aus Sperrholz anfertigen. Anschließend mussten die Maße für das große Boot umgerechnet werden, die Teile ausgesägt, geschliffen und zusammengeleimt werden. Ohne Mathematik, Sorgfalt und gute Zusammenarbeit ging da gar nichts.

Gegen Ende der zweiten Ferienwoche waren der Boden und die Bordwände zusammengesetzt, Kiel und Spanten eingebaut und der Unterboden mit Epoxidharz versiegelt. Bootsbauer Matthias Krueger hat den ganzen Workshop ehrenamtlich geleitet, das Epoxi wurde gespendet. „So sind für das ganze Boot tatsächlich nur gut 500 Euro Materialkosten angefallen,“ sagt Brigitte Schulz.
Mit dabei war in den zwei Wochen Olga Daskali aus der kleinen Stadt Messolonghi in Griechenland. Im Rahmen eines Stipendiums von „START – Create Culture Change“ hat sie ein sechswöchiges Praktikum in der Hofa gemacht. START ist ein Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung zusammen mit dem Goethe-Institut Thessaloniki und der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren. Ihr Praktikumsprojekt nannte sie „Roots are Routes“ – also etwa „Wurzeln sind Wege“. Sie möchte in Messalonghi mit Jugendlichen auch traditionelle Holzboote bauen und sie mit Handwerksberufen vertraut machen, um ihnen so alternative Berufsperspektiven zu zeigen. Sie hat den Bau des Priwall Skiffs in den beiden Wochen zusammen mit fünf OberstufenschülerInnen der Nelson-Mandela-Schule begleitet und in einem Film und einer Broschüre dokumentiert.-

An den Winterwochenden werden nun noch die Bänke eingebaut und die letzten Feinarbeiten gemacht. Im Frühjahr geht das Skiff ins Wasser und alle acht Bootsbauerinnen können mit an Bord. Und natürlich wird das Boot dann auch getauft. Über einen Namen diskutieren sie noch.


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VorleserInnen gesucht!
Sie mögen Kinder? Und Bücher? Dann sind Sie bei der LeseZeit genau richtig

Vorlesen

Vorlesen macht Spaß und die Kinder können dabei viel lernen.
Foto: ein

PM. Wir, die LeseZeit der Bürgerstiftung Hamburg, lesen vor, zur Zeit in zwei Kindertagesstätten, in einer Vorschule in Wilhelmsburg und in einer Kindertagesstätte auf der Veddel. Dabei erreichen wir wöchentlich ungefähr 60 Kinder. Die Vorleserinnen und Vorleser kommen regelmäßig einmal pro Woche zum Vorlesen, das begleitet werden kann durch Erzählungen, Malen, Singen oder kleine Spiele. So sollen die Fantasie und die Kreativität der Kinder angeregt, ihre Konzentrationsfähigkeit gestärkt und Lust am Lesen vermittelt werden.

Wir arbeiten im Team von 4 Personen und sind immer zu zweit vor Ort. Alle Vorleser und Vorleserinnen arbeiten ehrenamtlich. Es zählt das persönliche Engagement von Menschen, die selber gern lesen und diese Lesefreude an Kinder weiter geben wollen. Bei der LeseZeit stehen Kinder im Mittelpunkt, die in ihrem bisherigen Lebensumfeld wenig Berührung mit Büchern hatten und Spaß am Vorlesen bisher nicht erfahren konnten.
Da wir laufend Anfragen nach weiteren Vorlesern erhalten, suchen wir dringend Menschen, die Zeit und Lust haben 4-6-jährigen Kindern Freude an Büchern und am (Vor-) Lesen zu vermitteln. Wer sich dafür interessiert, wird in einem Seminar auf seine Aufgaben vorbereitet und von erfahrenen Teamberatern begleitet.

Wir freuen uns über neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
Bitte melden sie sich bei
Cornelia von der Heydt, Tel. 040/87 88 96 964, cornelia.heydt@buergerstiftung-hamburg.de

 

 

 

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Bürgerhaus

Bürgerhaus Wilhelmsburg:

 

Honigfabrik

 

 

 

 

 

 

 

Inselarche

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