25. Jahrgang,
Ausgabe 7
Juli / Aug.
2019
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Kinder, Jugend, Bildung, Sport

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Bildung auf den Elbinseln: Was brauchen wir? Sie sind gefragt!
„Geschichten schreiben macht Spaß!“
BiBuKino - Bilderbuchkino
Wann ist der Mann ein Mann, wann ist die Frau eine Frau?
Junge Tiefseefische glänzten in der Schulaula
Bauen mit Lehm für Groß und Klein
100 Jahre Helmut Schmidt
Aktionstag zu Pflege: „Echt gepflegt“

 

Bildung auf den Elbinseln: Was brauchen wir? Sie sind gefragt!
Bildungsoffensive Elbinseln – Hopp oder Top? Ein Bericht vom Pegelstand am 15.4.2019

PM/FBW/ZEWI. Seit Jahren gibt es auf den Elbinseln massive Probleme im Bildungsbereich. Dies wird von den Behörden nicht öffentlich thematisiert und mit den Beteiligten diskutiert. Deutlich geworden ist, dass der in den letzten Jahren von der Bildungsbehörde gesteuerte (bzw. nicht gesteuerte) Prozess nicht den erwünschten Erfolg gebracht hat. Die unterstützenden Beteiligungsgremien wie z. B. die (gesetzlich vorgeschriebene) Regionale Bildungskonferenz finden in Wilhelmsburg nicht mehr statt, ohne dass sich die Bildungsbehörde dazu äußert.
Deshalb hatte der Verein Zukunft Elbinsel e.V. - in Kooperation mit dem Freizeithaus Kirchdorf-Süd - zu einer öffentlichen Diskussion eingeladen, in der die unterschiedlichen Betroffenen anwesend waren. In der gut strukturierten Debatte kristallisierten sich verschiedene Handlunsgfelder heraus:
Es muss transparent gearbeitet und ein offener Diskurs geführt werden. Schon in der Vorbereitung war es sehr schwierig, Gesprächspartner zu finden, die sich offen und angstfrei äußern. Und aus dem Publikum kam der Kommentar an die Behördenvertreterinnen, dass etwa die Testungsergebnisse sowie die Probleme bei der Umsetzung der Inklusion nicht öffentlich diskutiert werden. Zudem ignoriert die Schulbehörde die Aufforderung des Beirats für Stadtteilentwicklung und der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, bei der Planung neuer Schulen auf den Elbinseln endlich Beteiligungsmöglichkeiten für die Wilhelmsburger Akteure anzubieten.
Die Schulleitungen der Elbinseln und die Bildungsbehörde äußern sich schon seit Jahren nicht mehr öffentlich dazu, ob sich etwas an den von den Schulleitungen 2012 formulierten Problemlagen grundlegend verändert hat.
Man kann also sagen, dass alle Akteure keinen wirklichen Überblick haben, wissen nur um Teilaspekte oder aus persönlicher Erfahrung. So kann Bildung als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe nicht erfolgreich gestaltet werden und Eltern können keinen Überblick darüber gewinnen, welches Bildungsangebot gut für ihre Kinder ist.

Das Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) in Hamburg könnte auf Antrag eine Zusammenstellung der gewünschten Daten vornehmen.
Mehrere Lehrende äußerten sich, dass die Ressourcen nicht ausreichten, um die Lernenden individuell zu fördern und um der Inklusion gerecht zu werden. Viele Lehrende würden zahlreiche unbezahlte Überstunden machen, die aber gar nicht als solche wahrgenommen würden. Auch ein ehemaliger Schüler beklagte, dass die Lehrkräfte mehr Zeit haben müssten, um die Lernenden zu bilden und zu erziehen.
Dabei hatten die beiden Behördenvertreterinnen doch in ihren Beiträgen betont, dass es mit dem Modell „23+“ mehr zusätzliche Arbeitszeit für die Schulen gäbe und weitere Maßnahmen angeschoben worden sind. Warum dann diese viele Kritik?
Es reicht für die Sicherung des Bildungserfolges nicht aus, die Bereitstellung einiger zusätzlicher Lehrer*innenstunden pro Schule als erfolgsversprechenden Lösungsweg zu betrachten. Eher steigen Enttäuschung und Frust sowohl von Schüler*innen, Eltern und Lehrenden, anstatt dass durch gemeinsame Diskussion und Maßnahmenentwicklung der gewünschte Bildungserfolg befördert wird.
Die Diskussion um diese Themen muss weiter gehen: Wir haben wieder einmal festgestellt, dass wir die Verbesserung der Bildungssituation insgesamt nicht der Bildungsbehörde alleine überlassen können, sondern dies nur gemeinsam schaffen. Deshalb wollen wir die Expertise der Akteure vor Ort nutzen und mit vielfältigen Lösungsideen die Diskussion vorantreiben.

Videodokumentation der Veranstaltung, Sketchnotes und Informationsmaterial auf www.zukunft-elbinsel.de

Bildungsoffensive Elbinseln
– Was brauchen wir? Schreiben Sie uns!

Wir sind sicher: es gibt Lösungsideen für die Probleme! Wir wollen sie zusammentragen, um ein umfassendes Bild zu bekommen und dies mit der Behörde zu diskutieren.
Daher unsere Bitte: Schreiben Sie uns ein paar Zeilen zu den beiden folgenden Fragen:
1.) Was sind aus Ihrer Sicht die beiden wichtigsten Probleme im Bildungsbereich auf den Elbinseln?
2.) Was sind aus Ihrer Sicht hierzu die Lösungsmöglichkeiten?

Bitte teilen Sie uns noch Ihre „Funktion“ mit (z. B. Elternteil, Lehrende*r, Sozialarbeiter*in, Schüler*in, Schulbegleiter*in, Großeltern, Erzieher*in …).
Bitte senden Sie uns Ihre Antwort bis zum 24. August 2019 an:
Forum Bildung Wilhelmsburg, c/o Stadtteilschule Wilhelmsburg, Rotenhäuser Str. 67, 21107 Hamburg,
Mail: info@f-b-w. info; Oder an
Claudia Wackendorff, Mail: schule.wackendorff@ gmail.com
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

 

 

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„Geschichten schreiben macht Spaß!“
Schüler*innen der 3. und 4. Klasse der Grundschule Rotenhäuser Damm haben ein halbes Jahr lang an einer Schreib- und Geschichtenwerkstatt teilgenommen.
Ihre kurzen Storys präsentierten sie nun, kurz vor den Ferien, vor Publikum

Geschichtenvorlesen

Am Ende bekamen alle Schüler*innen eine gebundene Ausgabe ihrer Geschichte - und waren sichtlich begeistert.
Foto: han

han. Heute ist ihr großer Auftritt. Seit Februar haben sie sich jeden Donnerstag getroffen, um in der Schreib- und Geschichtenwerkstatt mit Wörtern zu spielen und Geschichten zu erfinden, die sie heute vor Publikum präsentieren. Einige der elf Schüler*innen lesen sich noch einmal ihre Texte durch, andere wackeln aufgeregt mit den Beinen hin und her. „Ich geh‘ nicht auf die Bühne“, sagt eine Schülerin. „Mein Bauch kribbelt.“
Das Kribbeln im Bauch ist gewiss etwas stärker geworden, als die Kinderbuchautorinnen Nadia Malverti und Katharina Mauder, die Leiterinnen der Schreibwerkstatt, die Bühne betreten und die Veranstaltung in der Pausenhalle der Schule Rotenhäuser Damm eröffnen. Das Motto der Werkstatt lautet „Stadt – Land – Heimat. Wilhelmsburg und die Welt“.
Allerdings waren die Themen der Schüler*innen sehr vielfältig und nicht immer auf Wilhelmsburg bezogen. Nacheinander gehen die Schüler*innen auf die Bühne, schnappen sich das Mikrofon und tragen ihre selbst ausgedachten Geschichten vor. Die jungen Autor*innen geben sich sehr viel Mühe beim Vortragen, das Publikum applaudiert.
Die Schreib- und Geschichtenwerkstatt ist im Rahmen von „Kultur macht stark“ und dem „Friedrich-Bödecker-Kreis“ organisiert worden. „Es ist toll, wenn die Kinder merken, dass sie sich Geschichten ausdenken können und Spaß daran haben“, sagt Leiterin Katharina Mauder. „Diese leuchtenden Augen, wenn sie ihre eigenen Geschichten vorlesen – das macht mir Spaß zu sehen.“
Nicht nur Geschichten haben sich die Kinder ausgedacht, sondern auch Workshops und Ausflüge gemacht.

In der Honigfabrik haben sie einen Stempel-Workshop besucht, mit einem Papierkünstler haben sie eine Stadt gebastelt und mit Nadia Malverti, die auch Schauspielerin ist, haben sie einen TheaterWorkshop gemacht.
Am Ende der rund einstündigen Veranstaltung bekommen die Schüler*innen ein gebundenes Buch mit ihren eigenen Geschichten. Einige Exemplare werden auch in die Bücherhalle wandern.
Viola, die in die 4. Klasse geht, hat die Schreibwerkstatt viel Spaß gemacht. „Meine Geschichte heißt: ‚Das Schwein hat Glück‘ und es war toll, sie sich auszudenken. Es kommen auch Freunde von mir darin vor“, sagt die 10-Jährige. „Geschichten schreiben macht Spaß! Ich würde so eine Werkstatt auf jeden Fall noch einmal besuchen.“
Ob das möglich sein wird, ist noch nicht klar, zumindest nicht im Rahmen von „Kultur macht stark“ und dem „Friedrich-Bödecker-Kreis“, da es schon die zweite Schreibwerkstatt war, die in Wilhelmsburg stattgefunden hat. „Aber vielleicht findet sich ja eine Lehrkraft, die sich inspirieren lässt“, sagt die Ganztagskoordinatorin Bettina Holzapfel. „Im Unterricht geht die Lust am Schreiben ja manchmal verloren.
Aber heute hat man bei den Texten richtig gemerkt, wie viel Spaß die Kinder am Schreiben hatten.

Geschichtenwerkstatt

Die Werkstatt hat auch Kinderbuchautorin Katharina Mauder viel Spaß gemacht.
Foto: han

 

 

 

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BiBuKino - Bilderbuchkino

Iimmer freitags. Eintritt frei
Gruppen bitte anmelden!
Bücherhalle Kirchdorf: Tel. 7542358
Bücherhalle Wilhelmsburg: Tel. 757268

 

19.07.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „Pip und Posy : Der rote Luftballon“. Ab 3 J.
Pip hat einen roten Ballon und zeigt ihn stolz seiner Freundin Posy. Doch plötzlich lässt Pip die Schnur los und der Ballon fliegt davon. Der Ballon verfängt sich in einem Baum und platzt. Und jetzt?

 

26.07.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „10 kleine Schafe“. Ab 3 J.
Hüpft 1 gelbes Schaf in die matschige Pfütze. Kommt das rote Schaf dazu, machen 2 Schafe ein Picknick. Und was stellen 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 Schafe an?

 

02.08.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „Clara, der Mond und das neue Zuhause“. Ab 4 J.
Clara will nicht umziehen. Sie liebt die Gerüche, Geräusche und Menschen im jetzigen Zuhause. Am liebsten würde sie alle mitnehmen. Aber das geht nicht. Einer aber folgt ihr unerwartet ins neue Zuhause: der Mond.

02.08.2019: 10 h, Bücherhalle Wilhelmsburg : „Bauer Beck fährt weg“. Ab 4 J.
Bauer Beck kann nicht in den wohlverdienten, heißersehnten Urlaub fahren, denn wer soll sich daheim um die Tiere kümmern? Findet Bauer Beck eine Lösung?


09.08.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „Bauer Beck im Versteck“. Ab 3 J.
Bauer Beck braucht seinen Schlaf! Aber seit Tagen schreit nachts die Kuh, weil das Pferd sie getreten hat und das Schaf und die Ziege meckern, weil die Hühner so laut streiten.

09.08.2019: 10 h, Bücherhalle Wilhelmsburg : „Das Nilpferd wünscht sich Flügel“. Ab 3 J.
Der Löwe wird von ohrenbetäubendem Lärm geweckt. Die Tiere an der Wasserstelle sind unzufrieden mit ihrem Aussehen. Da hat der König der Tiere eine Idee ...

16.08.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „Mach mir doch nicht alles nach“. Ab 4 J.
Hugo, das Flusspferd, übt Wasserballett und seine Freundin Bella, der Vogel, macht sehr zu Hugos Ärger alles nach. Er möchte doch einzigartig sein!

16.08.2019: 10 h, Bücherhalle Wilhelmsburg : „Bauer Beck im Versteck“. Ab 4 J.
Weshalb schreit die Kuh bloß jede Nacht? Das Pferd hat sie getreten. Aber weshalb? Um das herauszufinden, muss Bauer Beck sich nachts im Stall verstecken ...

 

23.08.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „Kleine Eule ganz allein“. Ab 3 J.
Ach herrje! Die kleine Eule ist aus dem Nest gefallen und sucht ihre Mami. Das Eichhörnchen will ja gern helfen – doch es weiß gar nicht, wie eine Eulenmami aussieht!

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Wann ist der Mann ein Mann, wann ist die Frau eine Frau?
In ihrer Theatershow „Who is Bonnie, who is Clyde?“ brachten Schüler*innen der Schule Stübenhofer Weg ihre Gedanken zu Rollenverteilung und Genderklischees auf die Bühne

Theater

In ihrem selbst erarbeiteten Theaterstück "Who is Bonnie, who is Clyde?" nahmen die Schülerinnen und Schüler Geschlechterzuweisungen, Rollenklischees und Zuordnungen aufs Korn. Eher lustige Alltagsthemen, aber auch Tabus und sensible Fragen stellten sie abwechslungsreich dar. Foto: ein

PM/Stübischule. Ein ganzes Schuljahr lang hatten sich rund 60 Schülerinnen und Schüler des 10. und 11. Jahrgangs der Schule Stübenhofer Weg vorbereitet, um ihren Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Geschwistern, Mitschülerinnen und Mitschülern und vielen Interessierten in ihrer selbst konzipierten Theatershow „Who is Bonnie, who is Clyde?“ ihre Gedanken, Fragen und Antworten zu Rollenverteilung und Genderklischees im Jahr 2019 nahezubringen.
75 Minuten lang widmete man sich im Kulturpalast der Frage, wann der Mann ein Mann, wann die Frau eine Frau ist. In der eigens im Rahmen von 3 Kursen des 10. Jahrgangs und 2 Projektwochen entwickelten und selbst inszenierten Show wechselten sich Schauspielszenen, Tanzsequenzen und Projektionen ab. Diese zeigten auch Berühmtheiten wie Sängerin Beyoncé Knowles, Schauspieler Daniel Craig oder die Autorin Chimamanda Ngozi Adichie, die sich für die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Schuljahres als Idole einer selbstbestimmten Rollengestaltung herausgestellt hatten.
Die 15- bis 17-jährigen Schauspielerinnen und Schauspieler zeigten eindrucksvoll, welche Probleme und Herausforderungen sie in ihrem Alltag erkennen und in der Zukunft erwarten.
Es stellte sich heraus, dass die Frage, ob der Mann immer derjenige sein muss, der die Rechnungen begleicht, auch heutzutage unter den Jugendlichen heiß diskutiert bleibt. Auch sensible Themen wie die Tabuisierung von Menstruation und die Herausforderungen des Online-Datings boten die Jugendlichen dem begeisterten Publikum im Kulturpalast Hamburg humorvoll und authentisch dar.
Nach einem mitreißenden Tanzfinale durch das Kooperationsprojekt "Straight outta Willy" der Stadtteilschule Stübenhofer Weg und der Hamburg Towers, feierten die Schülerinnen und Schüler ihre Theaterpremiere und sich selbst noch ausgiebig selbst und verabschiedeten sich mit lauten „Stübi“ Rufen von ihren Zuschauerinnen und Zuschauern.

In einem anschließenden Podiumsgespräch verorteten Pelin Kazancilar, Sarah Azeem und Umut Karakaya die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und diskutierten mit Bildungsreferent, Politik- und Islamwissenschaftler Nadim Gleitsmann und Projekturheberin Yvonne Franck, sowie dem Stellvertretenden Schulleiter Eike Hübenthal, wie Feminismus und Rollenverteilung in der Schule eingebettet werden können und wie bedeutsam der politische Diskurs im Rahmen von Politikunterricht und Schule für die Schülerinnen und Schüler des Stübi ist.

 

 

 

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Junge Tiefseefische glänzten in der Schulaula
Die Vorschulklasse A der Stadtteilschule Wilhelmsburg tauchte maritim ab

Tiefseefisch

Der Regenbogenfisch will seine Glitzerflosse zurückhaben:
Lucas Brandes spielte die Hauptrolle in dem Stück.

Foto: ein

Iris Hahn-Möller. Das ist eine gute Tradition an der Stadtteilschule Wilhelmsburg: Im Rahmen der alljährlich vor den Sommerferien stattfindenden "Maritimen Projektwoche" beeindruckten die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Schule, die Vorschulklasse A, ihre Mitschüler*innen und Eltern mit einem grandiosen Theaterstück. Die meist fünfjährigen Kinder verzauberten das Publikum mit Sprechkunst, Gesang, selbstgenähten Glitzerkostümen und grazilem Tanz. Hochkonzentriert und mit lauter Stimme zeigten die Kinder eine halbe Stunde lang, worauf sie viele Monate hingearbeitet hatten. Mit langanhaltendem, donnerndem Applaus würdigte das Publikum die hervorragenden Leistungen der Kinder.
Annika Gleißenberg, langjährige Vorschullehrerin der Schule, tauchte bereits Mitte Januar mit ihrer Klasse in die buntschillernde Tiefseewelt ein. Vorlage für ihr Theaterstück bildete das Kinderbuch „Der Regenbogenfisch entdeckt die Tiefsee“ von Marcus Pfister. Der Regenbogenfisch schwimmt im Ozean umher und verliert seine Glitzerschuppe. Um sie zurückzubekommen, muss er in die gefahrvolle, dunkle Tiefsee hinabtauchen. Nicht nur ein Leuchtkalmar ist ihm bei der Suche behilflich.
Mit der Entwicklung ihrer Schützlinge zeigte sich Annika Gleißenberg sehr zufrieden: „Jedes Kind hatte in dem Stück eine Sprechrolle, obwohl einige Kinder ohne Deutschkenntnisse in die Vorschule eingeschult wurden. Über das Theaterspielen lernten die Kinder die Sprache, sowie Ausdruck und das Spielen einzelner Rollen. Wir konnten ihr Selbstbewusstsein deutlich stärken. Hier zeigt sich die erfolgreiche und effektive Synergie von Sprachförderung und darstellendem Spiel."
Ihre eigenen Tanzerfahrungen ließ Annika Gleißenberg in die Choreographie einfließen: Anmutige Armbewegungen der Quallen, Taschenlampentanz des Leuchtkalmars und grazile Tanzeinlagen der Meeresbewohner rissen das Publikum mit in die Tiefsee.
Co-Theatertrainerin Daniela Schulz erklärt: „Klassische Jazzstücke aber auch Stücke der regionalen Jazzband „Hamburger Band Horny Jazz Union“ bildeten den musikalischen Klangteppich für unsere Tänze. Wirklich stark finde ich, dass die Kinder die Texte zu der Musik selber entwickelt haben.“
Stolz winkten die Kinder am Ende dem Publikum zu und fiebern nun der Einschulung in die erste Klasse nach den Sommerferien entgegen.

Tiefseefische

Quallen, Kalmare und andere Meeresbewohner
helfen dem Regenbogenfisch bei der Suche.
Foto: ein

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bauen mit Lehm für Groß und Klein
Räume durch Erleben entwerfen mit Bunte Kuh e.V.

Lehmbau

Gemeinsam mit Lehm bauen.
Foto: ein

PM. Viel zu selten kommen Jung und Alt, Arm und Reich, Menschen aus verschiedenen Kulturen, behindert oder nicht, in der Stadt miteinander in Berührung. Deshalb bietet Bunte Kuh e.V. im sozial benachteiligten Wilhelmsburg offene Baukunst-Aktionen an und lädt Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein, nach eigenen Entwürfen gemeinsam frei modellierte, begehbare Räume und Skulpturen aus Lehm zu errichten.
In der dreieinhalbwöchigen Bauzeit mit anschließender Ausstellung wächst dann eine neue Stadtlandschaft mit Höhlen, Kuppeln, Monstern ...
Kinder kommen über Kitas und Schulen, sowie privat mit ihren Familien und machen mitten im öffentlichen Raum zusammen mit Menschen aus Behinderten-, Stadtteil- und Flüchtlingseinrichtungen, Kiezbewohnern und einigen dazugeladenen Bildungseinrichtungen aus reicheren Vierteln sichtbar, dass sie gemeinsam Großes leisten können. Die Skulpturen werden bis zu vier Meter hoch.
Die kleinen und großen Lehmbauer schaffen im sinnlich-kreativen, kommunikativen Bauprozess, der neben haptischen soziale Fähigkeiten fördert, nicht nur fantasievolle Skulpturen aus Lehm, sondern auch neue Räume der Begegnung.

Lehmbau


Den Mitmach-Aktionen von Bunte Kuh e.V. gelingt es, über die Freude am gemeinsamen Gestalten pro Aktion 6000 Menschen besonders niedrigschwellig - da kostenlos und offen für jedermann - zusammenzubringen. Durch das faszinierende Baumaterial und seine ‚kulturelle und soziale Klebekraft’ schafft der gemeinnützige Verein ein Stück ganz besonderer Beteiligungskultur.
Kontakt: www.buntekuh-hamburg.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 



 

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100 Jahre Helmut Schmidt
Am 23.12.2018 wäre der Namensgeber des Wilhelmsburger Gymnasiums 100 Jahre alt geworden. Es gab viele Projekte an der Schule zum Jubiläum des Ex-Kanzlers

100 Jahre Helmut Schmidt

Schüler*innen des HSG mit Lehrerin Nilab Ashufta und Peer Steinbrück.
Foto: ein

PM. Nachdem Schülerinnen und Schüler bereits im vergangenen Frühjahr eine Ausstellung zum Leben und Wirken des ehemaligen Bundeskanzlers und Ehrenbürgers Hamburgs gestaltet hatten, waren viele Schülerinnen und Schüler des HSG auch in die vielfältigen Feierlichkeiten rund um den 100. Geburtstag eingebunden.
Bereits am 7.12. war das Schulsprecherteam zugegen, als im Rahmen einer Feierstunde im Kaisersaal des Hamburger Rathauses Bundesfinanzminister Olaf Scholz zusammen mit dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher und dem Kuratoriumsvorsitzenden der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung Peer Steinbrück eine Briefmarke zu Ehren Helmut Schmidts vorstellte. Exklusiv durfte das Schulsprecherteam im Anschluss die Fotoausstellung „Helmut Schmidt. Pflicht – Vernunft – Leidenschaft. 100 Jahre in 100 Bildern“ besuchen und führte dabei sehr angeregte Gespräche mit Weggefährten und Zeitzeugen.
Am 09.01.19 las Reiner Lehberger am HSG aus seiner Biografie „Die Schmidts. Ein Jahrhunderpaar“ und beleuchtete zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe die unterschiedlichen Lebensstationen der Schmidts, z.B. in der NS-Zeit und zur Zeit des „Heißen Herbstes“.
Am 22. Februar 2019 nahm eine Schülergruppe des 11. Jahrgangs an der hochkarätig besetzten Tagung „Rethinking Europe“ im Körber Forum teil und sprach dort unter anderem mit Karen Donfried, der ehemaligen deutschlandpolitischen Beraterin Barack Obamas. Die Tagung widmete sich dem politischen Erbe Schmidts und der Frage einer zukünftigen Ausrichtung Europas in einer globalisierten und zunehmend instabilen außenpolitischen Konstellation.

Am Folgetag schließlich nahmen rund 20 Schülerinnen und Schüler, die zusammen mit Frau Ashufta das Projekt IVCare, einem Mentoring-Projekt für geflüchtete Kinder, an unserer Schule initiiert und zum Blühen gebracht haben, gemeinsam mit ihrer Lehrerin am großen Festakt zu Ehren Helmut Schmidts in der Elbphilharmonie teil. Dort sprachen unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Sie würdigten das politische Wirken Helmut Schmidts und mahnten zur Verteidigung unserer lebendigen und wehrhaften Demokratie und zur Aufrechterhaltung der internationalen Zusammenarbeit auf allen Ebenen.
Wer mehr über die Schmidts wissen möchte, der kann in der Pausenhalle des HSG die Dauerausstellung „Schmidterleben“ besuchen.

 

 

 

 


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Aktionstag zu Pflege: „Echt gepflegt“
Aktionstag fand an der Stadtteilschule Wilhelmsburg statt

Pflegeaktion

Schülerinnen lernen von Pflegekraft Frau Christensen (links).
Foto: HIBB

Iris Hahn-Möller. Am 25.03.2019 fand an der Stadtteilschule Wilhelmsburg der erste Hamburger Aktionstag zum Thema Pflege statt. Ziel des Aktionstags war, jungen Menschen die Vielschichtigkeit des Pflegeberufs näher zu bringen und sie für diesen Beruf zu begeistern.
Am Vormittag konnten interessierte Wilhelmsburger Schülerinnen und Schüler nachspüren, wie es sich anfühlt, wenn im Alter die Kräfte, die Gelenkigkeit und die Sehkraft schwinden. Dazu stiegen sie beispielsweise in einen Spezialanzug, der die Jugendlichen um 60 Jahre „altern“ ließ. Erfahrene Wilhelmsburger Fachkräfte aus dem Bereich Pflege, sogenannte Stadtteilbotschafter, berichteten den jungen Menschen aus ihrem Berufsalltag, warben für den Beruf und zeigten die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten auf.
Es war sicherlich kein Zufall, dass der Aktionstag Pflege an der Stadtteilschule Wilhelmsburg stattfand. Bereits seit über einem Jahr plant die Stadtteilschule Wilhelmsburg zusammen mit dem Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand erfolgreich eine Profilklasse mit dem Schwerpunkt Pflege. Ab dem neuen Schuljahr wird unter der Leitung des Lehrers Felix Köhn an der Stadtteilschule Wilhelmsburg die Profilklasse „Gesundheit – Mit Groß-Sand fit durchs Leben“ starten.

20 pflegeaffine Schülerinnen und Schüler werden an ihrem Profiltag einen Mix aus Theorie und Praxis rund um das Thema Gesundheit erleben: Wie sieht ein Krankenhaus von innen aus? Wie halte ich meinen Körper fit? Was kann ich als Ersthelfer an einer Unfallstelle tun? Welche Tropenkrankheiten gibt es? Weiterhin besteht für die Dreizehnjährigen die Möglichkeit, mit Fachärzten und Pflegekräften vor Ort ins Gespräch zu kommen. Im wöchentlichen Wechsel wird der Profiltag im Krankenhaus Groß-Sand oder im Klassenzimmer stattfinden. „Ich glaube, dass wir mit dieser Profilklasse den Nerv unserer Schülerinnen und Schüler getroffen haben. Weitaus mehr Jugendliche haben sich für dieses Profil beworben als Plätze vorhanden sind. Auf den Start nach den Sommerferien freue ich mich bereits riesig“, erklärt Felix Köhn.
„Diese Kooperation ist für unsere Schülerschaft das Richtige“, weiß Katja Schlünzen, Schulleiterin der Stadtteilschule Wilhelmsburg. „Die Schülerinnen und Schüler können Berührungsängste abbauen, sich qualifizieren und Erfahrungen sammeln. Auf dieser Grundlage können sie sich dann nach der Schulzeit für oder gegen den Pflegeberuf entscheiden.“
Bildungssenator Ties Rabe (SPD) erklärte den gespannt lauschenden Schülerinnen und Schülern, dass der Pflegeberuf ein sehr sinnstiftender Beruf sei. Er selber habe als junger Mensch im Bereich Pflege gearbeitet. Weiterhin machte er aber auch deutlich, dass die Ausbildung ihnen einiges abverlangen werde. Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks stellte in Aussicht, weitere Aktionstage zu diesem Thema an Hamburger Schulen stattfinden zu lassen.

 

 

 

 


 

 

 

 

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Bürgerhaus

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Honigfabrik

 

 

 

 

 

 

 

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