25. Jahrgang,
Ausgabe 11
Nov. / Dez.
2019
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Kinder, Jugend, Bildung, Sport

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Manche sind erst seit einigen Monaten hier
Stadtteilschule Wilhelmsburg zeigt Vielfalt!
BiBuKino - Bilderbuchkino
Die Zeit ist gekommen das System zu durchbrechen. 50[oder?]
MINT-Schule zeigt, was sie kann
Bully auf LiteraTour
„Schön, dass du da bist!“
Stadtteilschule Wilhelmsburg eröffnete die 11. Hamburger Klimawoche
 

 

Manche sind erst seit einigen Monaten hier
Neuer Vorlesewettbewerb in der Wilhelmsburger Lesewoche für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache

refina

Und die Gewinnerin ist:
Refia Zeynep Koc aus der internationalen Vorbereitungsklasse
vom HelmutSchmidtGymnasium.
Refia ist im Sommer 2019 aus der Türkei gekommen.

Foto: hk

hk. Die Lesewoche „Die Insel liest“ feierte in diesem Jahr ihr 15-jähriges Jubiläum mit vielen Veranstaltungen in Schulen Kitas und Bücherhallen, Literaturtheater, Lesungen mit Zeichnen und Musik und vielen Aktionen rund ums Buch (siehe auch WIR 9/19). Und zum Schluss der große Vorlesewettbewerb aller vierten Klassen der Elbinsel.
Als Pilotprojekt fand im Jubiläumsjahr zum ersten Mal ein Vorlesewettbewerb für Kinder mit Deutsch Zweitsprache (DaZ) statt, ein Kooperationsprojekt der Hamburger Bücherhalle, der Wilhelmsburger Lesewoche und der Stadtteilschule Stübenhofer Weg.
22 Mädchen und Jungen zwischen zehn und zwölf Jahren, die meisten aus internationalen Vorbereitungsklassen Wilhelmsburger und Harburger Schulen, trafen sich an zwei Nachmittagen in der Schule Stübenhofer Weg zum Vorlesen. Kinder aus Slowenien, Ghana, Afghanistan und vielen anderen Herkunftsländern, die meisten seit gut einem Jahr in Deutschland, einige erst seit ein paar Monaten. Moderatorin Phoebe Lorenz lobte sie in der Begrüßung zu Recht, dass sie sich trauten, hier vor Publikum einen deutschen Text vorzulesen. Und nach den durchweg beeindruckenden Vorträgen der jungen Leser*innen, meinte sie, die Jury werde es schwer haben, einen Preis zu vergeben.
Die Preisvergabe an die Gewinner*innen des DaZ-Lesewettbewerbs fand (nach Redaktionsschuss des WIR) am zentralen Vorlesetag im Bürgerhaus statt. Der Preuschhof-Preis für Kinderliteratur ging in diesem Jahr an die Autorin Cally Stronk für ihr Erstlesebuch „Theo und der Mann im Ohr.“ 500 Wilhelmsburger Grundschüler*innen hatten es aus einer Shortlist als bestes Buch ausgewählt. Es ist ein Buch über Schulängste und den großen Theo, der von seinem Mann im Ohr alles vorgesagt bekommt, wenn er etwas nicht weiß. In den Begründungen, warum sie dieses Buch am besten fanden, schrieben die Kinder unter anderem: „... weil Theo 1+1 nicht kann“, „... weil der Mann im Ohr Peppino Furzius von Schlabber heißt“, oder einfach „... weil es lustig war und schön.“

 

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Stadtteilschule Wilhelmsburg zeigt Vielfalt!
1. Kulturprojektwoche zur Wertschätzung von Diversität

Modenschau

Modenschau in der Klasse 3c:
selbstgebastelte Kostüme und ein Theaterstück
.
Foto: ein

PM. In der letzten Septemberwoche fand für die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg unter der Leitung von zehn professionellen Künstlerinnen und Künstlern erstmalig eine Kulturprojektwoche zum Thema Diversität statt. Die Schülerinnen und Schüler näherten sich in unterschiedlichen Workshops dem Thema Vielfalt. Theater, Tanz, Fotografie, Film oder Kunst ersetzten für eine Woche die klassischen Unterrichtsfächer: Selbstorganisation, Kreativität, Ausprobieren, Scheitern, losgelöst vom 45 Minutenrhythmus.
Die Ergebnisse der Workshops spiegelten die Vielfalt der Schülerschaft des bunten Stadtteils Wilhelmsburg sowie die vielfältigen Interpretationen von Diversität wider und konnten sich wahrlich sehen lassen: Kurzfilme, Theaterstücke, Modenschau, Trickfilme, Fotografien, handgeschöpftes Papier wurden von Mitschülern, Eltern, Sponsoren und Künstlern gewürdigt und bestaunt.

Das Kaleidoskop der Ergebnisse war gewollt. Schulleiterin Katja Schlünzen ist sich sicher: „Die kulturelle Bildung der jungen Menschen ist mindestens genauso wichtig wie der klassische Lehrstoff. Kreativität, schöpferische Tätigkeit, unabhängiges Denken und Persönlichkeitsbildung sind Qualitäten, die für die Berufe der Zukunft notwendig sind.“
Schauspieler Holger Spengler erarbeitete mit der Klasse 3b ein Theaterstück und zog am Ende der Woche positive Bilanz: „Die Schüler waren neugierig und offen. Die Zusammenarbeit mit den Schülern klappte ausgesprochen gut. Das lag auch an der sehr guten Klassenleitung. Das funktioniert an anderen Schulen oft nicht so gut.“
Beeindruckt waren ebenfalls die Eltern: „ergreifend“, „sehr cool“, „erstaunlich, was innerhalb einer Woche geleistet wurde“ und ein stolzer Blick zum eigenen Kind.
Am riesigen Erfolg der ersten Kulturprojektwoche an der Stadtteilschule Wilhelmsburg war der Organisator Wolf Gölz maßgeblich beteiligt. Freudig erklärte er: „Wie schön, wenn sich die Mühe lohnt und man im Leuchten der Augen der Schülerinnen und Schüler und der beteiligten Tutorinnen und Tutoren die Kraft und Energie kultureller Bildung aufblitzen sieht. Ein großartiges Event für unsere gesamte Schulgemeinschaft.“
Unterstützt wurde die Kulturprojektwoche von der Preuschhofstiftung und dem Kinder- und Jugend-Kulturfonds Hamburg. Nicht nur Wolf Gölz, insbesondere die Schülerinnen und Schüler hoffen auf eine Wiederholung der Kulturwoche im kommenden Jahr.

 

 

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BiBuKino - Bilderbuchkino

Iimmer freitags. Eintritt frei
Gruppen bitte anmelden!
Bücherhalle Kirchdorf: Tel. 7542358
Bücherhalle Wilhelmsburg: Tel. 757268

 

22.11.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: "Elefanten verboten“. Ab 3 J.
Der kleine Junge hat einen Elefanten als Haustier. Doch beim Haustierclub sind Elefanten verboten! Da trifft er auf ein dunkelhäutiges Mädchen ....

22.11.2019: 10 h, Bücherhalle Wilhelmsburg : „Drei sind keiner zu viel“. Ab 3 J.
Bär und Murmeltier sind Freunde. Sie treffen sich jeden Nachmittag, um Spaß zu haben. Eines Tages lädt der Bär auch die Ente zum Spielen ein ...

 

29.11.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „Jan und Julia feiern Weihnachten“. Ab 3 J.
Die Adventszeit und Weihnachten sind für Jan und Julia eine schöne Zeit. Es gibt einen Adventskalender und -kranz, Plätzchen backen und Basteln. Der Nikolaustag und die Bescherung an Heilig Abend sind Höhepunkte.

29.11.2019: 10 h, Bücherhalle Wilhelmsburg : "Hotel Winterschlaf". Ab 3 J.
Der Winter naht und der Fuchs bereitet sein Hotel für die müden Wintergäste vor, die bereits geduldig auf Einlass warten.

 

06.12.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „Nikolaus und der dumme Nuck“. Ab 4 J.
Esel Nuck, der dem Nikolaus beim Austragen der Geschenke half, will nun selbst Nikolaus sein.

06.12.2019: 10 h, Bücherhalle Wilhelmsburg :„Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten“. Ab 4. J.
Alle Kinder freuen sich, dass Heiligabend ist. Nur Pelle, Bosse und Inga sind unendlich traurig und allein. Doch wer kommt da?


13.12.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „Das geheime Buch vom Weihnachtsmann“. Ab 3 J.
„Was fällt denn da vom Himmel?“ „Schnee ist das nicht.“ Darin waren sich alle Pinguine einig. Doch welches Geheimnis steckt hinter diesem seltsamen roten Ding?

13.12.2019: 10 h, Bücherhalle Wilhelmsburg : „Lieselotte im Schnee“. Ab 3 J.
Lieselotte hat viel zu tun: Sie muss für Weihnachten zusammen mit dem Briefträger viele Pakete austragen. Endlich hat sie nur noch die Päckchen für ihre Freunde in der Tasche und macht sich müde und erschöpft auf den Heimweg.

 

 

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Die Zeit ist gekommen das System zu durchbrechen. 50[oder?]
Jugendtheatergruppe OhA! spielt ihr Stück aus den Höhen und Tiefen des Lebens

Theater

Das wird spannend: Die Theatergruppe OhA! stellt in ihrem
Stück die Frage, ob immer alles so sein muss, wie es ist.

Foto: ein

Lisa Meyer/OhA!-Theater. Nun ist fast wieder ein Jahr vorbei und die jugendlichen von der Theatergruppe OhA! haben sich ordentlich ins Zeug gelegt, um ein einzigartiges Stück auf die Beine zu stellen. Die Zeit läuft ab und so sind auch wir in den letzten Zügen, um eine verwirrende Inszenierung zu erschaffen. In unserem Stück geht es um die Zeit, Liebe, Hilflosigkeit und Tod und die Frage, ob immer alles so sein muss, wie es ist.
Kommen sie zu uns am 29. oder 30. November und lassen sie uns ein bisschen ihrer kostbaren Zeit rauben, denn jede Stunde ist wertvoll. Erleben sie ein Stück, in dem auch der Zuschauer sich die Frage stellen kann, was die Gesellschaft so von ihm erwartet, und lassen sie sich von einer einzigartigen Geschichte in den Bann ziehen. Begleiten sie uns durch die Höhen und Tiefen eines Lebens, das nach Antworten strebt.

Premiere: 29.11.2019 um 20 h
Derniere: 30.11.2019 um 20 h
Ort: Honigfabrik Wilhelmsburg, Industriestraße 125-131

Anmeldungen für das Stück werden gerne per Mail angenommen über: vorverkaufkiku@honigfabrik.de.
Der Eintritt ist frei.

 

 

 

 

 

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MINT-Schule zeigt, was sie kann
MINT-Experten staunten bei ihrem Besuch über die vielfältigen Projekte an der Stadtteilschule Wilhelmsburg

MINT-Schule

Yusein Ibrahim (17), Rukaiya Myomyon (15) und Yannick Johannsen (16) stehen den MINT-Experten Rede und Antwort.
Foto: StSW/ein

PM. Seit einem Jahr trägt die Stadtteilschule (STS) Wilhelmsburg für ihre hervorragende Arbeit im naturwissenschaftlichen Bereich das begehrte Exzellenz-Siegel „MINT-Schule Hamburg“ und gehört damit zum MINT-Netzwerk, dem lediglich vier weitere Hamburger Schulen angehören. Halbjährlich treffen sich die MINTLehrerinnen und -Lehrer der fünf Hamburger Flaggschiffe, um sich auszutauschen, neue Impulse zu bekommen und voneinander zu lernen.
Ende Oktober fand das zweitägige Treffen erstmalig an der Stadtteilschule Wilhelmsburg statt. Für die 25 MINT-Profi-Lehrkräfte hatten Kathrin Wittmaack (didaktische Leitung) und Uwe Junge (Koordinator der Naturwissenschaften) von der STS Wilhelmsburg ein interessantes und niveauvolles Programm ausgearbeitet: Workshops, Vorträge, Neubaubesichtigung und Erkundung von außerschulischen Lernorten wie dem Spreehafen. Damit die Teilnehmer*innen einen umfassenden Einblick in die praktische Arbeit der Stadtteilschule Wilhelmsburg bekommen konnten, präsentierte die Schule die Gesamtheit ihrer Projekte auf dem „Markt der Möglichkeiten“. In der frisch gestrichenen Aula erklärten Schüler*innen jeglichen Alters an ihrem „Marktstand“ den fachkundigen Lehrkräften der anderen MINT-Schulen ihre Projekte.
Manuela Schütt von der Gretel-Bergmann-Stadtteilschule fand die Museumsraum-Exponate der Profilklasse „Meer erleben“ hochinteressant und hatte sofort eine Idee, wie sie diese in ihrer Schule praktisch umsetzen kann. Gern erklärten Leonie Hofmann, Yannick Johannsen und Rukaiya Ibrahim ihr die Idee und Entstehungsgeschichte ihres Werkstücks.
Die selbstgebauten Raketen hingegen begeisterten Christoph Blaszk von der STS Lohbrügge: „Die Raketen sind super. Und man merkt, dass an dieser Schule die Schüler im Mittelpunkt stehen.“
Schulleiterin Katja Schlünzen freute sich, das MINT-Netzwerktreffen ausrichten zu können. „Die Stadtteilschule Wilhelmsburg ist die einzige ausgezeichnete MINT-Schule im gesamten Süderelberaum. Bei uns findet naturwissenschaftlicher Unterricht nicht erst in der Oberstufe statt, sondern beginnt bereits in unseren maritimen Grundschulprofilklassen. Unsere Schülerinnen und Schüler zeigen heute ihre erlernten Präsentationstechniken, ihre Teamfähigkeit und ihr Expertenwissen – vor Profi-Lehrern. Klasse!“ Unterstützt werden die fünf Hamburger MINT-Schulen von der Nordmetall-Stiftung.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bully auf LiteraTour
"Kleinste Lesung" zu Besuch an der STS Wilhelmsburg

Literatur im Bus

Zehn Mädchen der STS Wilhelmsburg genießen die Lesung im Bully.
Foto: ein

PM. Am Montag, dem 28.10. fand auf dem Parkplatz der Stadtteilschule Wilhelmsburg eine Lesung der besonderen Art statt: Pünktlich zur Mittagspause rollte ein schmucker Oldtimer VW Bus auf das Schulgelände. An Bord befand sich der Berliner Autor und Erzieher Benjamin Tienti, bestens ausgerüstet mit seinem neuesten Jugendbuch „Unterwegs mit Kaninchen“ und guter Laune.
Schnell bildete sich vor dem historischen Bus eine lange Schülerschlange. "Fahrkarten" für die Lesungen wurden verteilt, und endlich öffnete sich die Schiebetür des "Bully". Pro Lesung kletterten zehn literaturinteressierte Fünft- und Sechstklässler auf die Sitzbänke und in den Kofferraum. Im Bus las Benjamin Tienti dann fünf Minuten lang aus seinem Buch vor und beantwortete noch Fragen. Idina Babür, 12 Jahre, fand die Lesung der besonderen Art richtig gut: „Solche Aktionen müsste es öfter geben!“
Die Deutschlehrerinnen Hannah Gottwaldt und Danica Liebig hatten die „LiteraTour“ für ihre Stadtteilschule Wilhelmsburg organisiert.
Im Rahmen des Lesefestes "Seiteneinsteiger" fanden gemeinsam mit der Joachim Herz Stiftung an 15 ausgewählten Hamburger Schulen "kleinste Lesungen" statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 



 

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„Schön, dass du da bist!“
Die Schule An der Burgweide bekommt zwei Preise für ihre inklusive Arbeit

Deichmann-Preis

Die glücklichen Preisträger An der Burgweide.
Foto: ein

hk. Auch zehn Jahre nach dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention ist es mit der inklusiven Beschulung der Kinder bei uns immer noch nicht weit her. Die UNESCO-Kommission kritisiert, dass deutschlandweit fast genauso viele Kinder auf separierende Sonderschulen gehen wie vor zehn Jahren.
Die mangelhafte Umsetzung der Inklusion durch die Hamburger Bildungsbehörde ist seit längerem in der Kritik. Vor diesem Hintergrund können Preise für die gute inklusive Arbeit einzelner Schulen ein wichtiges Signal und Mahnung an die verantwortlichen Politiker*innen sein. Die Schule An der Burgweide in Kirchdorf-Süd erhielt im September als eine von drei Schulen in Deutschland den Jacob-Muth-Preis für inklusive Schulen. Projektträger des Preises sind der Beauftragte der Bundesregierung für Belange von Menschen mit Behinderungen, die deutsche UNESCO-Kommission und die Bertelsmannstiftung.
In der Begründung für die Verleihung heißt es u.a.: „Der Schule ... gelingt es in einem sozialen Brennpunkt, Kinder mit unterschiedlichstem kulturellen Hintergrund und derzeit 29 Muttersprachen sowie mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf inklusiv zu unterrichten.“ Auf einem Festakt in Berlin konnte eine Delegation aus der „Burgweide“ den mit 3000 Euro dotierten Preis entgegennehmen.
Außerdem gab es noch eine weitere Auszeichnung, den Deichmann-Förderpreis für Integration. Der von Europas größtem Schuhhändler Deichmann gestiftete Preis wird an Unternehmen und Einrichtungen verliehen, die sich besonders für die Eingliederung benachteiligter Kinder und Jugendlicher in Gesellschaft und Beruf einsetzen. Auf der Verleihungsfeier in der Schulaula wies Schulleiterin Regine Seemann auf die fast 30-jährige Praxis der Integration an der Schule hin: Seit Anfang der 90er-Jahre ist sie Integrative Regelschule, seit 10 Jahren Schwerpunktschule Integration und eine von vier sechsjährigen Grundschulen. Seit 2013 findet hier jahrgangsübergreifendes Lernen statt. Silke Janssen vom Deichmann-Förderpreis übergab den mit 1000 Euro ausgestatteten Preis und hob in ihrer Lobrede hervor, dass Integration hier nicht in einzelnen Projekten stattfinde, sondern das Gesamtkonzept der Schule darauf ausgelegt sei, Schüler*innen und Eltern zu stärken und zu fördern. Und dass durch den längeren sechsjährigen Schulbesuch die ungleichmäßigen Lernausgangslagen der Kinder häufiger ausgeglichen werden könnten, so dass sie deutlich gestärkt auf die weiterführenden Schulen gingen.

Thomas Bressau, Referent für Wettbewerbe an der Schulbehörde, lobte die Arbeit der Schule so: Hier sei man entschlossen, nicht Dienst nach Vorschrift zu machen. Jedes Kind lebe und lerne anders und die Schule An der Burgweide sage zu jedem Kind: „Schön dass du da bist.“
Die „Burgweide“ und der Kreiselternrat haben in diesem Jahr beantragt, dass die Schule als inklusive Schwerpunktschule für Kinder mit Förderbedarf in der körperlichen und geistigen Entwicklung bis zur 10. Klasse ausgeweitet werden kann. Bisher müssen Kinder mit diesem Förderbedarf nach der 6. Klasse häufig auf Schulen in anderen Stadtteilen wechseln, da es in Wilhelmsburg keine Stadtteilschule mit inklusivem Schwerpunkt gibt. Auf eine entsprechende Frage auf der Schulausschuss-Sitzung im September sagte Senator Rabe, das liege zwar nahe, aber es mache wenig Sinn, in Wilhelmsburg eine fünfte Stadtteilschule aufzumachen, solange die anderen noch aufnahmefähig seien. Außerdem ist unklar, wie es mit dem Schulversuch „sechsjährige Grundschule“, der auf zehn Jahre befristet ist, nach 2021 weitergeht.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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Stadtteilschule Wilhelmsburg eröffnete die 11. Hamburger Klimawoche
Auch viele kleine Veränderungen im persönlichen Umfeld führen zu einem nachhaltigen Klimabewusstsein

Klimawoche

Die Klasse 11a fuhr zum Start der Klimawoche mit dem Boot vom Spreehafen an den Jungfernstieg. Auf der Fahrt diskutierten sie auch mit Umweltsenator Jens Kerstan.
Foto: StSW

Torben Freitag/StSW. Zeitgleich zum UNKlimagipfel in New York startete am 23. September die 11. Hamburger Klimawoche. Wie große politische Entscheidungen aber auch kleine Veränderungen im eigenen Umfeld und auf lokaler Ebene den Klimawandel verlangsamen können, wird in diesen Tagen heiß diskutiert. Dazu gehört, häufiger den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad zu benutzen oder Plastikmüll zu vermeiden und den eigenen ökologischen Fußabdruck kritisch zu hinterfragen. Die Stadtteilschule Wilhelmsburg nutzte den Anlass der Klimawoche und das Motto „Das Klima braucht dich!“ für einen Workshop „Sprung über die Elbe.“
Schülerinnen und Schüler der Klasse 11a fuhren zum Start der 11. Hamburger Klimawoche mit dem Boot von Spreehafen an den Jungfernstieg. An Bord widmeten sie sich dem Thema Umwelt- und Klimaschutz, diskutierten Lösungsvorschläge und erstellten Forderungen zu konkreten Klimaschutzmaßnahmen. Die Grafik-Künstlerin Angela Wittchen hat die Klasse 11a bei der Arbeit genau beobachtet und die Ergebnisse in einer Grafik festgehalten.

Begleitet wurde die Fahrt unter anderem von Jens Kerstan (Umweltsenator) und dem Segler Boris Herrmann (Schirmherr der Hamburger Klimawoche), der soeben von der Atlantik-Überquerung zusammen mit Greta Thunberg zurückgekehrt ist. Auch die Hamburg-Journal Moderatorin Julia Wulf vom NDR Fernsehen war mit an Bord und nutzte die Gelegenheit für ein Interview mit Schülerinnen und Schülern der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Unter großer Anteilnahme der Medien fand am Jungfernstieg abschließend die Übergabe der Schülerforderungen an Umweltsenator Kerstan statt. Kerstan, wie auch Klimaforscher Mojib Latif lobten das Engagement der Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule.

 


 

 

 

 

Inselarche

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