25. Jahrgang,
Ausgabe 9
Sep. / Okt.
2019
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Kinder, Jugend, Bildung, Sport

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15 Jahre Wilhelmsburger Lesewoche "Die Insel liest“
Neuer Vorlesewettbewerb für Kinder, die Deutsch als Zweitsprache (DaZ) haben
BiBuKino - Bilderbuchkino
Ratschlag Bildung
Gokarts vom Spendenparlament
Lehrer mit Leib und Seele
Junge Tiefseefische glänzten in der Schulaula
100 Jahre Helmut Schmidt
Aktionstag zu Pflege: „Echt gepflegt“

 

15 Jahre Wilhelmsburger Lesewoche "Die Insel liest“
Große Veranstaltungsreihe rund ums Buch in der ersten Novemberhälfte. Neu ist ein Familienprogramm in den Bücherhallen und in der Honigfabrik am Wochenende

Lesebücher

Jedes Jahr wählt die Kinderjury, welche Neuerscheinung den Preuschhof-Preis für Kinderliteratur bekommen soll. Dabei wühlen sich die Kinder
durch Stapel von Büchern.
Foto: han

Maren Töbermann. Seit 2004 heißt es jedes Jahr im November „Die Insel liest“! In diesem Jahr feiert die Wilhelmsburger Lesewoche ihren 15. Geburtstag – und dank des neuen Wilhelmsburger Bildungsfonds und des Holger-Cassens-Preises 2018 kann der Geburtstag mit einer großen Veranstaltungsreihe gefeiert werden, an der rund 2.000 Kinder vor Ort kostenlos teilnehmen können.
Auf dem Programm für die Kitas, Schulen und Bildungseinrichtungen stehen Lesungen mit Live-Zeichnen und Musik, Kreativ-Werkstätten, Literaturtheater und viele weitere Aktionen rund ums Buch. Am 12. November findet der Lesetag im Bürgerhaus statt, wie immer mit dem beliebten Finale des inselweiten Vorlesewettbewerbs.

Angebote
Hier eine Auswahl der diesjährigen Angebote für Gruppen: Lesen und Live-Zeichnen mit Kai Pannen und Zombert (der inzwischen lesen gelernt hat), Mitmach-Lesung inklusive Robo-DanceCrashkurs mit Michael Petrowitz, Erzähltheater „Königin der Farben“ mit dem Theater Mär, musikalische Abenteuerlesung mit Cally Stonk und Ukulele, "Käptn Knitterbart" von Cornelia Funke mit dem Theater Wolkenschieber, eine Pop-Up-BuchWerkstatt mit Antje von Stemm, Musiktheater „Elmar der bunte Elefant“ mit dem Theater Mär, Lesung und Piratenquiz mit Sybille Rieckhoff und den Eichhörnchenpiraten, Szenische Lesung „Oje, ein Buch“ mit dem Theater am Strom, Lesungen „Caspar“ und „Bifi und Pops“ mit Stefanie Taschinski. Aus unserer Reihe "Anders Lesen": spannende Brailleschrift-Lesung und Mini-Workshop mit Heiko Kunert und dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg.

Familienprogramm
Erstmals wird es in diesem Jubiläumsjahr auch ein öffentliches Familienprogramm am Wochenende geben: Neben den Aktivitäten in allen Schulen, Kitas und Bücherhallen vor Ort sind auch am Wochenende 9. und 10. November Aktionen rund ums Buch geplant:
Die Bücherhallen Wilhelmsburg und Kirchdorf öffnen am Sonnabend, 9.11., ihre Türen für die ganze Familie. In der Bücherhalle Kirchdorf präsentieren Eva Muszynski und Karsten Teich in einer wilden Wildwest-Lesung mit Live-Zeichnen und Gitarre den neuen Band der Kultreihe "Cowboy Klaus". In der Bücherhalle Wilhelmsburg erwartet die Kinder das Theater Tandera mit dem Stück "Frieda und Frosch".
Am Sonntag, 10.11., lädt die Honigfabrik Kinder ab fünf und ihre Erwachsenen zum Musiktheater „Elmar, der bunte Elefant“ ein.

Neues Buchprojekt: "Insel an Zukunft"
In Kooperation mit „Die Insel forscht“ planen wir, eine Publikation zum Thema Nachhaltigkeit (mit den Schwerpunkten Ökologie, Klimaschutz, Mobilität, Zukunft …) herauszugeben. Dazu werden Beiträge der Kinder gesucht, mit Tipps zum Umweltschutz, Ideen für die Zukunft u.a. Wir sammeln dafür bis zum Ende der Lesewoche (kurze) Beiträge von A-Z, und planen, diese zur Forscherwoche 2020 als Buch herauszugeben. Lesungen und Aktionen zum Thema Nachhaltigkeit sind geplant.

Preuschhof-Preis für KinderLiteratur 2019
Im Juni hat die Kinderjury, an der sich wieder über 500 Grundschulkinder beteiligt haben, entschieden: Die neue Preuschhof-Preis-Gewinnerin ist die Berliner Autorin Cally Stronk (nach fünf Jahren endlich mal wieder eine Frau!). Cally Stronk kommt am 12.11. zur Preisverleihung im Rahmen des Lesetages ins Bürgerhaus. Lesungen mit „Theo“ und „Leonie Looping“ finden am 11.11. (ganztags) und 12.11. (nachmittags) statt.

 

 

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Neuer Vorlesewettbewerb für Kinder, die Deutsch als Zweitsprache (DaZ) haben
Kooperationsprojekt der Wilhelmsburger Lesewoche, Stadtteilschule Stübenhofer Weg
und Bücherhallen Hamburg

PM. In diesem Schuljahr gibt es in Hamburg erstmals einen Vorlesewettbewerb für Schüler*innen mit Deutsch als Zweitsprache. Organisiert wird der Wettbewerb von Maren Töbermann (Projektleitung Wilhelmsburger Lesewoche), Phoebe Lorenz (Didaktische Koordinatorin, StS Stübenhofer Weg) und Sylvia Linneberg (Koordinatorin Interkulturelle Öffnung & Vielfalt, Bücherhallen Hamburg).
Das Kooperationsprojekt der Wilhelmsburger Lesewoche richtet sich an Schüler*innen aus den Stadtteilen Wilhelmsburg und Veddel und dem Bezirk Harburg. Eine Ausweitung auf ganz Hamburg ist für das kommende Jahr in Planung.
Mitmachen können Schüler*innen zwischen 10 und 13 Jahren, die nicht in Deutschland geboren und erst im Schulalter mit der deutschen Sprache in Kontakt gekommen sind. Der Vorlesewettbewerb richtet sich an Kinder aus den Klassen 5 und 6 sowie den IVK. Jede Schule hat die Möglichkeit, bis zu 3 Schüler*innen zu melden (nach Rücksprache ggf. mehr, je nach Größe der Schule).
Anmeldeschluss ist der 30. September 2019 (Nachmeldungen ggf. bis 25.10. möglich).

Gelesen wird aus einem selbstgewählten Text im Umfang von drei Minuten Vorlesezeit, ein Fremdtext muss nicht gelesen werden.

Der Wettbewerb findet am Nachmittag des 5. oder 7. November 2019 in der Stadtteilschule Stübenhofer Weg in Wilhelmsburg statt (im Rahmen der Wilhelmsburger Lesewoche vom 4. bis 12. November, s. S. 13). Die öffentliche Preisverleihung findet am 12. November im Rahmen des Lesetags vormittags im Bürgerhaus Wilhelmsburg statt.
Der Zugang zum Wettbewerb ist niedrigschwellig angelegt, um viele Kinder zur Teilnahme zu motivieren. Die Jury wird bei ihrer Entscheidung Vor- und Nachteile sowie Altersunterschiede und individuelle Spracherfahrung berücksichtigen. Und natürlich gibt es für alle Beteiligten viele tolle Preise zu gewinnen!
Die Bücherhallen stellen in den Herbstferien zur Vorbereitung Räumlichkeiten und Bücher zur Verfügung und bieten zum Teil auch spezielle Workshops für interessierte Kinder an. Informationen dazu folgen direkt über die Bücherhallen Wilhelmsburg, Kirchdorf, Harburg und Neugraben.

Anmeldung für den DaZ-Vorlesewettbewerb:
Bitte per Mail: wilhelmsburgerlesewoche@gmx.de mit Angabe von:
Name und Alter des Kindes; seit wann in Deutschland, seit wann mit der Sprache vertraut, Schule und Klasse.
Rückfragen bitte an Maren Töbermann: Tel. 0163 314 15 12; marentoebermann@buewi.de oder wilhelmsburger-lesewoche@gmx.de

 

 

 

 

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BiBuKino - Bilderbuchkino

Iimmer freitags. Eintritt frei
Gruppen bitte anmelden!
Bücherhalle Kirchdorf: Tel. 7542358
Bücherhalle Wilhelmsburg: Tel. 757268

 

20.09.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „Lieselotte hat Langeweile“. Ab 3 J.
Lieselotte hatte sich schon so gefreut. Sie wollte zusammen mit der Bäuerin ihren selbstgebastelten Drachen steigen lassen und jetzt regnet es Bindfäden

20.09.2019: 10 h, Bücherhalle Wilhelmsburg : „Tafiti und der geheimnisvolle Kuschelkissendieb“.
Ab 4 J. Ohne sein Kuschelkissen kann Erdmännchen Tafiti nicht einschlafen. Zum Glück geht sein bester Freund, Pinselohrschwein Pinsel, direkt mit ihm auf die Suche.

 

27.09.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „Pino, Lela und der kleine Fuchs“ Ab 3 J.
Was ist denn das für ein Heulen und Wimmern mitten in der Nacht? Ein kleiner Fuchs, ganz allein. Die Schwalbe Lela und das Eichhörnchen Pino müssen ihm helfen!

27.09.2019: 10 h, Bücherhalle Wilhelmsburg : „Ein Garten für alle“. Ab 3 J.
Eines Tages beschließt der Bär, einen Garten anzulegen. Doch kaum sind die Samen in der Erde, picken Vögel alle wieder raus.

 

04.10.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „Paulchen Pieks“. Ab 4 J.
Fuchs Paulchen darf bei seinem Freund Pieks übernachten. Bei Familie Igel ist es wie zu Hause und doch anders. Paulchen hat viel Spaß beim Sternegucken und bei der Kissenschlacht. Doch er hat auch Heimweh.

04.10.2019: 10 h, Bücherhalle Wilhelmsburg : Die Streithörnchen. Ab 3 J.
Lenni, das Eichhörnchen, genießt das Leben. Als er merkt, dass er keine Vorräte für den Winter hat, gerät er in Streit mit dem fleißigen Finn.


11.10.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: „Benny Bärentatze und das kleine Quak“ Ab 3 J.
Endlich ist er fertig: der beste Drachen der Welt! Natürlich wollen Benny und seine Freunde und Fips den Drachen gleich einmal ausprobieren ...

11.10.2019: 10 h, Bücherhalle Wilhelmsburg :Mama Muh liest“. Ab 4 J.
Mama Muh ist auf dem besten Weg lesen zu lernen. Mit Lesen gibt sich ihre Freundin Krähe aber gar nicht erst ab - sie wird sogar ein Buch schreiben und muss dafür streng wissenschaftlich vorgehen!

18.10.2019: 10.30 h, Bücherhalle Kirchdorf: : „Hahn in Not“. Ab 4 J.
Hahn Schiller hat verschlafen, Damit gerät alles in Unordnung und die Tiere schimpfen. Aber der arme Hahn kann gar nichts dafür: Jede Nacht wird er von einem geheimnisvollen Klopfen am Schlafen gehindert.

18.10.2019: 10 h, Bücherhalle Wilhelmsburg : „Lieselotte ist krank“. Ab 3 J.
Die Kuh Lieselotte hat Schnupfen und Husten und wird von der Bäuerin liebevoll mit heißem Tee und Hustensaft versorgt. Doch dann wird die Bäuerin selber krank. Was tun?

 

 

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Ratschlag Bildung
Öffentliche Veranstaltung der LINKEN zum Thema Bildung in Wilhelmsburg

PM/hk. Auf einer Pegelstand-Veranstaltung im April mit Betroffenen und Parteienvertretern wurde die in den letzten Jahren eingeschlafene Diskussion über die Bildung auf den Elbinseln wieder angestoßen. (siehe auch WIR 5 und 7/19)

Hauptkritikpunkt: Die nach wie vor bestehenden Probleme werden von der Behörde nicht mehr öffentlich thematisiert, die gesetzlich vorgeschriebene regionale Bildungskonferenz findet nicht mehr statt. Die Forderung des Beirats, die Wilhelmsburger Bildungsakteure an der Planung neuer Schulen im Stadtteil zu beteiligen, wird seit über einem Jahr ignoriert. Inzwischen sind neue Themen dazugekommen: Der Schulentwicklungsplan wurde veröffentlicht und die Verhandlungen über die Weiterführung des „Schulfriedens“ sind abgeschlossen.

Die LINKE nimmt die Diskussion in einem öffentlichen „Ratschlag Schulentwicklung in Wilhelmsburg“ wieder auf. Im Pressetext zur Veranstaltung heißt es: „DIE LINKE will die Schulentwicklung in gemeinsamer Verantwortung der regionalen Bildungsakteur*innen planen. Doch solch eine Beteiligung sieht der Senat nicht vor. Der Ratschlag bietet ein Forum: Hier können sich Bürger*innen und Vertreter*innen von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen austauschen und einbringen. Denn Schulentwicklung ist mehr, als nur ausreichend Schulplätze zu schaffen. Es geht um die Qualität von Schule und Unterricht, es geht um das Recht der jungen Menschen auf ausreichende Räume und Flächen. Dabei spielt die Größe einer Schule eine wichtige Rolle. Das Modell der Campus-Schulen, von denen auch eine in Wilhelmsburg geplant ist, ist problematisch. Es gibt viel Diskussionsstoff. Diskutieren Sie mit!“

„Ratschlag Schulentwicklung in Wilhelmsburg“, mit Sabine Boeddinghaus (bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft) Marinus Stehmeier (Bezirksfraktion DIE LINKE Wilhelmsburg)

Mittwoch, 4. September 2019, 18 Uhr, Bürgerhaus Wilhelmsburg

 

 

 

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Gokarts vom Spendenparlament
Hamburger Spendenparlament spendiert Gokarts und einen Poolbillardtisch
für das Haus der Jugend

Gokart

PM. Da werden sich die Kinder und Jugendlichen freuen: Das Hamburger Spendenparlament unterstützt die Arbeit im Wilhelmsburger Haus der Jugend. Auf seiner Parlamentssitzung am 24.07.2019 hat es einstimmig beschlossen, dafür 4.500 Euro zu genehmigen.
Nun können die von den jungen Leuten langersehnten Gokarts und ein Billardtisch angeschafft werden.
Mit den Tret-Gokarts sollen Stadtteilausflüge mit anschließenden Grillangeboten, zum Beispiel in den Inselpark oder an die Elbe gemacht werden. Die Jugendlichen hatten sich derartige Erlebnis-Events schon ganz lange gewünscht. Es fehlten leider nur die Gokarts dafür.

Der Poolbillardtisch wird den zwar vorhandenen, aber defekten und nicht mehr zu reparierenden Tisch ersetzen.
Der Verein zur Förderung der Integration in HH Wilhelmsburg e.V., der seit 2005 vielfältigste Angebote (wie etwa Fitness und Sport, kreative und gesundheitsfördernde Angebote, Beratungsangebote, Hausaufgaben- und Bewerbungshilfen) im Haus der Jugend durchführt, hatte Anfang diesen Jahres Kontakt zum Hamburger Spendenparlament aufgenommen und auf die Wünsche der Kinder und Jugendlichen hingewiesen.

Peter Ulferts von der Finanzkommission des Spendenparlaments schaute daraufhin im Haus der Jugend vorbei und war von der dort geleisteten Arbeit sehr angetan. Er überzeugte die Finanzkommission des Spendenparlaments von den Anschaffungen, die dann das Parlament einstimmig, ohne Gegenstimme und bei keiner Enthaltung beschloss.
Da war die Freude bei Uli Gomolzig, Leiter vom Haus der Jugend, der in der Sitzung anwesend war, dann riesengroß. „Das Abstimmungsergebnis ist sensationell. Jetzt können und werden wir die Dinge im Interesse der jungen Menschen ganz schnell anschaffen. Das ist eine schöne Wertschätzung unserer Arbeit."


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Lehrer mit Leib und Seele
Walter Matern war vierzig Jahre Lehrer in Kirchdorf

Matern

Walter Matern vor seiner Nelson-MandelaSchule.
Foto: MG

MG. „Ich war 40 Jahre gern an dieser Schule und in diesem Stadtteil“, sagt Walter Matern. Er war nach dem Referendariat am Gymnasium Hochrad ein ganzes Arbeitsleben lang an der Nelson-MandelaSchule tätig. In der Zeit hat er sechsmal Schüler*innen von der 5. bis zur 10. Klasse als Klassenlehrer begleitet, einige auch bis zum Abitur. Studiert hat er an der Universität Hamburg ab 1971 Englisch und Geschichte. Aber um möglichst oft in seinen Klassen zu sein, hat er sich noch in Sport und Arbeitslehre fortgebildet, so dass er fast täglich für seine Schüler*innen ansprechbar war.
Geboren und aufgewachsen ist Walter in Cuxhaven, wo er zusammen mit seiner Mutter und Schwester bis zum Abitur lebte. Den Vater hat er kaum gekannt. Der arbeitete auf Helgoland und kam nur alle sechs Wochen zu Besuch und ist schon gestorben, als Walter noch klein war. Nach dem Abitur ging er dann nach Hamburg zum Studium. Im vorletzten Semester wollte er in England an der Partneruniversität Southampton sein Englisch noch aufpolieren. Sechs Wochen Aufenthalt waren geplant. Er war dort in einer Familie als „paying guest“ untergekommen. Kurz vor Ende September, bevor es zurück nach Hamburg ging, erschien dann Catherine aus der Schweiz, die als Au-pair-Mädchen nach England gekommen war, und es funkte mächtig! Das warf alles über den Haufen.
Er fuhr zurück nach Hamburg, um sich von der Uni weiter beurlauben zu lassen, dann wieder nach England (zu Catherine!). Nun musste er den Aufenthalt mit Nachhilfeunterricht und kleinen Jobs, z. B. als Tellerwäscher, finanzieren. Walter erinnert sich: „Es war eine schöne Zeit, wir haben hart gearbeitet, aber wir waren glücklich!“ Weihnachten 1975 mussten die Mütter beruhigt werden. Walter fuhr zu seiner Mutter nach Cuxhaven und Catherine zu ihrer Mutter in die Schweiz. Nach dem weiteren Aufenthalt in England, ging es dann nach Hamburg. Walter fand eine Unterkunft im Studentenwohnheim und Catherine wohnte als Au-pair-Mädchen bei einer Familie.
Später zogen sie zusammen in die Breite Straße in Altona. Walter beendete sein Studium und wurde Referendar im Gymnasium Hochrad. Kurz vor der Geburt von Tochter Stefanie zog die Familie nach Mümmelmannsberg. Dort wurde auch zwei Jahre später Sohn Patrick geboren. Von dort pendelte Walter 10 Jahre lang nach Kirchdorf zur Haupt- und Realschule Kirchdorf.
Gleichzeitig mit seinem Start, wurde die Schule zur Gesamtschule Kirchdorf. 1990 zur Stadtteilschule Kirchdorf und vor einiger Zeit wurde sie umbenannt in Nelson-Mandela-Schule. Seit 30 Jahren wohnen Materns in ihrer Doppelhaushälfte in Harburg und seitdem fährt der passionierte Fahrradfahrer mit seinem Fahrrad zur Schule. Einmal pro Woche wird er das auch weiterhin tun, denn er hat sich überreden lassen, in der Immersiv-Klasse wöchentlich eine Doppelstunde Arbeits- und Hauswirtschaftslehre auf Englisch zu unterrichten.

Wenn man mit Walter Matern spricht, merkt man, wie er immer noch für seinen Beruf und für seine Schule brennt. In den letzten Jahren sei auch das Engagement der Eltern wieder gestiegen. Aber der Beruf sei schwerer geworden. Die Inklusion sei eine hervorragende Idee, aber es fehle an der ausreichenden finanziellen und personellen Ausstattung. Nun freut sich Walter, dass er mehr Zeit mit Enkeltochter Greta verbringen und mit Catherine vermehrt reisen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 



 

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Junge Tiefseefische glänzten in der Schulaula
Die Vorschulklasse A der Stadtteilschule Wilhelmsburg tauchte maritim ab

Tiefseefisch

Der Regenbogenfisch will seine Glitzerflosse zurückhaben:
Lucas Brandes spielte die Hauptrolle in dem Stück.

Foto: ein

Iris Hahn-Möller. Das ist eine gute Tradition an der Stadtteilschule Wilhelmsburg: Im Rahmen der alljährlich vor den Sommerferien stattfindenden "Maritimen Projektwoche" beeindruckten die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Schule, die Vorschulklasse A, ihre Mitschüler*innen und Eltern mit einem grandiosen Theaterstück. Die meist fünfjährigen Kinder verzauberten das Publikum mit Sprechkunst, Gesang, selbstgenähten Glitzerkostümen und grazilem Tanz. Hochkonzentriert und mit lauter Stimme zeigten die Kinder eine halbe Stunde lang, worauf sie viele Monate hingearbeitet hatten. Mit langanhaltendem, donnerndem Applaus würdigte das Publikum die hervorragenden Leistungen der Kinder.
Annika Gleißenberg, langjährige Vorschullehrerin der Schule, tauchte bereits Mitte Januar mit ihrer Klasse in die buntschillernde Tiefseewelt ein. Vorlage für ihr Theaterstück bildete das Kinderbuch „Der Regenbogenfisch entdeckt die Tiefsee“ von Marcus Pfister. Der Regenbogenfisch schwimmt im Ozean umher und verliert seine Glitzerschuppe. Um sie zurückzubekommen, muss er in die gefahrvolle, dunkle Tiefsee hinabtauchen. Nicht nur ein Leuchtkalmar ist ihm bei der Suche behilflich.
Mit der Entwicklung ihrer Schützlinge zeigte sich Annika Gleißenberg sehr zufrieden: „Jedes Kind hatte in dem Stück eine Sprechrolle, obwohl einige Kinder ohne Deutschkenntnisse in die Vorschule eingeschult wurden. Über das Theaterspielen lernten die Kinder die Sprache, sowie Ausdruck und das Spielen einzelner Rollen. Wir konnten ihr Selbstbewusstsein deutlich stärken. Hier zeigt sich die erfolgreiche und effektive Synergie von Sprachförderung und darstellendem Spiel."
Ihre eigenen Tanzerfahrungen ließ Annika Gleißenberg in die Choreographie einfließen: Anmutige Armbewegungen der Quallen, Taschenlampentanz des Leuchtkalmars und grazile Tanzeinlagen der Meeresbewohner rissen das Publikum mit in die Tiefsee.
Co-Theatertrainerin Daniela Schulz erklärt: „Klassische Jazzstücke aber auch Stücke der regionalen Jazzband „Hamburger Band Horny Jazz Union“ bildeten den musikalischen Klangteppich für unsere Tänze. Wirklich stark finde ich, dass die Kinder die Texte zu der Musik selber entwickelt haben.“
Stolz winkten die Kinder am Ende dem Publikum zu und fiebern nun der Einschulung in die erste Klasse nach den Sommerferien entgegen.

 

Tiefseefische

Quallen, Kalmare und andere Meeresbewohner
helfen dem Regenbogenfisch bei der Suche.
Foto: ein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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100 Jahre Helmut Schmidt
Am 23.12.2018 wäre der Namensgeber des Wilhelmsburger Gymnasiums 100 Jahre alt geworden. Es gab viele Projekte an der Schule zum Jubiläum des Ex-Kanzlers

100 Jahre Helmut Schmidt

Schüler*innen des HSG mit Lehrerin Nilab Ashufta und Peer Steinbrück.
Foto: ein

PM. Nachdem Schülerinnen und Schüler bereits im vergangenen Frühjahr eine Ausstellung zum Leben und Wirken des ehemaligen Bundeskanzlers und Ehrenbürgers Hamburgs gestaltet hatten, waren viele Schülerinnen und Schüler des HSG auch in die vielfältigen Feierlichkeiten rund um den 100. Geburtstag eingebunden.
Bereits am 7.12. war das Schulsprecherteam zugegen, als im Rahmen einer Feierstunde im Kaisersaal des Hamburger Rathauses Bundesfinanzminister Olaf Scholz zusammen mit dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher und dem Kuratoriumsvorsitzenden der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung Peer Steinbrück eine Briefmarke zu Ehren Helmut Schmidts vorstellte. Exklusiv durfte das Schulsprecherteam im Anschluss die Fotoausstellung „Helmut Schmidt. Pflicht – Vernunft – Leidenschaft. 100 Jahre in 100 Bildern“ besuchen und führte dabei sehr angeregte Gespräche mit Weggefährten und Zeitzeugen.
Am 09.01.19 las Reiner Lehberger am HSG aus seiner Biografie „Die Schmidts. Ein Jahrhunderpaar“ und beleuchtete zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe die unterschiedlichen Lebensstationen der Schmidts, z.B. in der NS-Zeit und zur Zeit des „Heißen Herbstes“.
Am 22. Februar 2019 nahm eine Schülergruppe des 11. Jahrgangs an der hochkarätig besetzten Tagung „Rethinking Europe“ im Körber Forum teil und sprach dort unter anderem mit Karen Donfried, der ehemaligen deutschlandpolitischen Beraterin Barack Obamas. Die Tagung widmete sich dem politischen Erbe Schmidts und der Frage einer zukünftigen Ausrichtung Europas in einer globalisierten und zunehmend instabilen außenpolitischen Konstellation.

Am Folgetag schließlich nahmen rund 20 Schülerinnen und Schüler, die zusammen mit Frau Ashufta das Projekt IVCare, einem Mentoring-Projekt für geflüchtete Kinder, an unserer Schule initiiert und zum Blühen gebracht haben, gemeinsam mit ihrer Lehrerin am großen Festakt zu Ehren Helmut Schmidts in der Elbphilharmonie teil. Dort sprachen unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Sie würdigten das politische Wirken Helmut Schmidts und mahnten zur Verteidigung unserer lebendigen und wehrhaften Demokratie und zur Aufrechterhaltung der internationalen Zusammenarbeit auf allen Ebenen.
Wer mehr über die Schmidts wissen möchte, der kann in der Pausenhalle des HSG die Dauerausstellung „Schmidterleben“ besuchen.

 

 

 

 


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Aktionstag zu Pflege: „Echt gepflegt“
Aktionstag fand an der Stadtteilschule Wilhelmsburg statt

Pflegeaktion

Schülerinnen lernen von Pflegekraft Frau Christensen (links).
Foto: HIBB

Iris Hahn-Möller. Am 25.03.2019 fand an der Stadtteilschule Wilhelmsburg der erste Hamburger Aktionstag zum Thema Pflege statt. Ziel des Aktionstags war, jungen Menschen die Vielschichtigkeit des Pflegeberufs näher zu bringen und sie für diesen Beruf zu begeistern.
Am Vormittag konnten interessierte Wilhelmsburger Schülerinnen und Schüler nachspüren, wie es sich anfühlt, wenn im Alter die Kräfte, die Gelenkigkeit und die Sehkraft schwinden. Dazu stiegen sie beispielsweise in einen Spezialanzug, der die Jugendlichen um 60 Jahre „altern“ ließ. Erfahrene Wilhelmsburger Fachkräfte aus dem Bereich Pflege, sogenannte Stadtteilbotschafter, berichteten den jungen Menschen aus ihrem Berufsalltag, warben für den Beruf und zeigten die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten auf.
Es war sicherlich kein Zufall, dass der Aktionstag Pflege an der Stadtteilschule Wilhelmsburg stattfand. Bereits seit über einem Jahr plant die Stadtteilschule Wilhelmsburg zusammen mit dem Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand erfolgreich eine Profilklasse mit dem Schwerpunkt Pflege. Ab dem neuen Schuljahr wird unter der Leitung des Lehrers Felix Köhn an der Stadtteilschule Wilhelmsburg die Profilklasse „Gesundheit – Mit Groß-Sand fit durchs Leben“ starten.

20 pflegeaffine Schülerinnen und Schüler werden an ihrem Profiltag einen Mix aus Theorie und Praxis rund um das Thema Gesundheit erleben: Wie sieht ein Krankenhaus von innen aus? Wie halte ich meinen Körper fit? Was kann ich als Ersthelfer an einer Unfallstelle tun? Welche Tropenkrankheiten gibt es? Weiterhin besteht für die Dreizehnjährigen die Möglichkeit, mit Fachärzten und Pflegekräften vor Ort ins Gespräch zu kommen. Im wöchentlichen Wechsel wird der Profiltag im Krankenhaus Groß-Sand oder im Klassenzimmer stattfinden. „Ich glaube, dass wir mit dieser Profilklasse den Nerv unserer Schülerinnen und Schüler getroffen haben. Weitaus mehr Jugendliche haben sich für dieses Profil beworben als Plätze vorhanden sind. Auf den Start nach den Sommerferien freue ich mich bereits riesig“, erklärt Felix Köhn.
„Diese Kooperation ist für unsere Schülerschaft das Richtige“, weiß Katja Schlünzen, Schulleiterin der Stadtteilschule Wilhelmsburg. „Die Schülerinnen und Schüler können Berührungsängste abbauen, sich qualifizieren und Erfahrungen sammeln. Auf dieser Grundlage können sie sich dann nach der Schulzeit für oder gegen den Pflegeberuf entscheiden.“
Bildungssenator Ties Rabe (SPD) erklärte den gespannt lauschenden Schülerinnen und Schülern, dass der Pflegeberuf ein sehr sinnstiftender Beruf sei. Er selber habe als junger Mensch im Bereich Pflege gearbeitet. Weiterhin machte er aber auch deutlich, dass die Ausbildung ihnen einiges abverlangen werde. Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks stellte in Aussicht, weitere Aktionstage zu diesem Thema an Hamburger Schulen stattfinden zu lassen.

 

 

 

 


 

 

 

 

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Bürgerhaus

Bürgerhaus Wilhelmsburg:

 

Honigfabrik

 

 

 

 

 

 

 

Inselarche

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