25. Jahrgang,
Ausgabe 5
Mai. / Juni
2019
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Neue Chancen

„Können wir jetzt endlich nach draußen
„Ich bleibe hier bei meinem Mann“
Bilgi - Info: Proje yoldaş - Projekt yoldaş
Das Tandem-Projekt lädt zum Dabke-Tanzen ein
Lernen für die Deutschprüfung
Die Arbeit im Inselhaus geht weiter
Deutsch lesen, sprechen, schreiben

 

„Können wir jetzt endlich nach draußen gehen?"
„Hadi, artık dışarıya çıkabilir miyiz?“

Ein Besuch beim Yoldaş-Tandem Mirzat und Rebekka in Wilhelmsburg. Im Projekt Yoldaş der Bürgerstiftung Hamburg begleiten erwachsene Mentor*innen türkischstämmige Kinder ein Stück auf ihrem Lebensweg.
Wilhelmsburg’da Yoldaş tandemi Mirzat ve Rebekka’da misafi rlikteyiz. Bürgerstiftung Hamburg’un Yoldaş projesinde yeti şkin mentörler türk uyruklu çocuklara hayat yollarında bir süreliğine eşlik ediyorlar.

Rebekka

Mirzat liebt vor allem Aktivitäten draußen. Mit seiner Mentorin Rebekka
hat er ein Hochbeet angelegt.

Rebekka und Mirzat sind seit Januar ein Yoldaş-Tandem.
Foto: sic

sic. „Das Beste ist, wenn wir in den Garten gehen", sagt Mirzat. „Wir haben da ein Beet gemacht. Mit Erdbeeren. Lecker! Und weil ich da mein Lieblingsspiel spiele: Fußball!"
Den Siebenjährigen hält es kaum noch auf dem Stuhl. Warum müssen die Erwachsenen jetzt in Rebekkas Küche sitzen und reden? Rebekka hat doch versprochen, dass es gleich losgeht! Die Erdbeeren im Hochbeet draußen gießen. Ein bisschen kicken. Und auf einem echten Tandem fahren mit ihr zusammen!
Mirzat und Rebekka sind auch im übertragenen Sinn ein Tandem, oder besser noch: Sie sind Weggefährten, türkisch: yoldaşlar, im gleichnamigen Projekt der Bürgerstiftung Hamburg.
Seit Januar 2019 holt Rebekka Mirzat alle zwei Wochen zu Hause ab. Dann unternehmen sie gemeinsam interessante, lustige, auch lehrreiche Dinge.
Dabei erweitern beide ihren Horizont. „Ich bin erst vor Kurzem nach Wilhelmsburg gezogen. Unter anderem wegen der faszinierenden Mischung von Menschen in diesem Stadtteil. Durch Mirzat lerne ich jetzt wirklich einige meiner Nachbarn und ihre Kultur näher kennen", erzählt Rebekka.
Mirzats Horizont erweitert sich vor allem durch das gemeinsame Tun und die neuen Erlebnisse. Zum Beispiel sind er und Rebekka vor einigen Wochen mit dem Hadag-Schiff von den Landungsbrücken nach Övelgönne gefahren. Für Mirzat war es das erste Mal überhaupt auf einem Schiff. „Das hat mir gut gefallen", berichtet er. „Wir waren draußen und drinnen. Der Hafen war auch gut." An den Docklands haben sie die Stufen gezählt. Mirzat erinnert sich genau: „146 waren es."
Mit dem Ausflug hat Mirzat gleichermaßen ein wichtiges Stück Hamburg erobert und eine ganz neue Erfahrung gemacht. „Genau darum geht es uns", erklärt Projektleiterin Ann-Katrin Kraus: „Um sinnvolle Freizeitgestaltung, neue Perspektiven und das vertrauensvolle Zusammensein mit einem Erwachsenen, der wirklich hinter dem Kind steht und es begleitet."
Seit zehn Jahren gibt es das Projekt Yoldaş in mehreren Hamburger Stadtteilen. Im Sommer 2018 haben Ann-Katrin Kraus und ihre Kollegin Evgi Sadegie begonnen, auch in Wilhelmsburg ein Yoldaşlar-Netzwerk zu knüpfen.
Rebekka und Mirzat sind nun das erste fahrende Tandem vor Ort. Aktuell warten noch ein Kind und zwei Erwachsene auf passende Weggefährten. Weitere Tandems werden gesucht. "Es wird ganz individuell und sorgfältig geguckt, wer zu wem passt. Das ist mit das Wichtigste", sagt Kraus.
Ein Yoldaş-Tandem bleibt mindestens ein Jahr lang zusammen. Die meisten Tandems radeln aber deutlich länger gemeinsam. Die Tandem-Partner treffen sich alle ein bis zwei Wochen. Ihre Aktivitäten suchen sie selbst aus. Mehrmals im Jahr bietet auch die Bürgerstiftung spezielle Ausflüge an, an denen alle Tandems teilnehmen können. Außerdem gibt es immer ein großes Yoldaş-Familienfest.

Als Mentor*in kann sich jeder bewerben, der offen ist für andere Kulturen, gern mit Kindern etwas unternimmt und bereit ist, eine stabile und verbindliche Beziehung aufzubauen. Yoldaş-Mentor*innen werden sorgfältig eingearbeitet und kontinuierlich betreut. Dazu gehören auch Fortbildungsangebote zu Interkultur und Pädagogik. „Yoldaş baut Brücken zwischen Menschen", findet Rebekka. Nicht wenige dieser Brücken bleiben über lange Zeit bestehen: Yoldaş hat schon so manche Freundschaft über die Mentorenschaft hinaus gestiftet.

Sie möchten Yoldaş-Mentor*in werden?
Die nächste Info-Veranstaltung findet am 12. Juni 2019 von 18.30 bis 19.30 h im Inselhaus in Kirchdorf-Süd statt. (Die Insel Hilft e.V., Erlerring 1, 21109 Hamburg). Wer da keine Zeit hat, kann sich auch telefonisch oder per Mail (Kontakt s.u.) beim Projektleitungsteam Evgi Sadegie und Ann-Katrin Kraus melden.

Yoldaş, BürgerStiftung Hamburg
Schopenstehl 31, 20095 Hamburg
Tel: 040 87 88 969-80
ann-katrin.kraus@buergerstiftunghamburg.de

www.buergerstiftung-hamburg.de/yoldas
www.facebook.com/mentorprojektyoldas
Bürozeiten: Di-Do: 10-17 Uhr

 

 

 

 

 




 

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„Ich bleibe hier bei meinem Mann“
Vor zwei Jahren wurde Kirchdorf-Süd zum neuen Zuhause von Fariedeh Rajali.

Fariedeh

han. Sie macht gerade ihren Führerschein. Dafür übt Fariedeh Rajali jeden Tag. Sie kann zwar schon Auto fahren, das hat sie im Iran gelernt, aber die Straßenregeln in Deutschland sind gar nicht so leicht zu verstehen – erst recht nicht, wenn man noch nicht so gut Deutsch sprechen kann. „Aber ich schaffe das. Ich muss nur viel mit meiner Führerschein-App üben, dann bestehe ich die theoretische Prüfung“, sagt die 42-Jährige.
Fariedeh Rajali ist ihrem Mann vor zwei Jahren nach Deutschland gefolgt. Gemeinsam leben sie in Kirchdorf-Süd. „Ganz ehrlich? Ich mag es hier nicht so gern“, sagt Fariedeh. „Es ist hier wie in Istanbul. Kein Mensch spricht Deutsch auf der Straße, das ist schade.“ Fariedeh möchte erst das B1-Niveau, dann B2 erreichen, um eine Ausbildung zur Erzieherin zu beginnen. „Ich liebe Kinder, alle Kinder“, sagt Fariedeh, die im Iran als Buchhalterin gearbeitet hat.
Drei Mal pro Woche geht Fariedeh ins Fitnessstudio, sie macht Krafttraining, Yoga und Pilates. Sonst ist sie viel zuhause, lernt, liest, hört Musik und wartet bis ihr Mann von seiner Schicht als Taxifahrer wieder zurückkommt. Sie mag Hamburg, weil es hier so grün und lebendig ist, nur „leider ist das Wetter blöd“. Trotzdem möchte sie hierbleiben.
„Ich habe in meinem Heimatland alles: ein Haus, Arbeit. Aber ich bleibe lieber hier bei meinem Mann.“ Wenn sie es sich wünschen könnte, dann würde sie aus Kirchdorf wegziehen. „Ich möchte nach Blankenese ziehen, das ist mein Lieblingsort in Hamburg. Und ich würde gern mehr deutsche Freunde haben, aber dafür muss ich erstmal Deutsch lernen.“

 

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Bilgi - Info: Proje yoldaş - Projekt yoldaş
Çocuğunuz için yoldaş mı arıyorsunuz?
Sie wünschen sich für Ihr Kind eine*n Weggefährt*in?


Proje yönetimi Evgi Sadegie (Türkçe veya Almanca) veya Ann-Katrin Kraus (Almanca) ile bağlantıya geçin:
Tel.: 040/8788969-80
Email: yoldas@buergerstiftunghamburg.de

Bir Yoldaş tandemi en az bir sene beraber vakit geçiriyor. Haftada bir veya iki haftada bir buluşuyor. Çocuğun mentörü onun için hakiki bir destekleyici ve güvenilir kişi oluyor. Ön planda olan çocuğun kişiselliğini güçlendirmek ve ona yaşadığı ülkenin lisanı, eğitimi ve kültürü hakkında yeni açılımlar sağlamak. Kendi kültürel bakış açılarından çıkıp, tandem içerisinde çocuk ve yetişkin birbirinden bir şeyler öğrenmekteler. Projeye beş ile dokuz yaş arası olan çocuklar katılabilir.

 

 

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Das Tandem-Projekt lädt zum Dabke-Tanzen ein

Ab jetzt regelmäßige Aktivitäten zum Kennenlernen und Mitmachen

Tandem-Projekt

Sarah und Mohammed haben sich vor einem Jahr über das Tandem-Projekt kennengelernt und treffen sich seither regelmäßig.
Foto: DIH/Tandem

Lena Kern/DIH. Das Tandem-Projekt des Vereins für ehrenamtliche Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfe „Die Insel
Hilft e.V.“ bringt seit 2015 Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zusammen. Sein Ziel ist es, einen Kultur- und Sprachaustausch auf Augenhöhe zu fördern. Geflüchtete haben oft nur im Deutschkurs die Gelegenheit, die Sprache zu erlernen und wünschen sich mehr Kontakt zu deutschsprachigen Menschen. Eine Lösung dafür bietet das Tandem-Projekt. Für jedes Tandem-Paar bringt das Tandem-Team jeweils eine Person mit Fluchterfahrung mit einer deutschsprachigen Person zusammen. Die Tandem-Paare gehen spazieren, gucken Fußball, machen Fahrradtouren, lernen zusammen und vieles mehr – je nach Lust und Laune. Die Idee dahinter: Durch den alltäglichen Umgang mit den Paten und Patinnen lernen die Geflüchteten schneller Deutsch.
Seit der Gründung des Tandem-Projektes 2015 konnten bereits 75 Tandem-Paare vermittelt werden. Momentan fehlt es dem Projekt jedoch an deutschsprachigen Tandempartnern und Tandempartnerinnen.
Doch gerade jetzt ist es wichtig, den Austausch zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zu fördern, damit die Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft und die soziale Teilhabe gelingt.

Durch regelmäßige Aktivitäten möchte das Tandem-Projekt zudem einen Begegnungsraum für bestehende Tandem-Paare und neue Tandem-Interessierte schaffen. Nach dem großen Erfolg der ersten Dabke-Veranstaltung lädt das Tandem-Projekt nun zum zweiten Mal zum Dabke-Tanzen in die Honigfabrik ein. Dabke ist ein Volkstanz, der in verschiedenen Ländern (u.a. im Libanon, in Palästina, in Jordanien, in Syrien und im Irak) getanzt wird. Am 26. April wird uns Sulaiman Alahmad die Grundschritte des syrischen Dabke-Tanzes beibringen. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Lust haben, wieder mal das Tanzbein zu schwingen und neue Menschen kennenzulernen. Vorkenntnisse sind keine nötig.
Bei Interesse oder Fragen meldet euch gern per Mail: tandem@inselhilfe.org.
Oder informiert euch auf der Webseite www.fluechtlingshilfe.org.

 

 

 


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Info
Lernen für die Deutschprüfung

Angebote in der Bücherhalle Wilhelmsburg und im Inselhaus


Jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr und
jeden Mittwoch von 11 bis 13 Uhr wird
in der Bücherhalle Wilhelmsburg Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung B1/B2 angeboten.
Dienstags von 11-13 Uhr im Inselhaus.
Einfach vorbeikommen! Die Teilnahme ist kostenlos!

Ab Dienstag, 19. Februar 2019/
Mittwoch, 20. Februar 2019 Bücherhalle Wilhelmsburg, Vogelhüttendeich 45

www.buecherhallen.de
wilhelmsburg@buecherhallen.de

Ab Dienstag, 19. Februar 2019 im Inselhaus, Erlerring 1


 

 

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Die Arbeit im Inselhaus geht weiter
„Die Insel Hilft “ bekommt keine finanziellen Mittel aus dem Integrationsfonds mehr und ist nun auf Ehrenamtliche und Spenden angewiesen.

Inselhaus

Das Inselhaus in Kirchdorf-Süd ist ein idealer Treffpunkt, Lernort und Begegnungsstätte für viele Menschen. Für die vielen, kostenlosen Angebote im Inselhaus sucht „Die Insel Hilft“ noch freiwillige Helfer*innen. Foto: ein

Judy Engelhardt. Seit Mai 2016 ist das Inselhaus das Herzstück des Vereins »Die Insel Hilft e.V.«, gelegen in Kirchdorf-Süd, umgeben von 6000 Bewohnern aus mehr als 100 Nationen. Das Inselhaus ist ein großer Pavillon, nahezu barrierefrei mit kleinem Vorgarten, ein paar Bänken und Beeten an der Rückseite – ideal als Treffpunkt, Lernort und Begegnungsstätte.
Die beiden Seminarräume stehen für zahlreiche Aktivitäten zur Verfügung. Zum Beispiel für Deutschunterricht und Geflüchteten-Sprechstunden, Seminare, Vorstands- und Kernteamsitzungen, den Klönschnack und das Weltcafé, Nähkurse und Spiele-Nachmittage und vieles mehr. Ziel dabei ist es, eine gute Atmosphäre für multikulturelle Nachbarschaft zu schaffen und Neu- und Althamburger*innen miteinander in Kontakt zu bringen.
Bis Ende 2018 bekamen wir Mittel aus dem Integrationsfonds und konnten damit eine Stelle, Honorar und Sachmittel für das Betreiben des Inselhauses finanzieren. Auch wenn diese Geldquelle uns nun nicht mehr zur Verfügung steht, arbeiten wir mit der Unterstützung von vielen Ehrenamtlichen weiter und sind akribisch dabei, Spenden für unsere Aktivitäten einzuwerben.
Vielen Dank an dieser Stelle an all unsere Ehrenamtlichen, die weiterhin die Deutschkurse, das Nähcafé, und das Weltcafé am Laufen halten. Kooperationen mit den Inselmüttern und anderen Organisationen aus der Nachbarschaft sind ergänzend dazu in Planung, um weiterhin wichtige Integrationsangebote durchführen zu können und das Inselhaus auch zukünftig mit Leben zu füllen.
Die Angebote sind so vielfältig und kreativ wie ihre Macher. Kommen Sie gerne vorbei! Das Inselhaus ist für alle gedacht, die sich einbringen wollen und am Vereinsleben von »Die Insel Hilft e.V.« teilnehmen möchten.
Aktuelle Veranstaltungen finden Sie im Kalender auf unserer Website (www.die-insel-hilft.de) oder auf unserer Facebook-Seite. Aktuelles geben wir auch in unserem Newsletter bekannt, den wir Ihnen gerne kostenlos und unverbindlich zuschicken.
Eine Mail an buero@inselhilfe.org mit der Bitte um Aufnahme in den Verteiler genügt. Oder rufen Sie uns an unter 040 – 36 28 667.
Sie wollen uns unterstützen? Wir freuen uns immer über Zeit- und Geldspenden. Für Geldspenden nutzen Sie gerne unser Spendenkonto. Gerne stellen wir Ihnen eine Spendenbescheinigung aus. Schreiben Sie uns dafür einfach eine E-Mail oder nennen Sie Ihre Adresse im Verwendungszweck.
Spenden können Sie für uns auch auf „Gut für Hamburg“ unter: https://www.gut-fuerhamburg.de/projects/66250.

Spendenkonto:
Die Insel hilft e.V.
IBAN: DE92 200 505 50 139 61 33 538
BIC: HASPADEHHXXX

 

 



 

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Deutsch lesen, sprechen, schreiben
Eine Auswahl unterschiedlicher Angebote auf Wilhelmsburg

In den Bücherhallen
Bücherhalle Kirchdorf: Wilhelm-Strauß-Weg 2, 21109 Hamburg
Bücherhalle Wilhelmsburg: Vogelhüttendeich 45
, 21107 Hamburg

 

 Gesprächsgruppe Dialog in Deutsch
Bücherhalle Kirchdorf: Mittwoch, 16 - 17 h
Bücherhalle Wilhelmsburg: Donnerstag, 11 - 12 h

Dialog in Deutsch, das bedeutet: Deutsch sprechen und dabei nette Menschen kennenlernen, kostenlos, jede Woche, ohne Anmeldung. Jede/r kann einfach dazu kommen, zu jeder Zeit.
Die Gruppe wird von Ehrenamtlichen geleitet. Kommen Sie vorbei, machen Sie mit: Sie sind herzlich willkommen!

 Lesetraining für Kinder in der Bücherhalle Wilhelmsburg
Dienstag am Nachmittag
Mittwoch am Nachmittag
Donnerstag am Nachmittag
Freitag am Nachmittag
Sonnabend am Vormittag
Anmeldung und alle Informationen direkt vor Ort in der Bücherhalle Wilhelmsburg.

Beim Lesetraining Wilhelmsburg treffen sich leseschwache Grundschulkinder einmal wöchentlich mit einem Lesetrainer zum Einzelunterricht in der Bücherhalle und üben gemeinsam das Lesen. Die ehrenamtlichen Lesetrainer hören zu, erklären unbekannte Wörter, geben Tipps und machen Mut. Sie sprechen mit den Kindern über das Gelesene und helfen ihnen, Texte inhaltlich zu erfassen. 2006 startete Angela Wolf, engagierte Wilhelmsburgerin und von Beruf Logopädin, das Projekt Lesetraining. Auslöser war die Erkenntnis, dass viele Kinder im Stadtteil trotz Schulunterricht nicht richtig lesen können oder den Sinn von Texten nicht verstehen. Inzwischen engagieren sich mehr als 20 Ehrenamtliche für das Projekt und üben mit den Kindern Lesen. Die meisten kommen aus dem Stadtteil, aus der direkten Nachbarschaft. Es sind Studenten, Künstler, Berufstätige, Mütter, Senioren und Migranten. Etwa drei bis sechs Monate lang, bei individuellem Förderbedarf auch länger, werden die Kinder einmal wöchentlich einzeln trainiert (Mentoring-Projekt). Jeweils 45 Minuten üben Kind und LesetrainerIn miteinander.
Darüber hinaus gibt es zwei ABC-Gruppen für Leseanfänger mit maximal vier Kindern: Hier werden Kinder alphabetisiert, die einzelne Wörter noch nicht lesen können.

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 

 

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