24. Jahrgang,
Ausgabe 4
Apr. / Mai
2018
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Neue Chancen

Wie finde ich eine Wohnung?
Ahlan! - Was geht?
„Ich will arbeiten!“
DIH-Timetable
Rechtsberatung, Beratung zu Ausbildung und Beruf
Suche und Angebote
Deutschlehrerinnen gesucht!

 

Wie finde ich eine Wohnung?
Neues Team im Inselhaus berät Menschen bei der Wohnungssuche

Wohnungen

Die Suche nach Wohnungen beschäftigt die meisten Geflüchteten besonders.
„Die Insel hilft“ hat reagiert und bietet nun wieder eine Sprechstunde dazu an.
Ralf (rechts) und Sakina (Foto unten) bilden das neue Sprechstunden- Team.
Inselhausleiterin Diana Ennet unterstützt sie dabei
.
Foto: han

Diana Ennet/han. Sie will sich sozial engagieren. Sie will die Zeit zwischen ihrem Abitur und dem Beginn ihres Studiums „sinnvoll“ nutzen. Deswegen arbeitet Sakina Attalla ehrenamtlich bei „Die Insel Hilft“ (DIH) mit. „Ich habe von dem Wohnungsprojekt gehört. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr wichtig für Geflüchtete ist, nicht mehr in Camps, sondern in eigenen Wohnungen zu leben“, sagt die 19-Jährige. „Und dass es hier in Hamburg schwierig ist, eine Wohnung zu finden, das weiß ja jeder.“

Sakina

Sakina Attalla berät Wohnungssuchende.
Foto:ein

Schon 2015 haben Ehrenamtliche von DIH eine wöchentliche Sprechstunde organisiert, in der es nur um Hilfe zur Selbsthilfe bei der Wohnungssuche geht. „Wir dachten, wir können den Zufluchtsuchenden auf alle möglichen Fragen eine Antwort geben. Aber alle hatten nur eine Frage: Wie finde ich eine Wohnung?“, erinnert sich eine Ehrenamtliche.
Deswegen haben sie eine 25-seitige Broschüre entwickelt, in denen die ersten Schritte für eine erfolgreiche Wohnungssuche beschrieben werden. „In der Broschüre werden viele Begriffe erklärt, Formularvordrucke und Textbausteine angeboten und auf mehreren Seiten sind die Wohnungsbaugenossenschaften und Adressen für die Wohnungssuche aufgeführt“, sagt Diana Ennet, Leiterin des Inselhauses. Die Broschüre ist derzeit in sechs Sprachen übersetzt und auf der Internetseite von DIH zum Herunterladen bereitgestellt.

Sakina bildet gemeinsam mit Ralf das neue Team für die Sprechstunde zum Thema Wohnungssuche, weil das alte Team keine Zeit mehr für die ehrenamtliche Arbeit bei DIH hatte. Diana Ennet unterstützt die Beiden, bis sich Verstärkung gefunden hat. Jeden Montag von 16 bis 18 Uhr bieten sie im Inselhaus Beratung zur Wohnungssuche an. Die Suchenden können sich unter sprechstunde@inselhilfe.org oder telefonisch im Büro des Inselhauses unter 040-35 62 86 67 anmelden. Bei großer Nachfrage sind auch Infoveranstaltungen geplant.
„Wichtig ist zu wissen, dass wir keine Wohnungen haben, die wir anbieten. Wir wollen die Menschen unterstützen, sich selbstständig und selbstbewusst um eine Wohnung zu bemühen. Denn mit einer guten Vorbereitung und vollständigen Unterlagen hat man bessere Chancen bei der Wohnungssuche“, sagt Ralf. Außerdem sei es von Vorteil, wenn Beratungssuchende jemanden als Dolmetscher mitbringen könnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

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Ahlan! - Was geht?
Musikabend als Aufforderung, sich zugehörig zu fühlen

Saba

Die libanesische Sängerin Youmna Saba.
Foto: Zakaria Wakrim

PM. Die Ahlan-Künstler finden sich auch 2018 für die zweite Aufl age des Projekts „Ahlan! – Was geht?“ zusammen, um gemeinsam zu jammen, zu experimentieren und orientalische mit westlichen Sounds zu mischen. Zu erwarten ist ein Abend voller musikalischer Innovationen in entspannter Atmosphäre. Besonderes Highlight hierbei wird die libanesische Singer-Songwriterin Youmna Saba sein, welche mittels Oud, Vocals und Gitarre das Thema Zeitwahrnehmung in stimmungsvollen Klanglandschaften artikulieren wird.
Ahlan bedeutet auf Arabisch mehr als nur willkommen zu sein. Eher kann dieser Begriff als Aufforderung, sich zugehörig zu fühlen, übersetzt werden. Dieser Gedanke fasst das Musikprojekt auf treffende Weise zusammen, da es darauf abzielt, syrischen und hamburger MusikerInnen eine Plattform zu schaffen, um sich zu vernetzen und ihre Sounds verschmelzen zu lassen. Hierbei ist natürlich auch wichtig, gefl üchteten syrischen Musiker-Innen zu ermöglichen, ihren erlernten Beruf auszuüben.
Was geht werden unsere Musiker während des Eröffnungskonzerts zeigen. Youmna Saba wird den Abend einleiten und euch mit ihren faszinierenden Klangstrukturen in den Bann ziehen. Im weiteren Verlauf des Abends werden wir flüssig in eine Jam-Session überwechseln und die KünstlerInnen auf der Bühne frei walten lassen. Neben dem musikalischen Wohle wird auch für das leibliche Wohl Sorge getragen werden: An der Bar des Café Novas werden sowohl Getränke als auch Essensgerichte erhältlich sein.

Wann: 3. Mai 2018, Uhrzeit: 19.30 Uhr, Eintritt: Pay What You Want
Ort: Immanuelkirche, Wilhelmsburger Str. 73, 21107 Hamburg

 

 

 

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„Ich will arbeiten!“

Ammar

han. Er würde gerne wieder als Wand- und Deckendekorateur arbeiten. In Syrien hat Ammar Alhammadi damit gutes Geld verdient. Dann kam der Krieg.
„Zuerst habe ich versucht, im Libanon weiter zu arbeiten. Ich hatte mein eigenes Büro, dort habe ich auch geschlafen“, sagt Ammar Alhammadi. „Aber es wurde zu gefährlich für mich und meine Familie. Wir mussten da weg.“
Vor zweieinhalb Jahren ist er mit seiner Frau und fünf seiner sechs Kinder in Hamburg angekommen. Von ihrem Zuhause im Nordosten Syriens haben sie einen achttägigen Fußmarsch bis in die Türkei absolviert. „Meine älteste Tochter musste ich bei meinen Eltern lassen. Für eine Frau im heiratsfähigen Alter wäre es zu gefährlich gewesen. Ich hatte Angst um sie“, sagt Alhammadi. Vor einem Jahr ist die heute 17-Jährige nachgekommen. Seine Eltern sind immer noch in Syrien. Er telefoniert häufig mit ihnen. „Ich mache mir große Sorgen um sie. Keiner weiß, was noch passieren wird.“
Heute lebt Ammar Alhammadi mit seiner Familie in einer Vier-Zimmer-Wohnung nahe dem S-Bahnhof Wilhelmsburg. Seine älteste Tochter besucht ein Gymnasium in Hamm, die Kleinste geht mit vier Jahren in den Kindergarten, die vier Jungs gehen auf unterschiedliche Schulen in der Stadt. „Meine Frau und ich gehen jeden Tag zur Sprachschule, einer vor- und einer nachmittags. So teilen wir uns auf, wer die Kinder zur Schule bringt oder abholt“, sagt der 44-Jährige.
Ammar will so schnell wie möglich Deutsch lernen, damit er endlich wieder arbeiten kann. „Ich will keine Leistungen vom Jobcenter mehr haben, ich will arbeiten!“ Seine Chancen, hier in Deutschland wieder als Dekorateur arbeiten zu können, schätzt Ammar eher schlecht ein. „Ich müsste wohl eine dreijährige Ausbildung machen. Ich weiß gar nicht, ob Dekorateure hier gebraucht werden. Ich kann mir aber auch vorstellen, als Altenpfleger zu arbeiten.“


 

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DIH-Timetable

Eine Übersicht über alle regelmäißgen Termine vom 19.4. - 19.5.
Alle Angebote außer Tandem finden im Inselhaus statt.
Bitte informieren Sie sich kurzfristig auf fluechtlingshilfe.org/Termine/!

Montag
16-18 Uhr:
Sprechstunde Wohnungssuche

Dienstag
17 - 19 h: Deutschlernhilfe (für Geflüchtete als Ergänzung zum Deutschkurs)


Mittwoch

11 - 13 h: Mittags-Deutschlernhilfe
16.30 - 18 h: Deutschlernhilfe

Donnerstag

10 h: Nähkurs
19 - 21 h: Klönschnack an jedem 1. + 3. Do. im Monat 54. Bitte immer per Mail (tandem@inselhilfe.org) anmelden! Ort: Sprach- und Bewegungszentrum, Rotenhäuser Damm 40
19 - 21 h: Deutsch im Beruf (neu)


Sonnabend
10 - 12 h: Deutschlernhilfe (Alphabetisierungshilfe für Geflüchtete)

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Rechtsberatung
Die Refugee Law Clinic berät ab jetzt jeden 1., 3. und 5. Freitag zwischen 15 und 18 Uhr im Monat Geflüchtete in der Poliklinik Veddel (bisheriger Standort: Inselhaus von Die Insel Hilft e.V.).
Zusätzlich gibt es eine Frauenberatung am 2. Freitag des Monats zwischen 15 und 18 Uhr.
Poliklinik Veddel, Am Zollhafen 5b, 20539 Hamburg

 

Beratung zu Ausbildung und Beruf
Das Projekt W.I.R. richtet sich an geflüchtete Menschen, die eine Aufenthaltserlaubnis oder eine Aufenthaltsgestattung haben und auf der Suche nach Arbeit, einem Ausbildungs- oder Praktikumsplatz sind.
Das Projekt bietet jeden Dienstag von 9 bis 12 Uhr (Harburger Ring 35, 21073 Hamburg) oder jeden Mittwoch von 9 bis 13 Uhr (Millerntorplatz 1, 20359 Hamburg) eine offene Sprechstunde zum Thema Beruf und Ausbildung an.

 

 

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Suche und Angebote

Eine ghanaische Gruppe
( 10-12 Leute) sucht einen Raum in Wilhelmsburg, in dem sie sich alle zwei bis drei Wochen sonnabends für zwei bis drei Stunden treffen können.
Nachfragen und Angebote bitte an: Nadine Kuegah unter kuegah@bi-integrationszentrum.de.

 

Offene Sprechstunde in arabischer Sprache und in Dari/ Farsi
bei der BI Hamburg Süd, Rudolfstraße 5, 21107 Hamburg.
Jeden 1. und 3. Donnerstag auf Arabisch,
jeden Donnerstag auf Dari/Farsi.
Das Angebot richtet sich an Geflüchtete über 27 Jahren mit einer Aufenthaltserlaubnis oder -gestattung.


 

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Deutschlehrerinnen gesucht!

Das Inselhaus sucht dringend Frauen, Rentnerinnen oder Vorruheständlerinnen, mit guten Deutschkenntnissen, die migrantischen Nachbarinnen aus Kirchdorf-Süd Deutschunterricht geben können.
Tagsüber und im Inselhaus - eine Aufwandsentschädigung kann gezahlt werden.
Ansprechpartnerin ist Diana Ennet, Leiterin des Inselhauses, unter der Telefonnummer 040-35 62 86 67.

Die Insel Hilft e.V.
Erlerring 1, 21109 Hamburg
Telefon: 0173-89 30 274

www.inselhilfe.org
www.facebook.com/dieinselhilft

 

 




 

 

 

 

 

 

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