26. Jahrgang,
Ausgabe 3
März / Apr.
2020
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Aktuell

Defender 2020
Achtung Amphibienwanderung!
„Kommt, seid laut, setzt ein Zeichen und wählt!“
Lösungen für Stadt, Klima, Natur, Hafen und Verkehr...
Der „Warmwasserblock“ bleibt
"Quartiere vor der Hochbaureife"
Ostermarsch 2020
Quartiersinitiative Q8 führt Umfrage in Georgswerder durch
Wichtige Dokumentationen

Defender 2020
Die Friedensinitiative Hamburg-Süd informiert über das US-Großmanöver in
Deutschland und Osteuropa

Defender

Stop War Games – Save Peace!
Abb.: ein

hk. Die Friedensinitiative WilhelmsburgHarburg hat eine lange Tradition. Ende Januar wurde sie jetzt unter dem Namen "Friedensinitiative Hamburg-Süd" wiederbelebt. Im Einladungsflugblatt zu einer ersten Infoveranstaltung hieß es: „Uns treibt die Sorge um, dass neben den vielen ständigen schlimmen Kriegen in vielen Teilen der Welt jetzt auch wieder die Gefahr eines großen Krieges in Europa zunimmt.“ Die Entwicklung in der letzten Zeit lässt diese Sorge nur zu berechtigt erscheinen.
In einer ersten Veranstaltung im Januar wurde aus damals aktuellem Anlass das Thema geändert - unmittelbar davor hatte die Tötung des iranischen Generals Soleimani durch eine US-Drohne zu einer neuerlichen Eskalation des US-Iran-Konflikts geführt.
In einer zweiten Veranstaltung am 4. März war nun das Großmanöver „Defender 2020“ das Thema. Seit dem 21. Februar landen unter anderem in Bremerhaven Panzer und anderes schweres Kriegsgerät aus den USA. Auf dem Hamburger Flughafen kamen die ersten 300 von insgesamt 20.000 US-Soldaten an. Bis Ende April werden Kriegsmaterial und Soldaten auf deutschen Truppenübungsplätzen, unter anderem in Bergen, stationiert. Anschließend werden Material und Truppen in die Manövergebiete nach Polen und ins Baltikum an die russische Grenze verlegt. Ende Mai beginnt dann der Rücktransport.

Die Transporte über Schiene und Autobahn finden vorwiegend unbemerkt nachts statt, aber Staus und auch Schäden an Straßen und Brücken können nicht ausgeschlossen werden.
Defender 2020 ist die größte Truppenverlegung aus den USA seit 25 Jahren. Außer den USA, so Jella Humburg von der Friedensinitiative, beteiligten sich 16 weitere Nato-Staaten und drei andere Staaten an dem etwa 37.000 Soldaten umfassenden Manöver. Darunter Deutschland mit 4.000 Soldaten.
' Humburg führte noch einmal aus, dass nicht, wie von deutschen Politikern und Militärs behauptet, die Übung an der russischen Grenze gegen keinen speziellen Feind gerichtet sei; vielmehr sei das Manöver Teil der 2018 veröffentlichten neuen nationalen Militärstrategie der USA. Danach habe langfristig die Auseinandersetzung mit Russland und China die wichtigste politische und militärische Priorität. In der Folge sollten diese Großmanöver in Europa alle zwei Jahre stattfinden mit dem Ziel, dass im Kriegsfall die schnelle Verlegung großer Truppenteile über dem Atlantik gewährleistet sei – und dies Russland auch zu demonstrieren.
Defender 2020 ist bei uns zur Zeit nicht der zentrale Aufreger. Aber der Widerstand dagegen wird lauter. Entlang der Truppentransportstrecken bilden sich Initiativen, es gibt Protestaktionen. Der DGB hat eine Resolution „Nein zum Nato-Manöver – ja zu Frieden, Entspannungspolitik und Abrüstung“ verabschiedet. Greenpeace-Schlauchboote haben mit einem Schild „Stop War Games – Save Peace“ in Bremerhaven zeitweise eine Schleuse blockiert. Adressat der Proteste ist auch die Bundesregierung, die, wie es im Papier der Friedensinitiative Hamburg-Süd heißt, „dieses Land als Aufmarschgebiet und die Bundeswehr als maßgeblichen Teil der Koalition der Willigen zur Verfügung stellt.“
Die Friedensinitiative plant in der nächsten Zeit verschiedene Protest-Aktionen gegen Defender 2020, so beim Ostermarsch und am 1. und 8. Mai. Außerdem eine Demonstration im Rahmen von „Frieden in Bewegung“. Dieser große Friedensmarsch der Naturfreundejugend Deutschland, der von April bis Juli von der dänischen Grenze bis zum Bodensee führt, macht am 16. und 17 Mai auch Station auf den Elbinseln. Es werden noch Mitstreiter für die Vorbereitung der Aktion gesucht.

Das nächste Treffen der Friedensinitiative findet am Mi., 25.3., um 19 h im Bürgerhaus Wilhelmsburg statt.



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Achtung Amphibienwanderung!
Unsere quakenden Nachbarn sind wieder unterwegs

PM. Wie zu jedem Frühlingsbeginn machen sich die Molche, Frösche und Kröten auch in diesem Jahr auf den Weg in ihre Laichgebiete.
Die Umweltschutzverbände rufen deshalb dazu auf, das Auto abends so oft wie möglich stehen zu lassen. „In den nächsten Tagen und Wochen sollten wir Autofahrten am Abend auf das absolut Notwendige reduzieren, das Fahrrad nutzen oder gleich zu Hause bleiben. Jeder Fernsehabend ist zurzeit besser, als mit dem Auto loszuziehen. Bei einer einzelnen Fahrt kommen oft zig Amphibien buchstäblich unter die Räder“, warnt zum Beispiel Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. Der BUND ruft auch explizit dazu auf, Kröten anzufassen und in ihrer Laufrichtung (!) über die Straße zu tragen, um sie damit in Sicherheit zu bringen.
Aufgrund der feucht-warmen Witterung verlassen die Amphibien jetzt in hoher Zahl ihre Winterquartiere, um in ihre Laichgebiete zu wandern. Dabei überqueren die Tiere Wege und Straßen. In jeder Saison werden sie zu Tausenden überfahren, Jahr für Jahr. Ihre Wanderrouten werden für sie zu tödlichen Fallen. Da die Temperaturen in den nächsten Tagen sehr schwankend sein werden, könne die Amphibien-Wanderung sich über mehrere Wochen hinziehen, so der BUND. Auf dem eigenen Grundstück wird dazu geraten, „Amphibienfallen“ wie etwa Lichtschächte oder Halterungen für Wäschespinnen fest abzudecken. Kellerabgänge sollten täglich kontrolliert werden, um eventuell dort gefangene Amphibien rechtzeitig befreien zu können.
Alle in Hamburg vorkommenden Amphibien unterliegen übrigens dem besonderen Artenschutz! Viele stehen sogar auf der „Roten Liste der gefährdeten Arten“

 

 

 

 

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„Kommt, seid laut, setzt ein Zeichen und wählt!“
Schüler*innen demonstrierten am Wahlsonntag gegen rechte Gewalt und Rechtspopulismus und riefen dazu auf, zur Bürgerschaftswahl zu gehen

Demo

Der Demo-Zug biegt von der Fährstraße in die Georg-Wilhelmstraße.
Der Regen kann die Stimmung nicht trüben; die Botschaften sind eindeutig
.
Fotos: L. Amelingmeyer


Liesel Amelingmeyer. „We should care!“ Unter diesem ihrem eigenen Motto riefen jetzige und ehemalige Schüler*innen der Theater-AG „VTUU - Viel Theater Um Uns“ des Helmut-Schmidt-Gymnasiums (HSG) am Wahlsonntag, den 23.2.2020, zur Demo gegen rechte Gewalt und zur Teilnahme an der Hamburger Wahl auf.
Die tödlichen Schüsse eines Rassisten auf zehn Menschen in Hanau lagen vier Tage zurück. An sie wollten die Organisator*innen erinnern und zur Wahl von demokratischen Parteien aufrufen: „Kommt, seid laut, setzt ein Zeichen und wählt! Überlasst die Politik nicht denen, die mit ihrem Rechtspopulismus den Hass in unserem Land schüren. Wir marschieren in Gedenken an Hanau durch Wilhelmburg und machen so viel Lärm bis jeder wählen gegangen ist!“
Rund 120 Demo-Teilnehmer*innen zogen vom Energiebunker in der Neuhöfer Straße zum Stübenplatz. Die Initiator*innen der Demo, u.a. Hewi A., Narin B., Omer Akif K. und Omeima G. hielten auf der Demo Reden und begleiteten den Zug mit dem Megaphon.
Zuvor hatten die jungen Erwachsenen sich schulisch in dem preisgekrönten Theaterprojekt „NEUgeDENKEN“ mit dem Holocaust auseinander gesetzt. Bereits 2018 besuchten sie mit ihrer Theater-AG die zentrale Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Dort hörten die überwiegend muslimisch geprägten Schüler*innen das erste Mal vom Widerstand der Bewohnerinnen der Rosenstraße 1943 in Berlin. Das laute Protestieren von Frauen einer ganzen Straße für die Befreiung ihrer durch die Nazis gefangen genommenen Männer berührte sie tief. Die Männer der Frauen aus der Rosenstraße kamen frei - ein kleines Wunder im damaligen Berlin.
Das zeige, so sagen die Schüler*innen heute: "Egal, wie aussichtslos alles ist, wir können Widerstand leisten."

Auf der Abschlusskundgebung am Wahlsonntag in Wilhelmsburg hörten gut 200 Menschen den Redner*innen zu. Auf dem Stübenplatz verlas Omeima G. die Namen der Opfer von Hanau. Ein bewegender stiller Moment auf einer Demo, deren Botschaft angekommen war.
Neben den Schüler*innen hatte auch das „Wilhelmsburger Netzwerk gegen Rechts – Aufstehen gegen Rassismus“ kräftig für die Demo getrommelt.
Die Schüler*innen der Theater-AG VTUU um ihren Lehrer Hedi Bouden haben Anfang des Jahres 2020 bereits zum vierten Mal den Bertinipreis für ihre Theaterproduktionen im Helmut-Schmidt-Gymnasium erhalten. Das Motto auf der Bertini-Preis-Homepage „Lasst Euch nicht einschüchtern“ haben die jungen Leute für ihre Aktion an diesem Wahlsonntag wörtlich genommen. Eine Mut machende Demo.

Demo

Abschlusskundgebung auf dem Stübenplatz: Ömer Akif K. (Mitte) hält eine bewegende Rede und Omeima G. (rechts) mit dem Plakat, auf dem die Namen der Opfer von Hanau stehen

 

 


 

 

 

 


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Lösungen für Stadt, Klima, Natur, Hafen und Verkehr...
... statt überholter Autobahnpläne!

PM/Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg. Hamburg hat ebenso wie der Bund mit den aktuellen Klimagesetzen mit einer Verlagerung von Motorisiertem Individualverkehr (MIV) auf den Öffentlichen Verkehr sowie von der Straße auf die Schiene begonnen. Dies ist ein Element des neuen Verfassungsversprechens, „Verantwortung für die Begrenzung der Erderwärmung“ (Präambel der Verfassung der FHH) zu tragen.
Als sich die Hamburgische Bürgerschaft 2008-2011 für die A26-Ost durch Moorburg und den Wilhelmsburger Süden entschieden hatte, ging sie von einem unaufhaltsamen Wachstum des Containerumschlags mit einem zusätzlichen Terminal in Steinwerder und von massiv wachsendem Hafenverkehr aus. Beides ist in den vergangenen 12 Jahren nicht eingetreten. Heute sind sich der amtierende Wirtschaftssenator, die führenden Experten und auch die meisten Parteien einig, dass ein neuer Hafenentwicklungsplan realistische Prognosen und zukunftsträchtige Konzepte vorweisen muss. Dazu gehört eine weitere Verlagerung und Modernisierung von Containertransporten auf die Schiene und das Wasser, aber nicht der Schwerlastverkehr auf einer neuen Autobahn.
Der Bund hat mit einer Absichtserklärung sein Interesse an einer funktionsfähigen Haupthafenroute mit einer neu gestalteten Köhlbrandquerung geäußert. Damit ist die Begründung der 2016 erfolgten Aufnahme der A26-Ost in den Bedarfsplan des Bundes wegen ihrer vermeintlichen „Bedeutung für die Hinterlandanbindung der Seehäfen“ hinfällig geworden.
Wir schlagen daher ein Moratorium vor und eine Aussetzung des Planfeststellungsverfahrens. Wir fordern eine Revision der A26- Ost-Pläne durch den Bund und wir wollen einen Dialog zur Gestaltung der Haupthafenroute.
Die vollständige Pressemitteilung:

Pressemeldung

Mehr über das Moratorium können Sie hier lesen.


Weitere Infos zum Thema und die Darstellung der Alternativen finden sich auf www.zukunft-elbinsel.de.

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Der „Warmwasserblock“ bleibt
Der Widerstand der Mieter des Veddeler Häuserblocks war erfolgreich

Warmwasserblock

Der denkmalgeschützte Warmwasserblock auf der Veddel bleibt.
Foto: hk

hk. Der „Warmwasserblock“ auf der Veddel geriet im Sommer letzten Jahres in die Schlagzeilen der Hamburger Medien. Der Häuserkomplex aus den 20er Jahren mit 161 Wohnungen, seit 2015 im Besitz der SAGA, sollte abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die Mieter*innen waren schon im Jahr davor von Lokalpolitiker*innen von diesen Plänen unterrichtet worden. Die SAGA informierte die Bewohner*innen allerdings erst in einem Schreiben Anfang 2019 über den Abriss: Ein Gutachten belege, dass eine Sanierung des Komplexes zu teuer werde. Dieses Gutachten hielt die SAGA aber unter Verschluss.
Im August gingen die Mieter*innen dann als Initiative an die Öffentlichkeit (siehe auch WIR 9/19). Sie forderten eine öffentliche Diskussion mit der SAGA und den zuständigen Behörden und die Prüfung der Optionen des Erhalts des Wohnblocks. Die Mieter*innen fürchteten vor allem, dass sie während der Bauzeit nicht auf der Veddel bleiben könnten und nicht alle in die neuen – teureren – Wohnungen zurückziehen könnten. Die SAGA lud daraufhin im September zu einer Infoveranstaltung, die die Mieter aber nur als eine „Werbeshow“ für die Abrisslösung empfanden. Der eigentliche Entscheidungsprozess fand weiter unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Allerdings hatte der Widerstand der Bewohner*innen inzwischen Wirkung bei den Behörden gezeigt. Die Mieter*innen hatten sich für die Verhandlungen mit der SAGA Rechtsbeistand geholt. Sie hatten Unterstützung von örtlichen Politikern wie Klaus Lübke, der die Sache 2018 ins Rollen gebracht hatte. Und vor allem kam ihnen zugute, dass der „Warmwasserblock“ Ende 2018 von der Kulturbehörde unter Denkmalschutz gestellt wurde. Der Gebäudekomplex gehört als Schumacherbau zum „Hamburger Backsteinerbe“ und war der erste seiner Art mit fließendem Warmwasser.

Ende Februar gab der Senat nun bekannt, dass sich die Kultur-, die Stadtentwicklungsbehörde und der Bezirk mit der SAGA auf den Erhalt und die denkmalgerechte Modernisierung des „Warmwasserblocks“ geeinigt hätten. Durch Inanspruchnahme von Fördermitteln der Hamburgischen Investitions- und Förderbank und der Kreditanstalt für Wiederaufbau für die Modernisierung der Häuser könnten die Mieten des ersten Förderwegs mit 6,70 Euro/m2 bezahlbar bleiben. Das ist gut ein Euro mehr als bisher. Man hofft aber, dass die Warmmieten dank energetischer Sanierung nicht steigen.
Ohne die gemeinsamen Bemühungen von Mieter*inneninitiative, Ortspolitiker*innen und Denkmalschutzamt wäre dieser Erfolg wohl nicht zustande gekommen, meint Klaus Lübke. Das sieht auch die Mieter*inneninitiative so. „Es zeigt sich, dass sich unser Kampf lohnt“, heißt es in einer Erklärung: „Wir als Initiative setzen uns natürlich weiterhin für die Interessen aller Mieter*innen ein und verhandeln mit der SAGA über die Durchführung.“ Unter anderem geht es um die Ersatzwohnungen während der Bauzeit, die „voraussichtlich“ 2021 beginnen soll.

 

 

 

 

 

 


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"Quartiere vor der Hochbaureife"
Gespräch mit der IBA über den Stand der Bauprojekte

Spreehafen Wohnungen

Wald: So sieht es heute zwischen Spreehafen und Ernst-August-Kanal aus.
Nach dem Willen von Senat, Bezirk und IBA soll das 20 ha große Gebiet innerhalb des gestrichelten Dreiecks bebaut werden. Und zwar nicht nur mit Wohnungen, sondern auch mit Gewerbe, Sportplätzen, Parkplätzen, Kitas usw. Der in bald 60 Jahren nahezu unberührt aufgewachsene Pionierwald würde dafür gerodet.

MG/hk. Über den Fortgang der IBA-Projekte sind die WIR-Leser*innen immer gut informiert. Zuletzt haben wir in den Ausgaben 8, 9 und 10/2019 berichtet, über die öffentliche Diskussion zum Elbinselquartier, den Projektdialog Georgswerder und die IBA-Position zum Spreehafenviertel.
Neues hat sich seither bei den IBA-Planungen nicht getan, auch nicht bei den großen Knackpunkten „Wald am Ernst-August-Kanal“ (Spreehafenviertel) und „Verkehrsanbindung“. Allerdings hat die IBA seit Oktober mit Arne von Maydell einen neuen Pressesprecher. Er lud zu einem Pressegespräch mit Projektkoordinator Christian Hinz über den aktuellen Stand der Bauvorhaben und die künftigen Entwicklungen ein.
Noch ganz am Anfang steht die Planung beim Projektgebiet Haulander Weg, das jetzt Inselquartier heißt. Der Baubeginn dort soll frühestens 2028 sein.
Nach wie vor sollen die neuen Quartiere mit zwei Buslinien zu den S-Bahnhöfen erschlossen werden. Von der jüngsten Idee der Stadtplanung, die „Elbdome“-Sporthalle mit 8.000 Plätzen statt nach Rothenburgsort auf eine Fläche am Veddeler Bahnhof zu bauen, hatten die IBA-Vertreter noch nichts gehört. Aber Christian Hinz meinte, das würde den ÖPNV- Knotenpunkt mit P+R-Parkhaus, S- und Busbahnhof sicher nicht berühren.
Christian Hinz bestätigte, dass sie bei der IBA auch über die mögliche Verlängerung der U4 diskutiert hätten. Eine Linie auf der Trasse der alten Reichsstraße hielten sie für nicht sinnvoll u.a. wegen des nur geringen Abstands zur bestehenden S-Bahnstrecke. Sinnvoll sei eine Streckenführung etwa unter der Georg-Wilhelm-Strasse. Eine oberirdische – kostengünstigere – Hochbahn durchs Reiherstiegviertel könnten sie sich nicht vorstellen.
Bei der Frage des Grünerhalts und im Besonderen des Waldes am Ernst-August-Kanal bewegt sich nichts. Arne von Maydell argumentierte mit der „Wohnungen-oder-Grün“- Alternative. Sie bekämen ständig Anrufe mit Nachfrage nach den neuen Wohnungen. Die Nachfrage aus dem Stadtteil sei immens. Der von den Planern genannte Erhalt von 40 % der Bäume im Spreehafenviertel sei gesetzt. Christian Hinz verwies darauf, dass die geplanten Quartiere im Verhältnis zu anderen neuen Stadtvierteln in Hamburg einen sehr hohen Grünanteil und viel Platz hätten. So würde es beim geplanten Schulzentrum keinen Schulhof auf dem Dach wie in der Hafencity geben.

Baugebiet

So ähnlich sähe das Gebiet zwischen Spreehafen und Ernst-August-Kanal aus, wenn die Bebauungspläne umgesetzt würden.
Abb.: Funktionsplan/IBA HH GmbH

Eine weitere Frage war, ob entsprechend neuer Aussagen in den rot-grünen Wahlprogrammen in den geplanten Quartieren die Drittelmix-Regel zugunsten von mehr geförderten Wohnungen aufgegeben würde. Sie gingen weiter vom Drittelmix aus, meinte Christian Hinz. Aber da SAGA, Studierendenwerk und Fördern und Wohnen sowie schon einige Baugemeinschaften zu den künftigen Investoren gehörten, gehe er davon aus, dass es eher mehr geförderte Wohnungen würden als 33%. Außerdem sei ihm der Drittelanteil von Wohneigentum sehr wichtig, Wohneigentum spiele eine große Rolle in den neuen Quartieren.
Die „Hochbaureife“, d.h. der Baubeginn der Häuser, ist in den neuen Quartieren laut Planunterlagen 2021 oder 2022. Eine weitere Bürgerbeteiligung wie das Perspektiven-Verfahren ist nicht vorgesehen.

 

 

 

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Ostermarsch 2020
Montag, 13. April,12 Uhr St. Georgs-Kirchhof, nahe Hbf

PM. Es ist der etwas andere Osterspaziergang, einer für den Erhalt des (brüchigen) Friedens und gegen jede Form von Kriegsvorbereitung und Kriegsunterstützung.
„Rüstungsexporte stoppen!“, „Abrüsten jetzt!“, „Atomwaffen verschrotten!“ – das sind Forderungen des diesjährigen Ostermarsches. „Kulturzerstörung verhindern!“ fügen wir hinzu

 

 

 

 

 

 

 

 

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Quartiersinitiative Q8 führt Umfrage in Georgswerder durch

PM. Wie geht es den Bewohnerinnen und Bewohnern in Georgswerder? Was gefällt Ihnen gut in ihrem Stadtteil, was fehlt und was wünschen Sie sich?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, führt das Projekt Q8 eine Umfrage in den Haushalten in Georgswerder durch. Q8 ist eine Initiative der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, die sich für Inklusion und Teilhabe im Quartier einsetzt. Ziel des Projektes Q8 ist es, dass Quartiere entstehen, in denen alle Menschen gut leben können und die Angebote und Hilfen finden, die sie brauchen. Seit diesem Jahr ist Q8 auch in Georgswerder tätig.
Für meine Arbeit ist es sehr wichtig, von den Menschen, die hier leben zu erfahren, welche Themen sie beschäftigen und was sie sich für Ihre Nachbarschaft wünschen“, sagt die Koordinatorin des Projektes Agathe Bogacz. „Nur so kann ich die Entwicklung guter Strukturen vor Ort unterstützen. Agathe Bogacz wird ab März an den Türen in Georgswerder klingeln und die Bewohnerinnen und Bewohner befragen. Im Anschluss an die Umfrage werden die Ergebnisse öffentlich präsentiert. Die letzte Frage sei vorweg verraten: Stellen Sie sich vor, Sie sind für einen Tag Bürgermeister von Hamburg. Welche drei Entscheidungen würden Sie für Georgswerder treffen?

Kontakt: Q8 Wilhelmsburg, Agathe Bogacz
Mail: a.bogacz@q-acht.net Telefon: 0173-4169525
Weitere Informationen zum Projekt auf:
https://www.q-acht.net/ wilhelmsburg/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

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Wichtige Dokumentationen

A26 - Finkenriek - Kornweide Präsentation < mehr

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

Die Rede von Alexandra Werdes, Initiative Waldretter: < mehr

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