26. Jahrgang,
Ausgabe 1
Jan. / Feb.
2020
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Wann... in Wilhelmsburg ?

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Aktuell

Verkehrswende für Hamburg – aber wie?
Swing-Tanzen verboten
Tunnel renoviert
Der „Hamburg-Takt“ und Wilhelmsburg
Wächst die Kriegsgefahr?
Nun wächst zusammen, was zusammen gehört
Der Deckel kommt
Ein Ort für Frauen in Wilhelmsburg
Wichtige Dokumentationen

Verkehrswende für Hamburg – aber wie?
21.1.2020: Diskussionsveranstaltung in der Patriotischen Gesellschaft

PM. Angesichts des Klimawandels und der Zielsetzung, bis 2030 den CO2 -Ausstoß zu halbieren und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, ist aktives Handeln gerade im Verkehrssektor unausweichlich. Hinzu kommen die Alltagserfahrungen: verstopfte Straßen, überfüllte S-Bahnen, unpünktliche Busse, mangelhafte Radwege und zugeparkte Bürgersteige in der wachsenden Großstadt.
Im Vorfeld der Bürgerschaftswahl im Februar 2020 werden den Hamburger*innen eine Vielzahl neuer Verkehrsprojekte angekündigt (U5, verlängerte U4, S4, S32, Metrostraßenbahn, Verlegung des Bahnhofs Altona). Ob und wann diese aufwändigen Planungen umgesetzt werden können, bleibt dahingestellt: Eine konsistente Verkehrsentwicklungsplanung fehlt bis heute.
Sicher ist jedoch, dass umfassende Veränderungen nötig sind. Niedrigschwelligere Strategien wie zügiger Radwegausbau, restriktives Parkmanagement, konsequente Aufteilung des Verkehrsraumes zugunsten umweltfreundlicher Mobilität sowie fl ächendeckend Tempo 30 in Wohngebieten sind das Gebot der Stunde!
Eine Einführung in die Diskussionsveranstaltung gibt Dr. Katrin Dziekan vom Umweltbundesamt in Dessau, Mitautorin der aktuellen Studie "Kein Grund zur Lücke – so erreicht Deutschland seine Klimaschutzziele im Verkehrssektor für das Jahr 2030".
Danach folgen Kurzdarstellungen von Vertreter*innen unterschiedlicher Hamburger Verkehrsinitiativen zu den Themen Verbesserung des ÖPNV, Platz für Menschen statt für Autos, Verringerung des Pendlerverkehrs und Förderung des autoarmen Wohnens sowie Vorstellung einer "Zukunftswerkstatt Verkehr" in der kommenden Legislaturperiode.
Danach wird unter Moderation der Journalistin Siri Keil diskutiert. Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Stadtentwicklung und der Hamburger Verkehrsinitiativen ADFC, Fuss e.V., Bündnis Nahverkehr, Freunde der Eisenbahn, HVV-Fahrgastbeirat, Prellbock Altona, ProBahn und Verkehrswende Hamburg.

21. Januar 2020, 18:30 Uhr Patriotischen Gesellschaft,
Reimarus-Saal, Trostbrücke 6, 20457 Hamburg
Um Anmeldung wird gebeten unter info@patriotische-gesellschaft.de

 

 

 

 

 

 

 


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Swing-Tanzen verboten
6.2.2020, Honigfabrik: Kinolesung zum Thema "SwingJugend als Opposition im 3. Reich".
Mit einem Film von Rasmus Gerlach und anschließender Diskussion

Swingfans

Hamburger Swingfans um 1940.
Foto: gestapo-swing.de

PM/Hofa. Peter Petersen wuchs in der Nazi-Zeit in einem Zigaretten-Kiosk auf Sankt Pauli auf und geriet durch sein Interesse für Swing-Musik in ein Umfeld von unangepassten Jugendlichen, wurde verhaftet und an die Front geschickt - ein Schicksal, das ihn mit dem Frankfurter Emil Mangelsdorff verbindet.
Der Bruder des legendären Posaunisten spielt die Hymne der Swing-Boys auf seinem alten Saxophon und berichtet vom Überwachungswahn und der Repression unter den Nazis. Auch er wurde brutal in den Kriegsdienst gezwungen. Peter Petersen desertierte schließlich und versteckte sich im Kiosk an der Reeperbahn und spielte heimlich weiter Swing-Musik.
Emil Mangelsdorff machte nach dem Krieg eine Karriere mit Jazz & Swing-Musik, die gerade wieder hip ist. Im Anschluss lesen Swinging Gene und Rasmus Gerlach aus Hamburger Spitzelberichten und einer Gestapo-Akte von 1944 über die Frankfurter Swing-Jugend.
In der Gestapo-Akte wird Emil Mangelsdorff , als Randfigur erwähnt - heute ist er einer der letzten Überlebenden. Selbst die Zimmer der Swing-Jugendlichen fotografierte die Geheimpolizei – observierte bis in die Betten. Die Gestapo-Akte birgt viele neue Erkenntnisse zur Swing-Jugend, besonders zu deren hohem Frauenanteil.

Kinolesung Swing-Jugend Do. 6.2.20, 19.30 Uhr, Honigfabrik
AK: 5 Euro, erm. 3 Euro

https://gestapo-swing.de
https://de-de.facebook.com/ events/765136863986642/

 

 

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Tunnel renoviert
Durchgang zum Hafen an der S-Bahn Veddel instandgesetzt

Tunnel Veddel

Foto: HVV

PM. Seit Weihnachten erstrahlt der Tunnel an der Nordseite der S-Bahn-Station Veddel wieder im alten Glanz. Die Wände sind frisch gestrichen, kaputte Lampen wurden erneuert, ebenso die Decke. Außerdem gibt es neue Glasscheiben vor den Wandbildern der Tunnelgalerie.
Erstmals war der Tunnel bereits 2010 im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen verschönert, hell und freundlich gestaltet worden. Die Beschäftigungsträger “Jugend in Arbeit e.V.” und “Gesellschaft für berufliche Kompetenzentwicklung GmbH” (KOM) hatten vor neun Jahren die Graffito und den Schmutz an den Tunnelwänden entfernt und überstrichen sowie die rostige Tunneldecke gereinigt und weiß gestrichen. Der HVV hatte defekte Lampen repariert. Eine bis dato fehlende Ausschilderung zum Hafenmuseum war angebracht worden. Zum i-Tüpfelchen der damaligen Verschönerung wurde die Wandbildgalerie an den Tunnelwänden: Insgesamt 34 Bilder mit Hafenmotiven werten den Tunnel seitdem deutlich auf.
Doch in den Folgejahren wurde die Tunnelgalerie immer wieder mit Graffiti verunstaltet und die Scheiben vor den aufgehängten Bildern beschädigt.
Nun ist der Tunnel erneut renoviert worden. Die Arbeiten wurden vom Bezirksamt Mitte und mit finanzieller Unterstützung des Hamburger Verkehrsverbundes umgesetzt.

 

 


 

 

 

 


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Der „Hamburg-Takt“ und Wilhelmsburg

Karte

Auf dieser Karte wird gezeigt, an welchen Stellen der Wilhelmsburger
ÖPNV weiterhin unzureichend ist und welche Bedarfe es gibt.
Deutlich wird: Der neue "Hamburg-Takt" bringt keine grundlegende Verbesserung
.
Grafik: M. Rothschuh

Michael Rothschuh. In einer Pressekonferenz am 11. Dezember hat der Erste Bürgermeister und Spitzenkandidat der SPD, Peter Tschentscher, für den ÖPNV einen „Paradigmenwechsel“, also eine grundlegende Änderung der Denkweise, „von einer nachfrageorientierten hin zu einer angebotsorientierten Planung“ angekündigt.
Das Ziel sei die Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit des ÖPNV gegenüber dem Auto, damit der Autoverkehr beim vom Senat erwarteten weiteren Zuwachs des Gesamtverkehrs nicht wächst, dafür aber der ÖPNV bis 2030 50% mehr Fahrgäste hat.
Tschentscher: „Dieses neue umfassende öffentliche Nahverkehrssystem führt dazu, dass in Hamburg niemand mehr auf Fahrpläne achten muss … In der gesamten Stadt soll man dann vom frühen Morgen bis in die Abendstunden innerhalb von fünf Minuten ein öffentliches Nahverkehrsangebot erreichen können.“

Als Zielzustand 2030 werden dargestellt:
• Taktverdichtung von U-Bahn und S-Bahn auf fünf, teilweise auf bis zu zwei Minuten, später auch an Sonntagen 5-Minuten-Betrieb. Dazu gehören 20% mehr Fahrzeuge.
• Neue Busprodukte: 18 neue Xpress-Busse, 26 neue MetroBus-Linien, 13 neue Quartierbus-Linien sowie mehr Platz für Fahrgäste durch längere Busse sowie 600 neue Haltestellen.
• „On-Demand-Services“ für 15% der Hamburger, die nicht durch diese Maßnahmen erfasst sind.
• Taktausweitungen bei den Fähren 62, 72 und 64.
• Geplant sind 20% mehr Fahrzeuge bei der S- und U-Bahn sowie 50% mehr Busse, nämlich 2.250 statt jetzt 1.500.

Was bietet der „Hamburg-Takt“ für den Wilhelmsburger Nahverkehr?
Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg hat den Bürgerschaftsparteien Anforderungen an den Nahverkehr, vor allem über die Elbe, zusammen gestellt und den Kandidat*innen und zur Bürgerschaftswahl auf den Weg gegeben.

Siehe: https://zukunft-elbinsel.de/wpcontent/uploads/2019/11/WilhelmsburgerSchwerpunkte_Reader-Nov-2019.pdf

Karte

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Wächst die Kriegsgefahr?
Infoveranstaltungen zur Wiederbelebung der Friedensinitiative Wilhelmsburg

A. Wolf/I. Humburg/ Friedensinitiative i.E. Seit einigen Wochen trifft sich ein Kreis um den Frieden besorgter Menschen aus Wilhelmsburg und Harburg im Bürgerhaus. Uns treibt die Sorge um, dass neben den vielen ständigen schlimmen Kriegen in vielen Teilen der Welt jetzt auch wieder die Gefahr eines großen Krieges und selbst eines Krieges in Europa zunimmt. Hier ein paar Schlaglichter, die unseren Eindruck unterstreichen:
• Gigantische Zuwächse bei den Rüstungsausgaben fast überall auf der Welt.
• Neue amerikanische Militärstrategie, die die Vorbereitung eines Krieges gegen Russland und China als Hauptziel benennt.
• Kündigung des INF-Vertrages über ein Verbot von landgestützten atomaren Mittelstreckenraketen und geplante Stationierung solcher Raketen in einem Ring um China und in Europa.
• Eine Welle von Sanktionen und Handelskriegen, die in der Geschichte schon immer die Vorstufe eines Krieges mit Waffen war.
• Ein Manöver im Frühjahr 2020 (Defender 2020) in einer seit dem kalten Krieg nicht mehr gekannten Größe, in dem es um die Verlegung einer US Division an die russische Grenze mit Deutschland als Drehscheibe geht.
• Ein Ex Oberbefehlshaber (Ben Hodges) der US Streitkräfte in Europa, der es für sehr wahrscheinlich erklärt, dass die USA in 10 – 15 Jahren im Krieg mit China sein werden usw. usf.

Solche Nachrichten sind der Grund, warum wir die Friedensinitiative in Wilhelmsburg und Harburg wiederbeleben möchten. Zur Vorbereitung einer Neugründung laden wir zu zwei Veranstaltungen ein, in denen mit Fachleuten über den Ernst der Lage diskutiert werden kann:
Dienstag, 14. Januar 2020, 19 Uhr, Bürgerhaus Wilhelmsburg:
Thema "Die Gefahr eines Krieges steigt – auch in Europa!
Eine breite Friedensbewegung tut not"

Mit Jörg Kronauer. Er lebt in London, ist Journalist und Buchautor (Titel: „Glaubt ihr die Russen wollen Krieg?“ und „Der Rivale - Chinas Aufstieg zur Weltmacht und die Gegenwehr des Westens“) sowie Herausgeber des Nachrichtenportals GERMAN-FOREIGNPOLICY.com.

Im Februar 2020 (Termin und Ort in der nächsten Ausgabe der WIR):
Thema "Die Uhr tickt … Wissenschaftler sehen die Menschheit mit zwei wachsenden und miteinander verbundenen, existenziellen Bedrohungen konfrontiert: Atomkrieg und Klimakatastrophe. Sie haben die Weltuntergangsuhr deshalb auf 2 Minuten vor 12 gestellt."
Mit Tina Sanders und Gunda Weidmüller. Dr. Tina Sanders, Biologin und Geowissenschaftlerin, grenzt die langfristigen natürlichen Klima- und Umweltveränderungen von der menschen- bzw. systemgemachten drohenden Katastrophe ab. Umweltveränderungen lösen in vielen Teilen der Welt Kriege aus, und die sich verschärfenden ökonomischen, politischen und militärischen Konflikte zwischen den Ländern stehen einer Lösung der Umweltfrage im Wege.
Gunda Weidmüller arbeitet im "Hamburger Forum" und in der Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“. An Hand einer aktuellen Studie (Alan Robock von der Rutgers University) wird sie die katastrophalen, weltweiten Folgen eines Atomkrieges zwischen Indien und Pakistan für Menschen und Klima schildern. Sie legt dar, wie schon ein lokal begrenzter Krieg zwischen zwei Großmächten die ganze Welt in eine existenzielle Krise stürzt.

Friedensinitiative Wilhelmsburg und Harburg im Entstehen (i.E.)
Kontakt: Angela Wolf, Tel. 0176-81 25 78 41

 

 

 


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Nun wächst zusammen, was zusammen gehört
Erste ebenerdige Wegeverbindung zwischen den zwei Teilen des Inselparks eröffnet

Verbindung_inselpark

Da hat jemand einen coolen Job: Er schiebt den Zaun hin und her,
je nachdem, ob ein Fußgänger oder Radfahrer kreuzt oder ein Baufahrzeug.

Foto: MG

MG. Zwar mit erheblicher Verspätung, eigentlich sollte die neue Trasse der Reichsstraße vor fast einem Jahrzehnt fertig sein, damit die alte Trasse bis zur Eröffnung der igs 2013 hätte zurückgebaut werden können. Aber, das hat nicht geklappt. Bis jetzt haben zwei Brücken die beiden Teile des Parks verbunden. Nun gibt es eine ebenerdige Wegeverbindung über die alte Trasse zwischen dem Ost- und dem Westteil. Der Abbau der von 2013 bis heute gemieteten barrierefreien Brücke beginnt umgehend. Auch die Deltabrücke, bekannt als IGA-Brücke, die zur igs 2013 saniert wurde, wird abgerissen, da sie marode ist.
Jetzt wird die alte Wilhelmsburger Reichsstraße südlich des Wilhelmsburger Rathauses zurückgebaut und als Parkanlage hergerichtet. Die Maßnahme gilt als Ausgleich für die neue Trasse der Wilhelmsburger Reichsstraße. Ein Masterplan wurde am 28. November 2019 im Ausschuss für Stadtnatur und Umwelt vorgestellt. Wie lange die Rückbaumaßnahmen dauern´, weiß man nicht. Danach wird der Umbau als Parkanlage möglich. Der vorgestellte Masterplan sieht einen Anteil von 99 % unversiegelter Fläche vor, die zum Teil mit einheimischen Gehölzen bepflanzt werden soll. Der Großteil des Geländes sollen Rasen- und Wiesenflächen werden. Es wird weitere Wegeverbindungen in Ost-West-Richtung geben und Gewässer werden verbunden, so dass ein Kanurundkurs entsteht. Beim Bürgerhaus ist allerdings weiterhin ein Umtragen nötig. Vorgesehen ist auch eine öffentliche Toilettenanlage und ein weiterer Grillplatz. Die Hauptwegeverbindungen und die Veloroute 11, die hier entlang führt, sollen beleuchtet werden. Hier ist keine nächtliche Schließung vorgesehen, aber die bisherige Schließung von besonders schützenswerten Teilen des Parks bleibt bestehen. Für die Kleingärtner ist es weiterhin schwierig, nachts den Park zu verlassen. Mit einem Fahrrad ist es unmöglich, durch die Drehtore zu kommen.
Der Masterplan soll auch in einer der nächsten Sitzungen des Stadtteilbeirates vorgestellt werden. Er gilt als Diskussionsgrundlage für weitere Schritte. Erste Gelder wurden bereits zugewiesen, so dass ein Planungsauftrag erteilt werden kann. Laut Bauprogramm Grün des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes werden die Kosten ohne den Rückbau auf 6,6 Millionen geschätzt. Konkrete Planungen sind dann Sache des Regionalausschusses Wilhelmsburg/Veddel.


 

 


 

 


 

 

 

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Der Deckel kommt
Bei der Vorstellung des Tunnels durch Kirchdorf-Süd blieben viele Fragen offen

Deckel A26

Die hellgrauen „Potenzialflächen für Stadtentwicklung“ sollen
zur Finanzierung des Tunnels bebaut werden.

Abb./Montage: hk (Quelle: Präsentation BWVI)

hk. Der Senatsbeschluss, die Autobahn 26 durch Kirchdorf-Süd zu überdeckeln, war Mitte November Schlagzeile in den Hamburger Medien.
Verkehrsstaatsrat Rieckhof und Vertreter von DEGES und HVV stellten den Beschluss auf einer mittelmäßig besuchten Versammlung im Bürgerhaus den Wilhelmsburger Bürger*innen vor. Technisch bietet die jetzt beschlossene Lösung im Verhältnis zu dem als Ergebnis des Perspektiven-Verfahrens erreichten A26-Deckels keinen neuen Stand. Es soll ein knapp 1,5 km langer Tunnel entlang der Kornweide-Trasse mit einer Anschlussstelle Otto-Brenner-Straße sein. Das Neue ist der Senatsbeschuss, dass Hamburg die nach Abzug der bewilligten Bundesmittel noch fehlenden 62 Mio. Euro für diesen Bauabschnitt selbst bezahlen wird. Er sei stolz, das erreicht zu haben, so Staatsrat Rieckhof. Neben der großen Frage, ob die A26 nicht völlig überflüssig und anachronistisch sei und statt der behaupteten Erleichterung eher Schaden für die Elbinseln bringe, begrüßten die anwesenden Initiativenvertreter*innen die Tunnellösung – für den Fall der Realisierung der Autobahn.

Denn anders als der Staatsrat, der die Entscheidung für die A26 als endgültig sah – "der Drops ist gelutscht" – taten dies einzelne Teilnehmer*innen nicht und wiesen auf die noch anstehenden Klagen hin. Außerdem wurde bezweifelt, dass der Bund tatsächlich beides – die neue Köhlbrandquerung und die A26, zumal bei erwartbaren Kostensteigerungen – bezahlen würde. Und bekanntlich äußern neuerdings auch die Grünen Vorbehalte gegen die Autobahn. Rieckhof räumte ein, dass man angesichts der zu erwartenden Einspruchsverfahren zumindest über den Zeitraum bis zur Realisierung nichts sagen könne.
Die Diskussion drehte sich anschließend um die wichtigen Einzel-Knackpunkte des Projekts A26. Die oft geübte Kritik an der Abfahrt Otto-Brenner-Straße wies der Staatsrat mit Verweis auf die Statistik zurück. Zwar sei in den Plänen eine Verkehrszunahme von rund 30% prognostiziert, aber die vierspurige Otto-Brenner-Straße sei auch nach dem geplanten Rückbau auf Zweispurigkeit und der erwarteten Zunahme immer noch deutlich überdimensioniert und könne den Mehrverkehr aufnehmen.
Eine weitere Frage waren die „Potenzialflächen für Stadtentwicklung“ längs der Trasse, also die Ausweisung als Bauland für Wohnen und Gewerbe zur Finanzierung des Tunnels. Die Bebauung dieser Flächen bis an den Stübenhofer Weg, mit Aussparung des Kinderbauernhofes, wurde von Rieckhof wieder als „Chance für Kirchdorf-Süd, aus der Isolierung herauszukommen“ dargestellt. Ansonsten sei er dafür nicht zuständig. Seiner Kenntnis nach werde der Bereich südlich der A26 als erhaltenswert angesehen, nördlich der Trasse zur Hochaussiedlung hin könne man sich Bebauung vorstellen. Er merkte in diesem Zusammenhang noch einen Punkt an, der dann nicht weiter diskutiert wurde: Während der mehrjährigen Bauzeit der A26 würden natürlich zusätzliche Flächen gebraucht. Es gebe dann sicherlich erhebliche Einschränkungen.

Offen blieb zum Schluss auch die Frage, wie der zusätzliche Verkehr denn über das Nadelöhr Elbbrücken kommen solle und ob nicht der ÖPNV gestärkt werden müsse. Der HVV-Vertreter führte als einzige Lösung wieder die Verlängerung der S3-Züge an und wies die Forderung nach einer Weiterführung der Bus-Linie 13 bis zum Hauptbahnhof als unrealistisch zurück mit der bemerkenswerten Begründung, die Busse würden ja ständig im Stau stecken bleiben.


 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Ort für Frauen in Wilhelmsburg
Das neue Wohnprojekt "Rialto" am Vogelhüttendeich möchte Frauen einen Raum für Projekte zur Verfügung stellen

PM. Seit August 2019 leben wir mit rund 20 Menschen im neuen Wohnprojekt „Rialto“ im Vogelhüttendeich 30. Es handelt sich um einen Neubau auf dem ehemaligen RialtoKino-Gelände. Im Erdgeschoss des Hauses gibt es einen großen, barrierefrei zugänglichen Raum mit Teeküche, Büro und barrierefreiem Bad. Diesen Raum möchten wir Frauen und ihren Projekten in Wilhelmsburg und darüber hinaus zur Verfügung stellen. Dabei soll der Raum nicht politisch rechten Interessen dienen. Seine Nutzung soll unkommerziell, das heißt ohne Bezahlung möglich sein. Er soll in erster Linie am Tag genutzt werden, nicht nachts (nicht für Partys etc.).

Wir laden alle Interessierten, Gruppen oder einfach nur Neugierigen unverbindlich ein, sich an einem der folgenden Sonnabende die Räume anzusehen, Fragen zu stellen und andere kennenzulernen. Es können auch Männer kommen.

Sa., 14. + 21. Dezember,

11. + 25. Januar,
8. Februar, jeweils 14 - 17 Uhr.
Am Sa., 22. Februar, gibt es dann ein Treffen zum Austausch von Ideen und Meinungen aller Interessierten.

Auf facebook findest Du diese Einladung übersetzt in mehr als zehn Sprachen:
https:// www.facebook.com/events/2484357895134 160/.
Wenn Du für den Besuch eine Übersetzung benötigst, schreib uns eine E-Mail oder eine SMS mit dem Datum, an dem Du kommen möchtest, und der benötigten Sprache (auch Gebärdensprache). Wir versuchen dann, eine*n Dolmetscher*in zu organisieren.
Fon: 0178-1529766,
Mail: eg-rialto@riseup.net

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

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Wichtige Dokumentationen

A26 - Finkenriek - Kornweide Präsentation < mehr

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

Die Rede von Alexandra Werdes, Initiative Waldretter: < mehr

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