23. Jahrgang,
Ausgabe 4
Apr. / Mai
2017
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Wann... in Wilhelmsburg ?

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Aktuell

Die neue Gebietskategorie „Urbanes Gebiet“ erleichtert in Zukunft die Planung von Wohngebieten
Zwei neue Eisbrecher für Hamburg
„Das ist Physik!“
Noch bis 18.4.: Einwendungen gegen die A26-Ost, 1. Abschnitt
Noch kann die A26-Ost verhindert werden!
Von der „Nord-Süd-Achse“ zum „Elbinselquartier“
Wohin ist der Autobahn-Trog in Kirchdorf verschwunden?
Ankommen - Helfen
Wichtige Dokumentationen

Die neue Gebietskategorie „Urbanes Gebiet“ erleichtert in Zukunft die Planung von Wohngebieten
Gut für das neue Elbinselquartier?

Urbanes Gebiet

Ausschnitt aus dem sogenannten Funktionsplan für das neue Wohnquartier und Mischgebiet (Gewerbe/Wohnen) zwischen Ernst-August-Kanal (links, schräg-senkrecht), Jaffe-Davids-Kanal (oben, waagerecht) und Aßmannkanal (unten, waagerecht). Plan: IBA

MG. Zu Anfang wollte Karen Pein, Geschäftsführerin der IBA, wieder wissen, woher und warum die Besucher am 28. März 2017 ins Bürgerhaus gekommen waren. Etwa ein Drittel war aus beruflichen Gründen da und die meisten waren aus Wilhelmsburg und interessierten sich für das Wohnen im Elbinselquartier (früher Nord-Süd-Achse). Aus dem Siegerentwurf der Architekten „Hosoya Schaefer/Landschaftsarchitekten Agence Ter“ wurde inzwischen der Funktionsplan entwickelt, der später Grundlage für die beiden Bebauungspläne Nord und Süd werden wird, die Mitte 2018 ausgelegt werden sollen.
Was hat sich verändert? Insbesondere wurden Möglichkeiten der Oberflächenentwässerung in den Kleingartengebieten eingearbeitet. Zusätzlich zu einer Stadtteilschule wird es eine Grundschule geben. Zwei Vereinshäuser sind nun wieder in die Kleingartenflächen integriert worden. Überhaupt gab es bei den Kleingärten eine Konkretisierung. Östlich des Aßmannkanals soll der nördliche Teil der Kleingärten kombiniert und verzahnt werden mit öffentlicher Nutzung. Die Zahl der Kleingärten wird erhalten.
Voraussetzung für das Quartier ist eine Änderung des Flächennutzungsplans. Karl Heinz Humburg, zuständig für die Bebauungsplanung im Bezirksamt Hamburg-Mitte, erklärte erleichtert, dass es rechtzeitig bis zum Sommer als neue Gebietskategorie „Urbane Gebiete“ geben werde*, was die Pläne erleichtere. Die gewerbliche Nutzung rechts und links der Rubbertstraße wird in Richtung Aßmannkanal abnehmen bis hin zu einem allgemeinen Wohngebiet. Eine Grünachse bilden die Kleingärten am Kanal. Zur Zeit wird das Konzept für den Erschließungsverkehr bearbeitet. Das ganze Quartier soll eine 30er-Zone werden. Eine U-Bahn, nach der aus dem Publikum gefragt wurde, ist z.Z. nicht vorgesehen. Es wird eine Buslinie mit drei Haltestellen geplant.

Erste Ergebnisse gibt es bei den Gutachten für den Lärm- und Schallschutz und über die Geruchsbelastungen. Ein Gutachten hat gezeigt, dass die Luft in dem Gebiet gut ist. Alle Grenzwerte für die Schadstoffbelastung werden eingehalten. Die Bäume müssen noch erfasst werden und naturschutzrechtliche Belange müssen beachtet werden. Für kommende Starkregen muss die Oberflächenentwässerung noch optimiert werden.
Wasser ist ein besonderes Thema auf Wilhelmsburg, der sturmflutgefährdeten Elbinsel. Aber es gibt dazu seit Jahren Forschungsvorhaben, z.B. das gerade abgeschlossene Projekt KLIQ – „Klimafolgenanpassung innerstädtischer hochverdichteter Quartiere in Hamburg“ an der HafenCity Universität. Auf der Homepage wird ab Mai 2017 das Wissensdokument für die Verwaltung „Überflutungs- und Hitzevorsorge in Hamburger Stadtquartieren“ veröffentlicht.
Die Vergabe der Grundstücke soll ähnlich wie in der HafenCity erfolgen. Die Konzeptausschreibungen gehen an die üblichen Investoren. Aber 20 Prozent der Flächen sind für Baugemeinschaften vorgesehen. Die Frage nach einer bedarfsgerechten Erhöhung der Anzahl der geförderten Wohnungen wurde abschlägig beantwortet. Man wolle gemischte und leistungsstarke Quartiere. Ein höherer Anteil an Sozialwohnungen komme nicht in Frage.

* Vgl. Kasten

Urbane Gebiete und mögliche Anwendungspraxis in Hamburg

Aus einer PM der Baubehörde vom 1.3.2017. Mit der vom Bundesrat beschlossenen Gebietskategorie „Urbane Gebiete“ als neuem Baugebietstyp der Baunutzungsverordnung
wird Städten mehr Flexibilität beim Bauen in stark verdichteten Gebieten eingeräumt.
In Urbanen Gebieten ist eine Nutzungsmischung aus Wohnungen, Gewerbebetrieben, Gastronomie, Einzelhandel sowie kulturellen Einrichten mit variablen Anteilen vorgesehen.

Ein weiteres Merkmal der Urbanen Gebiete ist die kompakte Bauweise. Durch sie besteht die Möglichkeit, dichter und vor allem höher zu bauen. Mit der nun vorliegenden Gebietskategorie könnten in Zukunft beispielsweise Flächen auf der Elbinsel Wilhelmsburg
als urbane Gebiete ausgewiesen werden.

 




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Zwei neue Eisbrecher für Hamburg

Eisbrecher

Foto: Ursula Möller

Helga Arp. Die Erneuerung der Eisbrecher-Flotte der HPA ist mit der Indienststellung der Mehrzweckschiffe „Hugo Lentz“ und „Johannes Dalmann“ beendet. Am 22. März wurden die Schiffe von der Schauspielerin Sanna Englund („Notruf Hafenkante“) und HPA-Mitarbeiterin Martina Stülten getauft.
Für uns in Wilhelmsburg, die wir so sehr von den Emissionen von Schiffs-, Auto- und Bahnverkehr betroffen sind, ist bedeutsam, dass beide Eisbrecher von Anfang an mit dem emissionsarmen Kraftstoff GTL (Gas to liquid) betrieben werden. Dieser synthetische Kraftstoff wird durch Verflüssigung von Erdgas gewonnen. GTL erzeugt weitaus weniger Luftschadstoffe als herkömmliche Marinekraftstoffe. Die gesamte Klimabilanz allerdings ist leider für GTL aufgrund des aufwändigen Herstellungsverfahrens nicht ganz so günstig. Die HPA setzt GTL schon länger auf anderen Schiffen ein, und auch die Maritime Circle-Line fährt mit GTL.

 

 

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„Das ist Physik!“
Peter Pfeffermann, Projektplaner der DEGES, versuchte die MoorburgerInnen von seinen Prognosen zu überzeugen

KW Moorburg

Seit einigen Jahren belastet das Kohlekraftwerk die Luft
in Moorburg, Harburg, Wilhelmsburg und weit darüber hinaus.

Foto: Bündnis Verkehrswende Hamburg

MG. Moorburg, „das gallische Dorf an der Elbe“, wurde jetzt Veranstaltungsort für das Projekt „Meinland“ der Tageszeitung taz. Mit dieser Veranstaltungsreihe sucht die taz Antworten auf den Rechtsruck von Bayern bis Hamburg, von Osten nach Westen. Moorburg wurde ausgesucht, weil die 800 BewohnerInnen mit großen Problemen konfrontiert sind: Hafenerweiterungsgebiet, Spülfeld, seit ein paar Jahren ein großes Kohlekraftwerk und nun als drängendstes Problem die Planung einer aufgeständerten Autobahn, höher als der Kirchturm.
Die Moderation hatte Gernot Knödler von der taz Hamburg. Mit den Planern Peter Pfeffermann von der DEGES und Stefan Deyß, Abteilung Bundesfernstraßen der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, diskutierten Stefan Zins und Jochen Klein vom Bündnis Verkehrswende Hamburg, Malte Siegert, NABU, und Klaus Baumgardt von Rettet die Elbe.
Peter Pfeffermann verwies wieder darauf, dass die A26 jetzt in Gänze im vordringlichen Bedarf des Bundes sei. Noch sei nicht entschieden, wann sie finanziert werde, aber dass sie finanziert würde, sei sicher. Stefan Deyß bezog sich auf das Fernstraßenausbaugesetz. Er erklärte: „Wir in Hamburg sind Stellvertreter für den Bund, aber an Recht und Gesetz des Bundes gebunden, und wir werden das Vorhaben weiter vorantreiben. Wozu braucht man sie (die A26)? Zur Verbesserung der übernationalen Verkehrsverbindungen. Es ist der Lückenschluss für eine durchgehende Verbindung von Nord- und Ostsee. Sie bringt eine Entlastung der Straßen im Süden und wird Wilhelmsburg entlasten, der Hafen wird besser erschlossen, Verbesserung im Straßennetz insgesamt durch Redundanzen, weniger Stauanfälligkeit.“
Dem widersprachen die Gegner einer neuen Autobahn. Sie verwiesen darauf, dass es Alternativen gebe. Die Prognosen, die der Kosten-Nutzen-Analyse zugrunde lägen, stimmten nicht. Statt des prognostizierten Wachstums bis 2025 stagniere der Containerumschlag im Hafen seit zehn Jahren.
Malte Siegert bemängelte: „Niemand traut sich zu gucken, ob sie (die A26) noch gebraucht wird. Das Leben wird sich stark verändern durch autonomes Fahren, 3D-Druck u. a. Nur weil man jetzt die Finanzen hat, soll gebaut werden.“ Eine Moorburgerin beklagte: „Das ist das Todesurteil für Moorburg!“ Eine andere Moorburgerin verwies auf den guten Zusammenhalt im Dorf und schlug vor, das Dorf komplett umzusiedeln, wenn die Autobahn käme.

Aber entgegen belegbarer Zahlen der Autobahngegner beharrten die Planer darauf, dass ihre Prognosen eintreffen würden. Peter Pfeffermann: „Hier auf dem Moorburger Elbdeich werden es 1000 Fahrzeuge weniger. Das ist Physik! Prognosen beruhen hier am Moorburger Elbdeich auf Berechnungen. Die BewohnerInnen werden von der Autobahn profitieren. Wir haben Zahlen, mit denen wir rechnen können.“ Auf mehrfache Fragen nach der Aktualität der Zahlen, auf denen die Prognosen für das Jahr 2030 beruhen würden, gab es keine klare Antwort von Pfeffermann und Deyß.

Um die Notwendigkeit der Straße zu begründen, rechnen die Planer mit einem großen Anteil induziertem Verkehr, also Verkehr, den es ohne die neue Straße nicht geben würde. Das bewies Stefan Zins anhand des Moorburger Elbdeichs: „Jetzt fahren hier täglich 5500 Kraftfahrzeuge. Die Prognose für 2030 lautet, 9800 Kraftfahrzeuge täglich (obwohl der Verkehr in den letzten zehn Jahren nicht angewachsen ist). Aber durch die Autobahn soll diese Zahl um 4300 Fahrzeuge reduziert werden. Dann sind wir bei den heutigen Werten.“

Fazit: Mit diesem Projekt wird in Hamburg kein Verkehrsproblem gelöst. Alles endet an den Elbbrücken!

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Noch bis 18.4.: Einwendungen gegen die A26-Ost, 1. Abschnitt

MG. Noch bis zum 18. April 2017 können Einwendungen gegen die A26-Ost, erster Bauabschnitt bei Moorburg, abgegeben werden. Dieser erste Abschnitt ist auch für Wilhelmsburg von immenser Bedeutung: Wenn er gebaut wird, kommt auch der Rest bis zur A1 mit den enormen Belastungen für Finkenriek und Kirchdorf.

Mustereinwendungen finden Sie unter:
http://verkehrswende-hamburg.net/hafenquerspange-a26-ost/a26-ostplanfeststellung-fuer-den-ersten-abschnitt-eingeleitet/.

Last-Minute-Beratung zu den Einwendungen bietet das Bündnis Verkehrswende am Dienstag, 18. April, ab 17 Uhr an; in der Geschäftststelle des NABU-Hamburg, Klaus-Groth-Str. 21, HH-Borgfelde, nahe S-/U-Bahnhof Berliner Tor. Auch in Kirchdorf ist am 18. April eine „Lange Nacht der Einwendungen“ geplant. Der Ort stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Bitte achten Sie auf die Veröffentlichungen in der lokalen Presse! An beiden Orten werden die letzten Einwendungen gesammelt und sofort zur
Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Rechtsamt, Planfeststellungsbehörde,
Alter Steinweg 4, 20459 Hamburg, gebracht.

 

 

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Noch kann die A26-Ost verhindert werden!
Sie ist nicht alternativlos!

Tunnel Kornweide

Die A26-Ost käme von Westen unter der Bahn durch, verliefe dann unter dem Katenweg
im Tunnel und stiege dahinter zur Otto-Brenner Straße an.
Abb.: DEGES/BWVI

Die Dokumentation der DEGES vom 14.2. finden Sie hier < mehr

MG. Der Saal im Gasthaus Sohre war am 14. Februar 2017 voll. Die DEGES hatte BewohnerInnen vom Katenweg und der Kornweide zu einem Informationsabend eingeladen, und viele Betroffene waren gekommen. Auch an diesem Abend sollte es nur um das „Wie“ der A26-Ost und nicht um das „Ob“ gehen. Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) und die DEGES sind ja offenbar sehr siegessicher, dass der Bau durchgezogen werden kann. Aber er ist noch nicht unwiderruflich und keinesfalls so alternativlos, wie man die Betroffenen glauben machen will. Wenn es auch sehr schwierig wird und sehr teuer, so sind letztendlich noch Klagen möglich!
Nun, am 14. Februar, ging es insbesondere um technische Einzelheiten, wie die Bodenbeschaffenheit und die Tunnelplanung, um den AnwohnerInnen zu erklären, was sie zu erwarten hätten. Voriges Jahr wurden schon 18 Vorerkundungen und 18 Drucksondierungen bis in 40 m Tiefe durchgeführt und fünf Grundwassermessstellen eingerichtet. Die Haupterkundung findet 2017 statt. Es werden Bodenproben meterweise in Bohrkernen herausgeholt. Dazu werden neben 20-Tonnen-Dieselfahrzeugen an unzugänglichen Stellen kleinere Geräte eingesetzt.

Die DEGES hat die BewohnerInnen wegen der Beweissicherung angeschrieben, aber einige Besucher beschwerten sich, dass sie nichts bekommen hätten, obwohl sie weniger als 500 Meter von der Tunnelbaustelle entfernt seien. Das wird von der DEGES noch nachgearbeitet.
Der Vertreter von der ITB Ingenieurgesellschaft für technische Berechnungen mbH meinte zum Schluss: „Man kann durch die Voruntersuchungen mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen, dass der Tunnel zu teuer oder nicht möglich ist.“ (Bei der Verlegung der Reichsstraße wurde aber auch mal ein Tunnel angedacht und die Untersuchungen waren negativ: die Red.) Ein Besucher merkte an: „Vor acht Jahren hatte noch die Handelskammer verlautbart, dass die A26-Ost nur gebaut werden könne, wenn nach dem Tunnel in Richtung A1 noch ein Trog gebaut würde, um die Wohngebiete von den Folgen des Autobahnverkehrs zu entlasten.“ Dies wird von den Fachleuten für höchstwahrscheinlich unmöglich gehalten, da der Neue Brausielgraben, der vom Freizeithaus bis zum Mahlbusen Finkenriek verläuft, überquert werden muss.

In einem ausführlichen Vortrag wurden dann Einzelheiten über den Tunnelbau erläutert. Die A26-Ost kommt am Kohlekraftwerk Moorburg vorbei über die Süderelbe zur Anschlussstelle Hohe Schar, verläuft dann über die Wilhelmsburger Reichsstraße, danach unter den Gleisen durch, weiter im Tunnel Katenweg und steigt dann bis zur Otto-Brenner-Straße, der von der DEGES geplanten Anschlussstelle, wieder an. Zur Herstellung des Tunnels in geschlossener Bauweise mit einer Tunnelbohrmaschine sind Start- und Zielschächte notwendig. Diese haben einen großen Flächenbedarf und eine Mindestüberdeckelung von 13 Metern bei 13 Metern Durchmesser des Tunnels. Diese etwas schonendere Methode wurde als nicht möglich verworfen, obwohl ein Zuschauer behauptete, dass ein Ausgleich mit Beton möglich sei und mehrere Zuschauer die Lösung in einem längeren Tunnel sahen. Aber es wird mit einer offenen Bauweise des Tunnels geplant. Die Baugrube wird 35 Meter breit, die Baufahrzeuge bewegen sich innerhalb des Baugrunds. Die Bauarbeiten werden mindestens vier Jahre dauern. Im Jahre 2021 soll eine erneute Beweissicherung durch die DEGES erfolgen.
Die BesucherInnen bei Sohre machten keinesfalls einen beruhigten Eindruck. Als dann der Moderator um Verständnis für die Planer bat, da diese doch nur ihre Pflicht täten, brach die Veranstaltung unter Tumult ab.

Plakat

A26-Ost: Wie kann ich mich dagegen wehren?
Initiativen bieten Beratung für die Einwendungen an

Wer sich eine Einflussnahme auf das Planfeststellungsverfahren zur A26-Ost sowie dieMöglichkeit einer Klage dagegen offenhalten will, oder wer seinen Protest gegen das Projekt offiziell machen möchte, sollte bis einschließlich zum 18. April 2017 eine Einwendung dagegen erheben. Es gilt der Grundsatz: Ohne Einspruch, kein Anspruch!
Zunächst geht es um den Bauabschnitt Moorburg bis zur „Anschlussstelle HH-Hafen Süd“. Für Wilhelmsburger ist es besonders wichtig, schon gegen diesen ersten Abschnitt Einwendungen zu erheben! Denn ist der erst einmal in trockenen Tüchern, ist der Weiterbau der Autobahn bis nach Kirchdorf kaum mehr aufzuhalten.

Damit sich alle möglichst frühzeitig informieren können, wie eine Einwendung aussehen kann und an wen sie zu richten ist, bieten die „Engagierten Wilhelmsburger“ und das „Bündnis Verkehrswende Hamburg“ eine offene Beratung an: Immer dienstags um 19 h, bis einschließich 11. April, im Bürgerhaus Wilhelmsburg.

 

 

 


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Von der „Nord-Süd-Achse“ zum „Elbinselquartier“
Projektdialog zum Planungsstand im Bürgerhaus

Elbinselquartier

Heißt jetzt „Elbinselquartier“: Modell der Bebauung
zwischen Jaffe-Davids- und Aßmannkanal.

Foto: Jan Linnemann

Sören Schäfer/Büwi. Im Sommer 2016 ist die Entscheidung im städtebaulichen Wettbewerb zum neuen Wohn- und Arbeitsquartier im Zentrum von Wilhelmsburg gefallen. Der Wettbewerb wurde von Perspektiven! durch ein Beteiligungsverfahren vorbereitet und begleitet, das von vielen Wilhelmsburger*innen genutzt wurde, um sich in die Planungen einzubringen.
Das damals noch „Nord-Süd-Achse“ genannte Gebiet zwischen Jaffe-Davids-Kanal und Aßmannkanal heißt mittlerweile „Elbinselquartier“, der Siegerentwurf ist weiter entwickelt und ein Funktionsplan entworfen worden. Nun soll auch der Beteiligungsprozess weitergeführt werden.
Am 28. März 2017 von 19 bis 21 Uhr findet dazu im Bürgerhaus ein in Kooperation mit Perspektiven! und dem Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg organisierter Projektdialog der IBA Hamburg GmbH statt. Der Projektdialog bietet eine gute Möglichkeit, um (wieder) in die gemeinsame Planung einzusteigen. Ab 18:30 Uhr werden der Siegerentwurf und der Funktionsplan ausgestellt. Ab 19 Uhr erläutert die IBA Hamburg den Prozess vom Wettbewerb zur Funktionsplanung und die nächsten Schritte der Projektentwicklung. Das Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirks Hamburg-Mitte gibt zudem einen Ausblick auf das Bebauungsplanverfahren. Im Anschluss wird an „Themeninseln“ mit Planer*innen und Expert*innen der Funktionsplan ausführlich weiter diskutiert. Die Hinweise, Anregungen und Kritikpunkte werden gesammelt und sind Teil der anstehenden Planungsschritte. Durch das bisherige Beteiligungsverfahren von Perspektiven! wurden die Anforderungen der Wilhelmsburger*innen als wichtige Grundlage für die Arbeit der Planungsteams in den Wettbewerb eingebracht.
Der Siegerentwurf zeichnete sich deshalb vor allem dadurch aus, dass darin viele der Anforderungen umgesetzt wurden.
Alle Bewohner*innen der Elbinseln und solche, die es werden wollen, sind daher wieder eingeladen, auch weiterhin die Entwicklung des neuen Quartiers mitzugestalten.

Projektdialog Elbinselquartier:
28.3.2017 von 19 bis 21 Uhr,
Bürgerhaus Wilhelmsburg,
Einlass ab 18.30 Uhr,
Eintritt frei

Weitere Infos:

www.perspektiven-elbinseln.de
facebook.com/PerspektivenElbinseln
http://www.iba-hamburg.de/ibahamburg-gmbh/projekte/elbinselquartier.html

 

 

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Wohin ist der Autobahn-Trog in Kirchdorf verschwunden?
Hamburg legt seine Pläne für die A26-Ost aus, will sich aber nicht daran halten

Trog Kirchdorf ?

In den Planungen von 2009 bis 2015 bleibt die Autobahn im Bereich Kirchdorf einige Meter unter der Erdoberfläche, teils in einem Tunnel, teils einem Trogbauwerk. In den neuen Plänen liegt sie ebenerdig. Um auf die andere Seite zu kommen, muss man sie unter 45m breiten Brücken unterqueren.
Skizze: Rothschuh auf openstreetmap.org, Höhenpläne: DEGES 2010 (Linienbest.) und 2016 (Brief)

 

Michael Rothschuh. Das offizielle Verfahren der Planfeststellung für die A26-Ost hat am 3. März 2017 mit der Auslegung der Pläne begonnen.
Formell geht es zunächst nur um den Moorburger Abschnitt zwischen dem geplanten Autobahnkreuz von A26 und A7 und der Anschlussstelle in Moorburg, die jetzt „HH-Hafen Süd“ genannt wird. Zugleich geht es aber darum, ob scheibchenweise die ganze A26-Ost von Moorburg über die Hohe Schaar und den Süden Wilhelmsburgs bis zur Autobahn 1 in Stillhorn planfestgestellt wird und damit die DEGES und Hamburg das Recht bekommen, die Autobahn zu bauen.
Ein wichtiges Merkmal der Planung ist, seit der ersten Vorstellung der Planungen durch die damalige Verkehrssenatorin Anja Hajduk im Jahr 2009, dass die Strecke zwischen der Bahn und der A1 entlang der Kornweide vollständig unterhalb der Erdoberfläche liegen sollte: mit einem Tunnel von der Bahn bis zur Otto-Brenner-Straße sowie einem anschließenden Trogbauwerk bis zur A1.

Auch die Umweltverträglichkeitsstudie von 2010 betonte: Nur mit einer solchen Lösung seien die Wohngebiete in Kirchdorf wenigstens etwas vor Lärm und Schadstoffen geschützt, würde die Landschaft nicht allzu sehr zerschnitten und wäre die Planung einigermaßen mit der Stadtentwicklung verträglich. Nur deshalb könnte die Linie durch den Süden Wilhelmsburgs auch der ursprünglich festgelegten Trasse im Norden Wilhelmsburgs vorgezogen werden.
Am 1. Februar 2017 im Bürgerhaus haben weder die DEGES noch der Verkehrs-Staatsrat Rieckhof eine Planänderung bekannt gegeben, aber wenn man die Pläne genau ansah, merkte man: Der Trog ist plötzlich verschwunden. Die Gräben und Straßen sollen nun nicht mehr quer über die Autobahn verlaufen. Stattdessen soll die Hafenquerspange jetzt auf ebener Erde und mit Brücken zum Beispiel über den Brausielgraben und den Stübenhofer Weg geführt werden.

In den für das aktuelle Planfeststellungsverfahren von der Behörde ausgelegten Plänen (vor allem im Erläuterungsbericht sowie in der Umweltverträglichkeitsstudie) dagegen ist nach wie vor die Kombination von Tunnel und Trog in Kirchdorf vorgesehen.
Das ist schon spannend: Die Behörde legt für Moorburg einen offiziellen Plan der Trasse aus und zeigt zugleich in Wilhelmsburger Veranstaltungen, dass Hamburg überhaupt nicht die Absicht hat, sich an die eigenen Pläne zu halten.
Deshalb muss man sich auch von Wilhelmsburg aus jetzt schon mit den Planungen für den ersten Abschnitt in Moorburg
befassen. Einwendungen kann jeder Mensch ab 7 Jahren, egal welcher Nationalität, erheben. Bedingung ist lediglich:
Die Einwendungen müssen schriftlich, und das nicht nur als Mail, sondern auf Papier, bis zum 18. April 2017 bei der Behörde eingehen.

Am Donnerstag, 6. April 2017, lädt der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg zu einer Bürgersprechstunde rund um das Thema A26-Ost und die Einwendungen ins Bürgerhaus Wilhelmsburg ein.
Die Pläne findet man unter folgender Adresse im Netz:
http://www.hamburg.de/bwvi/npaktuelle-planfeststellungsverfahren/8187386/a26-ost-abschnitt-6a/

Mehr dazu auf: www.zukunft-elbinsel.de

 

 

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Ankommen - Helfen

New World Café
Inselhaus, Erlerring 1, donnerstags ab 10 Uhr

 

Weltcafé
Behördeninitiative „Neuenfelder Straße Hilft“.

Neuenfelder Straße 19 (in der Behörde), jeden Mi. von 15 - 17 h.
Es werden Gesprächs- und Spielgruppen angeboten.

 

Koordinationsstelle sozialräumliche Integration von Flüchtlingsunterkünften
Flavia Suter, Fachamt Sozialraummanagement Bezirksamt Mitte.
Klosterwall 4, 20095 Hamburg,
Tel. 428542397, E-Mail: flavia.suter@hamburg-mitte.hamburg.de

 

Refugees welcome – aber wie?
Vortragsreihe im Sommersemester 2017 an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Hamburg
Jeden Dienstag, 18 – 20 Uhr c.t. im Hörsaal ESA K, Edmund-Siemers-Allee 1,
Programm: http://refugees-welcome.userblogs.uni-hamburg.de/vortragsreihesose-2017/


Ausstellung
„Scherben im Kopf“.
Trauma und seine Folgen bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen. am 19. April um 18 Uhr findet in der Ausstellung ein Vortrag zum Thema „Trauma und seine Folgen“ von Pia Heckel statt.
Galerie im Georgshof, Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S., Georgsplatz 10, 20099 Hamburg;
Infos und Anmeldung: Ricarda Luthe, Tel. 040/33 40 216

 

Hilfreiches für Geflüchtete und HelferInnen

1. „Wie finde ich eine Wohnung?“
Leitfaden für Wohnungssuchende in Deutsch und Englisch auf der Website des Freizeithauses Kirchdorf-Süd unter
http://www.freizeithaus-kirchdorf.de/p/Wohnungssuche_deutsch.pdf;
http://www.freizeithaus-kirchdorf.de/p/Housing_english.pdf

Leitfaden für Wohnungssuchende in Deutsch: < Text
Leitfaden für Wohnungssuchende in Englisch: < Text

2. „Demokratie für mich. Grundrechte in Deutschland.“
Ein Leitfaden für geflüchtete und einheimische Menschen in Deutsch/ Englisch, Deutsch/Farsi oder Deutsch/Arabisch. Erhältlich bei der Landeszentrale für politische Bildung
Hamburg, Dammtorwall 1, 20354 Hamburg, Tel.: 428234802.
Öffnungszeiten: mo – do von 12.30 – 17 Uhr, fr von 12.30 – 16 Uhr.

3. Soziale Rechte für Flüchtlinge
Eine Arbeitshilfe für Beraterinnen und Berater, 2. Auflage, Dezember 2016
Erhältlich beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband e.V./www.paritaet.org

 

Fortbildungen der Flüchtlingsambulanz
Die Fortbildungen des Uniklinikums Eppendorf richten sich an Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere Betreuer und Vormünder, Psychotherapeuthen, Ärzte, Dolmetscher, Lehrer, Erzieher sowie an Ausbilder in Betrieben.
Programm 2017 und Anmeldung: www.uke.de/mvz/fluechtlingsambulanz
Telefon: 040/40 471 93 08-0, E-Mail: fortbildungen-fluechtlingsambulanz@uke.de

 

Berufliche Integration von Flüchtlingen
Informationsveranstaltungen bei Bin e.V. Adenauer Allee 10, 20097 Hamburg,
Termine auf www.bin-ev.hamburg


Familiennachzug von Drittstaatsangehörigen
Infos unter www.bamf.de

 

„Die Insel Hilft“ e.V...

... neue Gruppe:
Klönschnack mit Ralf an jedem zweiten Donnerstagabend im Wechsel mit dem Tandem-Treffen, so dass man jeden Donnerstag etwas Deutsch üben kann.

... freuen uns über:
• Freiwillige für die Organisation von Sportangeboten
• HelferInnen für die Öffentlichkeitsarbeit
• Interessierte für Tandem-Partner

Willkommen im Inselhaus! Erlerring 1, Tel. 040/35628667, mail@inselhilfe.org
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 11 bis 14 Uhr

Mehr unter www.inselhilfe.org
Kontonummer für Spenden:
Kontoinhaber: Die Insel Hilft e. V.
Hamburger Sparkasse, IBAN: DE92200505501396133538
Verwendungszweck: Spende, AZ 217/412/03029




 

 

 

 

 



 

 

 

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Wichtige Dokumentationen

A26 - Finkenriek - Kornweide Präsentation < mehr

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

 

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