24. Jahrgang,
Ausgabe 8
Aug. / Sep.
2018
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Aktuell

Wie springt man denn nun über die Elbe?
Pegelstand-Doppelpack im September
Weniger Schnellbusse, längere Metrobusse, längere S-Bahnen
Gewaltübergriff bei 48h: „Wollt ihr Stress, ihr linken Fotzen?“
Volksinitiative des NABU zustande gekommen
Treffen AG-Verkehr
„Luftkurort Wilhelmsburg“
Ankommen - Helfen
Wichtige Dokumentationen

Wie springt man denn nun über die Elbe?
Zweiter Schnellbahnanschluss für Wilhelmsburg: Bus sollte an die U-Bahn-Station
Elbbrücken angebunden werden

Buslinie 134

Vorschlag für eine neue Busanbindung Wilhelmsburgs und der Veddel. Der 134er würde von der S/U-Bahn-Station Elbbrücken über Wilhelmsburg bis nach Kirchdorf- Süd fahren.
Grafik: Michael Rothschuh

Michael Rothschuh. „Plant der Senat oder die zuständige Fachbehörde, die U-Bahn in die HafenCity weiter Richtung Süden zu führen, oder wie soll sonst der Sprung über die Elbe von der HafenCity über Wilhelmsburg bis nach Harburg stattfinden?“, fragten der jetzige Erste Bürgermeister Tschentscher, der jetzige Innensenator Grote und die jetzige Parlamentspräsidentin Veit mit der SPD-Fraktion am 3. Juni 2008 in einer Großen Bürgerschafts-Anfrage (Bürgerschafts-Drucksache 19/248).
Zehn Jahre später ist die U4 durch die Hafencity gebaut worden, im Dezember 2018 soll die Station Elbbrücken in Betrieb gehen, eine Weiterführung steht in den Sternen. Selbst der Anschluss an die S-Bahn wird vorerst nicht fertig gestellt; dieser hilft Wilhelmsburg ohnehin wenig, weil die S-Bahn das Nadelöhr über die Elbe bleibt.
Die Erfahrung zeigt: Wilhelmsburg braucht die Anbindung an die U-Bahn als zweite Schnellbahn neben der S-Bahn. Eine Möglichkeit ist die Verlängerung der Linie 13 bis zu den Elbbrücken. Eine andere, und vielleicht elegantere, die Umwandlung des zuschlagspflichtigen Schnellbusses 34 in einen Bus 134, der Kirchdorf, Wilhelmsburg und Veddel mit der U/S-Bahn Elbbrücken verbindet. Dabei sollte die barrierefreie Anbindung an die U-Bahn überwiegend in deren 10-Minuten-Takt erfolgen.
Von Kirchdorf-Süd bis Hovestieg sollte der Bus wie der bisherige Schnellbus 34 fahren, die Zeit raubenden Schlenker über die Busbahnhöfe Wilhelmsburg und Veddel vermeiden und zugleich besser als der 13 die Georg-Wilhelm-Straße bedienen. Neue Stationen wären dann Veddeler Marktplatz/Fischgaststätte und U/S-Bahn Elbbrücken.
Zusätzliche Baumaßnahmen sind bei dieser Strecke nicht erforderlich, sodass der Bus ab Dezember 2018 Wilhelmsburg und Veddel direkt mit der U 4 verbinden kann.

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Pegelstand

Pegelstand-Doppelpack im September
Kulturkanal Wilhelmsburg und Hamburgs neuer Oberbaudirektor Franz-Josef Höing
im Gespräch am 13. und am 18. September

Ein alter Industriekanal als „Kulturkanal“?
Diese Zukunftsvision für den Veringkanal beflügelt seit 2013 die Phantasien in Wilhelmsburg. Es war der damalige Bezirksamtsleiter Andy Grote (SPD), der mit einem Traum für den verseuchten Kanal im Westen der Insel an die Öffentlichkeit ging: Eine Kreativachse aus Ateliers, Proberäumen, Studios, Kino, Bühnen und Clubs entlang des Wassers - mit dem Hafen im Westen und dem Wohngebiet im Osten, mit dem Dockville-Kultursommer im Süden und der Honigfabrik im Norden.
Hoch flogen die Träume, erst recht nachdem der Stadtteil sich unter dem Motto „Zinn macht Sinn“ erfolgreich für den Erhalt der Wilhelmsburger Zinnwerke eingesetzt hatte. In einen lebendigen Kern sollte sich das alte Industriedenkmal verwandeln. Entwicklung von unten statt Stadtplanung von oben.
Die lokalen Akteure standen bereit, aber was ist seitdem passiert? Blockade durch die städtische Sprinkenhof GmbH, politische Stehversuche zwischen den Wahlkämpfen und formelle Winkelzüge der Verwaltung behinderten gute Ansätze auf allen Seiten und an allen Enden des Kanals. Kommt jetzt, 2018, endlich wieder Bewegung in die Sache? „Leinen los am Kulturkanal“ betitelte die Bezirksversammlung HH-Mitte eine Pressemitteilung über die überraschende Vergabe von 60.000 Euro. Allerdings wurden die lokalen Initiativen, Beiräte, Einrichtungen und Betriebe im Vorfeld nicht mit einbezogen. An wen soll das Geld gehen? Was soll damit passieren? Was ist das Ziel? Soll das brisante Spannungsfeld von Industrie, Wohnen, Freizeit und Kultur am Veringkanal neu geordnet werden? Wie werden die Interessen der Anwohner und Anlieger berücksichtigt?
Es gibt also Einiges zu besprechen und zu klären. Unsere Gäste sind: Prof. Dieter Läpple, Stadt- und Regionalökonom, Gudrun Stefaniak, u.a. zuständig für das „Stoffdeck“ am Veringkanal, Hansjörg Schmidt, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft – angefragt, Thomas Carroux, Geschäftsführer Nordische Ölwerke, Tobias Bergmann, Präses Handelskammer Hamburg, Marco A. Reyes Loredo, Zinnwerke, Moderation: Hartmut Sauer

Dieser Pegelstand ist eine Kooperation mit den Zinnwerken am Veringkanal und dem Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg. 18 - 19 Uhr Ausstellung: Ideen, Visionen, Pläne zur Zukunft des Veringkanals.
Donnerstag, 13. September 2018 –
19 Uhr, Zinnwerke, Am Veringhof 7

 


Wie geht es weiter mit dem „Sprung über die Elbe“?
Schöne Aussichten für Wilhelmsburg? Seit November 2017 hat Hamburg einen neuen Oberbaudirektor

Franz-Josef Höing ist für neun Jahre berufen und wir können auch von ihm wesentliche Impulse für Hamburgs Stadtentwicklung erwarten. Sein Vorgänger im Amt hatte entscheidenden Anteil an Hamburgs „Sprung über die Elbe“; ohne ihn hätte es nicht die IBA und auch nicht die neue Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in der Wilhelmsburger Mitte gegeben. So kommt es, dass der neue OBD jetzt täglich von St. Georg in sein Büro in den 12. Stock in der Neuenfelder Straße fährt.

Nirgendwo gibt es eine so umfassende Aussicht auf die gesamte Elbinsel.
• Sieht er die Insel mit den noch vorhandenen Freiräumen vor allem als Flächenreserve für lukrative Immobilien-Investitionen? Oder denkt er beim Wohnungsbau an die, die bezahlbaren Wohnraum brauchen?
• Sieht er die wachsenden Container-Gebirge im Westen und die immer größeren Logistik-Areale im Norden und Süden der Insel? Nimmt er die dunkle Wolke wahr, die vom Südwesten her - aus Moorburg - die Insel überzieht? Ist von dort oben zu sehen, wie Grün- und Erholungsräume schrumpfen?
• Lässt der Blick nach Süden erahnen, wie die dort geplante Autobahn quer über die Insel weitere Stadtentwicklung an der Wilhelmsburger „Goldküste“ zunichte macht und den Sprung über die Süderelbe verhindert?
• Nimmt er in den Straßen, im Bus und in der S-Bahn wahr, wie Wilhelmsburg aus allen Nähten platzt? Fast 10 000 Menschen sind in den letzten 15 Jahren dazu gekommen. Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum. Aber was muss integrierte Stadtentwicklung sonst noch leisten? An Arbeit und Beschäftigung, an öffentlichen und sozialen Einrichtungen, an Verkehrsinfrastruktur, an Naherholung und Grün und für eine gesunde Luft zum Atmen.

Einleitende Impulse kommen von: Alexandra Werdes, Barbara Siebenkotten, Manuel Humburg und Michael Rothschuh.
Die Moderation hat Hartmut Sauer. Wir sind gespannt, welche Aussichten Oberbaudirektor Höing für die Elbinsel hat, auf seine Visionen und die Einschätzung seiner Möglichkeiten in dieser Stadt. Dieser Pegelstand ist eine Kooperation mit dem Beirat für Stadtteilentwicklung.

Dienstag, 18. September 2018 – 19 Uhr,
Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20


 

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Weniger Schnellbusse, längere Metrobusse, längere S-Bahnen
Änderungen im ÖPNV ab Dezember betreffen Wilhelmsburger*innen

Michael Rothschuh.
Langzüge S3 in der Hauptverkehrszeit
Es wird in der Hauptverkehrszeit (HVZ) längere S-Bahnen der S3 zwischen Neugraben, der Innenstadt und Elbgaustraße
geben. Aber nicht alle Züge der S3 in der HVZ werden zu ca. 200 Meter langen Zügen mit 3x3 Wagen. Einige S-Bahn Wagen werden ab Dezember 2018 zur Verlängerung eingesetzt, um dem Bürgervertrag mit „Hamburg für gute Integration“ in Neugraben/ Fischbek halbwegs gerecht zu werden. Erst „mit dem im Februar 2017 getroffenen Beschluss der Bürgerschaft zur anstehenden Bestellung zwölf weiterer Fahrzeuge kann der Langzugeinsatz ab Dezember 2019 auf der Linie S3 zur HVZ nochmals erweitert werden, sodass dann alle HVZ-Fahrten in jeweiliger Lastrichtung als Langzüge verkehren“ (Bürgerschafts- Drucksache 21/ 13044 vom 15.5.2018).
Wer die S-Bahn kennt, weiß, dass auch in Zukunft in Wilhelmsburg kaum noch ein Sitzplatz zu ergattern ist. Das schreckt viele davon ab, die S-Bahn zu nutzen; sie fahren mit dem Auto oder verzichten auf nicht zwingend notwendige Fahrten.

Kommt eine S32 zwischen Altona und Harburg?
Eine von der S-Bahn schon seit vielen Jahren angekündigte Verdichtung des Taktes auf drei bis vier Minuten durch die Einrichtung einer Verstärkungslinie 32 soll nach einem Bürgerschaftsbeschluss auf Antrag von SPD und Grünen „angedacht“ werden. (Bürgerschaftsdrucksache 21/12920, vom 2.5.2018). Dafür aber fehlt es laut S-Bahn-Chef Arnecke, der die Verdichtung schon 2014 gegenüber dem Mobilitätsbeirat angekündigt hatte, gemäß seiner Aussage in einer Pressekonferenz vom 3. Juli 2018 nach wie vor an der nötigen Infrastruktur.
Viel spricht nicht dafür, dass es jemals zu einer solchen Verdichtung kommt: Am Hauptbahnhof kommen in der HVZ innerhalb von zehn Minuten jetzt schon jeweils zwei Züge aus Richtung Bergedorf, aus Wilhelmsburg-Harburg und Barmbek-Flughafen/ Poppenbüttel an. Geplant sind dazu die Züge der S4 aus Rahlstedt. Der Hauptbahnhof ist bereits jetzt oft so dicht, dass die Züge auf die Einfahrt waren müssen.

Metrobus 13 fast so lang wie ein S-Bahn-Waggon – beim Vorne-Einsteigen soll es bleiben.
90 CapaCity L-Busse sollen bestellt und auf Innenstadtlinien sowie der Linie 13 eingesetzt werden. Sie sind mit 21 m gerade noch einen Meter kürzer als ein S-Bahn-Waggon und haben fünf Türen. Bei den Metrobus-Linien 5 und 6 soll es bei der Regel bleiben, dass man außer in den Abendzeiten überall ein-und aussteigen kann. Nicht so aber bei dem Metrobus 13.
Auf Anfrage des Wilhelmsburger Insel-Rundblicks erklärt die Hochbahn: „Für die Linie 13 gilt aktuell der Vorne-Einstieg. Es ist aber in das Ermessen der Busfahrerinnen und Busfahrer gestellt, wann sie alle Türen öffnen, weil der Fahrgastandrang zu groß ist. Ob sich das in nächster Zeit ändern wird, kann ich Ihnen nicht sagen. Wir behalten die Situation im Auge und müssen gegebenenfalls anders entscheiden.“
Für die Fahrgäste ist ein längerer Bus gerade in den kurvenreichen und oft durch Fahrzeuge verstellten Straßen durch Wilhelmsburg kein Vorteil. Besser wären mehr Busse als längere Busse.

Weniger Fahrten des Schnellbusses 34, keine Umwandlung in eine zuschlagfreie Buslinie:
Der Bus 34 ist die einzige Direktverbindung zwischen den Wilhelmsburger Stadtteilen und der Innenstadt. Er soll künftig nur noch alle 30 statt alle 20 Minuten fahren. Ein Schnellbuszuschlag (derzeit 2,10 Euro pro Fahrt) soll beibehalten werden. In Blankenese sollen gleichzeitig die Zuschläge für die Schnellbusse 48 und 49 (zwischen Bahnhof und Elbufer) abgeschafft werden.
Andere Schnellbusse werden durch zuschlagfreie Buslinien ersetzt (Bürgerschaftsdrucksache Bericht des Verkehrsaus- schusses, Drucksache21/ 13190, 25.5.2018).
Als Begründung erklären die Senatsvertreter mit Verkehrsstaatsrat Rieckhof an ihrer Spitze gegenüber dem Verkehrsausschuss: „Diese Linie werde von den Fahrgästen zum einen aufgrund der Zuschlagspflicht nicht angenommen, zum anderen wegen der deutlich längeren Fahrzeit für den Weg in die Innenstadt“. Auf den Vorschlag einer Aufhebung des Zuschlags warnen sie im Gegenteil dazu vor dem Erfolg eines solchen Direktbusses: Ein Verzicht auf den Zuschlag „würde bedeuten, dass es zu einer erheblichen Verlagerung von Fahrgästen anderer Verkehrsmittel, insbesondere von der U- und S-Bahn, zum Schnellbus käme.“
Es ist dem Verkehrsstaatsrat also sehr wohl bewusst ist, dass viele einen Direktbus nutzen würden, ihn als Schnellbus aber nicht bezahlen können. Das trifft vor allem auf ältere Fahrgäste, Fahrgäste mit Kindern und Menschen zu, die es aus guten Gründen ablehnen, in der S-Bahn eingequetscht zu sein. Für sie bleibt nur das eigene Auto oder der Verzicht auf Fahrten. Faktisch ist der Zuschlag eine Strafgebühr für die autolosen S-Bahn-VerweigerInnen aus Wilhelmsburg.

Staatsrat Rieckhof selbst hat gegenüber dem Elbe-Wochenblatt begründet, warum er als Pendler von Stade nach Hamburg das Auto der S-Bahn vorzieht: „Ich bin häufig bis nach 22 Uhr im Büro. Und versuchen Sie mal abends, wenn S-Bahn und Metronom nur stündlich fahren und Sie nicht in der Nähe des Stader Bahnhofs wohnen, nach Hause zu kommen. Ich müsste immer meine Frau bitten, mich abzuholen oder mit dem Taxi fahren.“ (Elbe-Wochenblatt 17.1.2017, S.3.)

 

 


 

 

 

 


 

 

 

 


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Gewaltübergriff bei 48h: „Wollt ihr Stress, ihr linken Fotzen?“
Motorradclub-Mitglieder schlagen auf Festivalbesucher*innen ein. Polizei ermittelt
wegen gefährlicher Körperverletzung - und sieht keine Anzeichen für rechte Gewalt.

han. Drei Mitglieder des Motorradclubs „MSK Insel Biker“ haben in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni mehrere Besucher*innen einer spontan organisierten Veranstaltung des Straßenfestes „48h Wilhelmsburg“ verletzt. In der Fährstraße sollen sich nach Angaben der Polizei um etwa ein Uhr nachts drei Männer sehr provozierend verhalten haben, während um sie herum viele Menschen friedlich feierten. Laut Polizei trugen mindestens zwei der Angreifer eine Jacke mit dem Logo des Motorradclubs. Es soll zu einem Streit gekommen sein, nachdem die Angreifer lautstark darüber diskutiert haben, einen Schriftzug auf einer Häuserwand zu überschreiben. Die Polizei ermittelt gegen die drei Männer wegen gefährlicher Körperverletzung.
Laut einem Bericht, der dem Infoladen Wilhelmsburg zugespielt wurde, auf indymedia.org veröffentlicht und mit „Solidarische Menschen aus Wilhelmsburg“ unterzeichnet wurde, handelte es sich bei dem Angriff um rechte Gewalt. „Die Angreifer (...) standen vor Häusern der Fährstraße und provozierten durch die laute Besprechung ihres Vorhabens, einen „REFUGEES WELCOME!“-Schriftzug auf einer Hauswand durchzustreichen. Als sie von einer Person auf darauf angesprochen und aufgefordert wurden, den Ort zu verlassen, schlug einer der Angreifer sofort zu“, heißt es in dem Bericht. Danach habe einer der drei Männer „scheinbar ziellos“ auf andere Besucher*innen eingeschlagen, während die anderen ihn abschirmten.
„Wollt ihr Stress, ihr linken Fotzen?“, soll der vermutlich kampfsporterprobte Angreifer geschrien haben. Von Passant*innen habe es keinerlei Gegenwehr gegeben. Mit zwei etwa 100 Meter entfernt geparkten Autos sollen die Angreifer dann weggefahren sein, nachdem sie einige Passanten, die Fotos der Autos gemacht hatten, aggressiv aufforderten, jene zu löschen.
Zwei der Opfer mussten laut dem Infoladen-Bericht mit einem Nasenbruch bzw. einer Augenverletzung ambulant, eine anderes Opfer mit einer Gehirnerschütterung stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die Verfasser des Berichtes gehen angesichts der Äußerungen von einer politisch motivierten Tat aus. Nach dem Sprengstoffangriff an der S-Bahnstation Veddel im Dezember letzten Jahres und einem Angriff auf den Infoladen sei dies der dritte gewalttätige Übergriff von dem rechten Spektrum zuzuordnenden Täter*innen in wenigen Monaten.

Die Polizei hingegen sieht laut einem Sprecher keine Anzeichen für eine politisch motivierte Straftat. Aufgrund einer anonymen Anzeige gegen den Motorradclub ermittelt außerdem die Staatsanwaltschaft Hamburg. Die Ermittlungen in diesem Fall seien laut Oberstaatsanwalt Carsten Rinio aber noch nicht abgeschlossen.

 

 

 

 

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Volksinitiative des NABU zustande gekommen
„Hamburgs Grün erhalten“ sammelte 10000 gültige Unterschriften

Hamburger Grün

PM. Der Senat hat am 26. Juni 2018 das Zustandekommen der Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ festgestellt. Die Volksinitiative hat eine Aufforderung an Bürgerschaft und Senat zum Gegenstand, den Grünflächenanteil auf dem Stand vom 1. Juni 2018 zu erhalten.
Die Prüfung der am 28. Mai 2018 von den Initiatoren abgegebenen Unterschriftenlisten durch das Bezirksamt Wandsbek hat ergeben, dass die erforderliche Mindestanzahl von 10.000 gültigen Unterschriften von zur Bürgerschaft Wahlberechtigten erreicht wurde. Damit ist die Volksinitiative zustande gekommen.
Der Senat leitet diese Feststellung nun einer Vertrauensperson der Volksinitiative sowie der Bürgerschaft zu. Die Entschließungsfrist der Bürgerschaft zu dem Anliegen der Volksinitiative endet am 25. November 2018.

 

 


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Treffen AG-Verkehr
Alle sind zur öffentlichen Sitzung eingeladen

PM. Am 29.8.2018 trifft sich ab 18.30 Uhr die AG-Verkehr des Beirates für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg im Bürgerhaus. Die AG existiert seit einigen Jahren und wurde eigens für die intensive Auseinandersetzung mit Verkehrsthemen auf den Elbinseln gegründet.
Die kommende Sitzung beschäftigt sich mit den Hauptpunkten „Verkehrssicherheit und Verkehrsüberwachung“. Ingo Schwarz, Leiter Prävention und Verkehr des Polizeikommissariats 44, wird in dieser Sitzung zu Gast sein, um mit den Mitgliedern Fragen zu klären und zu diskutieren.
Die Sitzungen sind öffentlich. Interessierte sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und die Diskussionen in der AG mitzugestalten. Fragen können an die Geschäftsstelle des Beirates gerichtet werden: Christine Hill, stadtteilbeirat@buewi.de, T. 040-75201723

 

 

 


 

 

 

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„Luftkurort Wilhelmsburg“
Grenzwerte werden an viel zu vielen Tagen überschritten.
Es gibt ein Grundrecht auf saubere Luft – und das ist einklagbar!

Diskussion

Auf dem Podium diskutierten (von links):
Christian Völker („Tschüss Kohle“),
Jochen Klein („Engagierte Wilhelmsburger“),
Norbert Neuburger (Kardiologe und Umweltmediziner)
und Malte Siegert (NABU).
Ganz rechts Moderator Hartmut Sauer.
Foto: MG

MG. Bürgermeister a.D. Olaf Scholz hatte gesagt: „Wilhelmsburg ist hafennah, da müssen größere Belastungen hingenommen werden.“ Dies fand Hartmut Sauer in seiner Einleitung zum Pegelstand nicht hinnehmbar. Menschen dürften nicht durch Umweltbelastungen gesundheitlich eingeschränkt werden und eine kürzere Lebenserwartung haben.
In der Honigfabrik diskutierten am 5. April Jochen Klein von den Engagierten Wilhelmsburgern, Malte Siegert, Leiter der Umweltpolitik beim NABU, Dr. Norbert Neuburger, Kardiologe und Umweltmediziner aus Wilhelmsburg und Christian Völker, Initiative „Tschüss Kohle“ über Ursachen, Auswirkungen und Vermeidungsstrategien der Luftverschmutzungen auf Wilhelmsburg.
Malte Siegert freute sich, wieder hier zu sein, er war als Experte bereits beim Pegelstand im Februar „Was bleibt von der grünen Insel im Fluss?“ dabei. Dann nutzte er seine 15 Minuten Redezeit, um im Schnelldurchlauf an Hand von Folien die bisher allgemein wenig bekannten Ausmaße der Belastungen durch die Schifffahrt darzustellen. Diese ist der größte Emittent von Stickoxiden, Schwefel und Ruß, noch vor dem Straßenverkehr (s. Grafik). Auf die Schifffahrt könnte Hamburg direkten Einfluss nehmen durch Verlagerung der Hafenverkehre von der Straße (täglich 3000 LKW im Hafen) auf Wassertaxis sowie Anreize für die Seeschifffahrt durch Nachlässe für umweltfreundlichere Energienutzung und Anschluss an Landstrom im Hafen.
Hamburg scheut solche Maßnahmen aus Angst, dass die Schiffe dann andere Häfen anlaufen. Aber zum Beispiel geben die Kreuzfahrer zwar viel Geld für ihre Reise aus, an Land profitiert die Wirtschaft aber kaum. Direkten Einfluss hätte die Stadt auf den Einbau von Katalysatoren und Filtern bei den Hafenfähren. Auf jeden Fall gibt es zu wenig Messstationen und sie stehen nicht an den richtigen Stellen. Im Hafen wird von der Behörde gar nicht gemessen.
Die gesetzlichen Grenzwerte in der EU sind ca. doppelt so hoch wie die von der Weltgesundheitsorganisation festgesetzten. Jochen Klein erklärte, dass Versuche der EU, die Grenzwerte an die der WHO anzupassen gescheitert sind. Er verwies auf das Projekt, Feinstaub mit einem selbst gebauten Gerät zu messen (s. Kasten). Die Daten können über WLAN in das deutschlandweite Netz eingespeist werden. Im Gegensatz zur Nordseite der Elbe ist das Netz im Süden noch sehr dünn. Barbara Kopf vom Freizeithaus Kirchdorf-Süd schlug vor, ein Netzwerk an Schulen z. B. Im Physikunterricht aufzubauen: „Kinder sind besonders betroffen – Es macht Spaß zu messen!“

Die Luft kann nur besser werden, wenn die Verbrennung fossiler Brennstoffe reduziert wird. Christian Völker stellte die Initiative „Tschüss Kohle“ vor, die auch von Zukunft Elbinsel e. V. unterstützt wird. Er verwies auf das Verfassungsrecht der Volksgesetzgebung. „Tschüss Kohle“ sammelt z. Z. Unterschriften für den Klimaschutz. In ihrem Gesetzesvorschlag steht, dass für Kohlewärme keine Einspeisungsleitungen mehr genehmigt werden dürfen. Im Jahre 2025 soll dann keine Wärme aus Kohle mehr produziert werden und 2030 sollen die Kohlekraftwerke ganz abgeschaltet werden.
Leider würde allerdings wohl nach Beendigung der Kohleverbrennung während einer Übergangszeit Erdgasverbrennung nötig.
Bereits 2008 hatte sich die Wilhelmsburger Ärzteschaft mit einem Appell (s. www.zukunft-elbinsel.de) zur gesundheitlichen Situation auf der Elbinsel geäußert und ihr NEIN zum geplanten Kohlekraftwerk in Moorburg bestätigt. Norbert Neuburger verwies auf die gesundheitlichen Risiken: Verschlechterung von Bronchitis, Asthma, Diabetes, Bluthochdruck bei Schwangeren und auch bei Demenz gibt es einen Zusammenhang. Grundsätzlich sei jeder Feinstaub gesundheitsschädlich, deshalb müssten die Grenzwerte runter!
In der Diskussion mit dem Publikum wurde bestätigt, dass Umweltsenator Kerstan macht, was er machen kann. Aber die Umweltbehörde hat keine große Hausmacht und in Hamburg hat der Hafen Vorrang.
Konkrete Forderungen für die Elbinseln wurden auf dieser Veranstaltung noch nicht formuliert, aber es wird weitere Veranstaltungen zu diesem Thema geben.

Workshop zum Bau von Sensoren zur privaten Feinstaubmessung
Die Engagierten Wilhelmsburger bieten am 29. Mai um 19 Uhr im Bürgerhaus, Raum 011, einen weiteren Workshop an. Materialkosten 45 Euro,
Anmeldung erbeten unter: info@dieengagierten-wilhelmsburger.de oder bei Jochen Klein unter 040/75 49 005 oder jochen.kleinlive.de

Luftreinhaltung

Das Diagramm zeigt Luftschadstoffquellen im Vergleich - Stickoxidemissionen in Hamburg.
Am meisten produziert der Schiffsverkehr. Die gesamte Power-Point- Präsentation von
Malte Siegert finden Sie auf www.inselrundblick.de
. Diagramm: NABU


 

 

 

 

 

 

 

 

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Ankommen - Helfen

Behördeninitiative „Neuenfelder Straße Hilft“
Weltcafé: Neuenfelder Straße 19 (in der Behörde), jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr.
Es werden Gesprächs- und Spielgruppen angeboten.

Koordination sozialräumliche Integration von Flüchtlingsunterkünften
Flavia Suter, Fachamt Sozialraummanagement
Bezirksamt Hamburg-Mitte, Klosterwall 4,
20095 Hamburg, Tel.: 428542397,
Mail: flavia.suter@hamburg-mitte.hamburg.de

Jobs, Qualifizierung, Berufseinstieg
Marktplatz der Begegnungen
7. September 2017, 9.30 – 12 Uhr, Handwerkskammer Hamburg, 3. Etage, Holstenwall 12, 20355 Hamburg,
Hamburger Messe zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Angesprochen sind in erster Linie volljährige, nicht schulpflichtige Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive, die sich bereits etwas auf Deutsch verständigen können oder gute Englischkenntnisse mitbringen.
Formlose Anmeldung per E-Mail bis zum 1. September 2017 an britta.wilken@hwk-hamburg.de (eine Angabe der Teilnehmer-Anzahl genügt).

Ratgeber
HVV-Broschüren für Geflüchtete
Der Hamburger Verkehrsverbund bietet Info-Broschüren in den Sprachen Deutsch/Englisch/Arabisch/Farsi.
Die Information zu dem HVV-Abo auch in Tigrinya unter http://www.hvv.de/pdf/service/downloads/hvv_how-to-travelby-hvv_flyer.pdf oder
http://www.hvv.de/pdf/service/downloads/hvv_abo_in_fuenf_sprachen.pdf
oder http://www.hvv.de/pdf/service/ downloads/hvv_mobilitaetsberatung_fluechtlinge.pdf

Gewaltschutz für Frauen
Schutz und Sicherheit vor Gewalt für geflüchtete Frauen und Jugendliche in Deutschland.
Kostenlose Broschüren unter www.mimi-bestellportal.de


Baderegeln
in verschiedenen Sprachen unter https://www.dlrg.de/presse/pm-baderegeln.html

 

Die Insel Hilft e. V. ...
... berichtet aus den Gruppen

Klönschnack mit Ralf an jedem zweiten Donnerstagabend im Wechsel mit dem Tandem-Treffen

... freut sich über
- Freiwillige für die Organisation von Sportangeboten,
- HelferInnen für die Öffentlichkeitsarbeit,
- Interessierte für Tandem-Partnerschaften.
- HelferInnen für Hausaufgabenhilfe
Inselhaus, Erlerring 1, 21109 Wilhelmsburg (Kirchdorf-Süd)
Tel. 35 62 86 67,
Mail: mail@inselhilfe.org
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, 11 bis 14 Uhr.
Mehr auf: www.inselhilfe.org

 

 

 

 

 

 



 

 

 

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Wichtige Dokumentationen

A26 - Finkenriek - Kornweide Präsentation < mehr

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

 

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