24. Jahrgang,
Ausgabe 7
Juli / Aug.
2018
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Aktuell

Das 3. neue Wohnquartier für Wilhelmsburg
Das Bürgerhaus wird barrierefrei
Bestnoten für Wilhelmsburger Pflegeschülerinnen
Hallo Zukunft, was bringst du uns?
Wieder Grünvernichtung auf Wilhelmsburg. Die Abholzungen gehen weiter
 
„Luftkurort Wilhelmsburg“
Ankommen - Helfen
Wichtige Dokumentationen


Das 3. neue Wohnquartier für Wilhelmsburg

Nach Rathausviertel und Elbinselquartier nun das Spreehafenviertel.
Nummer 4 wird das Inselparkquartier

Funktionsplan

Das Bebauungsgebiet (20 ha) zwischen Ernst-August-Kanal und Harburger Chaussee.
Der Funktionsplan (alles, was nur mit einer Linie umrahmt ist) wurde auf den Architektenentwurf (alles, was grau ausgefüllt ist) draufgelegt.
So werden die Veränderungen sichtbar.

Abb.: IBA Hamburg GmbH/Ergänzende Beschriftung: WIR

MG. Nun wurde er vorgestellt: der Funktionsplan für das Spreehafenviertel. Recht wenig interessierte BürgerInnen hatten sich zur Vorstellung am 28. Juni 2018 in der Aula der Schule Fährstraße eingefunden.
Vor dem Eingang machte die Waldretter-Initiative noch einmal auf die Dimensionen der insgesamt vier Neubaugebiete (5.000 Wohnungen, ca. 120 ha) und den damit einhergehenden immensen Grünverlust (auf ca. 90 ha) auf Wilhelmsburg aufmerksam.
Auf der Insel, so die Waldretter, baue die IBA fast ausschließlich im Grünen. In einem von Umweltbelastungen und sozialer Benachteiligung geprägten Stadtteil wie Wilhelmsburg hält die Initiative das nicht nur aus ökologischer, sondern vor allem aus sozial- und gesundheitspolitischer Sicht für eine schlimme Fehlentwicklung. „Nicht nur günstige Mieten, auch Zugang zur Natur und eine gesunde Umwelt sind Fragen der sozialen Gerechtigkeit“, betonte Waldretterin Sigrun Clausen. Der galoppierende Naturschwund müsse ein Ende haben. Die Initiative bekräftigte auf einem Plakat noch einmal ihre Forderung nach einem sofortigen Planungsstopp für alle Neubauvorhaben. Sie fordert eine umfassenden Neubewertung des Gesamtprozesses auf der Elbinsel.
Doch von Innehalten und Neu-Nachdenken zeigte sich bei den Verantwortlichen keine Spur. Im Gegenteil scheinen sie den Baubeginn für das Spreehafenviertel noch beschleunigen zu wollen: Sie streben eine möglichst schnelle Vorweggenehmigungsreife an.

Die meisten der anwesenden BesucherInnen hatten nicht am „Perspektiven!“-Workshop-Verfahren teilgenommen. Deshalb stellte Sören Schäfer von „Perspektiven!“ die Ergebnisse aus dem bisherigen Verfahren noch einmal vor.
Christian Hinz, Projektleiter bei der IBA GmbH, erläuterte dann, was von den Anregungen aus dem letzten Termin im Februar in die Planungen übernommen worden sei. Wegen der Lärmsituation bleibe die Grundfigur - drei Wohnhöfe, Übergänge zwischen Wohnen und Gewerbe im Osten - bestehen. Der nun erstellte Funktionsplan enthalte aber viele Änderungen im Detail. Die Wohnhöfe seien erweitert worden und am Kanal werde die Kante fünf Meter breiter. Dort solle es keinen Radschnellweg geben, sondern eine Mischverkehrsfläche für Radfahrer, Fußgänger und Skater, vier Meter breit, die sich um die erhaltenswerten Bäume herum schlängele. Wie vorgeschlagen, würde die Fußgängerbrücke über den Ernst-August-Kanal weiter nach Osten verlegt. An der Georg-Wilhelm-Straße sei gewerbliche Nutzung für den täglichen Bedarf vorgesehen, sowie ein Nahversorger an der Harburger Chaussee.

Inzwischen wurde gezählt und festgestellt, dass von den Bäumen 220 als besonders erhaltenswert, 450 erhaltenswert, 1275 bedingt erhaltenswert und 50 nicht erhaltenswert sind. Durch die jetzt erfolgten Veränderungen dürfen 105 Bäume mehr als im Siegerentwurf stehen bleiben. Gesichtet wurden z. B. Linden, Bergahorn, Stieleiche, Silberweide, Walnuss, Weiden, Eschen, Sand- und Moorbirken.
Der Vorschlag, den Quartiersplatz, der an der Ecke Georg-Wilhelm-Straße/Honartsdeicher Weg geplant ist, woanders zu platzieren, wurde verworfen. Christian Hinz verteidigte die Vorzüge dieser Fläche vehement. Auch der Solitär mit jetzt sieben Stockwerken sei an dieser Stelle richtig, wenn man die Höhenverhältnisse anschaue. Durch Anpassung der Höhenstaffelung von sieben Stockwerken bis zu fünf in Richtung Kanal bleibe die Anzahl der geplanten 1.000 Wohneinheiten erhalten.
An den Thementischen ging es dann um Ausgleichsflächen für die gefällten Bäume (diese sind noch nicht fixiert, müssen aber im Bauplanverfahren nachgewiesen werden), Verlängerung der neuen Buslinie über die Veddel hinaus und Vergabeverfahren für die Grundstücke. Christian Hinz wies darauf hin, dass die Infrastruktur, Ärzteversorgung, Kitas usw. immer im Zusammenhang mit dem Elbinselquartier und Rathausviertel zu sehen seien.

Michael Mathe, Amtsleiter Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung im Bezirk HH-Mitte, stellte dann den weiteren Ablauf vor: Jetzt würden Gutachten zu Schall- und Lärmemissionen in Auftrag gegeben, die Nahversorgung würde mit dem Reiherstiegviertel und dem Elbinselquartier abgestimmt. Die öffentliche Plandiskussion soll im ersten Halbjahr 2019 erfolgen. Die Behörde strebe sehr schnell eine Vorweggenehmigungsreife an. Ob 2020 gebaut würde, könne er nicht abschätzen.

Vorweggenehmigung nach §33 BauGB
Die Vorweggenehmigung ermöglicht es, Vorhaben, die auf Grundlage des noch geltenden Planungsrechts nicht zulässig sind und im Geltungsbereich eines B-Plan-Entwurfs liegen, der noch nicht festgestellt wurde, zu genehmigen. Vorhaben, die dem noch geltenden Planungsrecht entsprechen und für die keine Zurückstellung bzw. Veränderungssperre besteht, sind nach dem geltenden Planungsrecht zu genehmigen.

 

 

 

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Das Bürgerhaus wird barrierefrei
Das Bürgerhaus Wilhelmsburg (Büwi) wird in den nächsten Jahren umfangreich modernisiert
und in Stand gesetzt

BüWi

Vor dem Umbau: Drei Jahre soll die Renovierung des Bürgerhauses
Wilhelmsburg dauern, den laufenden Betrieb aber nicht stören.
Der Eingangsbereich des Büwis wird barrierefrei.

Foto: hk

hk. Das Bürgerhaus Wilhelmsburg (Büwi) macht 2018 nicht nur normale Sommerpause. Vor der Eingangstür steht ein Bauzaun. In diesem Jahr beginnt die erste größere Renovierung des Hauses seit der Eröffnung 1985. Finanziert werden die umfassenden Baumaßnahmen mit 3,8 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ und 1,9 Mio. Euro aus Mitteln des Sanierungsfonds der Freien und Hansestadt Hamburg.
Im ersten Bauabschnitt werden u.a. im Untergeschoss die Toiletten saniert und Abstellräume in der alten Kegelbahn eingerichtet. Im großen Saal werden der Bühnenboden und die Veranstaltungstechnik erneuert.
Im nächsten Jahr werden die Eingangsbereiche barrierefrei umgestaltet. Der Restaurantbereich wird saniert und um einen Anbau erweitert. Und 2020 zieht der Bürotrakt in den ersten Stock, um so im Erdgeschoss einen zusätzlichen teilbaren Doppelseminarraum zu gewinnen.
Im Zuge der Bauarbeiten werden außerdem die Haustechnik wie Lüftung, Heizung und die Sprinkleranlage erneuert, ebenso die Fenster und die Klinkerfassade.

„Ein großes Thema ist die Barrierefreiheit,“ sagt Bettina Kiehn. „Hier soll das Haus mit selbstöffnenden Eingangstüren, Orientierungshilfen für Sehbehinderte und Einrichtungen für Hörgeschädigte auf den aktuellen Stand gebracht werden.
Das BüWi mit der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg als freiem Träger ist selbst Bauherr – anders als das bei Schulen und anderen Behördengebäuden der Fall ist.
„Das ist für uns von großem Vorteil“, sagt Bürgerhaus-Chefin Bettina Kiehn: „So können wir uns zum Beispiel bei den Baumaßnahmen zur Barrierefreiheit mit Menschen aus Wilhelmsburg, die selbst Erfahrungen mit Barrieren im Alltag haben, beraten und ihre konkreten Bedarfe beim Umbau berücksichtigen. Auch die Anregung für die Nutzung des Bürotrakts im Erdgeschoss für zusätzliche barrierefreie Seminarräume kam von einer Anwohnerin. Grenzen setzt uns natürlich der Finanzrahmen.“
Wenn alles klappt, sollen die Bauarbeiten vor allem in den Sommerpausen stattfinden. Der Betrieb des Hauses läuft in den drei Jahren normal weiter. Die BüWi-Leute hoffen, dass die Beeinträchtigungen durch den Umbau so gering wie möglich bleiben.


 

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Bestnoten für Wilhelmsburger Pflegeschülerinnen
Absolventinnen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand zählen erneut zu den Ausbildungsbesten Hamburgs

Grundmann - Cordes

Lucy Grundmann und Lisa Cordes wurden im Rathaus von Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks als Ausbildungsbeste geehrt.
Foto: Groß Sand

Sarah Sieweke/Groß Sand. Pflegen kann jeder? Von wegen! „Am Patientenbett sind Profis gefragt“, betont Dr. Alex Blaicher, Geschäftsführer des Wilhelmsburger Krankenhauses. „Insbesondere wo, wie bei uns, Menschen mit komplexen Krankheitsbildern versorgt werden, braucht es in der Pflege Spezialistinnen und Spezialisten.“ Entsprechend anspruchsvoll ist die Ausbildung. Absolventin Lisa Cordes bestätigt: „In den drei Jahren wird viel tiefgründiges Wissen vermittelt – ob in Sachen Anatomie, Krankheitslehre oder auch Kommunikation.“
Am vergangenen Mittwoch tauschte Lisa Cordes die weiße Berufskleidung gegen schicke Abendgarderobe. Unter anderem mit ihrer ehemaligen Mitschülerin und heutigen Kollegin Lucy Grundmann war sie ins Hamburger Rathaus geladen. Jährlich werden hier die Ausbildungsbesten der Pflegeberufe geehrt. Seit dem ersten Empfang dieser Art im Jahr 2010 sind die Absolventinnen und Absolventen der Wilhelmsburger Pflegeschule vertreten. Schulleiterin Mirjam Mikoleit freut sich: „Wir sind sehr stolz auf die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler – und natürlich auch auf diesen wiederkehrenden Beleg für die hohe Ausbildungsqualität an unserer Schule.“

Für Groß-Sand doppelt erfreulich: Lucy Grundmann und Lisa Cordes gehören nach wie vor zum Klinik-Team. Lucy Grundmann hat ihren Platz in der Notaufnahme gefunden. „Ich fand den Funktionsbereich schon immer spannend. Hier arbeitet man als Krankenschwester sehr medizinisch.“ Lisa Cordes arbeitet gern mit älteren Menschen – und ist auf der geriatrischen Station G3 im Einsatz. „Neben der medizinischen Versorgung kommt der aktivierend-therapeutischen Pflege bei komplex erkrankten geriatrischen Patienten eine große Rolle zu – für mich eine gute Mischung.“ Je nach den eigenen Interessen stehen examinierten Pflegekräften also alle Türen offen. Sorgen um den Arbeitsplatz? Perspektivlosigkeit? In der Pflege keine Themen. Im Gegenteil: Die Kliniken ringen um Verstärkung und bieten vielfältige Möglichkeiten zur Weiterbildung. Denn in Deutschland sind Tausende Pflegestellen unbesetzt. Für die Schulen ist es nicht leicht, junge Menschen für den Beruf zu begeistern. „Die Pflege braucht einen Image-Wandel. Kaum jemand weiß, wie anspruchsvoll und spannend der Beruf wirklich ist“, sagt Lisa Cordes. Ihre Kollegin Lucy Grundmann hat eine Idee: „Erstmal sollten wir uns selbst anders sehen. Wir müssen stolz auf unseren Beruf sein – und gemeinsam selbstbewusst auftreten. Dann können wir andere begeistern!“

 

 

 

 

 


 

 

 

 


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Hallo Zukunft, was bringst du uns?
Inselkonferenz des Bürgerhauses am 22. Juni 2018

Inselkonferenz

Ein „Perspektiven“-Workshop im Bürgerhaus.
Foto: Jo Larsson

PM/Büwi. Unsere Nachbarschaften entwickeln sich ständig weiter. An vielen Stellen wird gemacht, geplant, gebaut. Einiges davon ist schon sichtbar, andere Prozesse entwickeln sich langsam und über Jahrzehnte hinweg. Um den Blick auf die übergreifenden Themen zu werfen, gibt es die „Inselkonferenz“. Hier geht es um konkrete Planungen ebenso wie Visionen und Ideen für die Gestaltung des Zusammenlebens auf den Elbinseln: Wie geht es weiter mit Mobilität und Verkehr, Kultur und Miteinander, Grün- und Naturflächen u.v.m.?
Hier findet ihr Raum für eure Ideen und Anliegen: Ihr möchtet zum Beispiel einen Workshop zu einem Thema organisieren? Braucht ein Podium? Raum für eine Kunstaktion im Kontext „Stadt“? Willkommen bei unserem „Markt der Möglichkeiten“ auf der Inselkonferenz! Die Inselkonferenz soll Ort des Austausches, der Vernetzung, des einfallsreichen Umgangs mit Fragen zur Stadtteilentwicklung sein.

„Perspektiven! – miteinander planen für die Elbinseln“ setzt sich dafür ein, dass sich in die Entwicklung in Wilhelmsburg und auf der Veddel möglichst alle einschalten können. Zuletzt hat „Perspektiven!“ dazu die Beteiligungsverfahren zu den Bauvorhaben in den IBA-Gebieten „Spreehafenviertel“, „Elbinselquartier“ und „Rathausviertel“ organisiert, ebenso zur Autobahn A26-Ost. Die Rückmeldungen von Bürger*innen und auch die sichtbar gemachten Streitpunkte zeigen: Die Planungen werfen viele Fragen zur Zukunft unserer Nachbarschaften auf, die oft über die einzelnen Planungsgebiete hinausgehen.
Als Veranstaltung mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ermöglicht die Inselkonferenz Diskussionen mit Fachleuten aus Behörden, Fachämtern, Politik, städtischen Unternehmen, Landesbetrieben, Wohnungswirtschaft u.v.m. Vom Bezirksamt
gibt es Rückmeldungen zu bisherigen Beteiligungsergebnissen.

Inselkonferenz von „Perspektiven“/
Bürgerhaus: 22.6.2018 ab 14.30 Uhr
Nächstes Vorbereitungstreffen: 23.5. im Café Nova (Veddel) um 18.30 Uhr
Beitrag zum Markt der Möglichkeiten anmelden: perspektiven-elbinseln@buewi.de

 

 

 

 

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Wieder Grünvernichtung auf Wilhelmsburg. Die Abholzungen gehen weiter

Bullertweg

Am Bullertweg (1). Foto: ein

MG/sic. Die Umweltzerstörung auf den Elbinseln geht weiter. Trotz aller Proteste wird weiter gefällt.
Ein krasses Beispiel (Foto 1) hat am Bullertweg stattgefunden (der Bullertweg zweigt in Georgswerder nach Osten von der Kirchdorfer Straße ab). Hier hat jemand in dem kleinen Wäldchen viele Bäume gefällt und viele andere geköpft (z.T. auch noch sehr unsachgemäß). Das Gebiet um den Bullertweg herum ist im Landschaftsprogramm der Hansestadt Hamburg als Auenentwicklungsraum ausgewiesen. Es ist ein geschütztes Biotop, das eine Ausgleichsfläche für den Ausbau der Bullertwettern war.

Dratelnstr.

An der Dratelnstraße (2). Foto: MG

Auch an der Dratelnstraße (Foto 2), vor der Berufsschule, wurden Bäume gefällt. Im Zuge der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße wird in den nächsten Jahren nicht nur das Grüne Band durch Wilhelmsburg, das sich an der bestehenden Reichsstraßentrasse entlang zieht, vernichtet werden. Auch zwischen der neuen und der alten Trasse werden schon mal alle Bäume gefällt. Und an der Baustelle der neuen Trasse ist überhaupt kein Grün mehr zu sehen, sondern nur noch Lärmschutzwände. Die helfen zwar ein wenig gegen den Verkehrslärm, absorbieren aber keinen Feinstaub.

Fährstieg

Am Fährstieg (3). Foto: Angelica Madaus

In einem Handstreich weggebaggert wurde auch die Magerrasenfläche am Fährstieg (Foto 3), also das, was davon noch übrig war, seit die HPA einen ersten Teil an RollsRoyce verscherbelt hat. Dort, hört man, soll ein Containerlager hin. Tschüss Erdbienen - endgültig!

 


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„Luftkurort Wilhelmsburg“
Grenzwerte werden an viel zu vielen Tagen überschritten.
Es gibt ein Grundrecht auf saubere Luft – und das ist einklagbar!

Diskussion

Auf dem Podium diskutierten (von links):
Christian Völker („Tschüss Kohle“),
Jochen Klein („Engagierte Wilhelmsburger“),
Norbert Neuburger (Kardiologe und Umweltmediziner)
und Malte Siegert (NABU).
Ganz rechts Moderator Hartmut Sauer.
Foto: MG

MG. Bürgermeister a.D. Olaf Scholz hatte gesagt: „Wilhelmsburg ist hafennah, da müssen größere Belastungen hingenommen werden.“ Dies fand Hartmut Sauer in seiner Einleitung zum Pegelstand nicht hinnehmbar. Menschen dürften nicht durch Umweltbelastungen gesundheitlich eingeschränkt werden und eine kürzere Lebenserwartung haben.
In der Honigfabrik diskutierten am 5. April Jochen Klein von den Engagierten Wilhelmsburgern, Malte Siegert, Leiter der Umweltpolitik beim NABU, Dr. Norbert Neuburger, Kardiologe und Umweltmediziner aus Wilhelmsburg und Christian Völker, Initiative „Tschüss Kohle“ über Ursachen, Auswirkungen und Vermeidungsstrategien der Luftverschmutzungen auf Wilhelmsburg.
Malte Siegert freute sich, wieder hier zu sein, er war als Experte bereits beim Pegelstand im Februar „Was bleibt von der grünen Insel im Fluss?“ dabei. Dann nutzte er seine 15 Minuten Redezeit, um im Schnelldurchlauf an Hand von Folien die bisher allgemein wenig bekannten Ausmaße der Belastungen durch die Schifffahrt darzustellen. Diese ist der größte Emittent von Stickoxiden, Schwefel und Ruß, noch vor dem Straßenverkehr (s. Grafik). Auf die Schifffahrt könnte Hamburg direkten Einfluss nehmen durch Verlagerung der Hafenverkehre von der Straße (täglich 3000 LKW im Hafen) auf Wassertaxis sowie Anreize für die Seeschifffahrt durch Nachlässe für umweltfreundlichere Energienutzung und Anschluss an Landstrom im Hafen.
Hamburg scheut solche Maßnahmen aus Angst, dass die Schiffe dann andere Häfen anlaufen. Aber zum Beispiel geben die Kreuzfahrer zwar viel Geld für ihre Reise aus, an Land profitiert die Wirtschaft aber kaum. Direkten Einfluss hätte die Stadt auf den Einbau von Katalysatoren und Filtern bei den Hafenfähren. Auf jeden Fall gibt es zu wenig Messstationen und sie stehen nicht an den richtigen Stellen. Im Hafen wird von der Behörde gar nicht gemessen.
Die gesetzlichen Grenzwerte in der EU sind ca. doppelt so hoch wie die von der Weltgesundheitsorganisation festgesetzten. Jochen Klein erklärte, dass Versuche der EU, die Grenzwerte an die der WHO anzupassen gescheitert sind. Er verwies auf das Projekt, Feinstaub mit einem selbst gebauten Gerät zu messen (s. Kasten). Die Daten können über WLAN in das deutschlandweite Netz eingespeist werden. Im Gegensatz zur Nordseite der Elbe ist das Netz im Süden noch sehr dünn. Barbara Kopf vom Freizeithaus Kirchdorf-Süd schlug vor, ein Netzwerk an Schulen z. B. Im Physikunterricht aufzubauen: „Kinder sind besonders betroffen – Es macht Spaß zu messen!“

Die Luft kann nur besser werden, wenn die Verbrennung fossiler Brennstoffe reduziert wird. Christian Völker stellte die Initiative „Tschüss Kohle“ vor, die auch von Zukunft Elbinsel e. V. unterstützt wird. Er verwies auf das Verfassungsrecht der Volksgesetzgebung. „Tschüss Kohle“ sammelt z. Z. Unterschriften für den Klimaschutz. In ihrem Gesetzesvorschlag steht, dass für Kohlewärme keine Einspeisungsleitungen mehr genehmigt werden dürfen. Im Jahre 2025 soll dann keine Wärme aus Kohle mehr produziert werden und 2030 sollen die Kohlekraftwerke ganz abgeschaltet werden.
Leider würde allerdings wohl nach Beendigung der Kohleverbrennung während einer Übergangszeit Erdgasverbrennung nötig.
Bereits 2008 hatte sich die Wilhelmsburger Ärzteschaft mit einem Appell (s. www.zukunft-elbinsel.de) zur gesundheitlichen Situation auf der Elbinsel geäußert und ihr NEIN zum geplanten Kohlekraftwerk in Moorburg bestätigt. Norbert Neuburger verwies auf die gesundheitlichen Risiken: Verschlechterung von Bronchitis, Asthma, Diabetes, Bluthochdruck bei Schwangeren und auch bei Demenz gibt es einen Zusammenhang. Grundsätzlich sei jeder Feinstaub gesundheitsschädlich, deshalb müssten die Grenzwerte runter!
In der Diskussion mit dem Publikum wurde bestätigt, dass Umweltsenator Kerstan macht, was er machen kann. Aber die Umweltbehörde hat keine große Hausmacht und in Hamburg hat der Hafen Vorrang.
Konkrete Forderungen für die Elbinseln wurden auf dieser Veranstaltung noch nicht formuliert, aber es wird weitere Veranstaltungen zu diesem Thema geben.

Workshop zum Bau von Sensoren zur privaten Feinstaubmessung
Die Engagierten Wilhelmsburger bieten am 29. Mai um 19 Uhr im Bürgerhaus, Raum 011, einen weiteren Workshop an. Materialkosten 45 Euro,
Anmeldung erbeten unter: info@dieengagierten-wilhelmsburger.de oder bei Jochen Klein unter 040/75 49 005 oder jochen.kleinlive.de

Luftreinhaltung

Das Diagramm zeigt Luftschadstoffquellen im Vergleich - Stickoxidemissionen in Hamburg.
Am meisten produziert der Schiffsverkehr. Die gesamte Power-Point- Präsentation von
Malte Siegert finden Sie auf www.inselrundblick.de
. Diagramm: NABU


 

 

 

 

 

 

 

 

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Ankommen - Helfen

Behördeninitiative „Neuenfelder Straße Hilft“
Weltcafé: Neuenfelder Straße 19 (in der Behörde), jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr.
Es werden Gesprächs- und Spielgruppen angeboten.

Koordination sozialräumliche Integration von Flüchtlingsunterkünften
Flavia Suter, Fachamt Sozialraummanagement
Bezirksamt Hamburg-Mitte, Klosterwall 4,
20095 Hamburg, Tel.: 428542397,
Mail: flavia.suter@hamburg-mitte.hamburg.de

Jobs, Qualifizierung, Berufseinstieg
Marktplatz der Begegnungen
7. September 2017, 9.30 – 12 Uhr, Handwerkskammer Hamburg, 3. Etage, Holstenwall 12, 20355 Hamburg,
Hamburger Messe zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Angesprochen sind in erster Linie volljährige, nicht schulpflichtige Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive, die sich bereits etwas auf Deutsch verständigen können oder gute Englischkenntnisse mitbringen.
Formlose Anmeldung per E-Mail bis zum 1. September 2017 an britta.wilken@hwk-hamburg.de (eine Angabe der Teilnehmer-Anzahl genügt).

Ratgeber
HVV-Broschüren für Geflüchtete
Der Hamburger Verkehrsverbund bietet Info-Broschüren in den Sprachen Deutsch/Englisch/Arabisch/Farsi.
Die Information zu dem HVV-Abo auch in Tigrinya unter http://www.hvv.de/pdf/service/downloads/hvv_how-to-travelby-hvv_flyer.pdf oder
http://www.hvv.de/pdf/service/downloads/hvv_abo_in_fuenf_sprachen.pdf
oder http://www.hvv.de/pdf/service/ downloads/hvv_mobilitaetsberatung_fluechtlinge.pdf

Gewaltschutz für Frauen
Schutz und Sicherheit vor Gewalt für geflüchtete Frauen und Jugendliche in Deutschland.
Kostenlose Broschüren unter www.mimi-bestellportal.de


Baderegeln
in verschiedenen Sprachen unter https://www.dlrg.de/presse/pm-baderegeln.html

 

Die Insel Hilft e. V. ...
... berichtet aus den Gruppen

Klönschnack mit Ralf an jedem zweiten Donnerstagabend im Wechsel mit dem Tandem-Treffen

... freut sich über
- Freiwillige für die Organisation von Sportangeboten,
- HelferInnen für die Öffentlichkeitsarbeit,
- Interessierte für Tandem-Partnerschaften.
- HelferInnen für Hausaufgabenhilfe
Inselhaus, Erlerring 1, 21109 Wilhelmsburg (Kirchdorf-Süd)
Tel. 35 62 86 67,
Mail: mail@inselhilfe.org
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, 11 bis 14 Uhr.
Mehr auf: www.inselhilfe.org

 

 

 

 

 

 



 

 

 

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Wichtige Dokumentationen

A26 - Finkenriek - Kornweide Präsentation < mehr

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

 

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