22. Jahrgang,
Ausgabe 11
Nov. / Dez.
2016
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Aktuell

Projektdialog zu Wilhelmsburgs Mitte
Von Nothilfe zu nachhaltiger Unterstützung
Blog zum Thema Flüchtlingshilfe gestartet
China, Piräus und die neue Seidenstraße
Kreetsand: Deichrückverlegung ist erfolgreiches Pilotprojekt
Wichtige Botschaft aus Berlin: Bund würde auch in Köhlbrandbrücke investieren
Endlich! – Die Baugenehmigung ist da, InselArche
8
Ankommen - Helfen
Wichtige Dokumentationen

Was passiert im Rathausviertel?
Projektdialog zu Wilhelmsburgs Mitte

Werkstatt

Alle Wilhelmsburger können mitbestimmen, wie es in Wilhelmsburgs Zentrum
in Zukunft aussehen soll.
Foto: IBA Hamburg GmbH/ Bente Stachowske

PM. Und weiter geht´s mit der gemeinsamen Planung von Wilhelmsburgs Zentrum. Die beiden umfangreichen Beteiligungsverfahren zu den städtebaulichen Wettbewerben für die geplanten Wohnquartiere in der Dratelnstraße – jetzt „Rathausviertel“ genannt – und die im Norden angrenzende „Nord-Süd-Achse“ sind erfolgreich durchgeführt. Für das „Rathausviertel“ wurde inzwischen das Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Der Baubeginn startet nach Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße 2019. Hier heißt es jetzt am Ball bleiben! Und die erste Möglichkeit, um wieder in die Planungen einzusteigen, steht auch schon vor der Tür: Die IBA Hamburg GmbH führt in Kooperation mit „Perspektiven!“
am 24. November von 19 bis 21 Uhr einen Projektdialog im Bürgerhaus Wilhelmsburg durch. Ab 18.30 Uhr werden der Siegerentwurf und der Funktionsplan ausgestellt, um sich hier vorab schon einmal ein Bild machen zu können. Um 19 Uhr wird der Projektdialog offiziell eröffnet. Den Besucher-Innen werden der aktuelle Planungsstand vorgestellt und weitere Informationen zum Verfahren gegeben. Im Anschluss daran soll es themenorientiert in einen intensiven Austausch über die Entwicklungen der Planungen gehen.

Auf Grundlage des Gewinnerentwurfs des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs „Wohnen für alle – mitten in Wilhelmsburg“ von De Zwarte Hond und RMP Landschaftsarchitekten wurde ein Funktionsplan erarbeitet, der nun die Grundlage für den Bebauungsplan für das Gebiet „Wilhelmsburger Rathausviertel“ bildet. Jetzt ist genaues Hinschauen gefragt: Was ist der aktuelle Stand der Planungen? Was wurde am Gewinnerentwurf des Wettbewerbs geändert - und warum? Wo finden sich die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens in den Plänen wieder? Wie gehen die Planungen weiter?
WilhelmsburgerInnen und solche, die es werden wollen, sind wieder herzlich eingeladen weiterhin konkret die Entwicklung des neuen Quartiers mitzugestalten.

Ein kleiner Rückblick:
Noch vor Beginn des Wettbewerbs, konnten BürgerInnen ihre Wünsche und Anforderungen einbringen und in der sog. „Auslobung“, also der Aufgabenstellung für die Planungsteams, verankern. Es folgten weitere Möglichkeiten, zum Beispiel in einer „Gläsernen Werkstatt“, sich in die Planungen einzuschalten. Das Wettbewerbsergebnis zeigt: Die PlanerInnen haben sich umfassend mit den Wünschen befasst. Nach erfolgreichem Abschluss des Wettbewerbsverfahrens im Dezember 2015, geht es jetzt darum, den kreativen Planungsprozess weiterzuführen und einen Blick darauf zu werfen, wie der Siegerentwurf weiterentwickelt wurde, und erneut Vorschläge für die Weiterarbeit einzubringen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation von „Perspektiven!“, der IBA Hamburg GmbH und dem Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg.

Projektdialog im Bürgerhaus Wilhelmsburg am 24. November von 19 bis 21 Uhr,
Einlass ist ab 18.30 Uhr – Eintritt frei.

Weitere Informationen im Internet unter http://www.iba-hamburg.de/rathausviertel

 

 


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Von Nothilfe zu nachhaltiger Unterstützung
Der Verein Die Insel Hilft e.V. wird zwei Jahre alt

Nothilfe

Die Insel hilft - seit zwei Jahren, Wie hier bei einem Tandem-Kurs
Foto: DIH

PM. „Ich erinnere mich noch an eine meine ersten Tage bei Die Insel Hilft“, Benedikt Stefanowski zeigt auf einen Bungalow im Erlerring in Kirchdorf-Süd „in dieser alten Sauna errichteten wir vor etwa zwei Jahren unsere erste, provisorische Kleiderkammer.“ Benedikt ist einer der Mitbegründer des Vereins und von Beginn an dabei. Angefangen in der Kleiderkammer ist er mittlerweile Mitglied im Vorstand. Er dreht sich um und zeigt auf einen anderen Bungalow. „Und hier, direkt daneben, ist nun unser Vereinshaus“, er lacht, „na, ein paar Meter weiter haben wir es in den zwei Jahren ja geschafft!“
Ein kurzer Rückblick: Es ist Herbst 2014, viele Menschen suchen Zuflucht in Hamburg. In der alten Schule im Karl-Arnold- Ring entsteht die erste Unterkunft für Geflüchtete in Wilhelmsburg. Weitere Unterkünfte folgen. Vor allem in den ersten Monaten fehlt es den ankommenden Menschen an warmer Kleidung – für viele Wilhelmsburgerinnen und Wilhelmsburger ein Grund zu handeln.
„Wir mussten doch irgendwie helfen“, erinnert sich Benedikt, „und das Mindeste, was man tun konnte, war Kleider zu spenden“. Daraus entstand der vorläufige Name der Initiative: „Die Insel Spendet“. Auf das Sammeln der Kleiderspenden folgte das Sortieren und Verteilen – die Kleiderkammer war geboren. Deutschkurse, Museumsbesuche und Familienausflüge – immer mehr Ehrenamtliche schlossen sich der Initiative an, immer mehr Projekte wurden aufgebaut. „Wir wollten unsere ehrenamtliche Arbeit auf lange Sicht gesehen besser strukturieren und das Ganze professioneller und koordinierter angehen – also gründeten wir am 5. November 2014 einen Verein“, berichtet Benedikt. Der Start vom Verein Die Insel Hilft.

In jeglichen Notsituationen half der Verein aus, verteilte regenfeste Schuhe, Hygieneartikel und warme Decken. Mittlerweile muss Die Insel Hilft nur noch selten Nothilfe leisten, doch ist die Arbeit damit getan? „Ganz und gar nicht“, betont Diana Ennet, Vorsitzende des Vereins, „es kommen zwar nicht mehr täglich neue Menschen zu uns, aber nun gilt es die hier angekommenen Menschen bei ihrem Start in Deutschland zu unterstützen! Es ist wichtig, dass wir gerade jetzt dranbleiben und ihnen den Weg in die Mitte unserer Gesellschaft ebnen“.
Der neue Schwerpunkt des Vereins spiegelt sich auch in den Projekten wider. Die Resonanz der Kleiderkammer ging zurück, dafür sind unter anderem neu dabei die Sprechstunde, die bei allen Fragen von Wohnungssuche bis zu Behördenanträgen zur Seite steht und das Tandem-Projekt, das gefl üchtete und deutsch-sprechende Menschen zusammen bringt. Nicht mehr die Nothilfe, sondern interkultureller Austausch sowie Unterstützung beim Alltag in Deutschland stehen im Fokus.
Für die Vorstandsvorsitzende ist klar: Die wirklich schönen Aufgaben in der Flüchtlingshilfe stehen erst an. Denn die geflüchteten Menschen haben inzwischen zumindest teilweise Fuß gefasst in Hamburg und können ein bisschen Deutsch sprechen. „Im nächsten Schritt suchen viele Anschluss, sie möchten HamburgerInnen kennenlernen und unsere Kultur besser verstehen.
Es geht mehr um das menschliche Miteinander als um materielle Ersthilfe.“ Der Verein unterstützt den Austausch und bringt deutsch-sprechende und geflüchtete Menschen zusammen. „Wir möchten mit ihnen zusammen die Gemeinsamkeiten in den Kulturen entdecken“, erklärt Diana, „daher planen wir auch interkulturelle Schnupperkurse in unserem Vereinshaus, dem Inselhaus.“
An Ideen mangelt es dem Verein definitiv nicht, nur Ehrenamtliche gibt es nicht mehr so viele wie noch zu Beginn. „Die
Motivation, sich zu engagieren, hat etwas nachgelassen. Vermutlich denken viele, es wäre nicht mehr so wichtig. Das Thema Geflüchtete ist ja auch nicht mehr täglich in den Medien. Dabei gibt es doch noch so viel zu tun! Wir heißen jeden und jede Willkommen, der/die sich engagieren möchte.
Er oder sie kann sich gerne bei buero@inselhilfe.org melden.

 

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www.pf-elbinseln.de
Blog zum Thema Flüchtlingshilfe gestartet

PM. In dem neuen Blog werden Infos rund um die Flüchtlingshilfe auf den Elbinseln systematisch aufbereitet und veröffentlicht. Unter der Internetadresse www.pf-elbinseln.de findet man ab sofort kleine Berichte, interessante Termine, eine Börse für HelferInnen und einschlägige Fachseiten.
Jeder Interessierte ist auch herzlich zum Mitmachen eingeladen. Informationen zum Thema können an BI-Mitarbeiterin Maike Grünwaldt, Projekt „Praxis Flüchtlingshilfe Elbinseln“, weitergegeben werden.
Die BI bedankt sich bei ihrem Sponsor Aurubis, der den Blog zum Thema Flüchtlingshilfe finanziell unterstützt hat.

Kontakt:
BI Beruf und Integration Elbinseln,
Maike Grünwaldt, Praxis Flüchtlingshilfe Elbinseln, im MEDIA DOCK, Prassekstraße 1, (Bus: 13),
Mail: gruenwaldt@bi-elbinseln.de,
Tel: 040/428 85 2281 o. 0176/10 30 44 45
homepage: bi-elbinseln.de
Sprechzeiten: Do 15-17 Uhr

 

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China, Piräus und die neue Seidenstraße
Der Hamburger Hafen wird zum Regionalhafen. Die Planung der A26-Ost basiert deshalb auf falschen Prognosen

Hafenrouten

Rainer Böhrnsen. Der Hamburger Hafen ist nach der Öffnung des eisernen Vorhangs mit einer neuen Funktion als Transithafen zwischen Fernost und den ausgehungerten Märkten in Osteuropa groß geworden. „Hamburg hat sein Hinterland wieder“ war dazu die Aussage. In Folge hatte jeder dritte Container, der im Hafen bewegt wurde, mit China zu tun. Die dem Hafenentwicklungsplan zugrunde liegenden und völlig überzogenen Container-Umschlagprognosen gründen sich im wesentlichen auf diese Transitfunktion. Sie war auch die Initialzündung für den Bau des Terminals in Altenwerder.
Die Transitfunktion geht dem Hafen jetzt verloren, weil die Chinesen über den Hafen von Piräus einen anderen, eigenen und viel schnelleren Weg für ihre Container Richtung Zentral- und Osteuropa, also ins Hamburger Hinterland, ausbauen. Sie haben erklärt, den Hafen von Piräus zum zentralen Einfallstor für ihre Waren nach Europa entwickeln zu wollen. Im Rahmen ihres Projektes einer „Neuen Seidenstraße“, die als maritime Seidenstraße im Mittelmeer enden wird, hat dieser Hafen eine herausragende strategische Bedeutung.

Die Chinesen betreiben in Piräus bereits sehr erfolgreich mehrere Terminals, haben den Hafen jetzt mehrheitlich übernommen und finanzieren mit einem Milliardenbetrag den Ausbau der Bahnstrecke von Piräus nach Norden zu einer Hochgeschwindigkeitsstrecke. Der Containerumschlag auf den chinesischen Terminals in Piräus hat sich in vier Jahren vervierfacht und soll von jetzt 3,3 Mio. TEU bis 2017 auf mehr als 6 Mio. TEU gesteigert werden. So wie die Dinge momentan stehen, ist eine solche Steigerung nur über eine Verschiebung der Warenströme zu Lasten Hamburgs und anderer Nordrange-Häfen zu erreichen. Ein Container, der von Fernost über Piräus z.B. nach Budapest unterwegs ist, ist zwölf Tage (!) schneller am Ziel als über Hamburg. Nach Warschau sind es etwa acht Tage.
Die Konzerne Hewlett-Packard, Sony, Huawei, ZTE und andere lassen bereits ihre Waren über Piräus transportieren. Hewlett-Packard verlegt darüber hinaus sein zentrales Logistikcenter für Europa von Rotterdam nach Piräus.
Es gibt nichts, was der Hamburger Hafen derart gravierenden Vorteilen entgegensetzen könnte. Obwohl 2015 das Wirtschaftswachstum in China noch 6,9% betrug, ging Hamburgs Handel mit China um 14% zurück. Aber in Hamburg wird so getan, als hätte all das für den Hafen keine Bedeutung. Im Hafenentwicklungsplan wird diese Entwicklung mit keinem Wort erwähnt. Ebenso wenig in der Seeverkehrsprognose, die dem Bundesverkehrswegeplan zugrunde liegt.

Solange diese Entwicklung aber in den Prognosen keine Berücksichtigung findet, kann es für die Hafenquerspange keine belastbare Kosten-Nutzen-Rechnung geben. In der Tat müssten jetzt dringend einige grundlegende Dinge neu überdacht werden. Der Hafen kann gut damit leben, wenn er wieder die Rolle spielt, die er vor der Öffnung der Grenzen
Osteuropas innehatte. Die Stadt sollte und könnte sich als Ausgleich in Richtung einer europaweit bedeutenden Metropole für Wissenschaft, Forschung und Innovation entwickeln. Das Hafenerweiterungsgebiet in Moorburg könnte dabei als Standort für einen „Wissenspark für Umwelt- und Maritime Technologien“ hilfreich sein. Von einem solchen Modell könnten alle Beteiligten profitieren, auch der Hafen, und Moorburg könnte endlich eine akzeptable und positive Perspektive für die Zukunft bekommen.
Senator Horch hat vor einigen Tagen bei der Vorstellung der Pläne zu einem „Hamburg Innovation Port“ im Harburger Binnenhafen davon gesprochen, dass die Stadt jetzt einen dringend benötigten Strukturwandel vollziehen müsse. Mit dem Hafen im Zentrum könne die Stadt nicht mehr in die Zukunft geführt werden, es müsste zusätzlich ein weiteres Standbein auf dem Gebiet von Forschung und Innovation entwickelt werden.
Dieser Strukturwandel findet im Süden statt. Die noch zur Verfügung stehenden Flächen im Harburger Binnenhafen, die zunächst dafür genutzt werden, reichen für eine solche flächenintensive Entwicklung nicht aus, sodass die Hafenerweiterungsflächen in Moorburg in naher Zukunft dafür stärker in den Fokus rücken werden. Dies ist aber nur möglich, wenn die Hafenquerspange nicht realisiert wird. Die A26-Ost würde nämlich die Flächen in Moorburg für diese zukunftsträchtige Entwicklung unbrauchbar machen.
Die verantwortlichen Entscheidungsträger müssen hier neu abwägen. Hamburgs Zukunft liegt im Süden, und Moorburg gehört dazu …
Konzept zum Wissenspark Moorburg
: http://www.slideshare.net/moaeburch/wissenspark-moorburg-12339745

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Kreetsand: Deichrückverlegung ist erfolgreiches Pilotprojekt
Schaffung wertvollen Tidelebensraums zum Nutzen von Mensch, Natur und Wirtschaft

Kreetsand-2016

So sah Kreetsand im August 2016 aus …

MG. Bereits im April 1997 berichteten WIR, dass die Umweltgruppe des Forums Wilhelmsburg die Deichrückverlegung Kreetsand befürwortete. Im Jahre 2008 wurde das Vorhaben dann konkreter und die Hamburg Port Authority (HPA) stellte die Umgestaltung der Fläche Kreetsand zu einem tidebeeinflussten Flachwassergebiet vor. Vier Jahre später begann im Juni 2012 die Bautätigkeit mit der Verstärkung der Deichüberfahrt, um die Vielzahl der LKW-Bewegungen über den Deich abwickeln zu können.
Das Ziel der Maßnahme ist die Dämpfung des Tidegeschehens. In den letzten 50 Jahren hat der Tidenhub stark zugenommen von früher 2 bis 2,5 Metern zu heute 3,60 Metern. Mit der Flut werden Feinstoffe transportiert, die bei Ebbe wieder zurück fließen. Aber der Flutstrom ist viel stärker als der Rückfluss bei Ebbe, so dass sich Sedimente ablagern, die dann ausgebaggert werden müssen, um die Zugänglichkeit des Hamburger Hafens (eine der Kernaufgaben der HPA) zu sichern.
Bei dem Spülfeld Kreetsand handelt es sich um eine Fläche von 42 Hektar, auf der eine Überflutungsfläche von 30 Hektar entsteht, sowie ein wertvoller Auwaldstreifen. Die Geländeoberkante von 5,5 Metern wird bis zu einer Tiefe von 2,5 Metern, an der tiefsten Stelle sogar 3 Metern, ausgebaggert. Das bedeutet, dass insgesamt 2 Millionen Kubikmeter Boden ausgehoben werden, wovon 1,5 Millionen wieder verwendet werden können. 0,5 Millionen werden in mehreren Depots gelagert.
Das Projekt ist mit 65 Millionen Euro veranschlagt und soll 2019 fertig sein. Um das Projektbudget nicht zu überschreiten, kann es zu Verzögerungen kommen. Der Baufortschritt ist abhängig von den Preisen, die für die verwertbaren Böden erzielt werden, bzw. den Kosten für die Lagerung der belasteten Böden. Bis zur Verwertung werden die Böden zwischengelagert auf Halden. Die Sande werden möglichst in anderen Baumaßnahmen der HPA, zum Beispiel für die Verfüllung des Steinwerder Hafenbeckens, verarbeitet. Der Abtransport erfolgt so weit wie möglich mit Schuten. Hierfür wurde 2014 ein Anleger errichtet, der später wieder abgebaut wird. Der abgebaute Kleiboden wird für den Deichbau deponiert.
Die Maßnahme wurde als ein Projekt der IBA Hamburg qualifiziert und 2014 mit dem alle vier Jahre verliehenen „Working-with-Nature-Award“ der PIANC, einer der ältesten weltweit tätigen technisch-wissenschaftlichen Vereinigungen des Hafen- und Wasserstraßenbaus und der Schifffahrt, ausgezeichnet. Im Informationspavillon „Deichbude“ am Südende Kreetsands informiert eine Ausstellung über das Projekt.

Kreetsand 2019

... und so soll es werden.
Foto und Visualisierung: HPA

 

 


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Hafenquerspange/A26-Ost:
Wichtige Botschaft aus Berlin: Bund würde auch in Köhlbrandbrücke investieren

HQ - Diskussion

Podiumsdiskussion zum Abschluss eines Workshops des BUND zum Bundesverkehrswegeplan
am 26. September. V.r.: Enak Ferlemann, Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, die verkehrspolitischen Sprecher Gustav Herzog (SPD),
Valerie Wilms (Grüne) und Sabine Leiding (LINKE).
Foto: M. Humburg

Manuel Humburg. Beim Hearing mit unseren Bundestagsabgeordneten am 15. September (der WIR berichtete) wurde eine Ertüchtigung der Hafen-Hauptroute (z.B. eine Nachfolgelösung für die Köhlbrandbrücke sowie ein Anschlusstunnel vom Veddeler Damm zur B75/A255) als Alternative zur A26-Ost vorgeschlagen. Dabei wurde die Frage, ob auch dafür Bundesmittel fließen könnten (wie es für den Bau der A26-Ost der Fall ist), erstmals unterschiedlich beurteilt. Bisher wurde allgemein die Ansicht vertreten, eine finanzielle Beteiligung des Bundes sei schlichtweg nicht möglich. Auch Olaf Scholz hatte bei einem kurzen Kontakt am 9. September geantwortet: „Der Bund investiert nicht in den Hafen!“

Richtig ist: Diese Straßen im Hafen sind keine Bundesstraßen. Sie stehen grundsätzlich in der Hamburger Baulast. Richtig ist aber auch, dass im Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan (Drucksache 18/9523) mitgeteilt wird, dass der Bund auch Mittel für die Anbindung der deutschen Seehäfen an das Netz der Bundesverkehrswege zur Verfügung stellen kann (Seite 54).
Nach diesem Modell wird der Hafentunnel in Bremerhaven derzeit mit erheblichen Mitteln vom Bund mit finanziert.
Eine wichtige Konkretisierung dazu wurde jetzt vom zuständigen Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann bei einer Podiumsdiskussion am 26. September in Berlin mitgeteilt.

Auf meine Frage erklärte er:
„Die Regelung in Bremerhaven stellt eine Ausnahme dar. Ich bin auch bereit, eine solche Ausnahme für Hamburg zu machen. Bisher hat der Hamburger Senat mir das nie so vorgetragen. Wir haben in Hamburg ja auch das Problem mit der Köhlbrandbrücke. … Ich ahne, dass der Hamburger Senat Probleme hat, den Ersatz so zu organisieren, wie man es für den Hafenverkehr braucht. Deshalb gehe ich davon aus, dass der Hamburger Senat ein Riesen-Interesse hat, auf solche Vorschläge einzugehen und mit uns gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“

Außerdem forderte Ferlemann ein Gesamtkonzept für den Hafenverkehr.
Er sagte: „Ich verschließe mich solchen Ideen nicht.“ Hamburg sollte die ausgestreckte Hand des Bundes jetzt ergreifen! Hamburg braucht ein Dialogverfahren mit allen Beteiligten - Hafen, Bürgergruppen, Land Hamburg, Bund, Umwelt- und Verkehrsverbänden - für ein intelligentes und zukunftsfähiges Mobilitätskonzept für Stadt und Hafen.
Stellt man die aus den 1970er-Jahren stammende Hafenquerspange/A26-Ost zur Disposition, dann gibt es gute Aussichten für eine gemeinsame Finanzierung der Ertüchtigung der Hafenroute und der Köhlbrandbrücke durch Bund und Stadt.
Beim ersten Infoabend zur A26-Ost von Behörde und DEGES am 12. Oktober im Harburger Rieckhof hat Hamburgs Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof diese Auffassung grundsätzlich bestätigt und Verhandlungen mit dem Bund angekündigt. Er ist gut beraten, das richtige Zeitfenster nicht zu verpassen! Denn jetzt steht das Geld bereit, das der Bund statt für die Hafenquerspange auch zur Stärkung der Infrastruktur im Hamburger Hafen einsetzen könnte.

Jeder weiß, dass die für die A26-Ost veranschlagten 900 Millionen nur ein Bruchteil der Endsumme sind. Würde der Bund später für eine neue Köhlbrandbrücke noch einmal die Taschen öffnen, wenn Milliarden für diesen Autobahn-Dino im Hamburger Süden bereits verplant oder verbuddelt sind?
Mehr Infos unter: www.zukunft-elbinsel.de

 

 

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InselArche

 

Endlich! – Die Baugenehmigung ist da
Die InselArche platzt aus allen Nähten. Nun kann hoffentlich bald der Umbau starten. Wer spendet jetzt für Möbel und Einrichtung?

PM. Mitte Juli kam die gute Nachricht zunächst per Mail. Mit wenigen Auflagen wurden der Umbau und die Erweiterung der InselArche genehmigt. Allerdings - noch fehlen die Bescheinigung über die Prüfung der Statik und einige Angebote von Firmen. So können die Sommerferien leider noch nicht für die Bauarbeiten genutzt werden. Pastor Karsten Mohr hofft jetzt auf einen Start im September.
Benötigt werden neue Möbel und Einrichtungsgegenstände für die erweiterten Räume der kostenlosen Nachmittags-Kinderbetreuung. Zwar können einige Möbel aus der alten Arche übernommen werden, doch es wird vieles neu gebraucht: Stühle, Tische, Schränke, Garderobe, Lampen und eine Küche. Außerdem soll ein Unterrichtsraum mit Computern ausgestattet werden.
15 bis 20.000 Euro fehlen der Friedenskirche der evangelisch-methodistischen Gemeinde in der Weimarer Straße für die Innenausstattung der neuen InselArche noch. Pastor Mohr bittet um Spenden.
In der InselArche erhalten alle Kinder, die kommen, kostenlos ein Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, sinnvolle Freizeitgestaltung und liebevolle Betreuung.

Bankverbindung: Neue IBAN der InselArche
DE54 5206 0410 0306 4238 76


 

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Ankommen - Helfen

Praxis Flüchtlingshilfe Elbinseln

Beratung und Koordination für Tätige in der Flüchtlingshilfe:

Maike Grünwaldt, im MEDIA DOCK, Prassekstraße 1, Tel.: 040/428 85 2281, Mail: gruenwaldt@bi-elbinseln.de, Sprechzeiten vor Ort: Di. 12 bis 15 Uhr, Do. 15 bis 18 Uhr.

Weltcafé

Behördeninitiative „Neuenfelder Straße Hilft“.

Neuenfelder Straße 19 (in der Behörde), jeden Mi. von 15 - 17 h.

 

„Die Insel Hilft“...

... informiert

Stammtisch: in der Honigfabrik gibt es nicht mehr.
Ab 2017 sind neue Treffen im Inselhaus in Kirchdorf-Süd angedacht

Erstaufnahme Karl-Arnold-Ring
des DRK in Kirchdorf-Süd wird geschlossen und ab 2017 innerhalb von ca. zwei Jahren zu einer Folgeunterkunft umgebaut. Wir bedauern den Abzug eines Teils der Erstaufnahme aus unserem Stadtteil.

„Lebendiger Advent“: Am 10. Dezember ab 18 Uhr öffnet Die Insel Hilft das Adventsfenster im Inselhaus in Kirchdorf-Süd und lädt für ein halbes Stündchen zu Keksen und Tee ein.

Sprechstunden im Inselhaus,

Erlerring 1: dienstags bis donnerstags 11 bis 14 Uhr. Tel. 040-35628667,
buero@inselhilfe.org

... sucht

Tandem-Projekt: Es werden weiterhin die liebevoll genannten „locals“ gesucht,
tandem@inselhilfe.org.



... freut sich über

Freiwillige für die Organisation von Sportangeboten

Sprachkundige
f. Übersetzungsarbeiten

Freiwillige für den Deutschunterricht
deutschkurse@inselhilfe.org

Kontonummer für Spenden:
Kontoinhaber: Die Insel Hilft e.V. – Hamburger Sparkasse –
IBAN: DE92200505501396133538
Verwendungszweck: Spende, AZ 217/412/03029

 

 

 

 



 

 

 

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Wichtige Dokumentationen

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

 

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