25. Jahrgang,
Ausgabe 11
Nov. / Dez.
2019
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Aktuell

Waldretter starten Bürgerbegehren
Austauschen – Vernetzen – Gestalten
"Viele verstehen nicht, wie es hier läuft"
„Davon merkst du gar nicht so viel, weil es ja unter der Erde ist.“
... aber Spenden nehmen wir gerne! Der WIR wird 25!
Laub liegen lassen
Beschleunigtes Verfahren nach 20 Jahren Hin und Her
Ankommen - Helfen
Wichtige Dokumentationen

Waldretter starten Bürgerbegehren
Auftaktveranstaltung am 21. November im Bürgerhaus

Pionierwald

PM. Das Ringen um den Walderhalt am Ernst-August-Kanal geht in die nächste Runde: Die Waldretter Wilhelmsburger starten ein Bezirkliches Bürgerbegehren "Der Wilde Wald bleibt!". 6.000 Unterschriften von Wahlberechtigten aus dem gesamten Bezirk Mitte brauchen sie, um die Bezirksversammlung dazu zu zwingen, sich mit der Forderung der Bürger*innen auseinanderzusetzen. (Die Bezirksversammlung ist dann aufgerufen, sich entweder die Bürger*innenforderung zu eigen zu machen - oder einen Gegenvorschlag einzubringen. Letzteres würde zu einer erneuten Abstimmung führen.)

Worum geht es? Im Reiherstiegviertel ist auf einer Fläche von rund 20 ha eine Bebauung mit Wohnhäusern (1.000 Wohnungen), Gewerbe und Sportanlagen geplant: das „Spreehafenviertel“ - Bebauungsgebiet Wilhelmsburg 102. Das Baugebiet erstreckt sich westlich und östlich der Georg-Wilhelm-Straße. Rund 18 ha davon sind Naturflächen, davon gut 12 ha Wald. Mit der Bebauung würde der Wald unwiederbringlich zerstört. Das Gebiet würde großflächig versiegelt.
Das Bürgerbegehren ist eine Chance, die drohende Abholzung des Waldes und die Naturzerstörung abzuwenden. Mit der Unterschrift kann jede*r Bürger*in des Bezirks seinen/ihren Willen, den Wald und die Natur zu erhalten, zum Ausdruck bringen.
Wie kam der Wald in die Stadt? Die gesamten 18 ha Naturfläche im Nordwesten Wilhelmsburgs sind nach der Sturmflut 1962 entstanden. So hat sich zum Beispiel der 3,2 ha große auwaldähnliche Pionierwald westlich der Georg-Wilhelm-Straße seitdem ungestört entwickelt. Er besteht hauptsächlich aus Weichhölzern wie Weiden, Erlen und Pappeln. Ein 57 Jahre alter, wild gewachsener Wald ist eine Seltenheit in der Großstadt. Die Fläche ist auch offiziell als Wald ausgewiesen.
Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung am 21. November um 18 Uhr im Bürgerhaus starten die Waldretter das Bürgerbegehren. Dazu sind alle Interessierten, alle Aktiven und alle, die es werden wollen, eingeladen. In dem Bürgerbegehren wird gefordert, die Wald- und Grünflächen am Ernst-AugustKanal vollständig zu erhalten und das geplante „Spreehafenviertel“ nicht zu bauen; vor allem, weil kein ortsnaher Ausgleich in Wilhelmsburg oder in der Stadt Hamburg möglich ist, und weil Wilhelmsburg bereits jetzt unter einem Bauboom mit Grünverlust sondergleichen leidet, der sich in Zukunft noch beschleunigen wird. Auch ohne das „Spreehafenviertel“ wird Wilhelmsburg ein Großteil seiner Grünflächen verlieren, denn es sind mindestens fünf weitere Baugebiete geplant. Die Hauptforderung im Bürgerbegehren ist deshalb, das Gebiet in Zukunft als rechtlich gesicherte Grünfläche auszuweisen.

Es werden noch viele helfende Hände für das Sammeln der Unterschriften benötigt! Für die Unterschrfitensammler*innen gibt es am Auftaktabend alle nötigen Fakten zum Wilden Wald, Infos, worauf man beim Sammeln der Unterschriften achten muss, von den Waldrettern zusammengestellte Argumentationshilfen und natürlich die Unterschriftenlisten.

Auftaktveranstaltung Bürgerbegehren "Der Wilde Wald bleibt!"
Do., 21.11.2019, 18 h, Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20

 

 

 

 

 

 

 

 


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Austauschen – Vernetzen – Gestalten
Bericht von der großen Versammlung der Stadtteile am 26. Oktober 2019 in Altona

Versammlung

Wilhelmsburger Initiativen waren gut vertreten: Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e. V., die Waldretter Wilhelmsburg und unser Wilhelmsburger InselRundblick hatten einen gemeinsamen Stand.
Foto: Regine Christiansen

MG. Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung am 7. April im Bürgerhaus Wilhelmsburg folgte nun der notwendige nächste Schritt, eine große Versammlung der Stadtteile in Altona. Vertreter*innen von ca. 40 Vereinen und Initiativen aus den unterschiedlichsten Stadtteilen Hamburgs trafen sich zum Austausch. Die Versammlung diente dem Kennenlernen: Wen kann man ansprechen, wenn Hilfe benötigt wird, wer hat ähnliche Interessen, wo gibt es bereits Erfahrungen mit gleichen Problemen?
Vorträge und Diskussionen gab es zu den Schwerpunktthemen „Mehr Demokratie vor Ort erkämpfen“, „Alternative Stadtplanung statt Investoren-Planung durch Beiersdorf: Lokstedt lebenswert gestalten!“ und „Deutsche Wohnen & Co. enteignen!/mietenpolitische Situation in Hamburg“. An vielen Ständen wurden Unterschriften gesammelt, z.B. gegen die vielerorts geplanten Abholzungen. Demokratie e.V. sammelte Unterschriften für die Volksinitiative „Bürgerbegehren und Bürgerentscheide jetzt verbindlich machen – Mehr Demokratie vor Ort“. Laut Art. 4 (2) der Hamburger Verfassung werden staatliche und gemeindliche Tätigkeiten nicht getrennt. Das heißt, die Bezirke sind weisungsgebunden und haben kaum Gestaltungsfreiheit. Die Ortsausschüsse wurden ganz abgeschafft.
Der Senat kann Bürgerbegehren und Bürgerentscheide, die die erforderliche Anzahl der Unterschriften erreichen, aber den Politiker*innen nicht passen, "evozieren", d. h. an sich ziehen, und ist nicht an das Ergebnis der Bürgerbeteiligung gebunden. Beispiele dafür sind der Verkauf der Krankenhäuser, der für Hamburg im Nachhinein sehr teuer geworden ist, und der Verkauf der Hamburger Elektrizitätswerke. Hamburg musste die Elektrizitäts- und Wärmeversorgung teuer zurück kaufen. Das soll sich ändern. Das Votum der Bürger*innen soll gelten.
In Hamburg entwickelt sich ein Netzwerk, das hilft, den Austausch und die Zusammenarbeit aller Hamburger Initiativen, die sich für eine ökologische und sozial gerechte Stadtentwicklung einsetzen, zu organisieren.

 

 

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"Viele verstehen nicht, wie es hier läuft"
Rund 800 Menschen kommen monatlich zur Wilhelmsburger Tafel. Häufig gibt es Streit in der Schlange zur Essensausgabe, weil sich Kunden benachteiligt fühlen.
Ein übersprachlicher digitaler Leitfaden soll nun helfen

Essenausgabe

Die Schlange vor der Essensausgabe der Wilhelmsburger Tafel
ist schon vor 13 Uhr ziemlich lang.

Foto: han

han. Um 13 Uhr beginnt die Essensausgabe. Von Dienstag bis Sonnabend arbeiten die Ehrenamtler der Wilhelmsburger Tafel, um ihren rund 800 Kunden im Monat das Essen auszuteilen, das sie vorher von Supermärkten abgeholt haben.
"Hier kommt es häufig zu Stress in der Schlange", sagt Günter Hesse, der seit drei Jahren bei der Essensausgabe der Tafel hilft. "Wir haben hier Kunden aus vielen verschiedenen Nationen. Nicht jeder versteht, wie es hier funktioniert. Wir versuchen mit Händen und Füßen alles zu erklären, aber das ist manchmal sehr schwierig."
So würden es einige Kunden nicht verstehen, dass sie einen hinteren Platz in der Schlange einnehmen sollen und denken, dass sie dann schlechtere Lebensmittel bekommen. "Aber bei uns bekommt jeder das Gleiche. Kein Grund, um Stress zu machen", sagt Hesse. "Wir bemühen uns, dass hier keiner leer ausgeht - egal wann er an der Reihe ist."
Helfen soll eine Idee von Menschen aus dem Stadtteil: Eine Gruppe von Sozialberaterinnen der BI Elbinseln, Mitarbeiterinnen des Westend, Mitglieder der Nachbarschaftsgruppe "Sasedi" und die ehemalige Pastorin auf Wilhelmsburg, Anja Blös, haben gemeinsam mit Tafel-Leiterin Gudrun Toporan-Schmidt die Idee eines digitalen übersprachlichen Leitfadens entwickelt, der in den kommenden Monaten produziert wird. Es soll ein Erklärvideo entstehen, das auf Bildschirmen in Dauerschleife sichtbar für die Tafel-Kunden abgespielt werden und das Prinzip der Wilhelmsburger Tafel veranschaulichen soll. Finanziert wird das Stadtteilprojekt von der Diakonie Hamburg.
"Ich denke, dass viele das System hier einfach nicht verstehen, weil sie kein Deutsch sprechen und sich deswegen schlecht behandelt fühlen", sagt Gudrun ToporanSchmidt. "Wenn unsere Kunden verstehen würden, dass wir das hier alle ehrenamtlich machen und kein Supermarkt sind, dann würde es bestimmt nicht so oft zu Stress kommen."

 


 

 

 

 


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„Davon merkst du gar nicht so viel, weil es ja unter der Erde ist.“
A26 Ost: Wie lang wird der Tunnel? Und was wird er kosten?
Diesmal dürfen die Bürgerschaftsabgeordnete sich "beteiligen"

A26 - Ost

Die Karte zeigt den gewünschten Verlauf der geplanten A26 Ost, sowohl die oberirdischen als auch die unterirdischen Anteile. Die zusätzliche Tunnelstrecke östlich der Anschlussstelle Stillhorn würde nur möglich, wenn die Hamburgische Bürgerschaft
dem Senat erlaubt, 62,7 Mio. Euro aus Steuermitteln dafür einzusetzen
(Karte unten "Mitfinanzierung durch Hamburg).

Abb.: M. Rothschuh

Michael Rothschuh. Der Hamburger Senat hat der Hamburgischen Bürgerschaft eine Mitteilung zur „Variantenentscheidung zur Tunnellänge in Wilhelmsburg und Beantragung einer Verpflichtungsermächtigung für 2020 in Höhe von 62,7 Mio. Euro“ vorgelegt. Der Senat beantragt die Zustimmung der Bürgerschaft, dass Hamburg aus seinen Steuermitteln 62,7 Mio. Euro zu dem Autobahnprojekt „A26 Ost/Hafenpassage“ zuschießt. Die Gesamtkosten der A26 Ost werden derzeit offiziell mit 1,3 Mrd. Euro veranschlagt; es dürften erheblich mehr Kosten werden.
Die Hamburger Verkehrsbehörde hatte sich am 11.12.2017 in Wilhelmsburg auf eine Planung mit einem 1,5km langen Tunnel von der B75 Wilhelmsburger Reichsstraße (WRS) bis zur Autobahn A1 festgelegt. Sie erklärte dabei, dass der längere Tunnel nur gebaut würde, wenn Hamburg die dafür erforderlichen Mehrkosten übernimmt. In der jetzt vorliegenden Mitteilung werden zwei Varianten verglichen: die von Hamburg vorgesehene Planung mit einem 1,5km langen Tunnel und eine „Vergleichsvariante Bund“, bei der der Tunnel nur 1 km lang ist und die östlichen 500 m als Trog gebaut werden. Dieser Abschnitt würde, so die Berechnung, voraussichtlich 62,7 Mio. Euro teurer werden als ein Trog – und eben diesen Betrag soll Hamburg übernehmen. Der Senat sieht den Vorteil für Hamburg in „Potenzialen für Stadtentwicklung und Grün“. Nördlich der A26 Ost gäbe es bei diesem „Wilhelmsburger Deckel“ Wohnungsbaupotenziale von ca. 1000 Wohneinheiten. Betont wird: „Ob und in welchem Umfang die durch den verbesserten Lärmschutz begünstigten Flächen im Bereich der A26 auch für Wohnungsbauzwecke genutzt werden sollen, ist nicht Gegenstand der Planung.“

Deckel drauf und gut ist?
Beim Pegelstand Elbinsel mit dem Bürgermeister Dr. Tschentscher am 11. September meldete sich ein Mädchen. „Hallo, ich bin 13 Jahre alt, ich wohne an der Kornweide und ich möchte Sie fragen, wie Sie es finden würden, wenn ihre Enkelin an der A26 wohnen müsste.“
Der Doktor dazu beruhigend: „Wenn wir eine A26 sogar im Tunnel bauen, was sich der Senat ja als Wunsch zur Planungsgrundlage gemacht hat, dann würde ich meiner Enkelin sagen: Davon merkst du gar nicht so viel, weil es ja unter der Erde ist.“ Wohngebäude an der Kornweide gibt es zwischen der Otto-Brenner-Straße und der Eisenbahn. Dort ist die Kornweide eine zweispurige und auch mit vielen Schwerlastern befahrene Zu- und Abfahrt zur A1.
Kommt es zur Umsetzung der Autobahnplanung, dann wird es noch mehr Verkehr, und das vor einer durch Ampel gesteuerten Kreuzung mit der Otto-Brenner-Straße, auf der die verschiedenen Verkehre aufeinander stoßen. Dieser Abschnitt der Kornweide wäre dann nicht nur Anschluss der Stadtstraßen an die Autobahnen A1, A26 und die Stadtautobahn B75. Vielmehr würde z.B. auch der Verkehr von der Wilhelmsburger Reichstraße, der nach Westen auf die A26 will, den kurzen Umweg über die Kornweide zur Anschlussstelle an der Otto-Brenner-Straße nehmen. Die Kornweide würde damit faktisch Teil eines von den Planern nicht vorgesehenen Autobahnkreuzes von A26 und B75. „Davon merkst du gar nicht so viel“?

Politische Diskussion um die Autobahn 26 Ost
Mit dieser Drucksache fordert der Senat in Sachen A26 Ost zum ersten Mal die Zustimmung der Bürgerschaft ein – ganz kurz vor nächsten Bürgerschaftswahl im Februar 2020. Ähnlich wie beim Beteiligungsverfahren mit dem Bürgerhaus „Perspektiven“ wird nicht die Frage nach dem Nutzen und Schaden des Projektes gestellt, die Frage nach dem „Ob“, sondern es werden „Verbesserungen“ in einzelnen Punkten in Aussicht gestellt; in beiden Fällen ist es der etwas verlängerte Tunnel. So werden die Abgeordneten genauso wie die Bürger an einem Projekt „beteiligt“, zu dem sie nie eine offene Ja-Nein-Entscheidung getroffen haben.
Bei dem grünen Koalitionspartner wachsen derzeit die Bedenken gegen das Projekt, die vor allem mit der Frage begründet werden, ob die A26 Ost nicht einer erneuerten Köhlbrandquerung entgegen steht. Ob sich diese kritische Haltung auch bei den Abstimmungen zu dem Antrag des Senats niederschlägt, ist offen. Im Verkehrsausschuss wurde der Antrag am 5.11. angenommen – mit den Stimmen von AfD, CDU, FDP und SPD gegen die Stimme der Linken. Vertreter der Grünen waren nicht anwesend. Die Bürgerschaft soll voraussichtlich am 18.12.2019 darüber entscheiden.

 

 

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... aber Spenden nehmen wir gerne!
Der WIR wird 25!

Spendenaufruf

Liebe Leserinnen und Leser!
Im November feiert der Wilhelmsburger Inselrundblick sein 25-jähriges Jubiläum. Seit 25 Jahren wird der WIR ehrenamtlich produziert – schreiben, fotografieren, zeichnen, Korrektur lesen, transportieren, austragen, organisieren, ins Netz stellen. Schreiber*innen, Fotograf*innen, Redakteur*innen Austräger*innen, ein Buchhalter und ein Webmaster stellen jeden Monat ohne Bezahlung einen neuen WIR auf die Beine. Wie es eine Kollegin der Zeitung „Lurup im Blick“ sagte: „Stadtteilzeitungen werden von Verrückten mit Herz gemacht. Sonst gäbe es sie gar nicht!“

Feiert mit uns 25 Jahre WIR am Mittwoch, 20.11.2019, ab 17 h im Café Pause in der Honigfabrik!
Aber natürlich hat unser WIR Kosten – für Layout, Papier, Druckerei und die Büroausrüstung. Ein Teil der Kosten wird durch Anzeigen gedeckt. Aber das ist oft knapp und reicht auch oft nicht aus. Deshalb freuen wir uns immer, wenn wir aus öffentlichen Geldern einen Zuschuss bekommen können, wie zuletzt für die Anschaffung des dringend benötigten neuen Rechners. Und auf Veranstaltungen und Stadtteilfesten steht auf unserem Stand immer ganz vornan unser rosa WIR-Spenden-Sparschwein mit dem Schild

„Der WIR kostet nix - aber Spenden nehmen wir gerne!“
Zum 25-jährigen WIR-Jubiläum nehmen wir Spenden natürlich besonders gerne ins Sparschwein oder auf unser Konto. Und für jede zwei- und mehrstellige Spende gibt es als Dankeschön die CD mit allen WIR-Ausgaben von 1994 bis einschließlich April 2009.

WIR-Kontoverbindung: IBAN DE 8520 0505 5012 6312 6391
Hamburger Sparkasse Stichwort: 25 Jahre WIR

 


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Laub liegen lassen
NABU: Beim Laubkehren auf die Tierwelt achten

PM. Jetzt im Herbst wirbeln bunt gefärbte Blätter durch die Luft und bedecken Rasenflächen, Blumenbeete und Bürgersteige. „Zur Beseitigung des Herbstlaubes kommen zunehmend Laubsauger und Laubbläser für eine ökologisch fragwürdige Gartengründlichkeit zum Einsatz“, bedauert Dr. Katharina Schmidt, Referentin für StadtNatur beim NABU Hamburg. Laubsauger können Laub, Gras, Tannenzapfen und Abfall aufsaugen. Für den Sog werden Luftgeschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometern und Saugleistungen von etwa zehn Kubikmeter pro Minute erzeugt. Mit den Geräten kann das Laub bis in den letzten Winkel des Gartens beseitigt werden.
Für tierische Gartenbewohner wird das zum Problem. „Kleinlebewesen, die den Boden und die Krautschicht bewohnen, werden durch Laubbläser und Laubsauer gefährdet. Käfer, Spinnen, Tausendfüßer, Asseln und Amphibien können sich kaum dem Turbo-Blas- bzw. Saugstrom widersetzen“, erklärt Katharina Schmidt.
Deshalb appelliert der NABU Hamburg, besser auf Laubsauger zu verzichten und lieber zu Besen und Rechen zu greifen oder das Laub insbesondere unter Sträuchern und Bäumen liegen zu lassen. Diese wilden Ecken werden unter anderem von Igeln gerne angenommen. Die stacheligen Gesellen beginnen jetzt mit der Suche nach einem Platz für den Winterschlaf und nutzen Laub- und Reisighaufen als Schutz vor der kalten Jahreszeit, ebenso wie viele Kleinlebewesen, die sich dorthin zurückziehen. Zusätzlich bieten die Laubhaufen für viele Vogelarten im Winter ideale Nahrungsflächen. Etwa Amseln finden hier ausreichend Futter.


 

 


 

 


 

 

 

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Beschleunigtes Verfahren nach 20 Jahren Hin und Her
Beim "Projektdialog Georgswerder" am 23. September 2019 gab es aktuelle Informationen zum Bebauungsplan Wilhelmsburg 97 Langenhövel/Kirchenwiese

Georgswerder

Fiskalische Straße/Ecke Niedergeorgswerder Deich: Hier geht es zum Energieberg - nicht sehr einladend für Besucher*innen. Wohnungsbau ist wegen Giftbelastung nicht möglich.
Foto: MG

MG. „Ziel ist eine Stärkung und eine behutsame Weiterentwicklung der Wohnnutzung in Georgswerder“ (hamburg.de). Daran arbeiten seit fast 20 Jahren Bezirksämter und seit 2014 auch die IBA GmbH. Der 2005 noch in der Zuständigkeit des Bezirksamtes Hamburg-Harburg festgestellte Bebauungsplan 81 wurde nicht umgesetzt. Für 120 Wohneinheiten waren die Kosten für die Erschließung zu hoch. Nach einer längeren Pause wurde dann 2012, inzwischen vom Bezirksamt Hamburg-Mitte, gemeinsam mit der IBA Hamburg und der Behörde für Stadtentwicklung und (damals noch) Umwelt die öffentliche Planungswerkstatt „Zukunftsbild Georgswerder 2025“ durchgeführt. Kurzfristig sollte damals der Eingangsbereich von Georgswerder im Hinblick auf die IBA Hamburg im folgenden Jahr aufgehübscht werden. Es wurden für 2013 etwa 300.000 Besucher des Energiebergs erwartet. Mittel- und langfristig sollte ein Dorfplatz im Bereich der Rahmwerder Straße entstehen mit einer Anbindung an den Energieberg, um Begegnungen von Besuchern und Bewohnern zu fördern. Die Ziegeleiteiche sollten kontrolliert geöffnet werden. Was ist aus den Plänen geworden?

Im Sommer 2014 wurde ein städtebauliches Gutachterverfahren durchgeführt. Für den Entwurf „Kirchenwiese“ gewann das Planungsbüro LRW Architekten Hamburg den ersten Preis. Danach sollten dort 170 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau, in Reihenhäusern und Doppelhäusern entstehen. Ecke Niedergeorgswerder Deich/Fiskalische Straße waren um einen ruhigen Innenhof 38 Wohneinheiten von "raumwerk Architekten" aus Frankfurt vorgesehen. Neue Bebauungspläne mussten erstellt werden.
Inzwischen gibt es verschärfte Gesetze und an der Fiskalischen Straße (Bebauungsplan 98) sind die Depositionswerte (Ablagerungen) von Giften so hoch, dass dort keine Wohnbebauung mehr möglich ist. Bis Ende 2019 soll wohnverträgliches Gewerbe gefunden werden. Michael Mathe, Amtsleiter Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung, erklärte auf dem Projektdialog im Hotel Kupferkrug: „Wir brauchen Gewerbe, möglichst Gewerbe, das an den Dorfrand passt, d. h. dass es nicht emittierend ist. Man muss abwägen mit der Nachbarschaft, der Verkehrsbelastung usw. …
Georgswerder muss aufgewertet werden.“
Für die Kirchenwiese wurde beim Projektdialog der Bebauungsplanentwurf Langenhövel 97 vorgestellt. Dort sind nun 180 Wohneinheiten geplant, davon 21 Einfamilienhäuser und Geschosswohnungsbau an der Rahmwerder Straße und am Niedergeorgswerder Deich. Der Langenhövel als Erschließungsstraße wird auf 5,50 Meter ausgebaut. Die Bäume sollen bleiben. Entlang der Brackwettern ist ein großzügiger Grünzug geplant. Die Bitte aus dem Publikum, auch die Hövelwettern mit einzubeziehen, will Ronny Warnke, der Projektkoordinator der IBA Hamburg GmbH, mit dem Bezirksamt besprechen.
Nahversorgung ist für Georgswerder ein großes Thema. Da können die Planer nichts versprechen, wollen es aber mitdenken(!). Die Bitte, die Kreuzung Langenhövel/Niedergeorgswerder Deich zu entschärfen, wurde abgelehnt, da Verkehrszählungen dort keine Probleme ergeben hätten. Die Bewohner*innen befürchten jedoch durch die Verlegung der Auffahrt Mitte auf die Wilhelmsburger Reichsstraße (B75) ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf dem Niedergeorgswerder Deich. Hier ist auch noch die Veloroute 10 mit Fahrradstreifen auf der Fahrbahn geplant. Eine neue Kita soll an den Langenhövel kommen und die Schule soll erweitert werden. Dafür gibt es aber noch keinen Zeitplan. Die Bewohner*innen befürchten zu wenige Parkplätze. Vorgesehen ist ein Stellplatz/Wohneinheit. Einer zweiten Erschließungsstraße würden eine ganze Reihe von Wohneinheiten und weitere Flächen zum Opfer fallen, aber Michael Mathe will sich das noch einmal angucken. Im Notfall gibt es nach Süden einen Rettungsweg, der normalerweise durch Poller gesperrt ist.
Der Bebauungsplan Wilhelmsburg 97 wird noch bis zum 11. November 2019 ausgelegt und kann während der Dienststunden im Foyerbereich des Fachamts Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamts Hamburg-Mitte, 7. Stock, Flügel B, Caff amacherreihe 1 - 3 eingesehen werden. Das Bebauungsplanverfahren dient der Innenentwicklung und wird im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung durchgeführt.
Die Planer erwarten die Vorweggenehmigungsreife im Februar 2020. Danach können Bauanträge gestellt werden. Eine Bevorzugung von Georgswerderaner*innen ist wahrscheinlich rechtlich nicht möglich.


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

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Ankommen - Helfen

Behördeninitiative „Neuenfelder Straße Hilft“
Weltcafé: Neuenfelder Straße 19 (in der Behörde), jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr.
Es werden Gesprächs- und Spielgruppen angeboten.

Koordination sozialräumliche Integration von Flüchtlingsunterkünften
Flavia Suter, Fachamt Sozialraummanagement
Bezirksamt Hamburg-Mitte, Klosterwall 4,
20095 Hamburg, Tel.: 428542397,
Mail: flavia.suter@hamburg-mitte.hamburg.de

Jobs, Qualifizierung, Berufseinstieg
Marktplatz der Begegnungen
7. September 2017, 9.30 – 12 Uhr, Handwerkskammer Hamburg, 3. Etage, Holstenwall 12, 20355 Hamburg,
Hamburger Messe zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Angesprochen sind in erster Linie volljährige, nicht schulpflichtige Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive, die sich bereits etwas auf Deutsch verständigen können oder gute Englischkenntnisse mitbringen.
Formlose Anmeldung per E-Mail bis zum 1. September 2017 an britta.wilken@hwk-hamburg.de (eine Angabe der Teilnehmer-Anzahl genügt).

Ratgeber
HVV-Broschüren für Geflüchtete
Der Hamburger Verkehrsverbund bietet Info-Broschüren in den Sprachen Deutsch/Englisch/Arabisch/Farsi.
Die Information zu dem HVV-Abo auch in Tigrinya unter http://www.hvv.de/pdf/service/downloads/hvv_how-to-travelby-hvv_flyer.pdf oder
http://www.hvv.de/pdf/service/downloads/hvv_abo_in_fuenf_sprachen.pdf
oder http://www.hvv.de/pdf/service/ downloads/hvv_mobilitaetsberatung_fluechtlinge.pdf

Gewaltschutz für Frauen
Schutz und Sicherheit vor Gewalt für geflüchtete Frauen und Jugendliche in Deutschland.
Kostenlose Broschüren unter www.mimi-bestellportal.de


Baderegeln
in verschiedenen Sprachen unter https://www.dlrg.de/presse/pm-baderegeln.html

 

Die Insel Hilft e. V. ...
... berichtet aus den Gruppen

Klönschnack mit Ralf an jedem zweiten Donnerstagabend im Wechsel mit dem Tandem-Treffen

... freut sich über
- Freiwillige für die Organisation von Sportangeboten,
- HelferInnen für die Öffentlichkeitsarbeit,
- Interessierte für Tandem-Partnerschaften.
- HelferInnen für Hausaufgabenhilfe
Inselhaus, Erlerring 1, 21109 Wilhelmsburg (Kirchdorf-Süd)
Tel. 35 62 86 67,
Mail: mail@inselhilfe.org
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, 11 bis 14 Uhr.
Mehr auf: www.inselhilfe.org

 

 

 

 

 

 



 

 

 

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Wichtige Dokumentationen

A26 - Finkenriek - Kornweide Präsentation < mehr

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

Die Rede von Alexandra Werdes, Initiative Waldretter: < mehr

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