23. Jahrgang,
Ausgabe 3
Mar. / Apr.
2017
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Aktuell

In unserer Kreuzkirche werden gerade besondere Schätze sichtbar
съседи: Deutsch-Bulgarisches Nachbarschaftsprojekt gestartet
Neuer „Quartiersbeirat Reiherstiegviertel“ tagt zum ersten Mal
Die große Sturmflut vom 16. auf den 17. Februar 1962
Noch kann die A26-Ost verhindert werden!
Von der „Nord-Süd-Achse“ zum „Elbinselquartier“
Wohin ist der Autobahn-Trog in Kirchdorf verschwunden?
Ankommen - Helfen
Wichtige Dokumentationen

In unserer Kreuzkirche werden gerade besondere Schätze sichtbar

Kreuzkirche

Insgesamt 44 Embleme schmücken die hölzerne Empore in der Kreuzkirche.
Sie sind inspiriert von Vorlagen aus dem frühen 17. Jahrhundert.

Foto: MG

MG. Zurzeit werden acht barocke Deckengemälde mit Darstellungen aus dem Leben Christi in der Kreuzkirche restauriert. Die drei Restauratorinnen Bettina Heine, Antonia Billib und Hanna Johann legen die ursprünglichen Bilder frei und bessern aus, wo nötig. Allerdings so, dass spätere Forscher-Innen und RestauratorInnen die restaurierten Stellen erkennen können.
Eine kleine Historie findet man an der Kirche in der Kirchdorfer Straße, aber damit sind lange nicht alle Ereignisse in der 300-jährigen Geschichte der Fachwerk-Saalkirche erfasst. Zum Beispiel stimmt die Reihenfolge nicht, in der die Deckengemälde von der Verkündigung bis zur Himmelfahrt angeordnet sind. Auch der Fürstenstuhl könnte schon einmal auf der gegenüberliegenden Seite gestanden haben. Fragen über Fragen, die auf Antworten warten.

2012 wurde die Kirche von außen restauriert. Ein Restaurator vom Bezirksamt erstellte eine Expertise, die auch besagte, dass das Innere der Kirche erhaltenswert sei. Vom Denkmalschutzamt gab es 12.500 Euro, aber der Rest muss über Spenden finanziert werden, wobei die Großspende eines Kirchdorfers den entscheidenden Impuls gab. Klaus Sumfleth, Mitglied im Bauausschuss der Kreuzkirchengemeinde, nahm dies als Herausforderung und warb weitere Spenden ein. Inzwischen sind es schon über 50.000 Euro und diese reichen nicht nur für die Deckengemälde, sondern es kann weiter gedacht werden.
Ein weiterer Schatz in der Kreuzkirche sind die Embleme, die 44 Bilder an den Emporen. Ähnliche Darstellungen sind über ganz Europa verbreitet. Als Vorlage dienten den Künstlern u. a. Emblemvorlagen aus Pia Desideria von Hermann Hugo aus dem Jahr 1624. Demnächst sollen diese Embleme fotografiert werden.

Embleme

Das „Emblem“ entstand in der Renaissance als Verknüpfung von Bild- und
Textelementen, meist in gedruckter Form
. Foto: MG

Für die Restauration der Kirche muss jetzt ein Gesamtkonzept erstellt werden und müssen weitere Ausschreibungen erfolgen. Vielleicht wird dann auch der alte Altar wieder eingebaut, der in der Sakristei steht. Der jetzige Altar mit den goldenen Figuren stammt aus St. Trinitatis in Harburg und wurde erst in den 50er Jahren eingebaut. Auch die drei Heiligenfiguren aus Holz an der Seite des Altarraumes wandern dann vielleicht wieder auf ihre angestammten Plätze auf den Säulen in der hinteren Kirche und werden wieder Säulenheilige.
Es gibt noch viel zu entdecken in der Kreuzkirche und viel zu tun. Das Forschen in der Kirchengeschichte beginnt erst so richtig, und falls es in den Wilhelmsburger Familien Unterlagen darüber gibt, würde sich der Bauausschuss der Kreuzkirchengemeinde über Hinweise freuen.




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съседи: Deutsch-Bulgarisches Nachbarschaftsprojekt gestartet
Arbeitsgruppe will Lebensumstände der Bulgaren in Wilhelmsburg erfragen

han. Die Wilhelmsburger Arbeitsgruppe „съседи (Sasedi) – Bulgarische Nachbarn in Wilhelmsburg“ (Sasedi, deutsch: Nachbarn) hat ein Interviewprojekt zur Stärkung der deutsch-bulgarischen Nachbarschaft in Wilhelmsburg gestartet. In den nächsten Monaten sollen mindestens 80 Interviews mit in Wilhelmsburg lebenden BulgarInnen und deren Nachbarn geführt werden, um mehr über die Lebensumstände der Menschen im Stadtteil zu erfahren.
Hintergrund ist, dass seit der EU-Osterweiterung immer mehr BulgarInnen, besonders aus dem Norden und Nordosten des Landes, nach Wilhelmsburg kommen (WIR berichteten). Die Zahl der in Wilhelmsburg lebenden BulgarInnen ist deutlich höher als in anderen Stadtteilen Hamburgs. Sie leben häufig in prekären Wohn- und Arbeitssituationen, zudem ist der Zugang zu Krankenversicherung und Sozialleistungen oft sehr schwer oder es bestehen gar keine Ansprüche. Das spüren auch Sozialberatungsstellen, die vermehrt von BulgarInnen aufgesucht werden. In den vergangenen Jahren
haben auch immer wieder Medien wie beispielsweise „Der Spiegel“ darüber berichtet.

„Sasedi“ möchte durch das Projekt in erster Linie mehr Kontakt zu BulgarInnen schaffen und mehr über die Lebensumstände der Menschen erfahren. Außerdem soll herausgearbeitet werden, wie man die nachbarschaftliche Situation im Stadtteil verbessern könnte. Die Ergebnisse der Befragung sollen im Herbst vorgestellt werden. Die Gruppe sucht für das Nachbarschaftsprojekt noch Menschen aus dem Stadtteil, die entweder bulgarischer Herkunft sind oder Menschen aus Bulgarien in der Nachbarschaft haben und sich an dem Projekt beteiligen wollen. Alle Interviews werden selbstverständlich anonym geführt.
Kontakt zur Gruppe unter der Telefonnummer 01 51/68 11 11 99.

 

 

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Neuer „Quartiersbeirat Reiherstiegviertel“ tagt zum ersten Mal
Beirat hat nur noch 5000 Euro an Mitteln zur Verfügung

han. Nachdem nach zehn Jahren das „Fördergebiet Wilhelmsburg S5 - Südliches Reiherstiegviertel“ behördlich eingestellt und das Sanierungsgebiet aufgehoben wurde, tagt der ehemalige „Sanierungsbeirat Südliches Reiherstiegviertel“ nun unter neuem Namen und mit weniger finanziellen Mitteln. Ende Februar war die erste Sitzung des „Quartiersbeirates Reiherstiegviertel“, der statt der bisherigen 10.000 Euro nun nur noch über die Hälfte verfügt. „Ich freue mich, dass es weitergeht“, sagt Angela Hellenbach vom Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung.

In der Premierensitzung des neuen, alten Beirats stellte Bendix Bürgener von der Agentur für Baugemeinschaften die neuesten Erkenntnisse zur Bebauung des Gebietes in der Sanitasstraße, wo heute noch der Flamingo-Garten ist, vor. Dort sollen auf etwa 1780 Quadratmetern 15 bis 20 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entstehen. Die offizielle Ausschreibung, auf die sich Baugemeinschaften bewerben können, wird in etwa zwei Monaten veröffentlicht.
Ein Besucher kritisierte, dass nicht sichergestellt sei, dass das von der Baugemeinschaft finanzierte Haus nicht doch zu einem Spekulationsobjekt werden würde. Eine Besucherin äußerte die Sorge, dass das neue Haus dem Spielplatz des Kindergartens nebenan die Sonne nehmen könnte.

Außerdem wurde ein neuer Vorsitzender gewählt. Mit einstimmigem Beschluss übernimmt Wilfried Pattschull das Amt des Vorsitzenden. „Die Raucherpausen sind gesichert“, sagt er und bedankt sich. Unter „Verschiedenes“ hat sich ein Beiratsmitglied über die Tauschregale am Kreisverkehr Ecke Fährstraße beschwert. Dort würde sich Müll sammeln. Man solle prüfen, inwieweit für dieses Tauschregal eine Genehmigung der Stadt vorliege und falls nicht, dann solle man es abbauen. Andere Besucher verwiesen darauf, dass das Tauschregal rege genutzt werde und dass sich auch an anderen Stellen in Wilhelmsburg Müll sammele.

 

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Die große Sturmflut vom 16. auf den 17. Februar 1962
Erinnerung an die Opfer nach 55 Jahren am Deichdenkmal in der Kirchdorfer Straße.
Nach 55 Jahren wird es nun eine ständige Ausstellung zum Gedenken an die Flut geben.

Flutgedenken

Michael Weinreich (MdBü, SPD) gemeinsam mit der Rettungshundestaffel.
Foto: MG

MG. Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt Wilhelmsburg einen die gesamte Insel umschließenden Ringdeich. Es gab dann mehr als einhundert Jahre keine Sturmflut, so dass die Deiche vernachlässigt wurden. Das rächte sich bei der großen Sturmflut 1962, in der auf Wilhelmsburg 222 Menschen umkamen. Nach der Sturmflut von 1962 wurden der Hochwasserschutz in Wilhelmsburg verbessert und die Anlagen um rund 1,50 m erhöht. Heute ist die Elbinsel Wilhelmsburg komplett von einem fast 24 km langen Ring aus Hochwasserschutzanlagen umgegeben. Ohne die Deiche und Schutzeinrichtungen würden weite Teile der Insel zweimal täglich vom Wasser der Elbe überspült, bei jedem Tidehochwasser von neuem. Aktuell sind die Deiche um Wilhelmsburg seit der 2015 beendeten vorigen Deicherhöhung zwischen NN +7,50 m und NN +8,35 m hoch. Dabei beträgt das Mittlere Hochwasser NN +2,10 m. Heute spricht man von einer Sturmflut ab NN +3,50 m, eine schwere Sturmflut besteht ab NN +4,50 m und eine sehr schwere Sturmflut beginnt bei NN +5,50 m. Ende März endet die Sturmflutsaison. Im eher landwirtschaftlich genutzten Süden der Elbinsel bestehen die Anlagen ausschließlich aus Erddeichen. Auf den hafennahen nördlichen und westlichen Flächen befinden sich dagegen Hochwasserschutzwände aus Stahl und Beton.
Auch wenn die Deiche zurzeit als sicher gelten können, ist es wichtig, dass die WilhelmsburgerInnen das Bewusstsein für die Gefahr behalten. Denn im Zuge des Klimawandels und womöglich einer weiteren Elbvertiefung wird das Wasser weiter steigen und die nächste Deicherhöhungsrunde um 80 Zentimeter wurde bereits eingeleitet. In diesem Jahr ging Michael Weinreich, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft aus Wilhelmsburg, auf der Gedenkfeier zur großen Sturmflut beim Deichdenkmal auf die große Bedeutung des Katastrophenschutzes ein. Er wies auch auf die Gefahr des Binnenhochwassers hin und forderte ein gutes Regenwassermanagement und die Reinhaltung des Wilhelmsburger Gewässersystems. Er dankte dem Wasserverband Wilhelmsburger Osten für seine Arbeit und wies auf die Deichverteidigungsorganisation als zentralen Bestandteil der Hamburger Schutzstrategie vor Sturmfluten hin. Er dankte allen Helfern, den Deichgeschworenen, der Deichwacht, dem Technischen Hilfswerk, den Feuerwehren und Reservisten und sprach ihnen seine Hochachtung aus.
Dann schilderte Michael Weinreich die Nacht der Sturmflut von 1962 in bewegenden Worten und zitierte aus den Erinnerungen der Wilhelmsburgerin Olga Zirwes. Nachdem die Flamme am Deichdenkmal angezündet wurde, gedachten die Anwesenden in einer Schweigeminute der Opfer. Nach 55 Jahren wird es nun eine ständige Ausstellung zum Gedenken an die Flut geben. Der Verein Museum Elbinsel Wilhelmsburg plant in dem oberen Stockwerk des alten Amtshauses eine Flutausstellung und bittet alle WilhelmsburgerInnen herzlich, Erinnerungen an die Flut zur Verfügung zu stellen.
Ab dem 2. April ist das Museum wieder jeden Sonntagnachmittag geöffnet oder jetzt schon telefonisch zu erreichen unter: 040 / 31 18 29 28.

 

 

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Noch kann die A26-Ost verhindert werden!
Sie ist nicht alternativlos!

Tunnel Kornweide

Die A26-Ost käme von Westen unter der Bahn durch, verliefe dann unter dem Katenweg
im Tunnel und stiege dahinter zur Otto-Brenner Straße an.
Abb.: DEGES/BWVI

Die Dokumentation der DEGES vom 14.2. finden Sie hier < mehr

MG. Der Saal im Gasthaus Sohre war am 14. Februar 2017 voll. Die DEGES hatte BewohnerInnen vom Katenweg und der Kornweide zu einem Informationsabend eingeladen, und viele Betroffene waren gekommen. Auch an diesem Abend sollte es nur um das „Wie“ der A26-Ost und nicht um das „Ob“ gehen. Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) und die DEGES sind ja offenbar sehr siegessicher, dass der Bau durchgezogen werden kann. Aber er ist noch nicht unwiderruflich und keinesfalls so alternativlos, wie man die Betroffenen glauben machen will. Wenn es auch sehr schwierig wird und sehr teuer, so sind letztendlich noch Klagen möglich!
Nun, am 14. Februar, ging es insbesondere um technische Einzelheiten, wie die Bodenbeschaffenheit und die Tunnelplanung, um den AnwohnerInnen zu erklären, was sie zu erwarten hätten. Voriges Jahr wurden schon 18 Vorerkundungen und 18 Drucksondierungen bis in 40 m Tiefe durchgeführt und fünf Grundwassermessstellen eingerichtet. Die Haupterkundung findet 2017 statt. Es werden Bodenproben meterweise in Bohrkernen herausgeholt. Dazu werden neben 20-Tonnen-Dieselfahrzeugen an unzugänglichen Stellen kleinere Geräte eingesetzt.

Die DEGES hat die BewohnerInnen wegen der Beweissicherung angeschrieben, aber einige Besucher beschwerten sich, dass sie nichts bekommen hätten, obwohl sie weniger als 500 Meter von der Tunnelbaustelle entfernt seien. Das wird von der DEGES noch nachgearbeitet.
Der Vertreter von der ITB Ingenieurgesellschaft für technische Berechnungen mbH meinte zum Schluss: „Man kann durch die Voruntersuchungen mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen, dass der Tunnel zu teuer oder nicht möglich ist.“ (Bei der Verlegung der Reichsstraße wurde aber auch mal ein Tunnel angedacht und die Untersuchungen waren negativ: die Red.) Ein Besucher merkte an: „Vor acht Jahren hatte noch die Handelskammer verlautbart, dass die A26-Ost nur gebaut werden könne, wenn nach dem Tunnel in Richtung A1 noch ein Trog gebaut würde, um die Wohngebiete von den Folgen des Autobahnverkehrs zu entlasten.“ Dies wird von den Fachleuten für höchstwahrscheinlich unmöglich gehalten, da der Neue Brausielgraben, der vom Freizeithaus bis zum Mahlbusen Finkenriek verläuft, überquert werden muss.

In einem ausführlichen Vortrag wurden dann Einzelheiten über den Tunnelbau erläutert. Die A26-Ost kommt am Kohlekraftwerk Moorburg vorbei über die Süderelbe zur Anschlussstelle Hohe Schar, verläuft dann über die Wilhelmsburger Reichsstraße, danach unter den Gleisen durch, weiter im Tunnel Katenweg und steigt dann bis zur Otto-Brenner-Straße, der von der DEGES geplanten Anschlussstelle, wieder an. Zur Herstellung des Tunnels in geschlossener Bauweise mit einer Tunnelbohrmaschine sind Start- und Zielschächte notwendig. Diese haben einen großen Flächenbedarf und eine Mindestüberdeckelung von 13 Metern bei 13 Metern Durchmesser des Tunnels. Diese etwas schonendere Methode wurde als nicht möglich verworfen, obwohl ein Zuschauer behauptete, dass ein Ausgleich mit Beton möglich sei und mehrere Zuschauer die Lösung in einem längeren Tunnel sahen. Aber es wird mit einer offenen Bauweise des Tunnels geplant. Die Baugrube wird 35 Meter breit, die Baufahrzeuge bewegen sich innerhalb des Baugrunds. Die Bauarbeiten werden mindestens vier Jahre dauern. Im Jahre 2021 soll eine erneute Beweissicherung durch die DEGES erfolgen.
Die BesucherInnen bei Sohre machten keinesfalls einen beruhigten Eindruck. Als dann der Moderator um Verständnis für die Planer bat, da diese doch nur ihre Pflicht täten, brach die Veranstaltung unter Tumult ab.

Plakat

A26-Ost: Wie kann ich mich dagegen wehren?
Initiativen bieten Beratung für die Einwendungen an

Wer sich eine Einflussnahme auf das Planfeststellungsverfahren zur A26-Ost sowie dieMöglichkeit einer Klage dagegen offenhalten will, oder wer seinen Protest gegen das Projekt offiziell machen möchte, sollte bis einschließlich zum 18. April 2017 eine Einwendung dagegen erheben. Es gilt der Grundsatz: Ohne Einspruch, kein Anspruch!
Zunächst geht es um den Bauabschnitt Moorburg bis zur „Anschlussstelle HH-Hafen Süd“. Für Wilhelmsburger ist es besonders wichtig, schon gegen diesen ersten Abschnitt Einwendungen zu erheben! Denn ist der erst einmal in trockenen Tüchern, ist der Weiterbau der Autobahn bis nach Kirchdorf kaum mehr aufzuhalten.

Damit sich alle möglichst frühzeitig informieren können, wie eine Einwendung aussehen kann und an wen sie zu richten ist, bieten die „Engagierten Wilhelmsburger“ und das „Bündnis Verkehrswende Hamburg“ eine offene Beratung an: Immer dienstags um 19 h, bis einschließich 11. April, im Bürgerhaus Wilhelmsburg.

 

 

 


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Von der „Nord-Süd-Achse“ zum „Elbinselquartier“
Projektdialog zum Planungsstand im Bürgerhaus

Elbinselquartier

Heißt jetzt „Elbinselquartier“: Modell der Bebauung
zwischen Jaffe-Davids- und Aßmannkanal.

Foto: Jörg Linnemann

Sören Schäfer/Büwi. Im Sommer 2016 ist die Entscheidung im städtebaulichen Wettbewerb zum neuen Wohn- und Arbeitsquartier im Zentrum von Wilhelmsburg gefallen. Der Wettbewerb wurde von Perspektiven! durch ein Beteiligungsverfahren vorbereitet und begleitet, das von vielen Wilhelmsburger*innen genutzt wurde, um sich in die Planungen einzubringen.
Das damals noch „Nord-Süd-Achse“ genannte Gebiet zwischen Jaffe-Davids-Kanal und Aßmannkanal heißt mittlerweile „Elbinselquartier“, der Siegerentwurf ist weiter entwickelt und ein Funktionsplan entworfen worden. Nun soll auch der Beteiligungsprozess weitergeführt werden.
Am 28. März 2017 von 19 bis 21 Uhr findet dazu im Bürgerhaus ein in Kooperation mit Perspektiven! und dem Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg organisierter Projektdialog der IBA Hamburg GmbH statt. Der Projektdialog bietet eine gute Möglichkeit, um (wieder) in die gemeinsame Planung einzusteigen. Ab 18:30 Uhr werden der Siegerentwurf und der Funktionsplan ausgestellt. Ab 19 Uhr erläutert die IBA Hamburg den Prozess vom Wettbewerb zur Funktionsplanung und die nächsten Schritte der Projektentwicklung. Das Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirks Hamburg-Mitte gibt zudem einen Ausblick auf das Bebauungsplanverfahren. Im Anschluss wird an „Themeninseln“ mit Planer*innen und Expert*innen der Funktionsplan ausführlich weiter diskutiert. Die Hinweise, Anregungen und Kritikpunkte werden gesammelt und sind Teil der anstehenden Planungsschritte. Durch das bisherige Beteiligungsverfahren von Perspektiven! wurden die Anforderungen der Wilhelmsburger*innen als wichtige Grundlage für die Arbeit der Planungsteams in den Wettbewerb eingebracht.
Der Siegerentwurf zeichnete sich deshalb vor allem dadurch aus, dass darin viele der Anforderungen umgesetzt wurden.
Alle Bewohner*innen der Elbinseln und solche, die es werden wollen, sind daher wieder eingeladen, auch weiterhin die Entwicklung des neuen Quartiers mitzugestalten.

Projektdialog Elbinselquartier:
28.3.2017 von 19 bis 21 Uhr,
Bürgerhaus Wilhelmsburg,
Einlass ab 18.30 Uhr,
Eintritt frei

Weitere Infos:

www.perspektiven-elbinseln.de
facebook.com/PerspektivenElbinseln
http://www.iba-hamburg.de/ibahamburg-gmbh/projekte/elbinselquartier.html

 

 

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Wohin ist der Autobahn-Trog in Kirchdorf verschwunden?
Hamburg legt seine Pläne für die A26-Ost aus, will sich aber nicht daran halten

Trog Kirchdorf ?

In den Planungen von 2009 bis 2015 bleibt die Autobahn im Bereich Kirchdorf einige Meter unter der Erdoberfläche, teils in einem Tunnel, teils einem Trogbauwerk. In den neuen Plänen liegt sie ebenerdig. Um auf die andere Seite zu kommen, muss man sie unter 45m breiten Brücken unterqueren.
Skizze: Rothschuh auf openstreetmap.org, Höhenpläne: DEGES 2010 (Linienbest.) und 2016 (Brief)

 

Michael Rothschuh. Das offizielle Verfahren der Planfeststellung für die A26-Ost hat am 3. März 2017 mit der Auslegung der Pläne begonnen.
Formell geht es zunächst nur um den Moorburger Abschnitt zwischen dem geplanten Autobahnkreuz von A26 und A7 und der Anschlussstelle in Moorburg, die jetzt „HH-Hafen Süd“ genannt wird. Zugleich geht es aber darum, ob scheibchenweise die ganze A26-Ost von Moorburg über die Hohe Schaar und den Süden Wilhelmsburgs bis zur Autobahn 1 in Stillhorn planfestgestellt wird und damit die DEGES und Hamburg das Recht bekommen, die Autobahn zu bauen.
Ein wichtiges Merkmal der Planung ist, seit der ersten Vorstellung der Planungen durch die damalige Verkehrssenatorin Anja Hajduk im Jahr 2009, dass die Strecke zwischen der Bahn und der A1 entlang der Kornweide vollständig unterhalb der Erdoberfläche liegen sollte: mit einem Tunnel von der Bahn bis zur Otto-Brenner-Straße sowie einem anschließenden Trogbauwerk bis zur A1.

Auch die Umweltverträglichkeitsstudie von 2010 betonte: Nur mit einer solchen Lösung seien die Wohngebiete in Kirchdorf wenigstens etwas vor Lärm und Schadstoffen geschützt, würde die Landschaft nicht allzu sehr zerschnitten und wäre die Planung einigermaßen mit der Stadtentwicklung verträglich. Nur deshalb könnte die Linie durch den Süden Wilhelmsburgs auch der ursprünglich festgelegten Trasse im Norden Wilhelmsburgs vorgezogen werden.
Am 1. Februar 2017 im Bürgerhaus haben weder die DEGES noch der Verkehrs-Staatsrat Rieckhof eine Planänderung bekannt gegeben, aber wenn man die Pläne genau ansah, merkte man: Der Trog ist plötzlich verschwunden. Die Gräben und Straßen sollen nun nicht mehr quer über die Autobahn verlaufen. Stattdessen soll die Hafenquerspange jetzt auf ebener Erde und mit Brücken zum Beispiel über den Brausielgraben und den Stübenhofer Weg geführt werden.

In den für das aktuelle Planfeststellungsverfahren von der Behörde ausgelegten Plänen (vor allem im Erläuterungsbericht sowie in der Umweltverträglichkeitsstudie) dagegen ist nach wie vor die Kombination von Tunnel und Trog in Kirchdorf vorgesehen.
Das ist schon spannend: Die Behörde legt für Moorburg einen offiziellen Plan der Trasse aus und zeigt zugleich in Wilhelmsburger Veranstaltungen, dass Hamburg überhaupt nicht die Absicht hat, sich an die eigenen Pläne zu halten.
Deshalb muss man sich auch von Wilhelmsburg aus jetzt schon mit den Planungen für den ersten Abschnitt in Moorburg
befassen. Einwendungen kann jeder Mensch ab 7 Jahren, egal welcher Nationalität, erheben. Bedingung ist lediglich:
Die Einwendungen müssen schriftlich, und das nicht nur als Mail, sondern auf Papier, bis zum 18. April 2017 bei der Behörde eingehen.

Am Donnerstag, 6. April 2017, lädt der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg zu einer Bürgersprechstunde rund um das Thema A26-Ost und die Einwendungen ins Bürgerhaus Wilhelmsburg ein.
Die Pläne findet man unter folgender Adresse im Netz:
http://www.hamburg.de/bwvi/npaktuelle-planfeststellungsverfahren/8187386/a26-ost-abschnitt-6a/

Mehr dazu auf: www.zukunft-elbinsel.de

 

 

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Ankommen - Helfen

Koordination sozialräumliche Integration von Flüchtlingsunterkünften
Flavia Suter, Fachamt Sozialraummanagement Bezirksamt Mitte.
Klosterwall 4, 20095 Hamburg,
Tel. 428542397, E-Mail: flavia.suter@hamburg-mitte.hamburg.de

Das Projekt „Praxis Flüchtlingshilfe Elbinseln“ ist beendet.


Weltcafé

Behördeninitiative „Neuenfelder Straße Hilft“.

Neuenfelder Straße 19 (in der Behörde), jeden Mi. von 15 - 17 h.
Es werden Gesprächs- und Spielgruppen angeboten.


Hilfreiche Broschüren

1. „Wie finde ich eine Wohnung?“
Leitfaden für Wohnungssuchende in Deutsch und Englisch auf der Website des Freizeithauses Kirchdorf-Süd unter
http://www.freizeithaus-kirchdorf.de/p/Wohnungssuche_deutsch.pdf;
http://www.freizeithaus-kirchdorf.de/p/Housing_english.pdf

Leitfaden für Wohnungssuchende in Deutsch: < Text
Leitfaden für Wohnungssuchende in Englisch: < Text

2. „Demokratie für mich. Grundrechte in Deutschland.“
Ein Leitfaden für geflüchtete und einheimische Menschen in Deutsch/ Englisch, Deutsch/Farsi oder Deutsch/Arabisch. Erhältlich bei der Landeszentrale für politische Bildung
Hamburg, Dammtorwall 1, 20354 Hamburg, Tel.: 428234802.
Öffnungszeiten: mo – do von 12.30 – 17 Uhr, fr von 12.30 – 16 Uhr.

 

„Die Insel Hilft“...

Wir freuen uns über:
• Freiwillige für die Organisation von Sportangeboten
• HelferInnen für die Öffentlichkeitsarbeit
• Freiwillige für den Deutschunterricht (deutschkurse@inselhilfe.org)
• Sprachkundige für Übersetzungen
• Interessierte für Tandem-Partner


Familiennachzug von Drittstaatsangehörigen

Infos unter www.bamf.de


 

 

 

 

 



 

 

 

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Wichtige Dokumentationen

A26 - Finkenriek - Kornweide Präsentation < mehr

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

 

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