25. Jahrgang,
Ausgabe 10
Okt. / Nov.
2019
    Startseite Kontakt Archiv Impressum  
 

Titel

Aktuell

Kultur

Veranstaltungen

Neue Chancen

Kinder, Jugend, Bildung, Sport

Süd-Kurier

Verschiedenes

Wann... in Wilhelmsburg ?

Wo... in Wilhelmsburg ?

 

Aktuell

Beschleunigtes Verfahren nach 20 Jahren Hin und Her
NABU lehnt die Bebauung des Waldes am Ernst-August-Kanal ab
Die Veddel
Pegelstand Elbinsel
... aber Spenden nehmen wir gerne! Der WIR wird 25!
A26 Ost: Kurzschluss statt Lückenschluss
„Wir lassen uns nicht verdrängen!“
Ankommen - Helfen
Wichtige Dokumentationen

Beschleunigtes Verfahren nach 20 Jahren Hin und Her
Beim "Projektdialog Georgswerder" am 23. September 2019 gab es aktuelle Informationen zum Bebauungsplan Wilhelmsburg 97 Langenhövel/Kirchenwiese

Georgswerder

Fiskalische Straße/Ecke Niedergeorgswerder Deich: Hier geht es zum Energieberg - nicht sehr einladend für Besucher*innen. Wohnungsbau ist wegen Giftbelastung nicht möglich.
Foto: MG

MG. „Ziel ist eine Stärkung und eine behutsame Weiterentwicklung der Wohnnutzung in Georgswerder“ (hamburg.de). Daran arbeiten seit fast 20 Jahren Bezirksämter und seit 2014 auch die IBA GmbH. Der 2005 noch in der Zuständigkeit des Bezirksamtes Hamburg-Harburg festgestellte Bebauungsplan 81 wurde nicht umgesetzt. Für 120 Wohneinheiten waren die Kosten für die Erschließung zu hoch. Nach einer längeren Pause wurde dann 2012, inzwischen vom Bezirksamt Hamburg-Mitte, gemeinsam mit der IBA Hamburg und der Behörde für Stadtentwicklung und (damals noch) Umwelt die öffentliche Planungswerkstatt „Zukunftsbild Georgswerder 2025“ durchgeführt. Kurzfristig sollte damals der Eingangsbereich von Georgswerder im Hinblick auf die IBA Hamburg im folgenden Jahr aufgehübscht werden. Es wurden für 2013 etwa 300.000 Besucher des Energiebergs erwartet. Mittel- und langfristig sollte ein Dorfplatz im Bereich der Rahmwerder Straße entstehen mit einer Anbindung an den Energieberg, um Begegnungen von Besuchern und Bewohnern zu fördern. Die Ziegeleiteiche sollten kontrolliert geöffnet werden. Was ist aus den Plänen geworden?

Im Sommer 2014 wurde ein städtebauliches Gutachterverfahren durchgeführt. Für den Entwurf „Kirchenwiese“ gewann das Planungsbüro LRW Architekten Hamburg den ersten Preis. Danach sollten dort 170 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau, in Reihenhäusern und Doppelhäusern entstehen. Ecke Niedergeorgswerder Deich/Fiskalische Straße waren um einen ruhigen Innenhof 38 Wohneinheiten von "raumwerk Architekten" aus Frankfurt vorgesehen. Neue Bebauungspläne mussten erstellt werden.
Inzwischen gibt es verschärfte Gesetze und an der Fiskalischen Straße (Bebauungsplan 98) sind die Depositionswerte (Ablagerungen) von Giften so hoch, dass dort keine Wohnbebauung mehr möglich ist. Bis Ende 2019 soll wohnverträgliches Gewerbe gefunden werden. Michael Mathe, Amtsleiter Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung, erklärte auf dem Projektdialog im Hotel Kupferkrug: „Wir brauchen Gewerbe, möglichst Gewerbe, das an den Dorfrand passt, d. h. dass es nicht emittierend ist. Man muss abwägen mit der Nachbarschaft, der Verkehrsbelastung usw. …
Georgswerder muss aufgewertet werden.“
Für die Kirchenwiese wurde beim Projektdialog der Bebauungsplanentwurf Langenhövel 97 vorgestellt. Dort sind nun 180 Wohneinheiten geplant, davon 21 Einfamilienhäuser und Geschosswohnungsbau an der Rahmwerder Straße und am Niedergeorgswerder Deich. Der Langenhövel als Erschließungsstraße wird auf 5,50 Meter ausgebaut. Die Bäume sollen bleiben. Entlang der Brackwettern ist ein großzügiger Grünzug geplant. Die Bitte aus dem Publikum, auch die Hövelwettern mit einzubeziehen, will Ronny Warnke, der Projektkoordinator der IBA Hamburg GmbH, mit dem Bezirksamt besprechen.
Nahversorgung ist für Georgswerder ein großes Thema. Da können die Planer nichts versprechen, wollen es aber mitdenken(!). Die Bitte, die Kreuzung Langenhövel/Niedergeorgswerder Deich zu entschärfen, wurde abgelehnt, da Verkehrszählungen dort keine Probleme ergeben hätten. Die Bewohner*innen befürchten jedoch durch die Verlegung der Auffahrt Mitte auf die Wilhelmsburger Reichsstraße (B75) ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf dem Niedergeorgswerder Deich. Hier ist auch noch die Veloroute 10 mit Fahrradstreifen auf der Fahrbahn geplant. Eine neue Kita soll an den Langenhövel kommen und die Schule soll erweitert werden. Dafür gibt es aber noch keinen Zeitplan. Die Bewohner*innen befürchten zu wenige Parkplätze. Vorgesehen ist ein Stellplatz/Wohneinheit. Einer zweiten Erschließungsstraße würden eine ganze Reihe von Wohneinheiten und weitere Flächen zum Opfer fallen, aber Michael Mathe will sich das noch einmal angucken. Im Notfall gibt es nach Süden einen Rettungsweg, der normalerweise durch Poller gesperrt ist.
Der Bebauungsplan Wilhelmsburg 97 wird noch bis zum 11. November 2019 ausgelegt und kann während der Dienststunden im Foyerbereich des Fachamts Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamts Hamburg-Mitte, 7. Stock, Flügel B, Caff amacherreihe 1 - 3 eingesehen werden. Das Bebauungsplanverfahren dient der Innenentwicklung und wird im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung durchgeführt.
Die Planer erwarten die Vorweggenehmigungsreife im Februar 2020. Danach können Bauanträge gestellt werden. Eine Bevorzugung von Georgswerderaner*innen ist wahrscheinlich rechtlich nicht möglich.

 

 

 

 

 

 

 

 


zum Seitenanfang 


NABU lehnt die Bebauung des Waldes am Ernst-August-Kanal ab
Was bedeutet der "Vertrag für Hamburgs Stadtgrün" für Wilhelmsburg? Der Vorsitzende des NABU Hamburg, Alexander Porschke, und Tina Wolkenhauer von der NABU-Ortsgruppe Hamburg-Süd erklären im Interview mit dem WIR ihre Sicht der Dinge

Waldfest

Anfang September feierten rund 800 Menschen ein Fest
zur Rettung des Waldes am Ernst-August-Kanal.

Foto: han

sic. Der Konflikt um Bebauung und Erhalt der städtischen Grünflächen ist gegenwärtig so groß wie nie. Dabei geht es nicht nur um die Folgen des Wohnungsbauprogramms des Senats (10.000 neue Wohnungen pro Jahr), sondern auch um den Flächenbedarf von Gewerbe und Infrastrukturmaßnahmen. Die Versiegelung schreitet allenthalben voran. Nicht nur in Hamburg. Nur in Hamburg allerdings gibt es jetzt einen Vertrag - den "Vertrag für Hamburgs Stadtgrün" - den Senat und Bürgerschaft, unter dem Druck einer Volksinitiative des NABU zum Thema "Grünerhalt", mit ihren ausführenden Organen selbst geschlossen haben.
In den vergangenen Wochen sorgten dieser Vertrag und die Mitarbeit des NABU daran für Irritationen unter den Wilhelmsburger Umweltschützer*innen. Da war zum einen die Initiative Waldretter, die herausgefunden hatte, dass eine ganze Reihe von geplanten Bauprojekten auf Wilhelmsburg von den neuen Grünerhalt-Richtlinien in dem Vertrag ausgenommen sind. Dazu passend erlebten die Waldretter, wie der NABU zur geplanten Abholzung des Waldes am Ernst-August-Kanal schwieg, während er gleichzeitig lautstark für den Erhalt des Vollhöfner Walds (Altenwerder) eintrat.
Zum anderen benutzte Bürgermeister Peter Tschentscher bei seinem Besuch auf Wilhelmsburg am 11. September den Vertrag, um die Forderungen von Naturschutz-Initiativen nach Nichtbebauung des Grüns zurückzuweisen; mit der Begründung, der NABU habe doch nun den Bauprojekten Unbedenklichkeit bescheinigt. Für die Wilhelmsburger Umweltschützer*innen sah es so aus, als torpediere der NABU mit dem Vertrag ihre Arbeit. Der NABU wiederum sah sich, zu Unrecht, dem Vorwurf ausgesetzt, er befürworte die Bebauung der örtlichen Grünflächen, insbesondere das geplante "Spreehafenviertel" am Ernst-August-Kanal.

Der WIR wollte nun wissen: Was genau ist der "Vertrag für Hamburgs Stadtgrün" und vor allem: Was bedeutet er für Wilhelmsburg, einen der vom Grünflächen-Fraß derzeit am stärksten betroff enen Stadtteile?
Der Vertrag beinhaltet Vorgaben und Regelungen für den zukünftigen Umgang mit den unterschiedlichen städtischen Grünflächen, von der Parkanlage über Baumbestände und Landschaftsschutzgebiete bis hin zu Naturschutzgebieten, Biotopverbund-Flächen und dem Grünen Ring 1 + 2. Diese Vorgaben haben Vertreter*innen der Regierungsfraktionen in der Bürgerschaft mit dem NABU ausgehandelt. Das war ein Tausch: Entgegenkommen und Selbstverpflichtung der Politik gegen Beendigung des Volksgesetzgebungsverfahrens seitens des NABU.
Alexander Porschke erklärt: "Mit der Volksinitiative haben wir von Anfang an das Ziel verfolgt, den Grünflächenverlust endlich zum Thema in der breiten Öffentlichkeit zu machen und die Politik zum Handeln zu zwingen. Es ging uns nicht wirklich um die wortgetreue Umsetzung des Abstimmungstextes. Als die Bürgerschaftsabgeordneten auf uns zukamen und Verhandlungsbereitschaft signalisierten, haben wir deshalb ja gesagt."
Die im Vertrag festgelegten Haupt-Instrumente zum Grünerhalt sind nicht wirklich neu: Ausgleich und Kompensation. Die Beteiligten gehen wie gehabt davon aus, dass Eingriffe ins Grün unvermeidbar sind, jedoch an anderer Stelle kompensiert werden können. Lediglich Naturschutzgebiete sind ohne Wenn und Aber "von der Inanspruchnahme für Siedlungszwecke freizuhalten". Der Schwerpunkt liegt auf qualitativem Ausgleich. Das bedeutet: Eine Ausgleichsfläche muss einen höheren Naturwert (z. B. durch Ansiedlung bestimmter Arten) als die Ursprungsfläche haben. Nur für Landschaftsschutzgebiete und Flächen im Biotopverbund gilt, dass die Ausgleichsfl äche gleich groß bleiben muss.

Porschke hält die Übereinkunft für ein grundlegendes Novum und eine große Verbesserung: "Neu daran ist, dass die Stadt sich selbst erstmals eigene politische Zielvorgaben für den Anteil an Landschaftsschutzgebieten, den Biotopverbund, die Grünanlagen und vor allem den Naturwert macht. Das ist gut für den Naturschutz, denn die gesetzliche Kompensationspfl icht, die bisher allein gegolten hat, wurde nur zu 63 Prozent durchgeführt und hat nur zu 43 Prozent wirklich funktioniert." - "Die Bezirke haben jetzt einerseits strengere Vorgaben, andererseits vielfältigere Möglichkeiten, um voll funktionierenden Ausgleich herzustellen. 'Geht nicht' - das gibt's jetzt nicht mehr!", erläutert Tina Wolkenhauer.
Einklagbar allerdings sind auch die neuen Vorgaben nicht. "Doch der Senat ist mit dem Vertrag jetzt in der Pflicht. Und wir werden sehr genau darauf achten, ob er die Vorgaben auch wirklich umsetzt", verspricht Porschke. Auch das ermöglicht der Vertrag nach seiner Ansicht in nie dagewesener Form: "Wir wollen ja eine funktionierende, messbare qualitative Kompensation erreichen. Dafür haben wir in dem Vertrag erstmals einen verbindlichen 'Ziel-Naturwert' festgelegt. Gleichzeitig haben wir Instrumente geschaff en, mit denen wir das Erreichen dieses Ziel-Naturwerts bemessen können." Tina Wolkenhauer ist vorsichtig optimistisch: "Ich hoffe, wir können so in Zukunft besser herausfinden, wie sich Flächen tatsächlich entwickelt haben."
Beide betonen, dass der Vertrag auch eine stellenweise Erhöhung des Naturwerts unabhängig von Ausgleichsmaßnahmen beinhaltet. So sollen zum Beispiel die Naturschutzgebiete Hamburgs wachsen. Auch gibt es strengere Richtlinien, was den Umgang mit Gebieten, die im 2. Grünen Ring liegen (wozu viele Flächen des Hamburger Biotopverbunds gehören) angeht. Dort überhaupt zu bauen, soll erschwert werden.
Doch diesbezüglich gibt es Ausnahmeregelungen. An ihnen hatte sich die Kritik der Wilhelmsburger Naturschützer*innen entzündet. Denn zahlreiche Baugebiete in der Gesamtstadt - darunter alle auf Wilhelmsburg - die sich zur Zeit in den unterschiedlichsten Stadien der Planung befinden, sind von den neuen Richtlinien im Stadtgrün-Vertrag ausgenommen, ebenso alles, was die Belange der Hafenwirtschaft bzw. ihrer Flächen berührt. Daraus hatten nun manche geschlossen, der NABU befürworte die Bebauung etwa am Ernst-August-Kanal.
Dazu erklärt Alexander Porschke: "In der Tat war dies eine Bedingung der Baubehörde, dass alles, was schon vor Vertragsabschluss, im Rahmen des 'Hamburger Bündnisses für das Wohnen', geplant wurde, von den Regelungen zum Grünen Ring ausgenommen ist. Damit sind wir natürlich nicht glücklich, es wäre aber sonst gar keine Verständigung zustande gekommen." - "Daraus jetzt abzuleiten, wir als NABU würden diese Bebauungspläne aktiv befürworten, ist Quatsch", so Tina Wolkenhauer. "Konkret: Wir lehnen die Bebauung auf den Waldflächen am Ernst-August-Kanal ab. Der Wald dort ist ohne Frage erhaltenswert."
Warum setzt sich dann der Verband für den Erhalt des einzigen Waldes im ganzen Bezirk Mitte nicht ebenso laut und öffentlich ein wie für den Vollhöfner Wald? Das hat Bewertungsund Kapazitätsgründe. "Es ist Abwägungssache. Wir definieren bei uns Schwerpunktfälle, zu denen nehmen wir als Landes-Verband Stellung. Das ist zum Beispiel die A26 Ost oder eben der Vollhöfner Wald. Für die Fälle, die wir nicht als Schwerpunkt definieren, sind unsere Ortsgruppen zuständig. Darin steckt unglaublich viel ehrenamtliche Arbeit unserer Mitglieder, das ist also auch eine Kapazitätsfrage", erläutert Porschke.
"Wir vom NABU Süd dachten, die 'Waldretter' in Wilhelmsburg seien so gut aufgestellt, die kriegen das bestimmt auch allein super hin", sagt Wolkenhauer. "Wir haben jetzt aber verstanden, dass solche Gruppen sich allein gelassen fühlen und dadurch Unmut entsteht. Jetzt gucken wir mal, wie wir hier in Wilhelmsburg unterstützen können."
Zum Abschluss betont Alexander Porschke: "Wir haben auch gegenüber dem Bürgermeister noch einmal deutlich gemacht, dass der Vertrag nicht bedeutet, wir hätten nun nichts mehr zu tun. Der NABU kann auch widerständig!"

 

 

 

zum Seitenanfang 


Veddel - Buch

hk. Im letzten Jahr feierte die Veddel 250 Jahre Zugehörigkeit zu Hamburg. Anlass für die Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen, ein Buch herauszugeben über den „Stadtteil zwischen Verkehr, Hafen und Industrie“. Margret Markert hat die Texte verfasst, Andrea Orth die Gestaltung übernommen.
In 15 Kapiteln wird die Geschichte der Veddel erzählt und mit vielen kommentierten Fotos dokumentiert. Wobei den Löwenanteil die letzten 150 Jahre einnehmen, die Entwicklung der Insel als Arbeiterstadtteil und Teil des Hafens. Es wird deutlich, dass die Veddel nicht nur Ort technischer Entwicklungen im Hafenumschlag war, sondern z.B. mit der Sloman-Siedlung und den Schumacher-Bauten auch immer wieder für soziale Neuerungen stand.
Das Buch schließt mit einem Ausblick: „Die Veddel ist international“ und einem Kapitel mit Interviews: „Wenn man die Einwohner*innen fragt ...“ Auch für Leser*innen, die die Geschichte der Veddel kennen, wird das Buch interessant sein. Etliche der Fotos sind aus den Archiven der Hamburger Feuerwehr und des Landesbetriebes Straßen, Brücken und Gewässer, und werden hier zum ersten Mal veröffentlicht. Für Nicht-Veddeler*innen könnte es beim Lesen einiger Kapitel hilfreich sein, einen Stadtplan daneben zu legen.
Herausgeberin Margret Markert: "Der Stadtteil hat ein neues Selbstbewusstsein entwickelt als Ort, an dem sich viel bewegt: Aktivitäten für ein besseres Miteinander und handfeste Projekte für bessere Infrastruktur, Bildung, gesundheitliche und soziale Versorgung."

Die Veddel. Ein Stadtteil im Fluss zwischen Verkehr, Hafen und Industrie, 76 Seiten, Farbumschlag,
mehr als 100 Fotos, 16 €

BUCHVORSTELLUNG am Mittwoch, 20. November 2019 um 18.30 Uhr im Café Nova, Wilhelmsburger Straße 73, auf der Veddel

Wer pünktlich kommt, kann ein Original-Straßenschild mit Veddeler „Motiv“ ersteigern. Der Erlös kommt einem guten Zweck auf der Veddel zugute!

 


 

 

 

 


zum Seitenanfang 


Pegelstand Elbinsel

Pegelstand

.....mehr siehe < pegelstand

 

zum Seitenanfang 


... aber Spenden nehmen wir gerne!
Der WIR wird 25!

Spendenaufruf

Liebe Leserinnen und Leser!
Im November feiert der Wilhelmsburger Inselrundblick sein 25-jähriges Jubiläum. Seit 25 Jahren wird der WIR ehrenamtlich produziert – schreiben, fotografieren, zeichnen, Korrektur lesen, transportieren, austragen, organisieren, ins Netz stellen. Schreiber*innen, Fotograf*innen, Redakteur*innen Austräger*innen, ein Buchhalter und ein Webmaster stellen jeden Monat ohne Bezahlung einen neuen WIR auf die Beine. Wie es eine Kollegin der Zeitung „Lurup im Blick“ sagte: „Stadtteilzeitungen werden von Verrückten mit Herz gemacht. Sonst gäbe es sie gar nicht!“

Feiert mit uns 25 Jahre WIR am Mittwoch, 20.11.2019, ab 17 h im Café Pause in der Honigfabrik!
Aber natürlich hat unser WIR Kosten – für Layout, Papier, Druckerei und die Büroausrüstung. Ein Teil der Kosten wird durch Anzeigen gedeckt. Aber das ist oft knapp und reicht auch oft nicht aus. Deshalb freuen wir uns immer, wenn wir aus öffentlichen Geldern einen Zuschuss bekommen können, wie zuletzt für die Anschaffung des dringend benötigten neuen Rechners. Und auf Veranstaltungen und Stadtteilfesten steht auf unserem Stand immer ganz vornan unser rosa WIR-Spenden-Sparschwein mit dem Schild

„Der WIR kostet nix - aber Spenden nehmen wir gerne!“
Zum 25-jährigen WIR-Jubiläum nehmen wir Spenden natürlich besonders gerne ins Sparschwein oder auf unser Konto. Und für jede zwei- und mehrstellige Spende gibt es als Dankeschön die CD mit allen WIR-Ausgaben von 1994 bis einschließlich April 2009.

WIR-Kontoverbindung: IBAN DE 8520 0505 5012 6312 6391
Hamburger Sparkasse Stichwort: 25 Jahre WIR

 


zum Seitenanfang 


A26 Ost: Kurzschluss statt Lückenschluss
Auf dem Anhörungstermin zur A26 Ost wurden gut begründete Zweifel an der Notwendigkeit einer neuen Stadtautobahn vorgebracht

Protest A26

Gegner*innen der A26 Ost protestieren beim Anhörungstermin.
Die Anhörung fand in der Katholischen Akademie im Hamburger Stadtzentrum statt. Trotzdem kamen viele Einwender*innen
aus den betroffenen Stadtteilen.

Foto: MG

MG. Ein DIN-A-5-Blättchen mit zehn Tagesordnungspunkten musste genügen für den mehrtägigen Erörterungstermin im Planfestellungsverfahren für den Neubau der A26 Ost, Bauabschnitt 6a. Das ist der erste von drei Abschnitten der knapp 10 Kilometer langen Stadtautobahn von der A7 zur A1.
Was die Planfeststellungsbehörde von den 1300 Einwendungen gegen dieses Bauvorhaben hält, machte sie auf dem Erörterungstermin am 27. und 28. August deutlich. So ließ sie statt der vorgesehenen drei Monate zweieinhalb Jahre bis zu dem Erörterungstermin verstreichen, ohne Stellung zu den Einwendungen zu nehmen. Anfragen zu der Terminierung der Erörterung beantwortete sie nicht.
Immerhin gab sie dann den Termin 14 Tage vorher in zwei Tageszeitungen bekannt, obwohl nur eine Woche gesetzlich vorgeschrieben ist. Mit dem Vorhabensträger, der DEGES, war der Termin aber bereits im Mai beschlossen worden. Rechtlich sollen in einem solchen Verfahren der Vorhabenträger (DEGES) mit den Einwender*innen gleich gestellt sein.
Dies war aber schon rein optisch nicht gegeben.
Die Vertreter*innen der DEGES saßen auf dem Podium neben den Vertreter*innen der Planfeststellungsbehörde. Ein kleines Beispiel für die Ungleichbehandlung waren auch die Getränke. Die DEGES-Leute wurden selbstverständlich versorgt, während für die Einwender*innen keine kostenlosen Getränke bereit standen. Alle mündlichen Anträge, wie z. B. auf Befangenheit, mussten schriftlich eingereicht werden und wurden abschlägig beschieden. Dazu gehörte auch der Antrag, den Termin 27./28. August abzusagen und neu einzuladen. Dadurch sollte allen Einwender*innen, z. B. Berufstätigen und Schüler*innen die Teilnahme am Erörterungstermin ermöglicht werden.

Seit der Auslegung der Pläne hat sich die Welt entscheidend verändert. Die Prognosen zur Hafenentwicklung basieren auf Zahlen von 2010. Inzwischen ist klar: Die prognostizierten gelegten 18 Millionen TEU Umschlag jährlich wird der Hafen nicht erreichen. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Prognosen des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik sich bisher alle als falsch erwiesen hätten. Bei der Auslegung der Pläne wurde noch nicht über die Verkehrswende diskutiert. Es wurden keine Alternativen ohne den Bau einer Autobahn geprüft. Der Klimawandel war noch nicht das zentrale Thema.
Von mehreren Einwendern wurde gefordert, die Teilung des Vorhabens in drei Abschnitte rückgängig zu machen. Die DEGES lehnt das ab. Es sei zulässig, Abschnitte zu bilden. Sie erwartet auf den folgenden Abschnitten keine Ereignisse, die das gesamte Vorhaben in Frage stellen könnten. Die Autobahn-Gesellschaft beginnt schon auf eigenes Risiko mit den Vorbereitungen, z. B. der Verlegung der muslimischen Grabfelder in andere Teile des Friedhofs Finkenriek.
Noch ist auch nicht geklärt, ob der Bund den Tunnel an Kirchdorf-Süd vorbei bis zur A1 genehmigen wird und ob Gefahrguttransporte im Tunnel fahren dürfen. Ob die B73 tatsächlich von Schwerlastverkehr entlastet wird, wenn sie später Maut befreit ist, steht auch nicht fest.
Die Zweifel an der Notwendigkeit einer neuen Autobahn wurden nicht ausgeräumt. Auch DIE GRÜNEN befürworten inzwischen eine Überprüfung der Pläne und der NABU prüft eine Klage gegen die A26 aus naturschutzrechtlichen Gründen.

 

 


 

 


 

 

 

zum Seitenanfang


„Wir lassen uns nicht verdrängen!“
Die Mieter aus dem „Warmwasserblock“ auf der Veddel protestieren
gegen die Abrisspläne der SAGA

Veddel Protest

„Warmwasserblock bleibt!“ Mitglieder der Mieterinitiative v.l.:
Frank Ziesemer, Askin Ayaz, Helmut Korf, Thomas Rieckmann.

Foto. hk

hk. Der Häuserblock aus den 20er Jahren auf der Veddel ist eins der berühmten Schumacher-Gebäude und eins der ersten mit fließend Warmwasser. Daher der Name Warmwasserblock.
Der Gebäudekomplex gehörte lange Zeit der Baugenossenschaft Freier Gewerkschafter. 2015 wurde er von der SAGA übernommen. Die SAGA habe in den letzten Jahren immer nur das Nötigste an den Gebäuden gemacht, sagen die Mieter. Es herrsche unter anderem wegen Schimmelbefalls Sanierungsbedarf. „Gerüchte über einen geplanten Abriss der Häuser gab es schon länger,“ sagt Helmut Korf von der Mieterinitiative.
Im Sommer 2018 wurde das Gerücht von der Lokalpolitik bestätigt: Die SAGA ziehe einen Abriss der Sanierung vor, ein Abriss sei kostengünstiger. Ein Gutachten, dass das belegt, hält die SAGA aber unter Verschluss. Ein Schreiben der SAGA im Januar 2019, dass vor Mitte 2020 nicht mit irgendeiner Maßnahme zu rechnen sei, konnte die Mieter*innen nicht beruhigen.
In den Häusern wohnen 161 Mietparteien, die meisten schon sehr lange. Die SAGA kann aber nur 80 Ersatzwohnungen in einem Nachbargebäude während eventueller Baumaßnahmen anbieten. Die Mieter fürchten, dass sie während der Bauzeit nicht alle auf der Veddel bleiben können, dass neue Wohnungen teurer werden und dass nach den Baumaßnahmen nicht alle wieder zurückziehen können.
Ende August haben sie ihre Forderungen in der Presse öffentlich gemacht. „Wir wollen eine Veröffentlichung des Gutachtens ... und die Prüfung der Optionen des Erhalts ... Wir wollen bei den Plänen aktiv einbezogen werden“, heißt es in der Presseerklärung.
Die SAGA hat auf das große Presseecho reagiert – sozusagen nach Art des Hauses. „Sie hat die für 2020 angekündigte Mieterhöhung zurückgezogen,“ sagt Helmut Korf. Zettel mit ihren Forderungen, die die Initiative an den Haustüren angebracht hatte, musste der Hausmeister entfernen. Und am 12. September lud sie die Mieter*innen zu einer Infoveranstaltung ein, die dann allerdings eher wie eine „Werbeshow“ wirkte, wie es in der Pressemitteilung der Initiative heißt: „Sie wollen es uns schmackhaft machen, möglichst schnell auszuziehen. Wir lassen uns aber nicht entzweien.“
Die Veröffentlichung des Gutachtens verweigert die SAGA weiter. Erschwert werden eventuelle Abrisspläne der SAGA allerdings durch den Denkmalschutz, unter den die Kulturbehörde den Warmwasserblock Ende letzten Jahres gestellt hat. Die Stadt hat sich gerade in jüngster Vergangenheit bei Bauvorhaben über den Denkmalschutz hinweggesetzt. „Aber auch da wollen wir Druck machen“, sagt Stefan Korf: „Wir setzen nach wie vor auf die Gespräche mit den Entscheidungsträger*innen, um eine gemeinsame Lösung zu finden.“

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

zum Seitenanfang


Ankommen - Helfen

Behördeninitiative „Neuenfelder Straße Hilft“
Weltcafé: Neuenfelder Straße 19 (in der Behörde), jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr.
Es werden Gesprächs- und Spielgruppen angeboten.

Koordination sozialräumliche Integration von Flüchtlingsunterkünften
Flavia Suter, Fachamt Sozialraummanagement
Bezirksamt Hamburg-Mitte, Klosterwall 4,
20095 Hamburg, Tel.: 428542397,
Mail: flavia.suter@hamburg-mitte.hamburg.de

Jobs, Qualifizierung, Berufseinstieg
Marktplatz der Begegnungen
7. September 2017, 9.30 – 12 Uhr, Handwerkskammer Hamburg, 3. Etage, Holstenwall 12, 20355 Hamburg,
Hamburger Messe zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Angesprochen sind in erster Linie volljährige, nicht schulpflichtige Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive, die sich bereits etwas auf Deutsch verständigen können oder gute Englischkenntnisse mitbringen.
Formlose Anmeldung per E-Mail bis zum 1. September 2017 an britta.wilken@hwk-hamburg.de (eine Angabe der Teilnehmer-Anzahl genügt).

Ratgeber
HVV-Broschüren für Geflüchtete
Der Hamburger Verkehrsverbund bietet Info-Broschüren in den Sprachen Deutsch/Englisch/Arabisch/Farsi.
Die Information zu dem HVV-Abo auch in Tigrinya unter http://www.hvv.de/pdf/service/downloads/hvv_how-to-travelby-hvv_flyer.pdf oder
http://www.hvv.de/pdf/service/downloads/hvv_abo_in_fuenf_sprachen.pdf
oder http://www.hvv.de/pdf/service/ downloads/hvv_mobilitaetsberatung_fluechtlinge.pdf

Gewaltschutz für Frauen
Schutz und Sicherheit vor Gewalt für geflüchtete Frauen und Jugendliche in Deutschland.
Kostenlose Broschüren unter www.mimi-bestellportal.de


Baderegeln
in verschiedenen Sprachen unter https://www.dlrg.de/presse/pm-baderegeln.html

 

Die Insel Hilft e. V. ...
... berichtet aus den Gruppen

Klönschnack mit Ralf an jedem zweiten Donnerstagabend im Wechsel mit dem Tandem-Treffen

... freut sich über
- Freiwillige für die Organisation von Sportangeboten,
- HelferInnen für die Öffentlichkeitsarbeit,
- Interessierte für Tandem-Partnerschaften.
- HelferInnen für Hausaufgabenhilfe
Inselhaus, Erlerring 1, 21109 Wilhelmsburg (Kirchdorf-Süd)
Tel. 35 62 86 67,
Mail: mail@inselhilfe.org
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, 11 bis 14 Uhr.
Mehr auf: www.inselhilfe.org

 

 

 

 

 

 



 

 

 

zum Seitenanfang

 

Wichtige Dokumentationen

A26 - Finkenriek - Kornweide Präsentation < mehr

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

Die Rede von Alexandra Werdes, Initiative Waldretter: < mehr

zum Seitenanfang

 
    Startseite
Kontakt
Archiv
Impressum