24. Jahrgang,
Ausgabe 9
Sep. / Okt.
2018
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Süd-Kurier

Verschiedenes

Wann... in Wilhelmsburg ?

Wo... in Wilhelmsburg ?

 

Aktuell

Was wird aus dem Veringkanal?
Aktueller Planungsstand der A26-Ost (September 2018)
Wie radelt es sich in deiner Stadt?
„Vision einer solidarischen Welt“
Was denken Sie?
„Mein Tag beginnt mit einem Vollkornbrot mit Honig“
Weniger Schnellbusse, längere Metrobusse, längere S-Bahnen
Ankommen - Helfen
Wichtige Dokumentationen

Was wird aus dem Veringkanal?
Zukunftsfähige Arbeits- und Lebenswelten oder Perlenkette der Industrieruinen?
Beim Pegelstand in den Zinnwerken wurde darüber diskutiert

Manifest

Magret Markert von der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg und Hafen und Paula Zamorra von der Initiative TAK (Theater am Kanal) lasen das Manifest des Kulturkanal-Stammtisches vor, das man im Internet unter
www.kulturkanal.jetzt lesen und unterzeichnen kann.
Bild: MG

MG. „Wie kann die Sprinkenhof zum Ermöglicher werden und nicht zum Verhinderer?“, fragte Sonja Lattwesen, Bezirksversammlung HH-Mitte. Dass das ein Problem ist, wurde auf dem Pegelstand „Leinen los am Veringkanal“ am 13. September 2018 deutlich. Von mehreren Seiten wurde beklagt, dass der städtische Immobilienspezialist oft viele Immobilien leer stehen lässt. Gudrun Stefaniak von der Passage GmbH, die u. a. das Stoffdeck in den Veringhöfen betreibt, berichtete als Beispiel von den sich schon über ein Jahr hinziehenden Verhandlungen zur Anmietung der Lagerräume des ehemaligen Getränkemarktes Meerkötter. Wenn es nicht vor fünf Jahren den Widerstand unter dem Motto „Zinn macht Sinn“ gegeben hätte, wären die Zinnwerke längst abgerissen. Gottfried Eich erinnerte an das „Zentrum für lokale Wirtschaft“ im Rahmen der IBA. Vor sieben Jahren hätte es gut 100000 Euro gekostet, das Gebäude zu ertüchtigen, damit es nicht weiter verfallen würde. Es müsse zügiger entschieden werden, damit es später nicht heiße: „Das lohnt nicht“. Er schlug - wie auch Professor Läpple, Stadt- und Regionalökonom - vor, die Trägerstruktur z. B. in eine Stiftung zu übertragen. Gotfried Eich: „Sprinkenhof sollte 250 – 500.000 Euro Stiftungskapital bereit stellen als Entschädigung für die fehlende Instandhaltung“.

Professor Läpple richtete den Appell an die Hamburger Politik: „Lassen Sie diese Initiative nicht vergehen! Hier gibt es die Chance, die Stadt der Zukunft zu entwickeln. Die Veringkanal-Akteure sind ein absoluter Glücksfall. Hier können neue Formen von Arbeits- und Lebensweisen entstehen, Kultur und Arbeit – Wohnen und Arbeit.“

Hansjörg Schmidt, Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, bestätigte, dass Hamburg Probleme mit Initiativen von unten habe, aber für Vieles gäbe es in dieser Stadt auch die Chance der Realisierung. Klaus Lübke, Bezirksversammlung HH-Mitte, berichtete von dem Bezirksversammlungsbeschluss, 60.000 Euro an die Hamburg Kreativ Gesellschaft für die Entwicklung eines „tragfähigen Konzeptes“ zu zahlen. Leider habe die Verwaltung den Auftrag noch nicht erteilt. Aufgabe des Bezirks sei es, die Bebauungspläne zu erstellen.

Der Vorschlag von Tobias Bergmann, Präses der Handelskammer Hamburg, das Projekt „Industrie- und Kulturkanal“ zu nennen, fand keine Zustimmung. Er hoffe, dass hier eine Symbiose zwischen Industrie und Wohnen gelänge.
In der Tat sind ja die Norddeutschen Ölwerke (NOW) ein Problem an diesem Standort. Aber Thomas Carroux, seit eineinhalb Jahren Geschäftsführer der NOW, bestätigte, dass er Verantwortung übernehmen wolle. Dies habe er bei OTTO, wo er 31 Jahre gearbeitet habe, gelernt. Eine seiner ersten Amtshandlungen war, das Firmenbüro aus der Innenstadt nach Wilhelmsburg zu holen. Er entschuldigte sich für die Geruchsbelästigungen und wolle alles dafür tun, dass so etwas nicht mehr einträte.
„Es geht nicht nur um Marketing, es geht darum zu zeigen, was kann man hier machen, was braucht dieser Stadtteil … Mich interessieren die Probleme: verseuchte Böden, ökonomische, soziale und ökologische Probleme, die man hier modellhaft lösen kann und muss … Ich will, dass morgen was passiert,“ erklärte Marco A. Reyes Loredo, Geschäftsführer von Hirn und Wanst in den Zinnwerken. Er wolle wissen, was das Ziel sei, Formen der Organisation, Entwicklung von Grund und Boden. Danach könne man über die Millionen diskutieren, die die Umsetzung kosten würde. Gottfried Eich: „In Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen werden wir eine Lösung finden“. Er sei gespannt, was am Kanal 2025 sei.
Das „Archipel“ ist jetzt schon am Kanal. Auf der schwimmenden Insel haben Kulturschaffende aus Wilhelmsburg während des Pegelstandes eine Gegenveranstaltung organisiert. Es wurde diskutiert, Musik gehört - und es gab Freibier.

 


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Aktueller Planungsstand der A26-Ost (September 2018)

A26-Ost

Die Autobahn 26 ist in verschiedene Abschnitte unterteilt. DEGES-Planung Stand September 2018.
Grafik: Michael Rothschuh

Michael Rothschuh. Rund 1300 Personen haben im April 2017 Einwendungen gegen die Pläne zur A26-Ost, Abschnitt 6a, bei der Behörde eingereicht. Laut Senat (Schriftliche Kleine Anfrage Heike Sudmann, Bürgerschafts-Drucksache 21/14149 vom 31.8.2018) werden die Einwendungen noch vom „Vorhabensträger“, d.h. der Hamburger Verkehrsbehörde und der DEGES bearbeitet. Wann der Erörterungstermin mit den Einwender*innen stattfindet, will die Behörde nur sehr kurzfristig im Amtlichen Anzeiger mitteilen (Bürgerschafts-Drucksache 21/13589 vom 3.Juli 2018).

Was wissen wir über den Stand der Planungen zur A26-Ost?

Die Autobahn 26, von Stade nach Hamburg ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, für die jeweils ein Beschluss erwirkt werden soll. Die A26-Ost von der A7 in Moorburg zur A1 in Wilhelmsburg ist als Abschnitt 6 der A26 benannt und nochmals aufgeteilt in die Abschnitte 6a, 6b und 6c.
Die Planfeststellung für den Abschnitt 6a von der A7 bis zur geplanten Anschlussstelle (AS) Moorburg ist eingeleitet. Nach einem derzeit noch offenen Erörterungstermin erfolgt möglicherweise ein Planfeststellungsbeschluss, eventuell aber auch eine Planänderung und die Neuauslage der Pläne. Der Bund hat für diesen Abschnitt auf eine Anfrage der Grünen im Deutschen Bundestag Kosten von 170 Mio. Euro genannt (Bundestags-Drucksache 19/1383 vom 23.März 2018).
Für den Abschnitt 6b von Moorburg bis zur Hohen Schaar mit der Brücke über die Süderelbe ist die Planung noch in Gang. Die Kosten werden vom Bund mit 694 Mio. Euro beziffert. Den größten Teil davon macht die auf 53 Meter Höhe geplante Brücke aus. Auf eine Anfrage von Heike Sudmann schreibt der Senat „Die A26-Ost verläuft nahe dem Tanklager der Shell, in dem Mineralölprodukte gelagert und umgeschlagen werden. Bei diesen handelt es sich um brennbare bzw. entzündbare Flüssigkeiten. Für diese Stoffe sind aus Störfallsicht Szenarien für Brand, Explosion und Stofffreisetzungen möglich… Durch die Vielzahl an Störfallbetrieben auf der Hohen Schaar und die geänderte Rechtslage ist die Einhaltung eines ausreichenden Abstandes nicht durchgängig möglich, daher sind weitere Maßnahmen zu prüfen“. (Bürgerschafts-Drucksache 21/14152 vom 31.8.2018).

Der Abschnitt 6c von der Hohen Schaar bis zur A1, auf den sich die Diskussion in Wilhelmsburg oft konzentriert, umfasst auch den nun in die DEGES-Darstellung übernommenen Tunnel von knapp 1.480 Meter durch Kirchdorf. Die Anfang 2017 geschätzten Kosten von 460 Mio. Euro dagegen beruhen noch auf der Planung mit einem kurzen Tunnel durch das Finkenrieker Wohngebiet. Zu dem Tunnel und seinen Kosten schreibt der Senat (Bürgerschafts-Drucksache21/14149). „Eine Kostenbeteiligung Hamburgs ist daher ähnlich wie beim A7-Deckel Altona vorgesehen…
Basierend auf Wünschen aus dem Bürgerbeteiligungsverfahren werden bei der Autobahnplanung Potenziale für Stadtentwicklung und Grün im Wilhelmsburger Süden berücksichtigt. Die weitere Entwicklung des Gebiets wird mit fortschreitender Planung der Autobahn mit den beteiligten Fachbehörden und dem Bezirk abgestimmt werden“. Gegenüber der ursprünglichen Planung soll es keinen mit dem Autobahndreieck von A26 und A1 kombinierten Anschluss beim jetzigen Anschluss HH-Stillhorn geben, sondern einen Anschluss von A26 und A1 an das untergeordnete Straßennetz an der Otto-Brenner-Straße.

Im Hamburg-Journal vom 5. Mai 2018 machen Wilhelmsburger*innen deutlich, dass die Hochstraße zwischen dem Reiherstieg und der Bahn die Entwicklung der „Goldküste“ von der historischen Süderelbbrücke entlang der Süderelbe zu einem gemischten Gebiet zum Wohnen und Arbeiten faktisch für alle Zeiten verhindert
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Hafenquerspange-stoesst-auf-Widerstand,hamj67000.html

Es soll dabei bleiben, dass die Autobahn durch das Wohngebiet Finkenriek und nicht, wie in der Linienbestimmung vorgesehen, unter der Kornweide gebaut wird. Die Auswirkungen auf das Wohngebiet beschreibt ein aktueller Artikel von Bettina Brüdgam in der Zeitschrift Hamburger Grundeigentum 8/2018, S.6-11.
(Nach Redaktionsschluss hat Verkehrsstaatsrat Rieckhof in einer „Perspektiven!“-Veranstaltung im Bürgerhaus Wilhelmsburg über den aktuellsten Stand berichtet. WIR informieren darüber in der Oktoberausgabe.)

Planungen der DEGES:
http://www.deges.de/pdf/Projekte/Bundesfern-und-Landesstrassenprojekte/in-Hamburg/A-26-AK-HHHafen-A-7/A-26-AD-Suederelbe-A-1/A-26/A-26-AK-HH-Hafen-A-7/A-26-AD-HH-Suederelbe-A-1/A-26-E1071.pdf

 

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Wie radelt es sich in deiner Stadt?
ADFC startet bundesweite Umfrage unter Radfahrer*innen. 2016 lag Hamburg auf Platz 31 von 39 größeren Städten. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 präsentiert.

PM. Der ADFC ruft gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium alle Radfahrer*innen Deutschlands zum ADFCFahrradklima-Test 2018 auf. Bewertet wird die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden, in diesem Jahr steht die Familienfreundlichkeit der Radwege im Fokus. Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung in den Kommunen zu erkennen.
Vom 1. September bis 30. November können alle Hamburger*innen auf www.fahrradklima-test.de mitmachen: Macht Radfahren in der Hansestadt auch Spaß oder ist es nur stressig? Bei der Online-Umfrage werden 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt – beispielsweise, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden oder ob sich das Radfahren auch für Familien mit Kindern sicher anfühlt.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahren in Städten und Gemeinden weltweit und findet 2018 zum achten Mal statt. Daher lässt sich die Entwicklung in den einzelnen Städten besonders gut messen. „In Hamburg geht es auch um die Fragen: Kommen die Bemühungen des Senats in Richtung Fahrradstadt bei den Menschen an? Wirkt sich das städtische ‚Bündnis für den Radverkehr‘ bereits auf den Straßen aus? Bessert sich die Situation für Radfahrer*innen?“, so Dirk Lau vom ADFC Hamburg. Der Fahrradclub bittet daher alle Hamburger*innen, sich ein paar Minuten Zeit für die Befragung zu nehmen. Es lohnt sich!

Mehr als 120.000 Bürgerinnen und Bürger haben 2016 mitgemacht und die Situation in über 500 deutschen Kommunen beurteilt. Damals schaffte Hamburg mit Note 4,19 eine minimale Verbesserung von Platz 35 auf 31 der 39 größten Städte im Ranking. Besonders schlecht schnitt die Hansestadt bei den Kriterien *Stellenwert des Radverkehrs* sowie *Sicherheit und Komfort beim Radfahren“ ab. Die Falschparkerkontrolle auf Radwegen erreichte mit der Durchschnittsnote 5,3 den schlechtesten Wert überhaupt, gefolgt von Hindernissen auf Radwegen, Reinigung und Winterdienst auf Radwegen. Bei der Infrastruktur sorgten besonders mangelnde Radwegbreiten, schlechte Oberflächen und nachteilige Ampelschaltungen für Unzufriedenheit unter Hamburgs Radfahrer*innen.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet zum achten Mal statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.


 


 

 

 

 


 

 

 

 


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48h Wbg Logo

„Vision einer solidarischen Welt“
48h Wilhelmsburg gewinnt Deutschen Nachbarschaftspreis

PM/hk. Die 48h Wilhelmsburg haben den diesjährigen mit 2000 Euro dotierten Nachbarschaftspreis für das Land Hamburg erhalten. Der von der Stiftung nebenan.de vergebene Deutsche Nachbarschaftspreis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Bundesweit hatten sich 1052 Projekte für den Preis beworben. Anfang August hatte er für Schlagzeilen gesorgt. Zwei nominierte Projekte waren aus Protest gegen die Schirmherrschaft Minister Seehofers zurückgetreten und Seehofer zog daraufhin seine Schirmherrschaft zurück. (siehe WIR Nr.8/18). Die Stiftung ehrt mit dem Preis Initiativen, die sich in ihrer Nachbarschaft für solidarisches und demokratisches Miteinander einsetzen. Die Bundespreise gingen an ein Projekt in Duisburg, das „Bildungspaten“ kostenloses Wohnen gegen Betreuung benachteiligter Kinder anbietet und an den „Demokratiebahnhof“ Anklam, der sich in einem rechtsextremen Umfeld aktiv für Toleranz einsetzt. Der Landespreis für die 48h Wilhelmsburg honoriert die Rolle der Musik bei der Entwicklung guter Nachbarschaft.
Und die anderen Projekte des Netzwerks Musik von den Elbinseln können sich mitgeehrt fühlen. Im diesjährigen Programmheft der 48h Wilhelmsburg heißt es: ..Wir wollten ein Kulturprojekt entwickeln, welches das Potenzial hat, wirklich alle Menschen auf den Elbinseln zu erreichen, sie miteinander in Kontakt und in den Austausch zu bringen. Ein Projekt, das eine Eigendynamik in Gang setzt, mit der die Nachbarschaft ihren Stadtteil eigenständig kulturell gestaltet...(Es) ist von Anfang an ein Mitmachprojekt gewesen.
Wir holten Musikinteressierte aller Genres, Generationen und Herkünfte an einen Tisch, luden Gastgeber*innen und Institutionen ein und setzten so einen musikalischen Motor für die Stadtentwicklung in Gang.“ Und zum Gewinn des Nachbarschaftspreises schreibt das Netzwerk:
„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung der Arbeit unseres Netzwerks Musik von den Elbinseln und der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg, die uns mit diesem Preis entgegengebracht wird. Wir wollen gemeinschaftlich Lösungen für das Zusammenleben in unseren Nachbarschaften, Regionen und Städten entwickeln, in denen kein Platz für Ignoranz, Menschenfeindlichkeit und Rassismus ist.

Wir von 48h Wilhelmsburg nehmen die Auszeichnung zum Landessieger des Deutschen Nachbarschaftspreises 2018 mit großem Respekt für die nominierten Hamburger Projekte entgegen. Denn wir arbeiten alle gemeinsam an der Vision einer solidarischen Welt auf der Basis solidarischer Nachbarschaften.“
Und sie fügen den Wunsch hinzu, dass die Anerkennung der vielen lokal wirkenden Initiativen auch ein Echo in der Politik finde. Damit sich dieses zivilgesellschaftliche Engagement multiplizieren könne, müsse es stabile Förderstrukturen geben.
Diesem Wunsch schließt sich der WIR an und gratuliert den 48h Wilhelmsburg zum Nachbarschaftspreis.

Mehr zu 48h Wilhelmsburg und dem Netzwerk Musik von den Elbinseln auf: www.musikvondenelbinseln.de.

 

 

 

 

 

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Was denken Sie?
Diskussionsveranstaltung zur Zukunft des Kriegerdenkmals an der Emmauskirche

Diskussion

Auf dem Podium v.l. Pastor Ulrich Hentschel, Frau Dr. Christ,
Dr. Stefan Kleineschulte, Pastorin Anja Blös
.
Foto: hk

hk. Das lange hinter Büschen verborgene Kriegerdenkmal an der Emmauskirche wurde Ende letzten Jahres im Zuge von Baumaßnahmen direkt an die Mannesallee versetzt und kurz darauf mit einem antimilitaristischen Graffi to „Nazidreck“ besprüht. In der Folge startete auf Initiative der Reiherstieg-Kirchengemeinde und der Wilhelmsburger Geschichtswerkstatt eine Arbeitsgruppe einen „DENKmal-Prozess“. Ziel ist es, eine Empfehlung an die Reiherstieg-Gemeinde für den Umgang mit diesem Denkmal auszusprechen (siehe auch WIR 2 und 5/18).
Zur Zeit ist der Stein mit einem großen Holzkasten umhüllt.

Im Rahmen des Reiherstiegfestes fand nun in der Emmauskirche eine Diskussionsveranstaltung statt. Mit über 30 Interessierten war die Veranstaltung erstaunlich gut besucht. Eine Pinnwand lud die Besucher-Innen ein, Fragen und Ideen zum DENKmal-Prozess anzuheften. Auf mehreren Kärtchen wurde vorgeschlagen, den aktuellen Zustand zu belassen und den Kasten zu bemalen und zu beschriften. Aber es fand sich auch die Anmerkung, dass man mit der Geschichte leben müsse.
In der von Regionalpastorin Anja Blös moderierten Diskussion nahmen drei Experten zu dem Thema Stellung. Dr. Stefan Kleineschulte vom Denkmalschutzamt betonte die Schutzwürdigkeit des Denkmals als historisches Zeugnis.
Eine Kommentierung könne er sich aber vorstellen. Als Beispiel nannte er das Gegendenkmal und den Gedenkort für Deserteure neben dem „Kriegsklotz“ am Dammtor. Frau Dr. Christ vom Volksbund Kriegsgräberfürsorge wies daraufhin, dass die Kriegerdenkmäler nach dem ersten Weltkrieg auch als Trauerort errichtet worden seien, für die Angehörigen getöteter Soldaten, die nie gefunden wurden. Der Volksbund sehe aber in den über 100 000 Denkmälern Deutschlands vor allem nationale und Militär bejahende Symbole. Es gebe kein einziges friedensbewegtes. Darüber gerate in Vergessenheit, dass es in den 20er Jahren auch eine breite Antikriegsbewegung gegeben habe. Umso wichtiger seien Initiativen wie der Wilhelmsburger DENKmal-Prozess. Auch sie plädierte für eine kommentierende Informationstafel.

Pastor Ulrich Hentschel, ehemaliger Studienleiter des Bereichs Erinnerungskultur in der evangelischen Akademie, sagte, es gebe in Hamburg 120 unkommentierte Kriegerdenkmäler. Und die Hoffnung, mit der Auseinandersetzung um den „Kriegsklotz“ am Dammtor werde eine allgemeine Diskussion in Gang kommen, habe sich nicht erfüllt. Er verwies dabei auch auf die Rolle der Kirche. Sie habe beide Weltkriege bejaht und müsse heute häufig zur Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte getrieben werden. Es reiche nicht, nur moralisch an den Frieden zu appellieren. Ein kommentierendes Gegendenkmal müsse genauso groß und mit künstlerischem Anspruch so gestaltet sein, dass das alte Denkmal nie mehr Ort der Kriegs- und Heldenverherrlichung werden könne.
Auf den Hinweis einer Teilnehmerin, dass das Denkmal der einzige Ort des Gedenkens für die Hinterbliebenen sei, erinnerte Ulrich Hentschel noch an eine meist verdrängte Seite der Trauerarbeit. Die getöteten Soldaten seien ja nicht nur Opfer sondern auch Täter gewesen, sie hätten selbst getötet. Damit müsse sich Gedenken auch auseinandersetzen.
Einen interessanten Vorschlag machte die Schulleiterin der Stadtteilschule Wilhelmsburg, Katja Schlünzen. Sie regte ein „mobiles“ Denkmal an, das an den Schulen des Stadtteils stehen könne; als Anstoß für einen lebendigen Geschichtsunterricht. Und es würden so mehr Menschen erreicht als wenn sich nur einmal im Jahr Engagierte zum Volkstrauertag versammelten.
Anja Blös meinte zum Schluss, die Diskussion werde auf jeden Fall weitergehen, zumal das Thema ja auch einen sehr aktuellen Bezug habe. Im Veranstaltungsflyer heißt es dazu: „ Und heute? Längst sind deutsche Soldaten wieder militärisch im Ausland aktiv. Aktuell haben vermehrt nationalistische Bewegungen regen Zulauf.

Rassismus ist ein Problem mit Sprengkraft. Und das Denkmal steht in der Sichtachse einer Kirche, die ,Friede sei mit Euch‘ verkündigt.“

 

 


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„Mein Tag beginnt mit einem Vollkornbrot mit Honig“
Wirtschaftssenator Frank Horch zu Besuch bei dem Start-up BEEsharing in der Jaffestraße

BEEsharing

Wirtschaftssenator Frank Horch ließ sich das
Unternehmen BEEsharing zeigen
.
Foto: MG

MG. Was 2013 als Hobby begann, hat sich mittlerweile zu einem erfolgreichen Unternehmen mit einer innovativen Geschäftsidee entwickelt. 2014 gründete Otmar Trenk mit Freunden den gemeinnützigen Verein BEEsharing e.V. Aber je mehr Wissen über Bestäubung, Honig und Umwelt sich die Vereinsmitglieder erarbeiteten, desto klarer wurde das Ziel, die Vernetzung zwischen Imkern und Landwirten. Das überstieg die Möglichkeiten eines Vereins und so wurde 2016 die BEEsharing P.A.L.S. GmbH gegründet, die im Januar schöne große Räume in den ehemaligen Palminwerken in der Jaffestraße bezogen hat.
Am 10. September luden die drei Firmengründer Otmar Trenk, Nils Gerber und Wolfgang Reuter den Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch zu einer Besichtigung ein. Dieser war so angetan von dem Konzept, dass er sich überlegen will, Schirmherr zu werden. Man merkt den jungen Unternehmern die Freude an ihrem Tun an. Sie wollen die Landwirtschaft, den Gartenbau und die Imker vernetzen. Davon haben alle etwas.
BEEsharing kümmert sich um den Transport der Bienen, die behördliche Abwicklung, Schleudern des Honigs und Vermarktung. Die Imker haben dadurch mehr Zeit und können sich um mehr Bienenvölker kümmern. Durch eine professionelle Bestäubung gibt es im Gartenbau eine Ertragssteigerung von 60 Prozent und im Ackerbau von 70 Prozent. Bienen gehören zu den drei wichtigsten Tierarten auf der Welt. 80 Prozent der Pflanzen brauchen Bienen. Bei den Imkern hat sich noch nicht herumgesprochen, dass die Wertschöpfung durch Bestäubung 1500 Prozent höher ist als bei Honig. Bis jetzt nutzen in Deutschland erst 0,1 Prozent der Imker dieses Wissen. Dies wollen die engagierten Unternehmer ändern durch Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Seminaren und Workshops. Der Aufbau eines Schaugartens auf der Veddel mit Honigbienen, Hummeln, Mauerbienen und anderen Wildbienen ist in Arbeit.
Sie wünschen sich dafür städtische Förderung. Senator Frank Horch haben sie von ihren Zielen überzeugt. Er ist schon Honigliebhaber und erklärte, dass sein Tag immer morgens mit einem Vollkornbrot mit Honig beginne.

 

 

 


 

 

 

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Weniger Schnellbusse, längere Metrobusse, längere S-Bahnen
Änderungen im ÖPNV ab Dezember betreffen Wilhelmsburger*innen

Michael Rothschuh.
Langzüge S3 in der Hauptverkehrszeit
Es wird in der Hauptverkehrszeit (HVZ) längere S-Bahnen der S3 zwischen Neugraben, der Innenstadt und Elbgaustraße
geben. Aber nicht alle Züge der S3 in der HVZ werden zu ca. 200 Meter langen Zügen mit 3x3 Wagen. Einige S-Bahn Wagen werden ab Dezember 2018 zur Verlängerung eingesetzt, um dem Bürgervertrag mit „Hamburg für gute Integration“ in Neugraben/ Fischbek halbwegs gerecht zu werden. Erst „mit dem im Februar 2017 getroffenen Beschluss der Bürgerschaft zur anstehenden Bestellung zwölf weiterer Fahrzeuge kann der Langzugeinsatz ab Dezember 2019 auf der Linie S3 zur HVZ nochmals erweitert werden, sodass dann alle HVZ-Fahrten in jeweiliger Lastrichtung als Langzüge verkehren“ (Bürgerschafts- Drucksache 21/ 13044 vom 15.5.2018).
Wer die S-Bahn kennt, weiß, dass auch in Zukunft in Wilhelmsburg kaum noch ein Sitzplatz zu ergattern ist. Das schreckt viele davon ab, die S-Bahn zu nutzen; sie fahren mit dem Auto oder verzichten auf nicht zwingend notwendige Fahrten.

Kommt eine S32 zwischen Altona und Harburg?
Eine von der S-Bahn schon seit vielen Jahren angekündigte Verdichtung des Taktes auf drei bis vier Minuten durch die Einrichtung einer Verstärkungslinie 32 soll nach einem Bürgerschaftsbeschluss auf Antrag von SPD und Grünen „angedacht“ werden. (Bürgerschaftsdrucksache 21/12920, vom 2.5.2018). Dafür aber fehlt es laut S-Bahn-Chef Arnecke, der die Verdichtung schon 2014 gegenüber dem Mobilitätsbeirat angekündigt hatte, gemäß seiner Aussage in einer Pressekonferenz vom 3. Juli 2018 nach wie vor an der nötigen Infrastruktur.
Viel spricht nicht dafür, dass es jemals zu einer solchen Verdichtung kommt: Am Hauptbahnhof kommen in der HVZ innerhalb von zehn Minuten jetzt schon jeweils zwei Züge aus Richtung Bergedorf, aus Wilhelmsburg-Harburg und Barmbek-Flughafen/ Poppenbüttel an. Geplant sind dazu die Züge der S4 aus Rahlstedt. Der Hauptbahnhof ist bereits jetzt oft so dicht, dass die Züge auf die Einfahrt waren müssen.

Metrobus 13 fast so lang wie ein S-Bahn-Waggon – beim Vorne-Einsteigen soll es bleiben.
90 CapaCity L-Busse sollen bestellt und auf Innenstadtlinien sowie der Linie 13 eingesetzt werden. Sie sind mit 21 m gerade noch einen Meter kürzer als ein S-Bahn-Waggon und haben fünf Türen. Bei den Metrobus-Linien 5 und 6 soll es bei der Regel bleiben, dass man außer in den Abendzeiten überall ein-und aussteigen kann. Nicht so aber bei dem Metrobus 13.
Auf Anfrage des Wilhelmsburger Insel-Rundblicks erklärt die Hochbahn: „Für die Linie 13 gilt aktuell der Vorne-Einstieg. Es ist aber in das Ermessen der Busfahrerinnen und Busfahrer gestellt, wann sie alle Türen öffnen, weil der Fahrgastandrang zu groß ist. Ob sich das in nächster Zeit ändern wird, kann ich Ihnen nicht sagen. Wir behalten die Situation im Auge und müssen gegebenenfalls anders entscheiden.“
Für die Fahrgäste ist ein längerer Bus gerade in den kurvenreichen und oft durch Fahrzeuge verstellten Straßen durch Wilhelmsburg kein Vorteil. Besser wären mehr Busse als längere Busse.

Weniger Fahrten des Schnellbusses 34, keine Umwandlung in eine zuschlagfreie Buslinie:
Der Bus 34 ist die einzige Direktverbindung zwischen den Wilhelmsburger Stadtteilen und der Innenstadt. Er soll künftig nur noch alle 30 statt alle 20 Minuten fahren. Ein Schnellbuszuschlag (derzeit 2,10 Euro pro Fahrt) soll beibehalten werden. In Blankenese sollen gleichzeitig die Zuschläge für die Schnellbusse 48 und 49 (zwischen Bahnhof und Elbufer) abgeschafft werden.
Andere Schnellbusse werden durch zuschlagfreie Buslinien ersetzt (Bürgerschaftsdrucksache Bericht des Verkehrsaus- schusses, Drucksache21/ 13190, 25.5.2018).
Als Begründung erklären die Senatsvertreter mit Verkehrsstaatsrat Rieckhof an ihrer Spitze gegenüber dem Verkehrsausschuss: „Diese Linie werde von den Fahrgästen zum einen aufgrund der Zuschlagspflicht nicht angenommen, zum anderen wegen der deutlich längeren Fahrzeit für den Weg in die Innenstadt“. Auf den Vorschlag einer Aufhebung des Zuschlags warnen sie im Gegenteil dazu vor dem Erfolg eines solchen Direktbusses: Ein Verzicht auf den Zuschlag „würde bedeuten, dass es zu einer erheblichen Verlagerung von Fahrgästen anderer Verkehrsmittel, insbesondere von der U- und S-Bahn, zum Schnellbus käme.“
Es ist dem Verkehrsstaatsrat also sehr wohl bewusst ist, dass viele einen Direktbus nutzen würden, ihn als Schnellbus aber nicht bezahlen können. Das trifft vor allem auf ältere Fahrgäste, Fahrgäste mit Kindern und Menschen zu, die es aus guten Gründen ablehnen, in der S-Bahn eingequetscht zu sein. Für sie bleibt nur das eigene Auto oder der Verzicht auf Fahrten. Faktisch ist der Zuschlag eine Strafgebühr für die autolosen S-Bahn-VerweigerInnen aus Wilhelmsburg.

Staatsrat Rieckhof selbst hat gegenüber dem Elbe-Wochenblatt begründet, warum er als Pendler von Stade nach Hamburg das Auto der S-Bahn vorzieht: „Ich bin häufig bis nach 22 Uhr im Büro. Und versuchen Sie mal abends, wenn S-Bahn und Metronom nur stündlich fahren und Sie nicht in der Nähe des Stader Bahnhofs wohnen, nach Hause zu kommen. Ich müsste immer meine Frau bitten, mich abzuholen oder mit dem Taxi fahren.“ (Elbe-Wochenblatt 17.1.2017, S.3.)

 


 

 

 

 

 

 

 

 

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Ankommen - Helfen

Behördeninitiative „Neuenfelder Straße Hilft“
Weltcafé: Neuenfelder Straße 19 (in der Behörde), jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr.
Es werden Gesprächs- und Spielgruppen angeboten.

Koordination sozialräumliche Integration von Flüchtlingsunterkünften
Flavia Suter, Fachamt Sozialraummanagement
Bezirksamt Hamburg-Mitte, Klosterwall 4,
20095 Hamburg, Tel.: 428542397,
Mail: flavia.suter@hamburg-mitte.hamburg.de

Jobs, Qualifizierung, Berufseinstieg
Marktplatz der Begegnungen
7. September 2017, 9.30 – 12 Uhr, Handwerkskammer Hamburg, 3. Etage, Holstenwall 12, 20355 Hamburg,
Hamburger Messe zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Angesprochen sind in erster Linie volljährige, nicht schulpflichtige Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive, die sich bereits etwas auf Deutsch verständigen können oder gute Englischkenntnisse mitbringen.
Formlose Anmeldung per E-Mail bis zum 1. September 2017 an britta.wilken@hwk-hamburg.de (eine Angabe der Teilnehmer-Anzahl genügt).

Ratgeber
HVV-Broschüren für Geflüchtete
Der Hamburger Verkehrsverbund bietet Info-Broschüren in den Sprachen Deutsch/Englisch/Arabisch/Farsi.
Die Information zu dem HVV-Abo auch in Tigrinya unter http://www.hvv.de/pdf/service/downloads/hvv_how-to-travelby-hvv_flyer.pdf oder
http://www.hvv.de/pdf/service/downloads/hvv_abo_in_fuenf_sprachen.pdf
oder http://www.hvv.de/pdf/service/ downloads/hvv_mobilitaetsberatung_fluechtlinge.pdf

Gewaltschutz für Frauen
Schutz und Sicherheit vor Gewalt für geflüchtete Frauen und Jugendliche in Deutschland.
Kostenlose Broschüren unter www.mimi-bestellportal.de


Baderegeln
in verschiedenen Sprachen unter https://www.dlrg.de/presse/pm-baderegeln.html

 

Die Insel Hilft e. V. ...
... berichtet aus den Gruppen

Klönschnack mit Ralf an jedem zweiten Donnerstagabend im Wechsel mit dem Tandem-Treffen

... freut sich über
- Freiwillige für die Organisation von Sportangeboten,
- HelferInnen für die Öffentlichkeitsarbeit,
- Interessierte für Tandem-Partnerschaften.
- HelferInnen für Hausaufgabenhilfe
Inselhaus, Erlerring 1, 21109 Wilhelmsburg (Kirchdorf-Süd)
Tel. 35 62 86 67,
Mail: mail@inselhilfe.org
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, 11 bis 14 Uhr.
Mehr auf: www.inselhilfe.org

 

 

 

 

 

 



 

 

 

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Wichtige Dokumentationen

A26 - Finkenriek - Kornweide Präsentation < mehr

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

 

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