25. Jahrgang,
Ausgabe 9
Sep. / Okt.
2019
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Aktuell

"Herr Tschentscher, erklären Sie den Klimanotstand!"
Cursor statt Meißel
800 Besucher*innen feierten den Wilden Wald
Nachfragen unerwünscht, Ausgleich in der Fischbeker Heide
Pegelstand Elbinsel - 11.9.2019
Zum BürgermeisterDialog am 11.9.2019
Fuß- und Radwegbrücke Brackstraße wird umgebaut
Ankommen - Helfen
Wichtige Dokumentationen

"Herr Tschentscher, erklären Sie den Klimanotstand!"
Mit einer Performance machten Klima-Aktivist*innen der Gruppe "Extinction Rebellion Hamburg" beim "Pegelstand" auf die Bedrohung durch den Klimawandel aufmerksam

Pegelstand

Leider unbewegt: Routiniert ließ der Bürgermeister auch die Aktion von KlimaAktivist*innen im Laufe der "Pegelstand"-Veranstaltung über sich ergehen.
Foto: XR

PM. Bereits zu Beginn der Veranstaltung "Pegelstand Elbinsel" mit dem Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher hatte Moderator Hartmut Sauer eine "Performance" zwischen dem ersten und dem zweiten Teil der Veranstaltung angekündigt.
Nachdem Bürgermeister Tschentscher sich zu den Themen "Wohnen, Natur und Klima" geäußert hatte, war es soweit: In den hinteren Sitzreihen erhoben sich rund zwei Dutzend Klima-Aktivist*innen von Extinction Rebellion (XR) Hamburg und schritten, mit erhobenen und mit Kunstblut beschmierten Händen, langsam zur Bühne.
Während eine Teilnehmerin der Performance aus der XR-Stadtteilgruppe Wilhelmsburg ein kurzes Statement verlas, stellten die anderen sich auf der Bühne zwischen zwei Bannern auf, die beschriftet waren mit "Eilmeldung – EU warnt vor Aussterben der Menschheit" und "Systemwandel statt Klimawandel".
Die XR-Aktivist*innen forderten unter anderem: " (...) Herr Tschenscher (...) erklären Sie den Klimanotstand. Sagen Sie die Wahrheit über den tatsächlichen Stand der Dinge in Sachen Klimakatastrophe und Artensterben. Verschweigen Sie nichts."
Zum Abschluss der Aktion wurde dem Bürgermeister das Buch "Die unbewohnbare Erde" des US-Wissenschaftsjournalisten David Wallace-Wells überreicht – mit der Bitte, es zu lesen, und dem Appell: "Handeln Sie jetzt! Denn tun Sie dies nicht: Dann klebt das Blut der nächsten Generation, das Blut unserer Kinder, auch an Ihren Händen!"

 

 

 

 

 

 


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Cursor statt Meißel
Schüler*innen stellten ihr digitales Projekt am Kriegerdenkmal an der Emmauskirche vor

Kästen

Drei Kästen mit Kärtchen. Über den QRCode wird die Auseinandersetzung über das Kriegerdenkmal sichtbar.
Foto: hk

hk. An der Pforte vorm Kriegerdenkmal an der Emmauskirche hängen seit zwei Wochen drei kleine Kästen. In den Kästen stecken Kärtchen mit jeweils einer Fotomontage mit alternativen Denkmalsmotiven. Kästen und Kärtchen sind der „reale“ Teil der „digitalen Intervention“, die das „Cursor statt Meißel“-Team mit Schüler*innen der Stadtteilschule Wilhelmsburg am Tag des offenen Denkmals an der Emmauskirche vorstellte (siehe auch WIR Nr. 8/19).
Über den QR-Code auf der Rückseite der Kärtchen kann man in die Geschichte reisen. In Ton- und einigen Bilddokumenten haben die Schüler*innen z.B. Reden bei der Denkmalseinweihung 1932 nachgesprochen, Streitgespräche über Krieg und Frieden inszeniert und sie berichten über ihre Arbeit am Projekt. Für sie war es auch lebendiger Geschichtsunterricht. Und wenn alles klappt, soll die Arbeit an der digitalen Intervention weitergehen und die Seite gepflegt und erweitert werden. „Zuerst dachte ich, das Projekt ist nicht cool,“ sagte ein Schüler bei der Präsentation an der Emmauskirche: „Aber dann habe ich gemerkt, das ist keine verschwendete Zeit.“

Mehr Infos von „Cursor statt Meißel“: vor Ort über den QR-Code oder unter denkmal.wtf.

 

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800 Besucher*innen feierten den Wilden Wald
Das "WiWa-Waldfest" am Ernst-August-Kanal war ein voller Erfolg. Menschen aus ganz Hamburg kamen zusammen, um friedlich zu feiern und den Wald vor der Rodung zu retten

Waldfest

Bestes Wetter, gut besucht und entspannte Atmosphäre: Zum "WiWa-Waldfest" Anfang September kamen rund 800 Besucher*innen, die es nicht hinnehmen wollen, dass Wilhelmsburg noch mehr Grünflächen verlieren soll.
Fotos: han

WIR/han. Es wurde gesungen, gespielt, diskutiert, gegessen und gefeiert: Der Wilhelmsburger Wilde Wald am Ernst-August-Kanal, der für das geplante Baugebiet "Spreehafenviertel" weichen soll, liegt vielen Wilhelmsburger*innen ganz offenbar am Herzen - etwa 800 Besucher*innen kamen zu dem Fest.
Die Veranstalter*innen des Festes, die seit drei Jahren für den Erhalt des Waldes aktive Initiative "Waldretter Wilhelmsburg" und die Gruppe "Extinction Rebellion", freuten sich sehr über das große Interesse der Menschen und die vielen positiven Rückmeldungen.
"Dieser Wald hat im Viertel eine große Bedeutung", berichtet Waldretterin Sigrun Clausen. "Immer wieder sind beim Fest Menschen auf uns zugekommen und haben erzählt, was ihnen ganz individuell der Wald bedeutet. Viele zeigten sich regelrecht geschockt darüber, dass er zerstört werden soll."
Ein Bündnis aus sieben Stadtteilinitiativen und -einrichtungen hatte zu dem Fest aufgerufen. Auf der Festmeile am Fußweg entlang des Kanals präsentierten sie und viele weitere sich und ihre Arbeit mit Infomaterial, Ausstellungen und Mitmachangeboten. So informierte zum Beispiel das "Bündnis Verkehrswende" mit großen RollUps über den Widerstand gegen die geplante Autobahn A26 Ost, während die Stadtteildiakonie des Kirchenkreises Hamburg-Ost ihr Naturpädagogik-Programm vorstellte.
Die Idee der Veranstalter*innen, ein leises, handgemachtes Fest zu feiern, in dessen Mittelpunkt der Wald stand, und den Besucher*innen die Möglichkeit zu geben, den Wald zu erleben und zu entdecken, kam bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen gut an.

Waldfest

Viele Wilhelmsburger Initiativen informierten die Besucher*innen über den Wald, die geplante A26 Ost und anderen Themen aus dem Stadtteil.

Beschwingt und belebt zeigten sich die Besucher*innen von dem schönen Rahmenprogramm und den Angeboten beim Waldfest: Die "Schaluppe" legte am Ufer an und lud an Deck zum Verweilen, Sonnen, Diskutieren und Gucken ein. Es gab Musik, unverstärkt, nicht-elektronisch, mit Gesang und akustischen Instrumenten, es gab Naturmeditationen, Lesungen, Yoga, Baumfühlungen, lehrreiche und informative Rundgänge. Am Imkerstand erfuhr man alles über Honigbienen. Für die Kinder war mit Bewegungsspielen, Keschern im Kanal, Malen, Basteln und Handwerken sowie Schminken bestens gesorgt.
Essen und Trinken - selbstgemacht, selbstgebacken, selbstgekocht - wurden gegen Spende abgegeben. Alle wurden satt! In kurzen Festreden stellten die Veranstalter*innen klar, dass weder Wirtschaftswachstum noch Wohnungsbau in Zeiten des Klimawandels die Zerstörung eines Waldes rechtfertigten. Ihre Forderung: "Der Wilde Wald bleibt!" wurde von den rund 300 Zuhörer*innen mit großem Applaus unterstützt.
"Papa", hörte man am Ende des Tages einen kleinen Jungen sagen, "wann ist wieder ein Fest im Wald?"
"Es wird noch viele Feste in unserem Wilden Wald geben", sagt das Waldfestbündnis. "Davon sind wir überzeugt. Denn dieser Wald wird bleiben. Er wird so alt werden, dass er gemächlich vom Pionierwald in einen Mischwald übergehen kann."

 

 

 


 

 

 

 


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Nachfragen unerwünscht, Ausgleich in der Fischbeker Heide
Bericht von der Diskussion zum Bebauungsplan-Entwurf Wilhelmsburg 100 "Nördliches Elbinselquartier" am 15. Juli 2019 im Haus der Jugend Krieterstraße

 

Bebauungsplan - Entwurf

Der Bebauungsplan-Entwurf Wilhelmsburg 100 "Nördliches Elbinselquartier", wie ihn der Bezirk HH-Mitte bei der Öffentlichen Plandiskussion präsentierte. Die komplette Präsentation
vom 15. Juli 2019 finden Sie < hier

Grafik: Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung/Plangrundlage: IBA HH GmbH

MG. Michael Mathe, Amtsleiter Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung, bedankte sich für den Artikel „Mitten in den Sommerferien ...“ im WIR 7/19, den Michael Rothschuh und die WIR-Redaktion geschrieben hatten, der sicherlich zu dem Andrang bei der Veranstaltung beigetragen habe.
Allerdings kamen nicht alle möglichen Fragen zur Sprache, z. B. Bürgerbeteiligung bei der Planung der Schulen. Und entschieden wurde auch nichts. Michael Mathe betonte gleich zu Beginn, dass dieser Entwurf des Bebauungsplanes Wilhelmsburg 100 nicht in Zement gegossen sei. Was allerdings noch geändert werden könnte, wurde am 15. Juli 2019 nicht klar.
Auf dem ca. 38 Hektar großen Gebiet zwischen Honartsdeicher Weg, Zeidlerstraße, Rotenhäuser Straße und der neuen Wilhelmsburger Reichsstraße sollen 1.500 Wohnungen entstehen. 20.000 Quadratmeter werden für Gewerbe und Einzelhandelsflächen ausgewiesen. Der Schwerpunkt des Wohnens liegt im Norden. Geplant sind recht dichte innerstädtische Quartiere mit einer Blockbebauung in Anlehnung an das Reiherstiegviertel. Im Osten des Plangebietes sowie entlang der zentralen Erschließungsstraße werden Urbane Gebiete ausgewiesen.
„In der robusten (beliebtes Wort bei den Stadtplanern, d.Red.) Nachbarschaft von Gewerbe und Industrie, muss man schauen, dass das Wohnen sicher und nicht gefährdet funktioniert“, erläuterte Michael Mathe. Alle Kleingärten sollen erhalten bleiben, allerdings z. T. an anderer Stelle und verkleinert auf ca. 240 Quadratmeter. Die jetzige Fläche für den Ruderclub am Aßmannkanal ist gesichert.

Angrenzend wird ein großes Zentrum mit Stadtteil- und Grundschule für alle drei neuen Quartiere geplant. Südlich davon entsteht ein Quartierspark am Aßmannkanal, der im Osten in einen urban geprägten zentralen Quartiersplatz mündet. Hier konzentrieren sich in den Sockelbereichen der umgebenden Baublöcke die Nahversorgungs- und Dienstleistungsnutzungen für das neue Quartier. Der Biergarten mit Bootsverleih bleibt bestehen.
Die Sportanlagen des Wilhelmsburger SV werden an anderer Stelle kompensiert. Gemäß öffentlicher Vorlage des Stadtentwicklungsausschusses ist geplant: „Die Sportanlage am Vogelhüttendeich wird in jedem Fall erst aufgegeben, wenn die beiden anderen Anlagen (Dratelnstraße und Karl-Arnold-Ring) fertig gestellt sind“. Solche Versprechen gab es auch schon beim Neubau der Wilhelmsburger Schwimmhalle, als viele Monate lang kein Schwimmen auf Wilhelmsburg möglich war, weil die alte Schwimmhalle an der Dratelnstraße früher abgerissen wurde.

In der Diskussion ging es dann vor allem um die Bebauung in der Zeidlerstraße. Bewohner*innen sorgen sich um ihre Wohnungen. Einige der SAGA-Häuser wurden erst vor fünf Jahren renoviert. Michael Mathe beruhigte: „Laut Bebauungsplanentwurf ist Neubau möglich. Die SAGA verfolgt das weiter. Wenn es zum Abriss kommt, wird es ein Sozialplanverfahren geben und das wird frühzeitig mit Ihnen besprochen“.
Die Trasse der Wilhelmsburger Reichsstraße wird zurückgebaut. Die Bäume dort müssen gefällt werden. Ausgleich ist u. a. In der Fischbeker Heide vorgesehen, wo ein vier Hektar Kiefernwald in Mischwald umgewandelt wird. Harald Köpke vom BUND forderte, dass Eingriffe auf der Elbinsel auch hier ausgeglichen werden müssten. Es gäbe einen erhaltenswerten Wald und es gäbe freie Flächen der Hamburg Port Authority.
Wie zuvor ist die Planung einer U-Bahn nicht in Sicht. Es werden Buslinien geplant, die die Menschen aus den neuen Quartieren zu den jetzt schon überlasteten S-Bahn-Stationen Wilhelmsburg und Veddel bringen sollen. Ein Besucher fragte unzufrieden: „Was ist das Ziel dieser Veranstaltung? Welche Möglichkeiten haben wir? Wir vertrödeln hier nur unsere Zeit!“
Diesem Eindruck widersprach Dr. Gunter Böttcher (Stadtplanungsausschuss), Moderator der Veranstaltung, vehement. Die bestehende Planung würde mit den Hinweisen der Besucher*innen besser gemacht. Der Bezirk würde weiter informieren und alle hätten die Chance, sich weiter zu beteiligen. Allerdings führte er autoritär durch die Veranstaltung. Es gab kaum die Chance von weiteren Nachfragen und die Frage nach alternativen Plänen wurde mit Hinweis auf das bisherige Beteiligungsverfahren abgebügelt.
Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs findet voraussichtlich im Februar 2020 statt.
Die Vorweggenehmigungsreife erfolgt voraussichtlich im Oktober 2020

 

 

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ACHTUNG! Neuer Termin - 11.9.2019:
Pegelstand Elbinsel
Der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg lädt zum Bürgermeister-Dialog
mit Peter Tschentscher ein

PM/ZEWI. Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher ist einer Einladung zum Pegelstand gefolgt. Er stellt sich damit einer offenen Bürgerdiskussion in Wilhelmsburg.
Möglichst viele Menschen aus Wilhelmsburg haben die Gelegenheit, sich mit ihren Anliegen und Vorschlägen direkt an Peter Tschentscher zu wenden. Nach dem Motto: „Was ich dem Bürgermeister schon immer mal sagen wollte.“

Außerdem gibt es Wilhelmsburger Anliegen, die man als „Bürgermeister-Themen“ bezeichnen kann: Problemfelder, die angesichts veränderter Bedingungen und neuer Erkenntnisse nur gelöst werden können, wenn die Entscheidungsträger im Senat den Mut haben, neue Bewertungen zuzulassen sowie innovative und zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen. Dazu gehören:
- Gutes Auskommen, gutes Leben, gutes Zusammenleben in einer internationalen und solidarischen Stadt
- Neue Visionen und Impulse für die Stadtentwicklung: „Sprung über die Elbe?“
– Da geht viel mehr!
- Wilhelmsburg als Luftkurort kann Hamburgs Klima retten: Luftqualität und Umwelt; Natur erhalten und Gesundheit verbessern Bezahlbarer Wohnraum für Alle: Wohnungsbau in Wilhelmsburg am realen Bedarf ausrichten
- Forderungen zur Stärkung der Bildung auf den Elbinseln
- Für eine klimafreundliche und gesunde Mobilität statt einer Stadtautobahn durch den Hamburger Süden: Hamburg verabschiedet sich von dem Projekt A26-Ost/Hafenquerspange. Damit werden Mittel frei: für einen attraktiven öffentlichen Verkehr und den Fahrradverkehr im Hamburger Süden.
- Sowie für den Hafenverkehr der Zukunft: mit einer Nachfolgelösung für die marode Köhlbrandbrücke und für eine Tunnelung der Haupt-Hafenroute zum Schutz der Veddel

Bürgermeister-Dialog in Wilhelmsburg:
Dr. Peter Tschentscher beim Pegelstand Elbinsel Mittwoch,
11. September 2019, 19 Uhr,
Bürgerhaus Wilhelmsburg, kleiner Saal


Mehr Infos zum Thema und zur Reihe Pegelstand: www.zukunft-elbinsel.de

 

 


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Zum BürgermeisterDialog am 11.9.2019
Von Klaus von Dohnany bis Henning Voscherau:
Mehrfach haben Hamburger Bürgermeister in schwierigen Zeiten in Wilhelmsburg Präsenz gezeigt und hatten den Mut, falsche Senatsentscheidungen zu revidieren und damit die Weichen für eine positive zukunft der Elbinsel zu stellen. Ein Überblick

Dialog damals

So titelte das Hamburger Abendblatt am 2.2.1963
(ein Jahr nach der großen Flut) zu den Plänen des Senats, die Wohngebiete des Wilhelmsburger Westens für die Hafenerweiterung aufzugeben

Verein Zukunft Elbinsel. Viel hat sich seither geändert in Wilhelmsburg. Über eine Milliarde wurden im Rahmen des „Sprung über die Elbe“ investiert und machen deutlich: Dies ist ein guter Ort zum Wohnen!
Am 27. August beginnt der Erörterungstermin für den ersten Abschnitt der geplanten A 26-Ost. Eine Stadtautobahn mitten durch unseren Stadtteil. Eine 2 Milliarden Investition nicht nur gegen die Verkehrswende und das Klima, sondern auch gegen die Stadtteilentwicklung in Wilhelmsburg! In diesem Spannungsfeld folgt Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher einer Einladung zum Pegelstand am 9. September und stellt sich damit einer offenen Bürgerdiskussion. Mehrfach haben Hamburger Bürgermeister in schwierigen Zeiten in Wilhelmsburg Präsenz gezeigt und hatten den Mut, falsche Senatsentscheidungen zu revidieren und damit wichtige Weichen für eine positive Zukunft der Elbinseln zu stellen.

1977 war es der Klose-Senat, der beschloss, Wilhelmsburg-West als Wohnstandort zu erhalten und eine “Pilotstudie” in Auftrag gab (s. Artikel zu Hans-Ulrich Klose unten).
Am 17.1.1984 besuchte Bürgermeister Klaus von Dohnanyi eine große Protestveranstaltung, stellte eine Lösung des DioxinProblems für den Müllberg in Georgswerder in Aussicht und versprach: “Die als Autobahn geplante Hafenquerspange durch Wilhelmsburg wird nicht gebaut”.
Am 25.3.1996 folgte Henning Voscherau einer Einladung zur “7. Wilhelmsburger Einwohnerversammlung”. Der Senat hatte vorher einen Rückzug bei seinen Plänen für eine Müllverbrennungsanlage in Wilhelmsburg gemacht und Voscherau versprach positive Impulse für die Stadtteilentwicklung.
Erinnert sei auch an Hans-Ulrich Kloses Teilnahme an der großen Demo gegen die drohende Autobahnisierung der Elbinseln am 31.10.2009, wo er in vorderster Reihe mit marschierte und auch bei der Abschlusskundgebung vor dem Wilhelmsburger Rathaus als Redner auftrat.
Das Autobahnprojekt zeigt, dass Wilhelmsburg für den Hamburger Senat weiterhin der Verfügungsraum ist für Großprojekte, die in keinem anderen Hamburger Stadtteil vorstellbar wären. Natürlich hat das auch damit zu tun, dass die Elbinseln die Besonderheit haben, Stadt und Hafen zugleich zu sein. Aber gerade deshalb braucht es ein mutiges Gesamtkonzept, das den Konflikten nicht aus dem Wege geht.
Ideen dazu gibt es in Wilhelmsburg zu Hauf. 2001 hatte eine „geschlossene Front aller Wilhelmsburger*innen“ eine Zukunftskonferenz durchgesetzt und in einem „Weissbuch“ ihre Vorschläge veröffentlicht. Über 100 Mal hat der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg seither zu Stadtteildebatten über Zukunftsperspektiven eingeladen.
Mittlerweile ist der Verein nur noch eine Stimme unter Vielen. Es gibt eine Vielzahl neuer Initiativen. Unsere Zusammenstellung der „Bürgermeister-Themen“ ist auch ein Angebot für den Dialog miteinander.

 


 

 


 

 

 

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Fuß- und Radwegbrücke Brackstraße wird umgebaut
Bis Spätsommer ist die Brücke nur eingeschränkt nutzbar

Brücke Brachstr

Während der Bauarbeiten an der Brücke gibt es eine Umleitung
über die Neuenfelder Straße.

Grafik: Verkehrsbehörde

PM. Im Zuge der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße wird die Fuß- und Radwegbrücke Brackstraße in Wilhelmsburg ertüchtigt. Die Brücke verbindet das Wohngebiet zwischen Bahnanlagen und Otto-Brenner-Straße mit dem Inselpark.
Eine der zwei Stützen der 1979 errichteten Stahlbrücke steht in der Fahrbahn der neuen Wilhelmsburger Reichsstraße. Diese Stütze muss versetzt werden, sodass sie sich auf dem künftigen Mittelstreifen befi ndet. Die Arbeiten werden in mehreren Abschnitten durchgeführt, in denen die Brücke voll gesperrt werden muss bzw. nur mit Einschränkungen nutzbar ist.
Fußgänger und Radfahrer weichen über die Neuenfelder Straße aus. Bürgerinnen und Bürger können sich auch während der monatlichen Bürgersprechstunde informieren. Jeden letzten Mittwoch im Monat ab 17 Uhr im Baubüro in der Rotenhäuser Straße 14.

Sperrungen und Einschränkungen der Brücke:

Noch bis 29. März: Vollsperrung der Brücke
Zwischenzeit: uneingeschränkt nutzbar
22. April bis 26. April: Vollsperrung der Brücke für etwa vier Tage
Zwischenzeit: eingeschränkte Nutzbarkeit (Maximal fünf Personen gleichzeitig, mittels Wachschutz reguliert, Sperrung von 20 bis 7 Uhr)
27. Mai bis 28. Juni: Vollsperrung
Zwischenzeit: uneingeschränkt nutzbar
August: Vollsperrung der Brücke für rund drei Wochen (Fertigstellung)
Nach aktueller Planung ist die Brücke Anfang September 2019 wieder uneingeschränkt nutzbar. Der Ablaufplan kann sich jedoch aufgrund unvorhergesehener Ereignisse oder witterungsbedingt verzögern.

Technischer Hintergrund
Die Verschiebung eines Pfeilers ist eine gravierende Änderung, sodass die Standfestigkeit der Brücke erneut nach dem heutigen Regelwerk nachgewiesen werden muss. Aus dieser Nachrechnung ergibt sich, dass neben dem Verschieben des Brückenpfeilers auch die Brücke selbst an wichtigen Stellen verstärkt werden muss. Zudem müssen die Brückenlager ausgetauscht werden. Die Verstärkungsmaßnahmen werden nicht nur im Bereich der neuen Straßentrasse, sondern auch im Gleisbereich notwendig. Hier können einige Arbeiten nur ausgeführt werden, wenn die Bahngleise gesperrt sind.
Mit dem Umbau wird die Brücke nicht nur für die neue Wilhelmsburger Reichsstraße angepasst, sondern auch für die Zukunft fitgemacht. Die Arbeiten werden in mehreren Abschnitten ausgeführt. In der ersten Phase vom 28. Januar bis Ende März 2019 sind Stahlbau- und Schweißarbeiten zur Verstärkung auf einer Brückenhälfte erforderlich. Im April wird während einer Woche die Stütze versetzt. Im Juni werden Verstärkungsarbeiten im Gleisbereich durchgeführt.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

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Ankommen - Helfen

Behördeninitiative „Neuenfelder Straße Hilft“
Weltcafé: Neuenfelder Straße 19 (in der Behörde), jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr.
Es werden Gesprächs- und Spielgruppen angeboten.

Koordination sozialräumliche Integration von Flüchtlingsunterkünften
Flavia Suter, Fachamt Sozialraummanagement
Bezirksamt Hamburg-Mitte, Klosterwall 4,
20095 Hamburg, Tel.: 428542397,
Mail: flavia.suter@hamburg-mitte.hamburg.de

Jobs, Qualifizierung, Berufseinstieg
Marktplatz der Begegnungen
7. September 2017, 9.30 – 12 Uhr, Handwerkskammer Hamburg, 3. Etage, Holstenwall 12, 20355 Hamburg,
Hamburger Messe zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Angesprochen sind in erster Linie volljährige, nicht schulpflichtige Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive, die sich bereits etwas auf Deutsch verständigen können oder gute Englischkenntnisse mitbringen.
Formlose Anmeldung per E-Mail bis zum 1. September 2017 an britta.wilken@hwk-hamburg.de (eine Angabe der Teilnehmer-Anzahl genügt).

Ratgeber
HVV-Broschüren für Geflüchtete
Der Hamburger Verkehrsverbund bietet Info-Broschüren in den Sprachen Deutsch/Englisch/Arabisch/Farsi.
Die Information zu dem HVV-Abo auch in Tigrinya unter http://www.hvv.de/pdf/service/downloads/hvv_how-to-travelby-hvv_flyer.pdf oder
http://www.hvv.de/pdf/service/downloads/hvv_abo_in_fuenf_sprachen.pdf
oder http://www.hvv.de/pdf/service/ downloads/hvv_mobilitaetsberatung_fluechtlinge.pdf

Gewaltschutz für Frauen
Schutz und Sicherheit vor Gewalt für geflüchtete Frauen und Jugendliche in Deutschland.
Kostenlose Broschüren unter www.mimi-bestellportal.de


Baderegeln
in verschiedenen Sprachen unter https://www.dlrg.de/presse/pm-baderegeln.html

 

Die Insel Hilft e. V. ...
... berichtet aus den Gruppen

Klönschnack mit Ralf an jedem zweiten Donnerstagabend im Wechsel mit dem Tandem-Treffen

... freut sich über
- Freiwillige für die Organisation von Sportangeboten,
- HelferInnen für die Öffentlichkeitsarbeit,
- Interessierte für Tandem-Partnerschaften.
- HelferInnen für Hausaufgabenhilfe
Inselhaus, Erlerring 1, 21109 Wilhelmsburg (Kirchdorf-Süd)
Tel. 35 62 86 67,
Mail: mail@inselhilfe.org
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, 11 bis 14 Uhr.
Mehr auf: www.inselhilfe.org

 

 

 

 

 

 



 

 

 

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Wichtige Dokumentationen

A26 - Finkenriek - Kornweide Präsentation < mehr

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

Die Rede von Alexandra Werdes, Initiative Waldretter: < mehr

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