23. Jahrgang,
Ausgabe 5
Mai / Juni
2017
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Wann... in Wilhelmsburg ?

Wo... in Wilhelmsburg ?

 

Aktuell

Im Zentrum stand der geforderte Tunnel
Mehr Fleisch in die Wilhelmsburger Mitte
Kein Diesel! Keine A26! Kein Dobrindt!
Mit dem Fahrrad zur Verkehrswende
Vogelhüttendeich: Mit Hornveilchen gegen Vermüllung
 
Die neue Gebietskategorie „Urbanes Gebiet“ erleichtert in Zukunft die Planung von Wohngebieten
Ankommen - Helfen
Wichtige Dokumentationen

Im Zentrum stand der geforderte Tunnel
Nur wenige BesucherInnen auf der Perspektiven-Planungswerkstatt „A26 in Wilhelmsburg“

Planungswerkstatt

Juliane Misch von der DEGES erläutert den BesucherInnen die Anschlussstelle Otto-
Brenner-Straße und sagt: „Aus planerischer Sicht die sinnvollere Variante“
. Foto: hk

hk. Die etwa dreißig BesucherInnen, darunter mindestens zehn Offizielle, wirkten ziemlich verloren im großen Saal des Bürgerhauses. Die Planungswerkstatt war der Auftakt für die Erarbeitung eines Bürgergutachtens zur geplanten A26. Die Treffen sollen in den nächsten Monaten in regelmäßigen Arbeitsgruppen fortgesetzt werden (siehe Kasten). Zu Beginn der Veranstaltung stellten VertreterInnen von Behörde und DEGES noch einmal die offiziellen Ziele dar, die mit dem Bau der A26 verfolgt würden, unter anderem die Schließung der Lücke im Fernstraßennetz und die Bündelung des Ost-West- und des Hafenverkehrs; außerdem die Entlastung Wilhelmsburgs von Verkehr, Lärm und Schadstoffemissionen. Die geplante Autobahn und ihre Linienführung seien nicht mehr verhandelbar, aber es blieben noch wichtige Gestaltungsspielräume. Die Veranstaltung diene auch dazu, Ängste zu nehmen und Missverständnisse auszuräumen.
Sebastian Beck vom Bundesamt für Wohnen und Stadtentwicklung (vhw, Berlin) stellte dann die Ergebnisse der Online-Befragung vor. Die Beteiligung an der Befragung war durchschnittlich. Auf die Frage, welche Punkte ihnen bei der A26-Planung am wichtigsten seien, antworteten jeweils 85 bis 90 Prozent: Lärm, Querungen und die Mobilität. Und als Unterpunkte wurden unter anderem ebenerdige Übergänge über die Autobahn und der Erhalt der Nord-Süd-Fahrradwege genannt: Es gab die Befürchtung, die A26 schade der Natur und eine Abfahrt Otto-Brenner-Straße bringe unkalkulierbaren Mehrverkehr und Gefahren für Schulen und Kitas in Kirchdorf-Süd. Außerdem wurden immer wieder ein langer Tunnel/Trog als Voraussetzung für eine spätere Quartiersentwicklung genannt.

Dass „der Tunnel“ beim Perspektiven-Beteiligungsverfahren zu einem zentralen Knackpunkt werden wird, wurde auch bei der anschließenden moderierten Tour durch die „Themeninseln“ deutlich. Anhand von Diagrammen, Expertenerläuterungen und sogar Geräuschsimulationen konnten sich die BesucherInnen über die – umstrittenen – Prognosen der PlanerInnen zur Lärm- und Verkehrsentwicklung rund um die A26 informieren. Das Hauptinteresse galt der Themeninsel „generelle Planung“ mit großformatigen Plänen über den Verlauf der A26 von der Kreuzung Reichsstraße bis zur A1 in Stillhorn. Manchen BesucherInnen wurde anhand dieser Pläne erst richtig bewusst, wie groß die Beeinträchtigungen des Lebens in Kirchdorf sein werden, wenn die A26 gebaut wird: „Das ist ja entsetzlich.“

Und es wurde an den Plänen auch deutlich, dass manche Probleme wie die der Querungen, die Lärmbelästigung und der zusätzliche Verkehr auf dem „Autobahnzubringer“ Otto-Brenner-Straße durch den ursprünglich vorgesehenen Tunnel und Trog bis zur A1 vermieden werden sollten. Michael Ulrich vom Stadtteilbeirat brachte die Diskussion an der Themeninsel „Generelle Planung“ auf den Punkt. Ohne den Verzicht auf die Ausfahrt Otto-Brenner-Straße und ohne einen Tunnel bzw. langen Deckel bis zur A1 werde die A26-Planung niemals eine Akzeptanz erringen. Er zeigte sich auch zuversichtlich und verwies dazu auf ein Abendblatt-Interview mit Verkehrsstaatsrat Rieckhof vom Januar. Dort sagte der Staatsrat, dass ein Tunnel auf der Marschinsel Wilhelmsburg schwer zu bauen sei. Aber es sei „sicherlich ein Disskusionspunkt.“
Ähnlich vorsichtig äußerte sich dann Juliane Misch von der DEGES an der Themeninsel: Die jetzige Planung mit dem kurzen Tunnel und dem weiteren ebenerdigen Verlauf durch Kirchdorf-Süd würde den Anforderungen des Bundes genügen. Aus planerischer Sicht sei diese Variante mit dem Anschluss Otto-Brenner-Straße die sinnvollere. Aber man könne über einen längeren Tunnel ja reden.


Wie geht es weiter bei Perspektiven?

29./30./31.5.,
18-20.30 h: Arbeit in Themengruppen, Ort N.N.

13.6., 18-20.30 h: Arbeit in Themengruppen, Bürgerhaus

Juli: Aufarbeitung der Ergebnisse der Themengruppen

Oktober: Öffentliche Diskussion des Bürgergutachtens & Einbringen in das Planfeststellungsverfahren

November 2018:
Ausstellung des Antrags auf Planfeststellung mit Fokus auf die Verwendung des Bürgergutachtens

Alle Pläne und Karten der Planungswerkstatt finden sich auf www.hamburg.de/fernstrassen

Weitere Infos zur Planungswerkstatt
unter www.buewi.de/aktivitaeten/perspektiven


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Mehr Fleisch in die Wilhelmsburger Mitte
Der Bebauungsplanentwurf für das Wilhelmsburger Rathausviertel wurde vorgestellt

Wilhelmsburg Mitte

Entwurf des Bebauungsplans für das Plangebiet Wilhelmsburg 91 – Wilhelmsburger Rathausviertel/ nordwestliche Dratelnstraße.
1200 Wohnungen und 250 Studentenwohnungen sind geplant. Der Anteil öffentlich geförderter Wohnungen bleibt mit 30 Prozent für einen Stadtteil wie Wilhelmsburg viel zu niedrig.

Grafik: Bezirksamt Hamburg-Mitte, Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung

MG. Es tut sich was in der Wilhelmsburger Mitte. Seit Sommer 2016 wird das Dreieck Neuenfelder/Dratelnstraße, westlich der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, bebaut. Das Studentenheim aus vorgefertigten Containern nimmt Gestalt an. Kürzlich wurde der Grundstein für WILMA gelegt. Das Projekt bietet unterschiedliche Wohn- und Arbeitsformen und man kann sich ab Juni 2017 bei der steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg mbH, Telefon 040/43129347, bewerben.
Jetzt geht es weiter mit dem Wilhelmsburger Rathausviertel (Wilhelmsburg 91). Das Bezirksamt Hamburg-Mitte lud am 10. April 2017 zu einer öffentlichen Plandiskussion in das Bürgerhaus ein. Michael Mathe, Leiter Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung, Karl Heinz Humburg und Axel Schulz , Bebauungsplanung, sowie Dr. Gunter Böttcher, Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses HH-Mitte, stellten den Bebauungsplanentwurf vor. Michael Mathe stellte fest, dass die Mehrzahl der Besucher aus Wilhelmsburg käme, und versicherte: „Ihre Kritik und Vorschläge landen nicht im Aktenschuber, sondern werden ausgewertet und in die weiteren Planungsschritte mitgenommen.“ Es werden 1200 Wohnungen geplant, davon 30 Prozent gefördert, plus 250 Studentenwohnungen. Er meinte: „Es geht darum, mehr Fleisch in die Wilhelmsburger Mitte zu kriegen.“ Für die Umsetzung der Pläne bedarf es einer Änderung des Flächennutzungsplans durch die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, und die Behörde für Umwelt und Energie muss das Landschaftsprogramm anpassen. Bestimmte Gewerbe- und Industrieflächen sind zu sichern - verdichteter Wohnungsbau zu ermöglichen.
Die häufigsten Fragen aus dem Publikum befassten sich mit der Bebauung um das Wilhelmsburger Rathaus. Hier steht noch nicht fest, wie weit die Bebauung in Richtung Inselpark gehen soll. Zur Zeit ist ein Riegel mit fünf bis sechs Geschossen und einem Hochpunkt am südlichen Ende geplant. Das stieß auf Widerstand. Ein Bewohner der Straße Am Inselpark wies darauf hin, dass dort früher von Stadtvillen und Ein- und Zweifamilienhausbebauung die Rede war. Der Geschäftsführer eines Gewerbebetriebes in der Ruppertstraße verwies auf das aktuelle „Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (BImSchG)“ und die gesetzlichen Abstandsregelungen. Das war eine neue Information für die Planer und kann große Auswirkungen haben.
Es wird ein urbanes Viertel geplant. Quartiersmaßstab ist das Reiherstiegviertel mit fünf Geschossen. Voraussichtlich erfolgt im Februar 2018 die öffentliche Auslegung.

 

 

 

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Kein Diesel! Keine A26! Kein Dobrindt!
Protestaktion vor dem Hamburger Rathaus

Demo A26

Demo vor dem Rathaus.
Foto: hk

hk. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte, aus Anlass der Verkehrsministerkonferenz in Hamburg am 27. April, aufgerufen, auf dem Rathausmarkt für saubere Luft und die Reduzierung der Stickoxid-Belastungen zu demonstrieren: Unter der Parole „Schluss mit schmutzig!” kritisierten die BUND-Redner Bundesverkehrsminister Dobrindt als “Bundesminister für Versagen und Verzögern“ und forderten „Stoppen Sie den Verkauf dreckiger Diesel-Neufahrzeuge!“
Das Bündnis für Verkehrswende Hamburg nahm an der Demonstration teil. Es unterstützt die BUND-Forderungen und wies auf die Bedeutung der geplanten Autobahn im Hamburger Süden für die Entwicklung der Stickoxide und andere gesundheitliche Belastungen für ganz Hamburg hin. Minister Dobrindt, dem der Protest galt, erschien nicht vorm Rathaus. Wegen Terminschwierigkeiten hatte er seine Ankunft kurzfristig auf den Nachmittag verschoben.


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Mit dem Fahrrad zur Verkehrswende
Den Start zur großen Fahrradsternfahrt am 18.6.2017 von Wilhelmsburg, Harburg und Moorburg aus organisiert das „Bündnis Verkehrswende Hamburg“ (BVH)

Plan

BVH/MoA/sic. Am Sonntag, 18. Juni 2017, findet in Hamburg wieder die große Fahrradsternfahrt statt. Auf etwa 22 Routen werden sich erneut bis zu 30.000 RadfahrerInnen in Richtung Innenstadt bewegen, um für das Ziel „Hamburg ist Fahrradstadt“ zu demonstrieren. Um Fahrradstadt zu werden, braucht es aber mehr als ein paar Alibi-Radrouten, Fahrradleihstationen und Radfahrstreifen:
Eine grundsätzliche Verkehrswende muss her, die Transport und Verkehr nicht mehr vom Pkw oder Lkw her denkt, sondern von anderen Voraussetzungen ausgeht! Dazu gehört das sofortige Ende des Neu- und Ausbaus von Autobahnen und Schnellstraßen im gesamten Stadtgebiet.
Das „Bündnis Verkehrswende Hamburg“ nutzt die Fahrradsternfahrt, um gegen die geplante A26-Ost im Süden Hamburgs und für ein generelles Umdenken zu demonstrieren.

Um 11 Uhr starten die RadlerInnen am S-Bahnhof Wilhelmsburg. Sammeln ist ab 10 Uhr. Um 10.30 Uhr findet eine Kundgebung vom Bündnis Verkehrswende Hamburg statt, vor dem Haupteingang der BSU, Neuenfelder Straße. Die Route führt vom S-Bahnhof Wilhelmsburg über die Wilhelmsburger Reichsstraße, Harburg, Moorburg, Köhlbrandbrücke, Neuhof, Hafenrandstraße, Veddel und Elbbrücken zum Rathausmarkt.

Nach wirklich guten Ansätzen beim Ausbau der Fahrradinfrastruktur, mit Fahrradstraßen, Radfahr- und Schutzstreifen, scheint aktuell plötzlich Verunsicherung innerhalb der Koalition zu herrschen.
Die Forderung von Mobil ohne Auto Nord e.V. (MoA) an den Senat: „Gehen Sie den eingeschlagenen Weg konsequent weiter: Machen Sie Hamburg zur Fahrradstadt! Lassen Sie sich nicht von unsachlichen Argumenten beeinflussen. Radfahrstreifen auf der Straße sind die sicherste Lösung. Dort haben sich die Verkehrsteilnehmer im Blick. Gefährlich hingegen sind die sogenannten Radwege, besonders an Kreuzungen. Noch schlimmer sind die ,Kombilösungen‘, wo sich FußgängerInnen und RadlerInnen einen Weg teilen müssen“, so Uwe Jancke, Vorstandsmitglied von MoA. „Jede Strecke, die nicht mit dem Auto zurückgelegt wird, sondern als vollwertige Alternative mit dem Rad, kommt der Umwelt zugute“, sagt Thomas Schönberger, Vorstandsmitglied von MoA. „Hier besteht weiter ein erheblicher Handlungsbedarf für die Politik, die entsprechenden Rahmenbedingungen weiter zu verbessern.“

Informationen zur Sternfahrt mit den einzelnen Startpunkten unter www.fahrradsternfahrt.info

 

 

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Vogelhüttendeich: Mit Hornveilchen gegen Vermüllung
Pflanzaktion der Projektgruppe Stadtteilpfl ege Wilhelmsburg

 

Hornveilchen

Möchten ihren Stadtteil mit Blumen verschönern: Dieter Obele,
Angelika Schöning, Michael Frauz, Andreas Schwarz
(v. l.).
Foto: ein

Dieter Obele. Die nördliche Veringstraße ist vor kurzem verkehrsberuhigt und aufgehübscht worden. Dagegen fristet der benachbarte Vogelhüttendeich, vor allem sein mittlerer Teil, weiterhin ein Schattendasein – nicht nur des dichten Baumbestands wegen. Die Straße wirkt trist, vernachlässigt, vermüllt. Was dagegen hilft? Hornveilchen! Vielleicht ...

„Wir wollen der Vermüllung etwas Schönes entgegensetzen“, sagt Angelika Schöning, Sprecherin der Projektgruppe Stadtteilpflege Wilhelmsburg. „Wir haben überlegt: Vielleicht hilft es, die so genannten Baumscheiben zu bepflanzen, also das Fleckchen Erde rund um die Straßenbäume. Wo schon Müll liegt, kommt neuer dazu. Wo es aber hübsch aussieht und Blumen blühen, schmeißen die Leute weniger Dosen und Zigarettenschachteln achtlos hin oder laden Sperrmüll ab.“ Das ist zumindest die Hoffnung der Projektgruppe.
Deshalb haben am 8. April einige Mitglieder der Projektgruppe zu Schaufel und Spaten gegriffen, die festgetretene Erde aufgelockert, drei Kubikmeter Kompost aufgetragen und rund 300 Hornveilchen und Primeln in vielen Farben gepflanzt. Bunt sieht es jetzt vor der Erziehungsberatungsstelle für Kinder und Jugendliche am Vogelhüttendeich 81 aus, vor dem Handy-Shop MMC 24 an der Einmündung zum Schipperort, ebenso wie nebenan vor der Musikschule Juri Müller, vor dem Autohaus Hantel sowie vor dem Café Pianola und Das Andere Lokal, die alle am Vogelhüttendeich ansässig sind. Eine Anwohnerin der Dierksstraße hat sich vorgenommen, das Baumbeet vor dem ehemaligen Frühstückscafé Die Bessere Hälfte zu umsorgen.
Vor der Aktion fragte die Projektgruppe Stadtteilpflege Anrainer des Vogelhüttendeichs nach ihrer Bereitschaft, sich nach der Erstbepflanzung um die weitere Pflege zu kümmern. Die meisten sagten „ja“, trotz mancher Bedenken wegen Vandalismus.
Überhaupt war bereits vorhandenes Engagement einiger Anwohnerinnen und Anwohner der Straße Ansporn für die Stadtteilpflege-Aktivisten. Zu nennen sind beispielsweise das Lokal Millenium und der türkische Rentnerverein, die jedes Jahr aufs Neue ihre Gärtchen liebevoll bepflanzen und sich auch nicht entmutigen lassen, wenn mal wieder Tulpen gepflückt, Sonnenblumen geklaut oder die Latten des Zäunchens drum herum kaputt gemacht worden sind. Und auch einige Bewohnerinnen und Bewohner des Open House lassen schon geraume Zeit rund um ihr Wohnprojekt an Straßenbäumen Blumen blühen.

Unterstützung erfuhr die AG Stadtteilpflege auch von der Verwaltung. Britta Buhbe vom Fachamt Management des öffentlichen Raums des Bezirksamts Mitte beauftragte ihren Kollegen Sebastian Dembkowski von der Grünabteilung des Amts mit der kostenlosen Anlieferung der Komposterde. „Wir sind froh, dass sich Bürgerinnen und Bürger engagieren, denn wir können uns leider aus Personalmangel nicht ausreichend ums Straßenbegleitgrün kümmern“, sagt Gärtnermeister Dembkowski und verbindet damit die Hoffnung, dass der Müll weniger wird.
Nach seiner Erfahrung ist in kaum einem anderen Stadtteil Hamburgs der öffentliche Raum so vermüllt wie im Reiherstiegviertel. „Wir würden uns sehr freuen, wenn nach diesem erfolgreichen Auftakt weitere Anwohnerinnen und Anwohner des Vogelhüttendeichs und Umgebung mitmachen, damit noch viele Straßengärtchen entstehen“, sagt Angelika Schöning. „Wer ein neues Beet um einen Baum anlegen möchte, den unterstützt die Projektgruppe Stadtteilpflege mit Erde und Pflanzen. Und natürlich sind der gärtnerischen Phantasie keine Grenzen gesetzt: Es muss nicht bei Hornveilchen bleiben!“, fügt Schöning hinzu.

Wer sich um ein Beet kümmern möchte, schreibt bitte oder ruft an: E-Mail: stadtteilpflege@buewi.de,
Tel. 040/75 20 17 18.

 

 

 

 


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Die neue Gebietskategorie „Urbanes Gebiet“ erleichtert in Zukunft die Planung von Wohngebieten
Gut für das neue Elbinselquartier?

Urbanes Gebiet

Ausschnitt aus dem sogenannten Funktionsplan für das neue Wohnquartier und Mischgebiet (Gewerbe/Wohnen) zwischen Ernst-August-Kanal (links, schräg-senkrecht), Jaffe-Davids-Kanal (oben, waagerecht) und Aßmannkanal (unten, waagerecht). Plan: IBA

MG. Zu Anfang wollte Karen Pein, Geschäftsführerin der IBA, wieder wissen, woher und warum die Besucher am 28. März 2017 ins Bürgerhaus gekommen waren. Etwa ein Drittel war aus beruflichen Gründen da und die meisten waren aus Wilhelmsburg und interessierten sich für das Wohnen im Elbinselquartier (früher Nord-Süd-Achse). Aus dem Siegerentwurf der Architekten „Hosoya Schaefer/Landschaftsarchitekten Agence Ter“ wurde inzwischen der Funktionsplan entwickelt, der später Grundlage für die beiden Bebauungspläne Nord und Süd werden wird, die Mitte 2018 ausgelegt werden sollen.
Was hat sich verändert? Insbesondere wurden Möglichkeiten der Oberflächenentwässerung in den Kleingartengebieten eingearbeitet. Zusätzlich zu einer Stadtteilschule wird es eine Grundschule geben. Zwei Vereinshäuser sind nun wieder in die Kleingartenflächen integriert worden. Überhaupt gab es bei den Kleingärten eine Konkretisierung. Östlich des Aßmannkanals soll der nördliche Teil der Kleingärten kombiniert und verzahnt werden mit öffentlicher Nutzung. Die Zahl der Kleingärten wird erhalten.
Voraussetzung für das Quartier ist eine Änderung des Flächennutzungsplans. Karl Heinz Humburg, zuständig für die Bebauungsplanung im Bezirksamt Hamburg-Mitte, erklärte erleichtert, dass es rechtzeitig bis zum Sommer als neue Gebietskategorie „Urbane Gebiete“ geben werde*, was die Pläne erleichtere. Die gewerbliche Nutzung rechts und links der Rubbertstraße wird in Richtung Aßmannkanal abnehmen bis hin zu einem allgemeinen Wohngebiet. Eine Grünachse bilden die Kleingärten am Kanal. Zur Zeit wird das Konzept für den Erschließungsverkehr bearbeitet. Das ganze Quartier soll eine 30er-Zone werden. Eine U-Bahn, nach der aus dem Publikum gefragt wurde, ist z.Z. nicht vorgesehen. Es wird eine Buslinie mit drei Haltestellen geplant.

Erste Ergebnisse gibt es bei den Gutachten für den Lärm- und Schallschutz und über die Geruchsbelastungen. Ein Gutachten hat gezeigt, dass die Luft in dem Gebiet gut ist. Alle Grenzwerte für die Schadstoffbelastung werden eingehalten. Die Bäume müssen noch erfasst werden und naturschutzrechtliche Belange müssen beachtet werden. Für kommende Starkregen muss die Oberflächenentwässerung noch optimiert werden.
Wasser ist ein besonderes Thema auf Wilhelmsburg, der sturmflutgefährdeten Elbinsel. Aber es gibt dazu seit Jahren Forschungsvorhaben, z.B. das gerade abgeschlossene Projekt KLIQ – „Klimafolgenanpassung innerstädtischer hochverdichteter Quartiere in Hamburg“ an der HafenCity Universität. Auf der Homepage wird ab Mai 2017 das Wissensdokument für die Verwaltung „Überflutungs- und Hitzevorsorge in Hamburger Stadtquartieren“ veröffentlicht.
Die Vergabe der Grundstücke soll ähnlich wie in der HafenCity erfolgen. Die Konzeptausschreibungen gehen an die üblichen Investoren. Aber 20 Prozent der Flächen sind für Baugemeinschaften vorgesehen. Die Frage nach einer bedarfsgerechten Erhöhung der Anzahl der geförderten Wohnungen wurde abschlägig beantwortet. Man wolle gemischte und leistungsstarke Quartiere. Ein höherer Anteil an Sozialwohnungen komme nicht in Frage.

* Vgl. Kasten

Urbane Gebiete und mögliche Anwendungspraxis in Hamburg

Aus einer PM der Baubehörde vom 1.3.2017. Mit der vom Bundesrat beschlossenen Gebietskategorie „Urbane Gebiete“ als neuem Baugebietstyp der Baunutzungsverordnung
wird Städten mehr Flexibilität beim Bauen in stark verdichteten Gebieten eingeräumt.
In Urbanen Gebieten ist eine Nutzungsmischung aus Wohnungen, Gewerbebetrieben, Gastronomie, Einzelhandel sowie kulturellen Einrichten mit variablen Anteilen vorgesehen.

Ein weiteres Merkmal der Urbanen Gebiete ist die kompakte Bauweise. Durch sie besteht die Möglichkeit, dichter und vor allem höher zu bauen. Mit der nun vorliegenden Gebietskategorie könnten in Zukunft beispielsweise Flächen auf der Elbinsel Wilhelmsburg
als urbane Gebiete ausgewiesen werden.

 

 

 

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Ankommen - Helfen

New World Café
Inselhaus, Erlerring 1, donnerstags ab 10 Uhr

 

Weltcafé
Behördeninitiative „Neuenfelder Straße Hilft“.

Neuenfelder Straße 19 (in der Behörde), jeden Mi. von 15 - 17 h.
Es werden Gesprächs- und Spielgruppen angeboten.

 

Koordinationsstelle sozialräumliche Integration von Flüchtlingsunterkünften
Flavia Suter, Fachamt Sozialraummanagement Bezirksamt Mitte.
Klosterwall 4, 20095 Hamburg,
Tel. 428542397, E-Mail: flavia.suter@hamburg-mitte.hamburg.de

 

Refugees welcome – aber wie?
Vortragsreihe im Sommersemester 2017 an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Hamburg
Jeden Dienstag, 18 – 20 Uhr c.t. im Hörsaal ESA K, Edmund-Siemers-Allee 1,
Programm: http://refugees-welcome.userblogs.uni-hamburg.de/vortragsreihesose-2017/


Ausstellung
„Scherben im Kopf“.
Trauma und seine Folgen bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen. am 19. April um 18 Uhr findet in der Ausstellung ein Vortrag zum Thema „Trauma und seine Folgen“ von Pia Heckel statt.
Galerie im Georgshof, Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S., Georgsplatz 10, 20099 Hamburg;
Infos und Anmeldung: Ricarda Luthe, Tel. 040/33 40 216

 

Hilfreiches für Geflüchtete und HelferInnen

1. „Wie finde ich eine Wohnung?“
Leitfaden für Wohnungssuchende in Deutsch und Englisch auf der Website des Freizeithauses Kirchdorf-Süd unter
http://www.freizeithaus-kirchdorf.de/p/Wohnungssuche_deutsch.pdf;
http://www.freizeithaus-kirchdorf.de/p/Housing_english.pdf

Leitfaden für Wohnungssuchende in Deutsch: < Text
Leitfaden für Wohnungssuchende in Englisch: < Text

2. „Demokratie für mich. Grundrechte in Deutschland.“
Ein Leitfaden für geflüchtete und einheimische Menschen in Deutsch/ Englisch, Deutsch/Farsi oder Deutsch/Arabisch. Erhältlich bei der Landeszentrale für politische Bildung
Hamburg, Dammtorwall 1, 20354 Hamburg, Tel.: 428234802.
Öffnungszeiten: mo – do von 12.30 – 17 Uhr, fr von 12.30 – 16 Uhr.

3. Soziale Rechte für Flüchtlinge
Eine Arbeitshilfe für Beraterinnen und Berater, 2. Auflage, Dezember 2016
Erhältlich beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband e.V./www.paritaet.org

 

Fortbildungen der Flüchtlingsambulanz
Die Fortbildungen des Uniklinikums Eppendorf richten sich an Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere Betreuer und Vormünder, Psychotherapeuthen, Ärzte, Dolmetscher, Lehrer, Erzieher sowie an Ausbilder in Betrieben.
Programm 2017 und Anmeldung: www.uke.de/mvz/fluechtlingsambulanz
Telefon: 040/40 471 93 08-0, E-Mail: fortbildungen-fluechtlingsambulanz@uke.de

 

Berufliche Integration von Flüchtlingen
Informationsveranstaltungen bei Bin e.V. Adenauer Allee 10, 20097 Hamburg,
Termine auf www.bin-ev.hamburg


Familiennachzug von Drittstaatsangehörigen
Infos unter www.bamf.de

 

„Die Insel Hilft“ e.V...

... neue Gruppe:
Klönschnack mit Ralf an jedem zweiten Donnerstagabend im Wechsel mit dem Tandem-Treffen, so dass man jeden Donnerstag etwas Deutsch üben kann.

... freuen uns über:
• Freiwillige für die Organisation von Sportangeboten
• HelferInnen für die Öffentlichkeitsarbeit
• Interessierte für Tandem-Partner

Willkommen im Inselhaus! Erlerring 1, Tel. 040/35628667, mail@inselhilfe.org
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 11 bis 14 Uhr

Mehr unter www.inselhilfe.org
Kontonummer für Spenden:
Kontoinhaber: Die Insel Hilft e. V.
Hamburger Sparkasse, IBAN: DE92200505501396133538
Verwendungszweck: Spende, AZ 217/412/03029




 

 

 

 

 



 

 

 

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Wichtige Dokumentationen

A26 - Finkenriek - Kornweide Präsentation < mehr

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

 

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