22. Jahrgang,
Ausgabe 9
Sep. / Okt.
2016
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Aktuell

Hamburg braucht Besseres als eine neue Stadtautobahn
Ankommen - Helfen
Hafenquerspange oder U5 und S4?
"Dann trete ich dem NABU bei"
Von Stockwerken und „Kirche to go“
Endlich! – Die Baugenehmigung ist da, InselArche
Buntes Gartenfest in der ZEA
8
Kostenlose Fahrradtouren für erwerbslose Menschen
Wichtige Dokumentationen

 

Hamburg braucht Besseres als eine neue Stadtautobahn

HQ-Alternative

Alternativvorschlag zum Bau der A26-Ost: Ausbau der Hafenroute zur Verbesserung der Hafenanbindung des Güterverkehrs (im Norden), Ausbau der S-Bahn-Verbindungen
für den Personentransport.
Grafik: M. Rothschuh

Nachdem wir in der August-Ausgabe des WIR noch einmal die geplante Route der A26-Ost (Hafenquerspange) quer durch Wilhelmsburg vorgestellt hatten und die schlimmen Auswirkungen insbesondere auf den Süden der Insel, wollen wir in dieser Ausgabe die Lösung vorstellen, die der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg und die Engagierten Wilhelmsburger favorisieren.

ZEWI/Engagierte W‘burger. Im Wesentlichen geht es um eine Stärkung der Haupt-Hafenroute über den Köhlbrand und um einen Ausbau der S-Bahn-Verbindungen. Eine neue Autobahn muss überhaupt nicht gebaut werden. Die A26-Ost wird im BVWP mit der „Seehafenanbindung“ Hamburgs begründet. Grundlage für die Planungen sind Prognosen für fortwährend steigenden Containerumschlag und Hafenverkehr, die die jetzige Haupt-Hafenroute über die Köhlbrandbrücke überlasten würden. Tatsächlich gibt es aber seit 10 Jahren weder eine Steigerung des Umschlags noch des Hafenverkehrs. Zu Recht wird nicht eine A26-Ost weitab von den Containerterminals, sondern die Haupt-Hafenroute von der Senats-Koalition als „Lebensader des Hafens“ bezeichnet. Diese muss erhalten und verbessert werden: im Westen durch eine Nachfolgelösung für die Köhlbrandbrücke, im Osten durch einen Tunnel vom Veddeler Damm zur A252/A1, wie er bei der Olympiaplanung entwickelt wurde. Für diese Anbindungen des Hamburger Hafens an die bestehenden Autobahnen A7 und A1 braucht Hamburg Mittel vom Bund im Gegenzug für einen Verzicht auf die Hafenquerspange. Diese Lösung ist kostengünstiger, verbessert die Hafenanbindung und macht sie verträglicher für Hamburg und seine Stadtteile Wilhelmsburg, Moorburg und die Veddel.

Mehr S-Bahn statt neuer Stadtautobahn

Laut BVWP erzeugt die A26-Ost vor allem „induzierten“ PKW-Verkehr, der ohne die neue Autobahn nicht auf der Straße wäre. Dieser Verkehr wird vor allem von der parallelen, gedrängt vollen und zu selten fahrenden S-Bahn abgezogen. Man sät Autobahnen und erntet mehr Motorisierten Individualverkehr, der die Straßen und Plätze im Ballungsraum Hamburg verstopft. Dies widerspricht diametral den von Hamburg formulierten Grundsätzen einer nachhaltigen, klimafreundlichen, stadtgerechten und verkehrssparsamen Mobilität.
Alternativen hat das von Hamburg 2012 veröffentlichte Gesamtmobilitätskonzept für den Süderelberaum aufgezeigt: eine verstärkte S-Bahn mit längeren und häufiger fahrenden Zügen, eine bessere Anbindung der Stationen per Bus und Fahrrad sowie eine Verlängerung der U-Bahn 4 über Wilhelmsburg nach Harburg.

Natur-, Umwelt und Klimaschutz statt mehr Lärm, Abgasen und CO2
Die vom Gesetz geforderte Strategische Umweltprüfung ist auf der Grundlage des BVWP nicht möglich. Die gesetzlich geforderte ernsthafte Prüfung von vernünftigen Alternativen gab es nicht. Der Umweltschutzverband BUND hat deshalb eine Beschwerde bei der EU eingereicht.
Alle Daten zum Schutz von Umwelt und Klima sprechen gegen die A26-Ost. Es gibt mit der Autobahn mehr Schadstoffbelastung, mehr CO2-Ausstoß, mehr Lärm und mehr Flächenverbrauch. Naturschutz und Artenschutz werden durch die Autobahn erheblich gefährdet. BUND und NABU erwägen zu Recht eine Klage gegen die A26- Ost. Flächen braucht Hamburg für Natur und Wohnungsbau, nicht für neue Autobahnen.

Wohnungsbau und gute Stadtteile statt Zerschneidung durch neue Betonpisten
In Altona und Othmarschen wird die Nord-Süd-Autobahn A7 für viele Hundert Mio. Euro überdeckelt. Gut so. Den Fehler, der nun „repariert“ werden soll, hat der frühere Wirtschaftssenator Gedaschko (CDU) auf den Punkt gebracht: „Es war völlig falsch zu sagen: Es muss jede Autobahn quer durch Hamburg gehen. Damit hat man künstlich einen Staubsaugereffekt für den gesamten Verkehr geschaffen. Und wenn auf einer der Autobahnen ein Stau entsteht, was täglich passiert, weicht sofort der ganze Verkehr mitten in die Stadt aus.“ (Die Welt, 7.7.2007) Jetzt soll wieder eine Autobahn quer durch Hamburg gebaut werden? Für die Bewohner der durchschnittenen Stadtteile Moorburg und Wilhelmsburg verschlechtern sich die Lebensbedingungen, Kirchdorf-Süd mit 6000 Menschen wird eingequetscht in ein Autobahndreieck. Keine der vorhandenen Straßen würde zurück gebaut.
Die Autobahn A26-Ost verhindert die von allen geforderte innere Stadtentwicklung und dringend benötigten Wohnungsbau, wie ihn die IBA und die Handelskammer unmittelbar an (Hauland) bzw. auf der Trasse (südlich der Kornweide) vorgeschlagen hatten.

Zurück in die Mottenkiste damit!
Die in den 1970er Jahren geplante Autobahn „Hafenquerspange“ durch Hamburg ist ein Relikt eines überwundenen Leitbilds der „autogerechten Stadt“. So wie die DEGES jetzt die Verlängerung der A26 von Moorburg quer durch Hamburg zur A1 propagiert, wollten 1970 die Verkehrsplaner auch die A24 vom Horner Kreisel quer durch Hamburg zur A7 verlängern. Damit sind sie gescheitert, denn die Hamburger wollen lebendige Stadtteile, intelligente und verkehrssparsame Mobilität und eine intakte Umwelt auch in einer quirligen Millionenstadt. Die Hafenquerspange gehört in die Mottenkiste, nicht in ein modernes Hamburg.

Siehe auch: Hamburg braucht Besseres als die Hafenquerspange, auf
www.zukunft-elbinsel.de/besseresals-die-hafenquerspange/

 


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Ankommen - Helfen

Praxis Flüchtlingshilfe Elbinseln

Beratung und Koordination für Tätige in der Flüchtlingshilfe:

Maike Grünwaldt, im MEDIA DOCK, Prassekstraße 1, Tel.: 040/428 85 2281, Mail: gruenwaldt@bi-elbinseln.de, Sprechzeiten vor Ort: Di. 12 bis 15 Uhr, Do. 15 bis 18 Uhr.

Weltcafé

Behördeninitiative „Neuenfelder Straße Hilft“.

Neuenfelder Straße 19 (in der Behörde), jeden Mi. von 15 - 17 h.

 

„Die Insel Hilft“...

... informiert
Stammtisch: Immer am 1. Montag im Monat um 19 Uhr in der Honigfabrik, Industriestraße 125

Weltcafé: Laurens-Janssen-Haus, Kirchdorf-Süd, jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr

Tandem-Projekt: Regelmäßiges Treffen im Sprach- und Bewegungszentrum Wilhelmsburg.
Es wird gemeinsam Deutsch geübt, aber auch die Bewegung kommt nicht zu kurz, tandem@inselhilfe.org

Sprechstunden im Vereinshaus, Erlerring 1:
dienstags bis donnerstags 11 bis 14 Uhr. Tel. 040- 35628667, buero@inselhilfe.org

Kostenlose Rechtsberatung für Geflüchtete: Kooperation mit der Refugee Law Clinic. buero@inselhilfe.org


... sucht
Helfer für die PR-Abteilung.
Bitte melden unter pr@inselhilfe.org.

Funktionierende Nähmaschinen
für die Nähgruppe in der Dratelnstraße. Diese werden angenommen von Frau Flemming in der Unterkunft.



... freut sich über
Freiwillige für die Organisation von Sportangeboten

Freiwillige für den Deutschunterricht in der ZEA Karl-Arnold-Ring und in der ZEA Dratelnstraße,
deutschkurse@inselhilfe.org

Sprachkundige f. Übersetzungsarbeiten

 

Kontonummer für Spenden:
Kontoinhaber: Die Insel Hilft e.V. – Hamburger Sparkasse –
IBAN: DE92200505501396133538
Verwendungszweck: Spende, AZ 217/412/03029

 

 

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Hafenquerspange oder U5 und S4?
A26-Ost: Fehlplanung auch zu Lasten des Ausbaus des öffentlichen Nahverkehrs

NABU.
Hamburg hat nach dem Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans (BVWP) die Finanzierungszusage, zirka eine Milliarde Euro Bundesmittel in eine Verbindungstrasse zwischen A7 und A1 zu investieren.
Diese südliche Variante der Hafenquerspange würde eine ökologische Katastrophe bedeuten. Konflikte mit dem europäischen Naturschutzrecht sind vorprogrammiert. Vor Gericht würde die Zerstörung von Lebensräumen keine Ausnahmegenehmigung erhalten, da schon allein das Kriterium der Alternativlosigkeit nicht erfüllt wird. Hamburg stünde eine neue Protest- und Klagewelle bevor, ehe nur ein Kilometer Straße gebaut würde.
Hält Hamburg stur an der jetzigen südlichen Trassenführung fest, würde dies bedeuten, dass zusätzlich eine zweite Querung notwendig wird. Denn trotz laufender Sanierungsarbeiten an der Köhlbrandbrücke steht fest, dass diese Querverbindung spätestns ab 2030 ersetzt werden muss. Damit wäre die Stadt innerhalb von nur 15 Jahren zu einer milliardenschweren Investition aus eigenen Mitteln gezwungen. Denn der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2045 wird eine zusätzliche Querung über den Köhlbrand sicher nicht finanzieren.
Die Nachteile der südlichen Verbindung überwiegen eindeutig. Neben den massiven negativen Folgen für den Biotopkomplex und das Artenvorkommen, entsteht das Risiko, dass der Ausbau der S4 und der U5 Opfer dieser Fehlplanung werden. Damit erhält die gesamte Diskussion um die Trassenführung eine neue Dimension. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs droht durch die Risikokalkulationen für eine doppelte Trassenführung zu scheitern. Davon wäre eine weitaus größere Mehrheit der Hamburger Bevölkerung betroffen.

Hamburg sollte sich der Diskussion über die alternative Route auf Basis des Veddeler Damms stellen. Eine bestehende Trasse auszubauen, würde einer nachhaltigen Infrastrukturpolitik entsprechen und gleichzeitig neue Umweltsünden verhindern. Bereits bei der Olympiabewerbung hat man auch die Tunnel-Anbindung des Veddeler Damms an die A1 mit einbezogen. Ein guter Vorschlag, der durchaus auch ohne Olympia realisiert werden kann.

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„Dann trete ich dem NABU bei“
Auf dem Pegelstand-Hearing zur A26-Ost sahen auch die politischen Gegner des Projekts keine Möglichkeit, die „Hafenquerspange“ im Bundestag noch zu verhindern

Pegelstand

Diskutierten über Sinn und Unsinn der A26-Ost (von links): MdBs Manuel Sarrazin (die Grünen),
Jan van Aken (Linke), Herlind Gundelach (CDU), Metin Hakverdi (SPD)
. Foto: hk

 

hk. Auf dem Pegelstand-Hearing im „Tor zur Welt“ am 15. November wurden die Hamburger Bundestagsabgeordneten zu ihrer Haltung zur A26-Ost befragt. In den nächsten Wochen steht im Bundestag die Entscheidung über die geplante Autobahn an.
In einem Impulsreferat stellte Michael Rothschuh für die Veranstalter „Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg“ und die „Engagierten Wilhelmsburger“ noch einmal die Argumente der A26-Gegner und die Alternativen vor. Der Bundesverkehrswegeplan bewerbe das Projekt vor allem mit steigendem Güterumschlag im Hafen, tatsächlich stagniere der Hafenverkehr. Die A26 widerspreche auch allen Aussagen des Senats zur Hamburger Verkehrsentwicklung wie z.B. im Gesamtmobilitätskonzept von 2012. Ausschlaggebend sei offenbar nur die Tatsache, dass der Bund die Autobahn bezahle. Als Alternative forderte er die Stärkung der S3/31, die Verlängerung der U4 nach Harburg sowie die Verstärkung der Haupthafenroute. (Siehe Punkt 1 Aktuell).
In den anschließenden Fragerunden räumten die vier Abgeordneten ein, dass die A26 Ost für Wilhelmsburg nachteilig sei und auch mit der Hafenentwicklung nicht begründbar. Alle bekräftigten auch die Notwendigkeit der Verbesserung des Nahverkehrs und der Radwege. Die Vertreter der Berliner Opposition, Grüne und LINKE, stimmten auch der Einschätzung zu, das Ganze sei vor allem ein mit Geld vom Bund günstig erworbenes Prestige-Projekt. Außerdem im Interesse der Wirtschaftslobby. Die A26 ist als öffentlich-privates Projekt geplant, verspricht also große Gewinne für die beteiligten Unternehmen.
Herlind Gundelach und Metin Hakverdi als Vertreter der Regierungsparteien relativierten dann ihre negative Einschätzung. Hakverdi betonte, es sei Konsens, dass im regionalen Interesse mit der A26 die Lücke zwischen der A7 und der zukünftigen Küstenroute A20 geschlossen werde, außerdem sei sie zur Entlastung der B73 notwendig.
Auch Herlind Gundelach betonte den regionalen Kontext dieser Straße und verwies auf Bundesstatistiken über zunehmenden Straßenverkehr. Einen Dissens gab es auch in der wichtigen Frage, ob der Bund den als Alternative geforderten Ausbau der Haupthafenroute – also eine neuen Köhlbrandbrücke und einen Tunnel unter der Veddel bis zur A252/A1 – ebenfalls finanzieren würde.
Michael Rothschuh hatte dazu die aktuelle Bundestagsdrucksache 18/9253 vom September zitiert: Die Zuständigkeit für Hafenanlagen wird hier zwar abgelehnt, wohl aber die Zuständigkeit für die Anbindung dieser Anlagen an das Bundesverkehrswegenetz bekräftigt. Vor diesem Hintergrund habe der Senat auch eigentlich laut Koalitionsvertrag mit dem Bund verhandeln sollen. Herlind Gundelach fand diese Gesetzesauslegung falsch. Der Bund habe zu entsprechenden Anträgen auch bereits Nein gesagt. Neben der CDU-Vertreterin als Befürworterin gaben Sarrazin und und van Aken an, sie würden im Bundestag mit Nein stimmen. Aber auch die beiden Oppositionsvertreter gingen davon aus, dass die A26 im Bundestag wohl gegen ihre Stimmen durchkomme. Manuel Sarrazin meinte, man müsse deshalb „strategisch weiterdenken“ und auf die konkrete Ausgestaltung der Trasse einwirken.

Metin Hakverdi hielt einen Beitrag über ungute „Ja-Nein-Alternativen, die keine Gestaltungsmöglichkeiten zulassen.“ Konkret ging es dabei um die Höhe der Lärmschutzwände und die A26-Abfahrt an der Otto-Brenner-Straße, die auch Herlind Gundelach verhindern will. Eine ganz andere Möglichkeit, die A26 doch noch zu verhindern, eröffnete der Vertreter des NABU, Malte Siegert, in seinem Beitrag. Die Umweltprüfung zu Fragen der Schadstoffbelastung und des Flächenausgleichs für zerstörte Natur seien so schlampig durchgeführt, dass er gute Aussichten für eine erfolgreiche Klage sehe. Die Gerichte seien in Sachen der Umweltverträglichkeit inzwischen durchaus kritisch.
„Also, wenn ihr klagt“, sagte Manuel Sarrazin, „dann trete ich dem NABU bei.“

Zuhörer

Die Aula im TzW war gefüllt bsi auf den letzten Platz.
Foto: B. Kaufmann

 

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Von Stockwerken und „Kirche to go“
Open Space bringt neue Ideen für Gebäude der
evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Kirchdorf

Vorschlaege

Beim Open Space über die zukünftige Nutzung von kirchlichen Gebäuden
wurden auf unterschiedliche Art Ideen gesammelt.

Foto: Gemeinde

Pastorin Anja Blös. Im Gemeindehaus an der Kreuzkirche herrschte reger Betrieb: Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Kirchdorf hatte zum Open Space eingeladen, um Ideen für ihre zahlreichen Gebäude zu sammeln: zwei Kirchen, zwei Gemeindehäuser, vier (ehemalige) Pastorate, das „Alte Pastorat“ und das älteste Haus Wilhelmsburgs, das reetgedeckte Küsterhaus. Rund 60 Menschen jeglichen Alters waren gekommen, um mitzudiskutieren und die Ausgangslage zu verstehen.
Vor 20 Jahren gehörten noch 20.000 Menschen zu den Kirchdorfer Kirchengemeinden St. Raphael und Kreuzkirche. Heute hat die fusionierte Kirchengemeinde Kirchdorf noch knapp 4600 Gemeindeglieder. Der Gebäudebestand hat sich jedoch seit der Gemeindefusion 2002 nicht verringert. Wilhelmsburg hat sich verändert. Die Gebäude sind sanierungsbedürftig und haben laufende Betriebs- und Bewirtschaftungskosten. Allein die jährlichen Investitionskosten für Instandsetzung aller Bauten belaufen sich auf etwa 110.000 Euro. Das ist mehr als ein Drittel des Gesamthaushalts.
Daher sind Veränderungen geboten.

Der gelungene Open-Space-Tag war eine geeignete Plattform, um sich zu informieren und sich gegenseitig anzuregen oder zu vernetzen. Statt Gebäude abzugeben, wurde viel überlegt, wie man Einnahmen erhöhen könnte. Der Vorschlag, St. Raphael abzureißen, wurde vehement, auch von nicht Kirchennahen, abgelehnt. Zöge sich die Kirche zurück, gingen auch Kultur und Flair verloren.
Lieber solle man kirchliche Räume stärker dem Stadtteil öffnen, umbauen und kreativ nutzen. Eine Männerkirche brachte sich ins Gespräch und die afrikanische Gemeinde. Auch ein diakonischer Schwerpunkt oder ein „Ort der Musik“ wurden vorgeschlagen. Eine Freie Schule würde gerne sofort das Gemeindehaus von St. Raphael mieten. Vorstellbar waren auch Seminarräume für das Üben gewaltfreier Kommunikation oder überhaupt ein Kommunikationsbüro, wo man miteinander Ideen erspinnt, zum Beispiel ein Liebesdenkmal.

Spannend gestaltete sich die Diskussion darüber, welche Aufgabe die Kirche in Wilhelmsburg überhaupt hat, was sie ermöglichen kann, wo sie sich neu ausprobiert: Wie wäre es mit „Kirche to go“ oder „Experiment Gottesdienst“? Am weitesten gingen die Vorschläge für Wohnprojekte. Wie wollen wir leben, welche Wohnformen passen oder was könnte eine christliche Lebensgemeinschaft ausmachen? Aufgesetzte Stockwerke würden als Wohnflächen nutzbar - für Familien, für Alleinstehende, für Auszubildende, für Geringverdiener, für Obdachlose. Da reicht der Bedarf weit. Die Vermietung würde der Refinanzierung von offenen, gemeindlichen und vom Stadtteil genutzten Räumen dienen. Die Kirche bleibt ein spiritueller Ort, Umbauten inklusive.
Der Kirchdorfer Kirchengemeinderat hat nun die schwierige Aufgabe, auszuwerten und darüber nachzudenken, wie weiter verfahren wird. Die Kosten der einzelnen Gebäude sollen transparent aufgeschlüsselt und dargestellt werden. Ein Zeitplan ist festzulegen. Die Entwicklung einer Gesamtlösung braucht Zeit, aber unendlich darf es eben nicht dauern, um handlungsfähig zu sein. Die am Open Space Beteiligten gingen nach vier Stunden intensiven Austauschs angeregt nach Hause. Vielleicht fiel am Ende der Blick auf die 628 Jahre alte Kreuzkirche. Diese denkmalgeschützte Kirche bleibt in jedem Fall.

Anregungen


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InselArche

 

Endlich! – Die Baugenehmigung ist da
Die InselArche platzt aus allen Nähten. Nun kann hoffentlich bald der Umbau starten. Wer spendet jetzt für Möbel und Einrichtung?

PM. Mitte Juli kam die gute Nachricht zunächst per Mail. Mit wenigen Auflagen wurden der Umbau und die Erweiterung der InselArche genehmigt. Allerdings - noch fehlen die Bescheinigung über die Prüfung der Statik und einige Angebote von Firmen. So können die Sommerferien leider noch nicht für die Bauarbeiten genutzt werden. Pastor Karsten Mohr hofft jetzt auf einen Start im September.
Benötigt werden neue Möbel und Einrichtungsgegenstände für die erweiterten Räume der kostenlosen Nachmittags-Kinderbetreuung. Zwar können einige Möbel aus der alten Arche übernommen werden, doch es wird vieles neu gebraucht: Stühle, Tische, Schränke, Garderobe, Lampen und eine Küche. Außerdem soll ein Unterrichtsraum mit Computern ausgestattet werden.
15 bis 20.000 Euro fehlen der Friedenskirche der evangelisch-methodistischen Gemeinde in der Weimarer Straße für die Innenausstattung der neuen InselArche noch. Pastor Mohr bittet um Spenden.
In der InselArche erhalten alle Kinder, die kommen, kostenlos ein Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, sinnvolle Freizeitgestaltung und liebevolle Betreuung.

Bankverbindung: Neue IBAN der InselArche
DE54 5206 0410 0306 4238 76

 

 

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Buntes Gartenfest in der ZEA
Kinder haben wochenlang Hochbeete selbst gebaut

ZEA - Fest

Während des Gartenfestes gab es viel Musik und gute Gespräche
zwischen BewohnerInnen und NachbarInnen
. Foto: Milan

PM. Am 6. Juli wurden in der ZEA Kurdamm 8 die neuen Hochbeete im Innenhof eingeweiht. Wochenlang hatten die Kinder der Unterkunft mit StudentInnen, Ehrenamtlichen und der Künstlerin Kathrin Milan Hochbeete gebaut: Der Rahmen wurde aus Paletten zusammengenagelt, bunt angemalt und Erde geschaufelt. Immerhin zehn Tonnen Erde haben die Kinder eifrig mit kleinen Schubkarren und Eimern umgefüllt. Mit Musik von Anne Wiemann und einem Theaterstück von Sonja Ewald wurde der Garten festlich eingeweiht. Etwa 40 NachbarInnen aus den umliegenden Wohnhäusern waren gekommen und hatten Süßigkeiten für das Büfett beigesteuert.
Das Fest hat allen gut getan und die NachbarInnen pflegten einen guten Kontakt zu den BewohnerInnen der Unterkunft. Alle unterhielten sich angeregt miteinander. Dank der Materialspende der BürgerStiftung und des Vereins „Die Insel Hilft“ können nun die Kinder in einem bunten Garten gärtnern, spielen und die Erwachsenen und NachbarInnen den Garten als Begegnungsort genießen. Es werden noch Pflanzenspenden und ehrenamtliche Mithilfe gesucht.
Wer also Lust auf Gartenarbeit hat oder etwas dafür spenden möchte, meldet sich bitte
bei Kathrin Milan unter der Telefonnummer 0176-21190991.

 

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Fahrradstadt Wilhelmsburg:
Kostenlose Fahrradtouren für erwerbslose Menschen

Astrid Christen. Unter dem Motto „Raus aus der Isolation - entdecke die Elbinsel“ bietet Fahrradstadt Wilhelmsburg e.V. donnerstags alle 14 Tage von 10.45 - ca. 14 Uhr kostenlose Fahrradtouren an, als Möglichkeit, sich einfach mal an der frischen Luft mit anderen Menschen zu bewegen und neue Eindrücke zu gewinnen. Das Erleben von Natur, Kultur und der Spass am Fahrradfahren stehen im Vordergrund.
Die nächste findet am 23. Juli statt. Es sind noch Plätze frei. An den weiteren Terminen (7.7., 21.7., 4.8., 18.8., 1.9. und 15.9.2016) sind auch der Energieberg, das Tideauenzentrum, die Ballinstadt sowie das Hafen- und das Archäologische Museum vorgesehen.
Die Eintrittsgelder werden übernommen.

Anmeldung Tel. 0179 83 82 889 von 11 bis 16 Uhr, E-Mail: Manfred.J.Seidel@gmx.de.
Weitere Infos unter Facebook.com/Fahrradstadt-Wilhelmsburg-e-V

 

 

 



 

 

 

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Wichtige Dokumentationen

Informationen für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien < mehr

Erklärung von Mitwirkenden des Initiativen-Netzwerkes Elbinseln zur Planungswerkstatt „Zukunftsbild Elbinseln 2013+“ am 22.2.2013 < mehr

Geruchsbelästigung durch Norddeutsche Ölwerke etc.: hier das NOW-Gutachten vom TÜV Nord vom 13.02.2009

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße:< Schreibens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwickluing vom 16.09.2011

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße: < Lageplan

Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburg < mehr

Spreehafen-Präsentation < mehr

WIR-Inselrundblick - Zeitplan 1994 - 09/2014 < mehr

Kleinanzeigen-Formular für WIR-Zeitung < mehr

 

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